Stanser Musiktage – Der Nachklang
29. April 2009
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Schweizer Radio DRS2 hat diverse Konzerte der Stanser Musiktage aufgenommen und strahlt einzelne Konzerte und Interviews im Verlauf des Monats Mai aus.
Die Tage und Konzerte:
- Stans Collection 1: Freitag 8.5.09, 21-22h, mit Ana Moura
- Stans Collection 2: Sonntag 10.5.09, 21-24h, mit Eric Truffaz, Murcof & Talvin Singh, Pago Libre, Erik Friedlander und German Diaz
- Stans Collection 3: Freitag 15.5.09, 21-22h, mit Bassekou Kouyate & Ngoni Ba, und Buika
Die Empfangsmöglichkeiten von Radio DRS2 findet man hier.
Deolinda – Canção Ao Lado
28. April 2009
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Die Lieder von Deolinda sind witzig, charmant und erzählen aus dem Alltagsleben der Portugiesinnen. Genauer: aus dem Leben von Deolinda.
Der Fado, oder zumindest der Erfolg von Mariza, war Geburtshelfer für diese Produktion. Die Welt entdeckte den Fado neu, und auch Portugal fand zurück zur “eigenen” Musik. Vier Musiker aus ganz entgegengesetzten Richtungen (u.a. Jazz, Klassik) begannen sich mit einheimischen Liedformen zu beschäftigen. Gitarrist Martins schrieb zwei Songs, in denen Deolinda die Hauptperson ist. Sie ist eine selbstbewusste Portugiesin, und besingt die Leute und das Leben, die sie von ihrer Parterrewohnung aus beobachtet. Aus den zwei Songs wurde ein ganzes Programm, die Band übernahm den Namen ihrer Lieder-Heldin, die CD kletterte in den Charts, die Band reiste kreuz und quer durchs Land – und füllte Konzertsäle und Dorfplätze.
Bebo & Cigala – Lágrimas Negras
26. April 2009
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Diese Produktion ist ein musikalisches Meisterstück, eine transatlantisch-spanische Liebeserklärung an das grossartige lateinamerikanische Liederbuch.
Bebo Valdés steht heute, mit weit über 80 Jahren, im Zenith seiner Karriere – nach Jahren in der Vergessenheit. Für den Flamenco-Sänger Diego el Cigala war diese Zusammenarbeit das beste Eintritts-Ticket in die Latin-Szene der beiden Amerikas, das er sich nur wünschen konnte. Getroffen haben sich die beiden dank Fernando Trueba und «Calle 54», seinem Film über die Latin-Jazzszene. Die Legende erzählt, dass bei der ersten Aufnahmesession der beiden Musiker die Tränen nur so strömten.
Lhasa – Lhasa
25. April 2009
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Sie beeilt sich nicht, die Sängerin/Songschreiberin aus Kanada. Weder in ihren Songs, noch mit der Produktion ihrer Werke.
Die Songs von Lhasa de Sela wuchsen bisher auf den kulturellen Grenzlinien zwischen der englischen, der französischen und der spanischen Kultur. Genauer: in jenen Regionen, wo sich diese Kulturen überschneiden – Mexiko, USA und Kanada. Waren die letzten Alben gut instrumentiert, die Arrangements für die Aussagen der Lieder mitverantwortlich, so pinseln Pedal Steel Gitarre, Harfe oder ein einsames Piano jetzt mehr musikalische Atmosphären. Die Stimme steht im Vordergrund und trägt die Songs fast alleine.
Vieux Farka Toure – Vieux Farka Toure
24. April 2009
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Ein erstaunlicher Start für einen, der eigentlich kein Musiker hätte werden sollen.
Vater Ali Farka Touré, der grosse Gitarrist aus Mali, wollte, dass sein Sohn ins Militär geht, oder zumindest Beamter wird. Aber Vieux verliess Nianfunké und ging nach Bamako, um Kunst zu studieren. Seine Musikerlaufbahn begann er als Kalebassespieler und Schlagzeuger, denn «in Mali spielen ja alle Gitarre». Das Gitarrenspiel lernte er dann doch noch, aber nicht beim Vater, sondern bei dessen langjährigem Schüler und engstem Mitmusiker, Afel Bocoum. Wie Vieux seine Zukunft als Musiker sieht, erzählte er bei der CD-Veröffentlichung in einem ausführlichen (englischen) Interview.
