Calypso Rose – Calypso Rose

4. Januar 2009  
Gespeichert unter Neu in den Läden

calypso-rose-calypso-roseSie ist die Königin des Calypso – und dies seit mehr als einer Generation: McArthy Lewis. Als Calypso Rose hat sie bisher über 800 Titel geschrieben und zu einem grossen Teil auch auf Vinyl oder CD gebracht.

Calypso ist ihr musikalisches Ur-Territorium. Aber das hat Calypso Rose nie davon abgehalten, unter sämtlichen Zäunen durch zu grasen: Reggae, Rock Steady, Soul, und auch das eine oder andere Quentchen Jazz ist in den Songs der grossen Interpretin. Und sie glänzte in einer Musiksparte, die sonst ausschliesslich von Männern dominiert wurde. Wäre sie nicht mit ihrer Musik bekannt geworden, sie hätte garantiert hätte einen Platz in der Geschichte der Gleichberechtigung erhalten. In einem Interview auf jouvay.com erzählt sie, wie sie es denn mit den Männern so hält.

Weiterlesen

Rabih Abou-Khalil – Em Portugês

4. Januar 2009  
Gespeichert unter Angespielt

rabih-abou-khalil-em-portugesEs ist eine jazzige Reise in eine portugiesische Musiktradition, die es so nie gab – und trotzdem sehr vertraut tönt.

Das neuste Projekt des libanesischen Oud-Virtuosen begannt mit einer Einladung: Ricardo Pais, der Direktor des National Theatre in Porto konnte Abou-Khalil für die Vertonung von moderner, portugiesischer Lyrik überzeugen. Für Abou-Khalil war es der erste Kontakt mit der portugiesischen Kultur – und Sprache. Das Ergebnis ist verblüffend, und einmal mehr ein einzigartiger Beleg dafür, dass Abou-Khalil ein Meister-Grenzgänger ist.

Weiterlesen

Seprewa Kasa – Seprewa Kasa

3. Januar 2009  
Gespeichert unter Neu in den Läden

seprewa-kasa-seprawa-kasaDas Album steht im Zeichen der Seprawa aus Ghana. Was macht dieses Instrument so speziell? Es soll das Hauptinstrument des Highlife-Stils gewesen sein, heute kennt und spielt es kaum mehr jemand.

Da staunte Gitarrist Kari Banaman (Osibisa, u.a.) nicht schlecht, als er in Europa an einem Festivals ein Instrument aus seiner Heimat hörte, das er gar nicht kannte. Die Seprewa ist so was wie eine nahe Verwandte der Kora, hat aber nur 10 Saiten, und der Klangkörper ist nicht eine Kalebasse, sondern ein Holzkasten mit Schalllöchern. Wie die meisten dieser Saiten-Instrumente verschwand es, weil die Gitarre das angesagte Instrument wurde.

Weiterlesen

Orchestra Baobab – Made in Dakar

3. Januar 2009  
Gespeichert unter Angespielt

orchestra-baobab-made-in-dakar«Made in Dakar» ist eine der besten, mit Sicherheit aber die eleganteste Produktion aus Afrika mit Jahrgang 2007.

Das Orchestra Baobab aus Senegal mit dem Buena Vista Social Club aus Havanna zu vergleichen ist nur teilweise richtig. Die Gemeinsamkeiten: Die Musiker gehören zum Rückgrat der jeweiligen Musikkultur, beide Gruppen interpretieren u.a. afro-kubanische Rhythmen, und beiden verhalf Nick Gold und sein World Circuit Label zu einer zweiten Karriere. Damit hat es sich aber. Was das Orchestra so aussergewöhnlich macht ist die hohe Artistik der Musiker, die aus unterschiedlichen Musiktraditionen stammen, das Verschmelzen dieser  Stilrichtungen zu einem Gesamtsound. Und dies dank einem einzigartigen, geschmeidigen  Zusammenspiel.

Weiterlesen

Haydamaky: Kohania

2. Januar 2009  
Gespeichert unter Video

Haydamaky: Kohania


YouTube Direkt 

Desert Blues 3 – Entre Dunes et Savanes

2. Januar 2009  
Gespeichert unter Angespielt

desert-blues3Die Wüste, insbesondere die Sahara, ist etwas ungemein Erhabenes und gleichzeitig Grosszügiges – das zeigt sich auch in der Musik.

Sie kommen aus Algerien, Mali, dem Senegal, der Westsahara oder Äthiopien und besingen die Freuden und Härten des Lebens unter der heissen Sonne und der Gastfreundschaft ihrer Häuser und Zelte. Liest man die Liste der Künstler dieser musikalischen Wüstenquerung, ertappt man sich vielleicht bei dem Gedanken: Entweder ist die Wüste näher gekommen, oder kleiner geworden. Auf jeden Fall sind viele der MusikerInnen «alte Vertraute».

