Massukos – Bumping
12. November 2009
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Gute Nachricht aus Mosambik – Massukos machen nicht nur gute Musik, sie singen auch noch von Dingen, welche das Leben in ihrer Heimat fördern.
Treibende Kraft hinter Massukos ist Sänger und Gitarrist Feliciano Dos Santos. Wenn er nicht Musik macht, ist er Direktor der NGO «Estamos», einer Organisation, die sich für die Themen Wasser, Hygiene und Aids in ganz Mosambik einsetzt. In vielen afrikanischen Ländern werden Musiker und Theater als Kommunikationsmittel eingesetzt, um die Bevölkerung für Themen zu sensibilisieren, über gesellschaftliche Probleme zu informieren. Auftritte an der EXPO 98 in Lissbon oder eine heimische Tour mit der englischen Gruppe «empty boat» brachten internationale Kontakte. So spielten sie auch am WOMAD Festival 2007.
Kroke – Out Of Sight
11. November 2009
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Das polnische Trio hat sich nach diversen Abstechern ins Orchester-Umfeld wieder auf sich selber konzentriert. Die klassischen Projekte haben ihren Einfluss hinterlassen.
Viola, Akkordeon, Stehbass – das ist die Urbesetzung von Kroke aus dem polnischen Krakau. Neben einer CD-Einspielung mit der Sängerin Edyta Geppert tauchten in den letzen Jahren vermehrt Engagements mit klassischen Orchestern in ihrem Konzertkalender auf. Angefangen hatte das ja bereits mit der Zusammenarbeit mit dem Quartett des Violinisten Nigel Kennedy vor knapp einem Jahrzehnt – ein Zusammenspiel, das übrigens immer wieder aufgenommen wird.
La Cherga – Fake No More
10. November 2009
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Wenn die Nabelschnur in die ehemalige Heimat digitalisiert wird, Gegenwart sich in die Erinnerung einmischt, entstehen Sound-Landschaften wie diese.
Die Bandmitglieder von La Cherga wurden alle auf die eine oder andere Art von den Balkankriegen in die Flucht getrieben. Mal war es der frühere, grassierende Nationalismus, mal war es die spätere Aggression. Sie kamen irgendwie nach Österreich, wählten Graz als Basis, und bauten dort eine Dub-Variante ihrer eigenen musikalischen Sozialisation. Als Kroaten, Bosnier und Mazedonier brauten sie mit Zutaten aus der Electronica-Clubkultur und jamaikanischer Sehnsucht so was wie eine Erinnerungsschleife in Dub.
Netsayi – Monkey’s Wedding
9. November 2009
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In England und Simbabwe aufgewachsen, musikalisch zwischen Songwriter-Komposition und Rhythmen aus dem Süden Afrikas zuhause, legt die musikalische Globetrotterin ein Liederalbum voller Assoziationen vor.
In den ersten elf Jahren ihres Lebens wohnte Netsayi in elf verschiedenen Häusern, besuchte neun verschiedene Schulen, und das auf zwei verschiedenen Kontinenten – Europa, resp. England und Afrika, resp. Simbabwe. Der Vater kämpfte in den 70zigern im Untergrund für die Unabhängigkeit seiner Heimat, die Mutter zog die Kinder in Camden auf. Schule ab 1980 dann in Harare, und Ausbildung in Südafrika. Nicht erstaunlich, dass die Fixpunkte von Netsayis Jugend ihre Notizbücher, ihr Schreibwerkzeug und einige Radiostationen waren. Die politischen Versammlungen langweilten sie, aber sie liebte die Police Brass Band.
Buika & Chucho Valdés – El Ultimo Trago
6. November 2009
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Die Ausnahmestimme der neuen Flamenco-Szene, Buika, und der kubanische Meisterpianist Chucho Valdés interpretieren Lieder aus dem Songbook der mexikanischen Legende Chavela Vargas.
Initiant dieser Zusammenarbeit war der spanische Filmemacher Pedro Almodóvar. Er hat die Songs der Vargas seit den 90ziger Jahre immer wieder in seine Filmen eingebracht. Im Frühling 2009 brachte er die neue Flamme des Flamenco, Concha Buika, und den Pianisten Chucho Valdés zusammen. Im April feierten sie den 90. Geburtstag der Vargas mit einem Live-Konzert in Havanna. Und anschliessend entstand in einer 11-stündigen Aufnahmesession diese Produktion. In einem Interview bei Mondomix erzählen die beiden von den Aufnahmen, und über die grosse Vargas.
