Africando All Stars – Betece
31. August 2009
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Das globale Salsaprojekt zeigt sich von seiner vielfältigsten Seite. Hier werden gleich mehrere Welten unverkrampft miteinander verknüpft.
Salsa aus New York und die ganze Palette der kubanische Musikstile waren in den 40ziger und 50ziger Jahren in Westafrika der absolute Renner. Spanisch singende Coverbands gab’s überall. 1990 schufen der in Paris wirkende Produzent Ibrahim Sylla und der in New York lebende Arrangeur Boncana Maiga eine wahrlich globale Band: Top-Musiker aus Senegal – sie kamen alle aus führenden Bands des Landes - und Studiocracks aus dem Umfeld des führenden Salsa-Labels Fania in New York sollten klassische Salsa-Hits in der Umgangssprache Senegals, Wolof, einspielen. Die Band feierte sofort Erfolge. Und begann eigene Songs zu schreiben.
Groundation – Here I Am
30. August 2009
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Zum Reggae gehörte, neben dem direkten Bezug zum Alltag mit seinen Problemen und Ungerechtigkeiten, schon immer der Traum von der besseren Welt. Groundation spielen den aktuellen Soundtrack zu diesem Traum.
Seit 1998 gibt es die Truppe. Entstanden ist sie aus unterschiedlichen Begegnungen. Da war das einschneidenden Jugenderlebnis von Gitarrist Harrison Stafford: Bob Marley, Black Uhuru, Peter Tosh tönten aus dem Zimmer seines Bruders. Sonoma im Napa-Valley und seine Jazzschule spielen eine Rolle: Hier traf er auf seine zukünftigen Mitstreiter Marcus Urani an der Orgel und den Bassisten Ryan Newman. Gemeinsam teilen sie die Überzeugung, dass Achtsamkeit und Positivity nicht veraltete Tugenden sind. Darum führt die Band im Untertitel auch «Spiritual Roots Reggae».
Ismaël Lô – The Balladeer (The Best of)
29. August 2009
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Der Singer/Songwriter aus Senegal hat in den 90ziger Jahren einige Songs veröffentlicht, die mittlerweile fest zum Repertoire der Weltmusik gehören.
Ismaël Lô war in den 90ziger Jahren neben Youssou N’Dour der wohl bekannteste Musikvertreter aus Senegal in Europa. Und das, obwohl er der Musik erst mal aus dem Weg ging, und sich als Maler und Kunsthandwerker versuchte. Aber wer schon als Kind Instrumente bastelt, kann den Tönen wohl kaum ausweichen. Seine Musikerlaufbahn begann er als Solokünstler, stieg dann Ende der 70ziger Jahre kurz bei bei den Super Diamono de Dakar ein. Der Erfolg kam, als er die Heimat verliess um in Paris zu arbeiten.
Ti-Coca & Wanga-Nègès – Haïti Colibri
28. August 2009
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Aus Haiti, dem Armenhaus in der Karibik, kommt fröhliche Musik. Voodoo-Gesänge und Gassenhauer feiern gemeinsam ein Fest, mal mit Moral, mal mit grossem Lachen.
In Haiti haben die Bevölkerungsströme über die Jahrhunderte faszinierendes kulturelles und musikalisches Treibgut hinterlassen. Hier liegen noch die Erinnerungen der Konquistadoren – Hispaniola, die Insel auf der Haiti liegt, war die erste Kolonie in der Neuen Welt – und hier kam es auch zum ersten erfolgreichen Sklavenaufstand. Vodun aus dem afrikanischen Benin und Katholizismus vermischten sich zum Voodoo, der nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Musik prägt.
Afel Bocoum – Tabital Pulaaku
27. August 2009
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Für Afel Bocoum gibt es viel Bewahrenswertes: die Familie, Freunde, die eigenen Kultur und die Heimat. Davon erzählen seine ruhigen Lieder.
Afel Bocoum stammt aus Niafunké, dem gleichen Dorf wie sein Onkel Ali Farka Touré. Er war auch jahrelang einer der treusten Sidemen des grossen Gitarristen und spielte in dessen unterschiedlichen Formationen immer die akustische Gitarre. Aber er ging auch eigene Wege. Im Berufsleben studierte er Landwirtschaft und wurde Berater. Und er gründete seine eigene Band Alkibar («die Botschafter des grossen Flusses»). Heute ist er Bewahrer, Mahner und Lehrer, sowohl in Sachen Landwirtschaft wie auch für Musik und Gesellschaft.