Weiterlesen

Dub Colossus (in) A Town called Addis

2. Januar 2009  
Gespeichert unter Neu in den Läden

dub-colossus-a-town-calles-addisDie Produktion ist das Resultat eines zweijährigen Projekts, geplant und vorangetrieben von Count Dubulah, alias Nick Page. Seine Liebe zur äthiopischen Musik stand am Anfang eines recht gewundenen Wegs.

Seit einigen Jahren hat der Westen via die Sammlung “éthiopiques” (Hörbeispiele bei Amazon) vertiefteren Einblick in die Musik von Äthiopien. Nick Page hatte als Band-Mitglied von Transglobal Underground und Temple of Sounds schon einige Male musikalisches Neuland betreten.  Die Arbeit als Dub Colossus allerdings war selbst für ihn eine ganz neue Erfahrung: Er musste sich auf fremde Skalen einlassen, seine 4/4-GRooves wollten nicht immer passen. Oder wie er Elizabeth Kinder in einem fRoots-Interview gestand: «You can’t force  your own design on something.» Auf der Realworld-Site erzählt Page die Geschichte des Albums.

Weiterlesen

Jun Miyake – Stolen from strangers

1. Januar 2009  
Gespeichert unter Neu in den Läden

jun-miyake-stolen-from-strangersMiyake hat sich zwischen sämtlichen Stilrichtungen eingerichtet. Er ist eines der wenigen Beispiele, wo ich der iTunes Klassifizierung “Unclassifiable” recht geben muss.

Der Komponist, Pianist und Trompeter Jun Miyake lebt von der Musik, aber nicht von seinen Konzept-Alben, die er in unregelmässigen Abständen veröffentlicht. Im Normalleben macht er Musik für die Werbung, für Theater, für die Kunst. Und das in Asien, Amerika und Europa. Es war ein Zufall, dass seine Jazz-Musik 1985 für eine Andy Warhol-Bildstrecke gebraucht wurde. Aber es verhalf ihm zum Einstieg ins Komponisten- und Produzentenleben. Die CDs, die er darüber hinaus veröffentlicht, sind so was wie die Kür, die Erholung von der Arbeit.

Weiterlesen

Aus Radio Multikulti wird Multicult 2.0

1. Januar 2009  
Gespeichert unter Drum herum

logo240Aus Kostengründen wurde der Kultsender Radio Multikulti auf Ende 2008 eingestellt. Den Sendebetrieb hat das Funkhaus Europa übernommen. Doch ganz tot ist die Idee des multikulturellen Senders noch nicht. Der Nachfolger heisst Multicult 2.0 und sendet im Moment auf www.multicult.eu und auf www.multicult20.de. Wer steht dahinter? So steht’s in der Pressemitteilung:

Wir, Programmmacher von MultiCult2.0, sind ein multikulturelles Team von Journalisten, die dem breiten Protest gegen die Schliessung von radiomultikulti eine positive Richtung geben wollen. Als zweitgrößter Medienstandort Deutschlands und als Hauptstadtregion braucht Berlin- Brandenburg ein multikulturelles Medium, das alle ethnischen Gruppen anspricht und verbindet. Immerhin wohnen hier Menschen aus 180 Nationen. Den jüngsten Zahlen zufolge besteht Berlins Bevölkerung zu über einem Viertel aus Migrantinnen und Migranten. Bei den Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 15 Jahren liegt der Anteil sogar bei 42,7 Prozent.

Und wie soll das Programm aussehen?

Wir werden uns vom bisherigen Verständnis communitybezogener Radioprogramme für Minderheiten lösen. Die erfolgreichen multikulturellen Metropolen und Regionen der Welt sind längst in der postmigrantischen Gesellschaft angekommen. Auch in unserer Region ist die Gesellschaft in großen Teilen weiter als die politische Debatte…. MultiCult2.0 soll ein interaktives Mit-Mach-Radio werden, neue Formate entwickeln und Synergien zwischen klassischen Rundfunk und den Möglichkeiten eines portalgestützten Internetradios erschließen.

Also: ab und an reinhören und sehen, wie das neue Pflänzchen wächst.

Melingo – Maldito Tango

1. Januar 2009  
Gespeichert unter Angespielt

melingo-maldiato_tangoDaniel Melingo ist nicht nur ein begnadeter Selbstdarsteller – er ist auch ein Meister der Interpretation. Das  ist insofern überraschend, wenn man weiss, dass der Tango “nur” die zweite grosse musikalische Liebe des Argentiniers ist.

Melingo ist Tango und umgekehrt – das war nicht immer so. Er vertraute früher auf die reinigende Kraft der Rockmusik, doch hat er mittlerweile herausgefunden, dass seine Emotionen und seine Theatralik besser in seiner heimatlichen Musikform, dem Tango, aufgehoben ist. Auf der einen Seite studiert er heute klassischen Tango, auf der anderen Seite will er die Spontaneität in die Interpretation zurückbringen. Trocken meint er in einem Interview mit dem Magazin «Jazzthetik»: «Einige nennen es neo-traditionalistisch… Aber es sind die Wurzeln, aus denen neues Leben entspringt.»

Weiterlesen

Seiten: «Vorherige 1 2 3 4 5