Oumou Sangaré: Seya

28. Februar 2009  
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Oumou Sangaré: Seya


A.R.Rahman – Slumdog Millionaire

27. Februar 2009  
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slumdog-millionaireAm 11.1., 8.2. und am 22.2.2009 jubelte ganz Indien: “Ihr” A.R.Rahman holte sowohl den Golden Globe, den Bafta-Award sowie den Oscar für den Besten Soundtrack nach Indien – zusammen mit Textern Shah und  Gulzar auch noch den Oscar für den besten Song.

Filmmusik ist Funktionsmusik, steht selten für sich allein. A.R. Rahman kennt sein Handwerk bestens: Seit 1992 liefert er für die indische Filmindustrie pro Jahr zwischen vier und fünf Soundtracks. Heimische Auszeichnungen hat er schon einige abgeholt, nun holte er sich auch auf einen Schlag die höchsten Auszeichungen des westlichen Kulturkreises. Der Preise-Regen, der auf den Film niederprasselt gilt nicht nur dem Komponisten und seinen Interpreten, sondern ist auch eine Verbeugung vor einer der grössten Filmindustrien der Welt: Indien.

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Salif Keita – M’Bemba

26. Februar 2009  
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salif-keita-mbemba1Auf seinem Weg zurück zur Tradition lässt Salif Keita seine “goldene Stimme” noch heller strahlen. Je transparenter er seine Songs produziert, umso intensiver wird das Hörerlebnis.

Es ist, als würde Salif Keita erst jetzt, nach über 30jähriger Musikerkarriere, sein eigenes Potential wirklich anzapfen. Dabei hat der Malier schon mehrmals Musikgeschichte geschrieben. Schon nur die Tatsache, dass einer aus einem Herrschergeschlecht es wagte, Musik zu machen. Und dann noch als Albino. Doch schon die Anfänge bei der Rail Band in den 70ziger Jahren zeigten: hier wächst nicht nur eine der schönsten Stimmen, sondern ein begnadeter Komponist und Arrangeur. Die nächsten Stufen waren steil: Abidjan, Europa, Amerika. Er spielte mit Rockern und Jazzern, mit Leuten wie  Joe Zawinul, Carlos Santana, Wayne Shorter. Seine Musik wurde von Platte zu Platte dichter, und auch schwerer.

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21. Afrika Festival Würzburg – das Programm

26. Februar 2009  
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wurzburg-logoDas Afrika Festival in Würzburg bietet vom 29. Mai bis 1. Juni 09 ein hochkarätiges Konzert-Programm: Der erste Abend gehört zwei jungen Stimmen aus Südafrika: der wirbligen Camagwini und Thandiswa Mazwai, die aus dem Kwaito kommt und jetzt Richtung Soul und R&B marschiert. Der zweite Abend wird ein Fest werden für das Publikum und Oumou Sangare, die ihr neues Album Seya vorstellen wird. Am gleichen Abend: Touré Kunda, eine der dienstältesten und erfolgreichsten Bands aus dem Senegal.

Der Sonntag gehört den Sounds aus Nordafrika. Klaus Doldinger holt Freunde auf die Bühne unter dem Stichwort: Passport to Morocco. Und Raï vom Feinsten gibt’s anschliessend mit Khaled, einem Stammgast in Würzburg, aber auch er wird mit neuem Programm überraschen. Der Montag schliesslich die bezaubernde Sara Tavares von den Kapverden. Und noch mehr “bom feeling” wird’s anschliessend von Salif Keita geben. Auch er mit neuer CD im Gepäck – noch weiss man nicht wie sie tönt. Keita kündete an, noch tiefer im Fundus der Traditionen Malis geforscht zu haben.

Drum herum natürlich DJs, Filme, Bazar, und mehr. Das ausführliche Programm gibt es hier.

Cheick Tidiane Seck live at Jazz Mix 2008

25. Februar 2009  
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Cheick Tidiane Seck live at Jazz Mix 2008


Ideen aus dem Süden für die Beine des Nordens

25. Februar 2009  
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jetzt-deNichts ist schnelllebiger als die Mode, auch in der Musik. Und gerade auf dem Dancefloor haben die Beine gerne was so noch nie Getanztes. Nicht verwunderlich, dass die DJs und Soundfetzen-Jäger ständig nach exotischeren Klängen und Grooves Ausschau halten. Die neusten Schlagworte sind Kuduro, Cumbia der neueren Generation, Tropical oder Ghettorave.

Benedikt Sarreiter zieht auf jetzt.de mal ein paar Register, sagt was wo wie heisst, kennt Protagonisten und macht klar, was das alles mit Pop oder Worldmusic zu tun hat.