Brenda Fassie – Greatest Hits 1964 – 2004
26. August 2009
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Sie war die unbestrittene Pop-Königin der Townships. Ihre Bubblegum-Songs gehören noch heute zum Songbook von Südafrika.
Missverständlich ist vielleicht die Betitelung mit «Greatest Hits 1964 – 2004». Diese Jahreszahlen beschreiben nämlich nicht die Karriere von Brenda, sondern ihr ganzes, kurzes Leben. Aufgewachsen im Langa Township in Kapstadt, feierte sie ihre ersten Erfolge in den 80ziger Jahren. Synthesizers kamen in Mode, Drum-Maschinen übernahmen das Händeklatschen. Aber noch immer machten die Call & Response-Gesänge zwischen Frontsängerin und Chor die Kraft der Songs aus.
Brenda wurde nur 40 Jahre alt, sie starb an einer Überdosis. An ihr Krankenbett in Johannesburg, wo sie im Koma lag, pilgerten Nelson Mandela (für den sie den Song «Black President» gesungen hatte), Thabo Mbeki und andere Grössen aus Showbusiness und Politik. Es herrschte Staatstrauer, als sie starb. Hört man heute ihre Songs, so können einem die billigen, blechernen Sounds der Synthesizers, der manchmal schäbige Disco-Groove auf die Nerven gehen. Aber die Schärfe und die Ausstrahlung der Stimme Brenda Fassies ist immer noch da.
Ein Best-of-Album einer charismatischen Sängerin aus einer Zeit, als sich die Südafrikaner von der Apartheid verabschiedeten, und ihren eigenen Weg zu definieren begannen.
- Vul’Indlela
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- Black President
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- Amagents
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Mayra Andrade: Lua
25. August 2009
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Mayra Andrade: Lua
Ihre aktuelle CD heisst Stória, Stória
Alamaailman Vasarat – Huuro Kolkko
25. August 2009
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Es gibt viele seltsame Musikmischungen, und es gibt Alamaailman Vasarat. Die Finnen spielen akustischen Schräg-Rock, aber das ist nur der Anfang.
Seit etwas mehr als zehn Jahren unterwegs, und mittlerweile bei der fünften Produktion angelangt, haben die sechs finnischen Musiker schon einiges abgearbeitet. Nun ja, in dem Land, in dem die Rocker Haartolle vom Ausmass eines zusammengerollten Bettvorlegers tragen, wo Filmemacher tieftraurig-humorige Geschichten erzählen, wo Cello-Brigaden Metallica interpretieren, da entstehen eben noch weitere seltsame Bands. Nach einem Projekt mit dem finnischen Cousin von Tom Waits, Tuomari Nurmio, («Kinaporin kalifaatti» 2005), und einer schwermütigen Achterbahnfahrt auf einem skurrilen Jahrmarkt («Mahaan» 2007) ist jetzt Rock angesagt.
Mara Aranda & Solatge – Dèria
24. August 2009
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Die momentane Formation Solatge ist eine weitere Häutung der musikalischen Identität von Mara Aranda.
Die musikalische Quelle, aus der die Sängerin Maria Aranda für dieses Projekt schöpft, sind die alten Liedersammlungen aus dem Königreich Aragón. Die Harmonien und Melodien der mittelalterlichen Welt erforschte sie bereits mit ihren älteren Projekten. Für «L’Ham de Foc» schrieb sie zusammen mit Efrén López neue Songs in alter Tradition, mit «Aman Aman» schöpfte sie aus dem Fundus der sephardischen Juden. Jetzt geht sie doppelt so weit zurück in der Zeit und schöpft aus einer 1000 Jahre alten Liedkultur, die zwischen den Pyrenäen und Süditalien zuhause war.
Mory Kanté – Akwaba Beach
23. August 2009
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Dieses Album machte 1987/88 sämtlichen Tanzfreudigen Beine – «Yé Ké Yé Ké» eroberte die Charts in ganz Europa, und war für Mory Kanté gleichzeitig Glückstreffer und karrieremässiger Hemmschuh.
Der junge Griot aus Guinea stand noch während seiner Ausbildung mit einer der führenden Bands aus Mali auf der Bühne, der Rail Band. Nachdem dem Ausscheiden von Salif Keita aus der Truppe wurde er deren Leadsänger. Nach einem sechsjährigen Abstecher in Abidjan, und ersten Aufnahmen unter eigenem Namen, machte er sich nach Paris auf. Das dritte Album «Akwaba Beach» machte Mory Kanté zum Überflieger und die Neuaufnahme von «Yé Ké Yé Ké» wurde zum Discoknüller.