Ilham Al Madfai – The Voice of Iraq
5. November 2009
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Dieses Best Of-Album umfasst die bekanntesten Stücke eines Sängers, der Bagdad verliess – verlassen musste – um die Musik seiner Heimat neu zu entdecken.
Wer Ilham heute sieht und hört kann sich kaum vorstellen, dass dieser bescheidene ältere Herr der erste Rocker seiner Heimat Irak war. In den 60ziger Jahren des letzten Jhd. waren die Beatles seine Helden, «The Twisters» seine erste Band in Bagdad. Als er in London Architektur studierte, war er ebenso oft musizierend im Cafe Bagdad anzutreffen wie an der Uni. Georgie Fame gab ihm dort den Rat, doch die Engländer ihre Beatles-Songs singen zu lassen. Er aber solle die Lieder seiner eigenen Kultur interpretieren.
Speed Caravan – Kalashnik Love
4. November 2009
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Ja, man kann auch ZZ Top auf arabisch machen, Oud statt Gitarre, Elektronik statt südstaatlicher Schweiss-Muskel-Mechanik. Trocken ist es dort, staubig. Hier zusätzlich atemlos.
Mehdi Haddab ist die eine Hälfte von DuOud, die andere Hälfte wäre Smadj. Beide teilen die Liebe für ein Instrument, die Oud. Es ist nicht das Power-Instrument, sondern eher für Schmelz, Erzählung und Sehnsucht zuständig. Mehdi hat aber das Teil voll elektrifiziert. Seine Liebe zu schwerem Rock – nicht Hardrock, nur hard and heavy! – ist aus jeder Note zu spüren. So was wie der Oud-spielende Cousin von Rai-Rocker Rachid Taha. Zudem viel näher bei Billy Gibbons als jeder andere mir bekannte algerische Saitenkünstler.
Favoriten November 09
3. November 2009
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Tinariwen – Imidiwan Companions
Mahala Rai Banda – Ghetto Blasters
CéU – Vagarosa
Marie Boine – Sterna Paradisea
Bassekou Kouyaté – I speak Fula
Asita Hamidis Bazarr – S.W.E.N.
Mayra Andrade – Stória, Stória
The Unthanks – Here’s The Tender Coming
Smadj – Selin
Rupa & The April Fish – Este Mundo
The Very Best: Kamphopo
3. November 2009
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The Very Best: Kamphopo
Die aktuelle CD von The Very Best heisst Warm heart of Africa
WOMEX 09 – ein kurzer Rückblick
3. November 2009
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Die Zahlen der WOMEX, Ausgabe 2009, sind beeindruckend: 2700 Delegierte, 1425 Unternehmen aus 90 Ländern, 750 CD-Labels, über 300 Journalisten, 650 Organisationen an 320 Ausstellungsständen und 60 Konzerte innerhalb von 4 Tagen auf 6 Bühnen, etc. pp.
Der scheidende WOMEX-Generaldirektor Gerald Seligman hob in der Schlussrede neben all den Danksagungen aber eine Tatsache hervor: Viele Musikmessen mussten 2009 mit 30% oder mehr Aussteller-Rückgang kalkulieren. Einige, wie die Pop-Komm, musste ganz abgesagt werden. Für die WOMEX resultierte ein Rückgang von knapp 4%. Für ihn GRund zuer Freunde, denn: «Wir arbeiten in einem Genre, das schon immer ohne grosse Budgets haushalten musste. Und uns kommt zugute, dass unsere Szene vor allem eine Live-Szene ist.»
So spannend, und ermüdend, die vielen Gespräche tagsüber an den Ständen waren, so vollgepackt waren die Konzertabende im grandiosen Copenhagen Concert Center. Hier kann ein kleiner Rundgang vielleicht ein Teil der Atmosphäre wiedergeben.
Wer mehr Interviews und Konzertmitschnitte sehen will, findet die auf der Site von Mondomix.