Aterciopelados – Rio
23. April 2009
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Es gibt sie noch, die sozialkritischen Songs, und Bands. Und so “samtig” wie der Bandname suggeriert, ist die Musik nicht – hier wird gerockt.
Aterciopelados sind das Rock-Aushängeschild Kolumbiens, ihre prägenden Mitglieder die Sängerin und Gitarristin Andrea Echeverri und der Bassist und Klangtüftler Héctor Buitrago. Obwohl sie zweifache Latin-Grammy-Gewinner sind, mehrfach nominiert wurden, und vom TIME Magazin hoch gelobt werden, sind sie in Europa so gut wie unbekannt. Vielleicht rührt das daher, dass spanisch gesungener Rock im alten Europa nicht das beste Image hat.
Taksim Trio – Taksim Trio
22. April 2009
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Drei exzellente Instrumentalisten haben sich ziemlich weit aus dem Studiofenster gelehnt. Eine Produktion, die den Liebhabern von Lounge-Musik den Zugang zur türkischen Musik erleichtern wird.
Sie heissen Aytaç Doğan, Hüsnü Şenlendirici und Isamil Tunçbilek. Sie sind Meister auf der orientalischen Zither, dem Kanun, der Klarinette und Duduk, und dem Baglama oder Saz. Sie gehören in der türkischen Studioszene zu den Besten, und haben schon viele türkischen Aufnahmen zwischen Pop, Tradition und Jazz veredelt. Die drei haben ihren musikalischen Horizont weit ausgedehnt, und hörbar mit Musikern aus aller Welt gespielt: Von den Gypsygrooves der Roma über die spanischen Flamencoszene bis zu den Funk-Interpreten aus Brooklyn – das ist alles drin.
Urban trad – Erbalunga
21. April 2009
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Man nehme Folkmusik aus ganz Europa, moderne Produktionstechnik, und mixe kräftig. Gibt das europäische Folkmusik des 21. Jhd?
Es ist ein erstaunlicher Mix, den Mastermind Yves Barbieux da in Brüssel gebraut hat. Gestartet ist die Band als Studioprojekt mit musikalischem Sound-Repertoire aus der keltischen Welt. Und der französischen Folktradition, wie man sie von Malicorne vielleicht noch im Ohr hat. Dann spielte die Teilnahme am Eurovisions-Wettbewerb 2003 eine Rolle – «Sanomi» hiess der Song, gesungen wurde in einer Fantasiesprache zu einer Folkmelodie. Und über die Jahre, und insgesamt vier Produktionen, wurde aus dem Projekt eine der erfolgreichsten Weltmusik-Bands Belgiens.
Lura – Eclipse
21. April 2009
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Das vierte Album der kapverdischen Sängerin ist ein Wechselbad zwischen Grooves und Songs, zwischen “toll!” und “wie bitte?”.
Seit Lura mit ihrem zweiten Album «Di Korpu Ku Alma» bei den europäischen Musikfreunden für Furore sorgte, ist ganz klar: Diese Frau hat eine aussergewöhnliche Stimme. Durch ausgedehnte Konzert-Tourneen und dank ihrer starke Bühnen-Persönlichkeit hat sie sich ein treues Publikum erarbeitet. Die neue Produktion lässt jedoch nach den ersten Durchläufen einen seltsamen Nebengeschmack zurück. Es hat weniger mit den Songs zu tun, aber mit der CD als Produkt.
Yusa – Haiku
19. April 2009
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Yusa steht für ein junges Kuba. Eine junge Musiker-Generation, die zwar die Tradition ehrt, aber musikalische Ideen aus der ganzen Welt zusammenträgt.
Sie ist Multiinstrumentalistin, Sängerin und versierte Komponistin. Ihre Ur-Instrumente sind die Gitarre und Tres, und sie reiste als Bassistin des brasilianischen Rockers Lenine um die Welt. Für «Haiku», ihr drittes Soloalbum, zog sie sich mit dem Produzenten Alê Siqueira ins Abdala Studio in Havanna zurück. Haiku ist nicht bloss ein Titel, sondern die Grundidee des gesamten Albums: Reduktion auf die Essenzen. So entstanden Songs, die persönlich, intim und gleichzeitig verspielt tönen. Und eine lange Lebensdauer haben – man will sie immer wieder anhören.


