Mercedes Sosa starb 74jährig in Buenos Aires
4. Oktober 2009
Gespeichert unter Drum herum
Wenn Musik ein Ausdruck der Gesellschaft ist, so war Mercedes Sosa eine der wichtigsten Gesellschaftsträgerinnen Südamerikas in den vergangenen 40 Jahren, vor allem in den 70ziger und 80ziger Jahren. Sie war eine Liedermacherin mit sozialem Herz und kritischen Texten. Sie war keine Agitatorin, sondern eine Frau, die zum Denken aufforderte. Deswegen musste sie mehrere Jahrzehnte im Exil leben: In Frankreich und Spanien.
Wer Lieder singt wie «Gracias a la vida» oder «Hasta la Victoria» ist für Leute, welche (be)herrschen wollen, ein Stachel im Fleisch des Machtdenkens, der nicht einfach entfernt werden kann. Mercedes Sosa hat gezeigt, dass Lieder mehr bewirken können als politische Manifeste, dass Gedanken ansteckender sind als Schweinegrippe.
Die MusikerInnen ihres Kulturkreises wussten, wie viel sie Frau Sosa zu verdanken hatte, und luden sie auch in den jüngster Vergangenheit für CD-Produktionen ein. So Lila Downs für ihr Album «Shake Away».
Mercedes Sosa im Kreuzfeuer der Politik, ein Nachruf auf Radio DRS. Spiegel Online verbeugt sich ebenfalls. Auch die NZZ. Ein kurzer Nachruf auch bei «Blue Rhythm».



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