Pierre Akendengué – Vérité d’Afrique

25. Februar 2009  
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akendegue-verite-dafriqueDem kulturellen Vermittler zwischen dem Süden und dem Norden ist ein nachdenkliches, und doch freundliches Album geglückt. Die Altersweisheit versteckt sich nicht hinter faden Worten, im Gegenteil: «La révolte c’est la vie».

Zwischen seiner Heimat Gabun und seiner zweiten Heimat Frankreich musste und wollte Pierre Akendengué ständig hin und her pendeln. “Musste”, weil seine Lieder in der Heimat nur im Radio gespielt wurden, wenn er sich auch im Lande zeigte. “Wollte”, weil er die jeweils die Kultur der einen Heimat in die andere trug, und umgekehrt. Er war bekannt als politischer und kritischer Singer-Songwriter, brachte es aber auch fertig, im Album «Lambarena» die Chöre aus den Regenwäldern der Heimat mit klassischen Bach-Kantaten zusammen zu bringen.

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Geschenk: Esau Mwamwaya & Radioclit = The Very Best

24. Februar 2009  
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the-very-best-imageSo tönt Musik aus der globalisierten, elektrifizierten und vernetzten Gegenwart. Diese Musiker verschenken ihre Songs: Esau stammt ursprünglich aus Malawi, die Mixer/Produzenten von Radioclit geben Paris und London als Herkunft an. Getroffen haben sie sich in Esaus Secondhand-Laden in London -  er verkaufte den Radioclits ein altes Fahrrad. Dann standen mehrere Monate Studioarbeit an.

Gemixt wird alles von den Beatles über minimalistische Technogrooves, Michael Jackson bis zu den PowWow-Gesängen der Indianer. Südafrikanischer Melodienschmelz steht neben Kinderlieder-Reimen neben Kwaito neben Sythesizer-Bombast neben Kuduro neben Afrika-goes-Neue-Deutsche-Welle-Sounds – alles ist möglich und die drei halten sich nicht zurück. Es artet aber ganz und gar nicht in Chaos aus, sondern in äusserst vergnügliches Hören. Ich muss Scott Plagenhoef bei Pichfork recht geben:

In short, they’ve created just about the most listenable and flat-out enjoyable record of the year– and one that happens to dovetail nicely with the urgency for and overdue embrace of morally guided globalism.

Mittlerweile ist das als “MixTape” geborene Produkt auf den diversen Webseiten der Musiker, also auch bei Radioclit auf MySpace, gratis runterladbar, eine offizielle Nachfolge-CD ist in Aussicht gestellt. Wer sich diese Partyscheibe nicht holt, verpasst eine ganze Menge Hörspass.

  • Cape Cod Kwassa Kwassa

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  • Hide & Seek

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  • Boyz

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Rating: ★★★½☆ 

René Lacaille – Cordéon Kaméléon

23. Februar 2009  
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rene-lacaille-cordeon-kameleonLa Réunion im Herzen, im Kopf eine Riesenportion Jazz und die Finger auf allem was Tasten, Felle oder Saiten hat: René Lacaille ist ein musikalisches Kamäleon – und das seit über 55 Bühnenjahren. Die Doppel-CD feiert dieses Jubiläum: ein Silberling enthält Songs, der andere Instrumental-Nummern.

Weil er auf La Réunion schon als Knirps mit seinem Vater von Fest zu Party, und von Hochzeit zu Geburtstag pilgerte, um für die Gäste aufzuspielen, lernte er früh zwei Dinge: Akkordeon spielen und trinken. Das erstere hat er perfektioniert, das andere Gott sei dank nicht. Als dann aus Frankreich Jazzplatten auf der Insel auftauchten, wurde er Fan von Wes Montgomery, lernte Gitarre spielen, gründete die Kultband «Caméléon» und wanderte schliesslich nach Frankreich aus. Erst in der neuen Wahlheimat, dank eines Konzertes seines Landsmannes Danyel Waro, entdeckte er seine alte Liebe zu Sega, Maloya und den anderen heimatlichen Musikstilen erneut.

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Telek – Amette

21. Februar 2009  
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telek-ametteAuch eine Legende kann mal ein etwas schwächeres Album abliefern – leider so im vorliegenden Fall.

Und Telek ist unbestreitbar eine Legende. Wenn man über Musik aus Papua-Neuguinea spricht (und wenn man überhaupt jemals Musik von dort zu hören kriegt) so ist sein Name sicher mit im Gespräch. Egal ob als Mitglied der Moab Stringband oder als Frontmann der Rocktruppe Painim Wok – der Mann hat in seinem Teil der Welt Musikgeschichte geschrieben. Wer sich registriert, kann auf  der Musikplattform «imeem» in die Aufnahmen von Painim Wok reinhören – es lohnt sich! Der internationale Durchbruch hätte auch fast geklappt: Mit «SeriousTam» produzierte das Realworld-Label von Peter Gabriel im Jahre 2000 eine wunderbare Scheibe. Nur blieb der Erfolg leider aus.

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