Jahresrückblick 08

31. Dezember 2008  
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jahreshighlights-08

Es ist etwas ungerecht: Es gibt einige Songs, manchmal auch Sounds, oder Namen, die sind einfach haften geblieben. Und die stehen hier und jetzt für ein ganzes Jahr. Es sind Justin Adams & Juldeh Camara, Dengue Fever, Eliza Carthy,  Natacha Atlas, Toumani Diabate, Niyaz, Mariza, Buika, Lila Downs, Melingo, Koćani Orkestar, Taksim Trio. Es waren viel mehr – und es werden immer mehr!

Arriba La Cumbia!

30. Dezember 2008  
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arriba-la-cumbiaAuf der Suche nach einer exotischen Mine, aus der der nächste Worldmusic-Trend geschürft werden könnte sind die DJs in Kolumbien fündig geworden: Cumbia soll der nächste Trend werden.

Die Cumbia und mit ihr die Tanzmusiken des Nordens von Südamerika werden mindestens einmal pro Jahrzehnt ans Licht gehoben. In den 80ziger Jahren schon machte Peter Gabriel auf die wirblige Toto La Momposina aufmerksam. Mit ihren Tambores eroberte sie die geneigte Hörerschaft. Anfangs 90ziger entdeckte Ex-Talking Head David Byrne für sich und viele Amerikaner den brasilianischen Verwandten, den Forró. Carlos Vives oder Juanes schöpften ebenfalls aus dem Cumbia und nun ist der Tanzrhythmus also bei den DJs angelangt.

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Driss El Maloumi, Ballaké Sissoko, Rajery – 3MA

30. Dezember 2008  
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3-ma-madagascar-mali-marocDrei Saitenkünstler treffen sich für ein Projekt, das die Stile aus Nord-, West und Südafrika verschmelzen lässt – es entstehen Melodien wie ein lauer Sommerwind.

Für den Norden steht der Oud-Musiker Driss El Maloumi, für den Westen – oder die Mitte des Kontinents – der Korameister Ballaké Sissoko. Und aus dem Süden, Madagaskar, kommt Rajery mit seiner Valiha. Die drei trafen sich 2006 beim Festival Timitar in Agadir zum ersten Mal – und beschlossen, das zufällige Aufeinandertreffen zu vertiefen und festzuhalten. Marokko, Mali und Madagaskar ergibt abgekürzt 3MA.

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Natacha Atlas: Mish Fadilak

30. Dezember 2008  
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Natacha Atlas: Mish Fadilak


Zum Tod von Lars Hollmer

30. Dezember 2008  
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lars_hollmerWie unt.se am 27.12.08 meldete ist der Ausnahme-Akkordeonist Lars Hollmer tot. Er wurde 60jährig. Hollmer galt nicht nur als einer der ganz Grossen was das Akkordeon betrifft, er wurde auch als Komponist hoch geschätzt. Wobei er nie ein Star war, aber weltweit einen hohen Kult-Status genoss.

Eigentlich wollte er ja mal Rock-Musiker werden. Doch da stand ihm sein Instrument etwas im Weg. Und die gradlinigen 4/4-Stadionrock-Songs waren auch nicht sein Ding, also spielte er zeitlebens jene Musik, die als “progressive Rock” ein eher nischenartiges Dasein fristet.

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Sa DingDing: Alive

29. Dezember 2008  
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Sa DingDing: Alive


Buika – Niña de fuego

29. Dezember 2008  
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buika-nina-de-fuegoSamtenes Schmirgelpapier in der Stimme, doppelsinnige Texte und eine Echtheit im Ausdruck, der man sich nicht entziehen kann: Buika ist ein sinnliches Erlebnis.

Die angesagte Stimme Spaniens entspricht nicht einmal visuell den spanischen Klischeebildern. Buika, die Tochter von Zuwanderern aus Äquatorialguinea, wuchs auf Mallorca auf. Ihre musikalischen Lehrmeister waren die Gitanos. Die ersten eigenen musikalischen Erfahrungen holte sie sich aber in den Studios von Electronica-Produzenten (z.B. mit dem Trüby Trio) oder auf Bühnen in Las Vegas, wo sie Tina Turner interpretierte.

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Zuco 103 – After the Carnaval

29. Dezember 2008  
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zuco-103-after-the-carnavalDas holländisch-deutsch-brasilianische Trio rückt die Sequenzer in den Hintergrund und setzt  auf akustische Instrumente. Das ganze heisst trotzdem noch Brazilectro, allerdings mit etwas freierem Atem.

Es ist das sechste Album der transatlantischen Soundmischer. Und die Zeiten von Drum’n'Bass oder TripHop scheinen vorbei zu sein. Vielleicht holt das Trio aber einfach nur nach einer weiteren Seite aus, versucht sich auf akustischem Territorium, um der drohenden Versenkung in der Schublade namens Brazilectro zu entgehen. Für Überraschungen sind die Drei jedenfalls immer zu haben. Dass sie dabei jeweils einige Fans vor den Kopf stossen, nehmen sie wohl einfach in Kauf.

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Natacha Atlas & das Mazeeka Ensemble – Ana Hina

28. Dezember 2008  
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natacha-atlas-ana-hinaGeübt in der Kunst, die westliche und die arabische Welt zu vermischen, harte Beats und weiche Melodien zu verweben macht Natacha Atlas den nächsten Schritt: Sie lässt die Maschinen weg und wird orchestral.

Der Pianist und Arrangeur Harvey Brough tourte 2006 und 2007 mit Natacha Atlas und einem Orchester. Im Repertoire: Klassiker aus der arabischen Welt. Daraus wuchs dieses Album: Eine Handvoll Kompositionen der Rahbani Brothers, den Hauskomponisten der libanesischen Legende Fairuz, Songs aus dem Liederbuch des ägyptischen Superstars  Abdel Halim Hafez, plus einige Eigenkompositionen. Für Natacha Atlas ist dieses Album ein Wagnis, denn ihre Fans kennen sie als die Frau, welche die arabische Gesangswelt mit der modernen Studio-Hochtechnologie verknüpfte. Hier aber ist alles akustisch, handgemacht, und die Grooves brauchen Zeit bis sie sich entwickeln.

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Issa Bagayogo – Mali Koura

28. Dezember 2008  
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issa-bagajogo-mali-kouraVier Jahre vergingen, bis das neue Album des Maliers ausgereift war – die Zeit wurde gut genutzt. Die Zusammenarbeit mit dem französischen Toningenieur Yves Wernert hat sich verfeinert und ausbalanciert.

Selbst für Mali ist die Karriere von Issa Bagayogo aussergewöhnlich, denn sie hat mit Technik zu tun. Der Zufall wollte es, dass dem damaligen Cheftontechniker des Bogolan-Studios, Yves Wernert, eine Kassette mit Aufnahmen von Issa in die Finger kam. Der kämpfte zu jener Zeit gerade gegen Erfolgslosigkeit in der Musik, Pech im Leben und Arbeitslosigkeit. Die mittlerweile 10jährige Partnerschaft der beiden funktioniert nach einem klaren Muster: Issa bringt die Songs, die er auf seiner Kamele N’Goni (der kleinen Schwester der Kora) komponiert, und schreibt die Texte. Wernert kümmert sich um die Arrangements und holt die zusätzlichen Musiker ins Studio. Der stetig wachsende Erfolg gibt dieser Teamarbeit die nötige Kontinuität.

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