Mahmoud Ahmed – Soul of Addis

12. Dezember 2009  
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mahmoud-ahmed-soul-of-addisDiese Stimme hat 30 Jahre lang die Musik Äthiopiens geprägt: Mahmoud Ahmed ist der Soulkönig von Addis, seine Auftritte sind legendär.

Die Lebensgeschichte könnte klassischer nicht sein: Ahmoud Ahmed musste sich und seine Familie die ersten zwanzig Jahre seines Lebens mit Schuhputz- und Laufburschen-Jobs über Wasser halten. Sein Glück war es, dass sein Arbeitseifer den Clubbesitzer des neuen Arizona Nightclubs gefiel, und er ihn nach Einrichtung des Clubs weiter beschäftigte. Und zum Glück wagte es der junge Mann, der Band hinter der Bühne mal vorzusingen – der Rest ist Legende. Er wurde Leadsänger diverser Bands, manchmal gleichzeitig, war bis nach 2000 immer wieder im Ausland unterwegs, doch er blieb seiner Heimat treu.

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Vieux Farka Touré: Free download Remix von «Chérie Lé»

11. Dezember 2009  
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vieux-farka-toure-other-roads-fondo-remixedDer junge Gitarrist aus Mali zeigte schon immer ein Interesse für Remixes seiner  Songs. Allerdings trafen nicht alle Pult-Wizards auf dem Remix-Album «UFOs Over Bamako» (mit Songs aus Vieuxs erstem Album) den richtigen Groove. Mal schauen, ob Bigga Bush, Tamir Muskat oder Sabbo ihre Sache mit Vieuxs Zweitling «Fondo» etwas achtsamer angehen. Einen Vorgeschmack, Sabbos Version von «Chérie Lé», bietet Six Degrees auf seinem Global Noize-Blog als gratis download an. Das Remix-Album soll am 15.12.09 erscheinen.

Favoriten Dezember 09

11. Dezember 2009  
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Mahala Rai Banda – Ghetto Blasters

Omar Pene – Ndam

CéU – Vagarosa

Faiz Ali Faiz & Titi Robin – Jaadu / Magic

Marie Boine – Sterna Paradisea

Jackie Oates – Hyperboreans

Bassekou Kouyaté – I speak Fula

Marta Sebestyen – I can see the gates of heaven…

Gilles Peterson presents Havana Cultura

11. Dezember 2009  
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gilles-peterson-havana-culturaDie Doppel-CD hat drei Väter: den Journalisten und Sammler Gilles Peterson, den Jazzpianisten Roberto Fonseca und den Soundingenieur Vince Vella. Der eine sammelt Songs, der andere versammelt Musiker, der dritte sorgt für den Klang.

DJ, Radiomann und Soundsammler Gilles Peterson sucht mit Vorliebe jene musikalischen Zonen auf, in denen sich Jazz, Clubbing und eine klar erkennbare Musikkultur kreuzen. Er kann darauf zählen, dass er die verschiedenen Fäden einer Musiksszene nicht mühsam sammeln muss, sondern dass sie ihm in die Hand gegeben werden. Roberto Fonseca ist einer der zentralen Figuren in der jungen kubanischen Szene. Er ist Nachfolger von Rubén Gozález und Arrangeur im Netz des Buena Vista Social Clubs. Andererseits auch in HipHop-Kreisen ein gefragter Produzent, und als Jazzpianist mit eigener Band weltweit unterwegs.

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Kimi Diabaté – Karam

10. Dezember 2009  
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kimi-djabate-karamAus diesem Album werde ich nicht schlau: Ist es echter Ausdruck, oder ist es für uns Westler «gemacht»? An der Produktion kann man nichts aussetzen, ausser dass sie eben diese Frage nicht beantworten will oder kann.

Kimi Diabaté hat die (erzwungene?) Nomadenseele seiner Vorfahren geerbt. Die kamen aus dem fernen Mali, liessen sich in der Gegend von Tabato nieder, weil der König von Guinea-Bissau ihre Musik so liebte. Kimi seinerseits hat seine Heimat verlassen und sich in Lissabon niedergelassen. Er stammt aus einer Griot-Familie, hatte also seine Lehrjahre auf den Instrumenten und in den traditionellen Geschichten auf die klassische Art erlebt.

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Think Of One – Tráfico

9. Dezember 2009  
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Think-of-one-TraficoThink Of One ist eine belgische Groove-Maschine, die in unserer globalisierten Welt bestens Sinn macht, denn die Band wirft sich kopfüber und lachend in sämtliche Stile – auf diesem Album wird mit Brasilien gespielt.

Ohne Netzwerk, ohne Zusammenarbeit geht gar nichts. Der Kern von Think Of One besteht aus Bass, Schlagzeug, Sax, Tuba, Trompete. Beheimatet ist die Truppe in der Hafenstadt Antwerpen. Und wo Schiffe im Vorgarten stehen, ist das Reisefieber eine genetische Angelegenheit. Think Of One sind mit Rock, Pop und Jazz aufgewachsen. Und das in einem Viel-Kulturen-Staat wie Belgien, wo man zusätzlich noch auf diversen Sprach-Schnittstellen sitzt – da reagiert man auf Neues entweder abwehrend oder umarmend.

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Faiz Ali Faiz & Titi Robin – Jaadu / Magic

8. Dezember 2009  
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faiz-ali-faiz-titi-robin-jaadu-magicEin Qawwali-Meister aus Pakistan und ein französischer Saitenvirtuose finden eine gemeinsame Sprache – ein eindrückliches Plädoyer für Musik als universelle Kommunikation.

In ihrem jeweiligen Genre sind beides angesehene Meister: Der Sänger Faiz Ali Faiz ist eine der hellsten und inspiriertesten Stimmen der Qawwali-Tradition. Thierry «Titi» Robin ist ein rastloser Weltenwanderer auf den Spuren der Roma und Fahrenden. Seine Heimat ist die Welt zwischen dem spanischen Flamenco und den Orchestern aus Rajasthan. Er ist auf der Gitarre und der Bouzouki ebenso zuhause, wie auf der Oud oder dem Rubab. Getroffen haben sich die beiden an Festivals in Europa, und aus dem anfänglichen Zusammenspiel wurde eine wunderbare Zusammenarbeit.

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Cesária Evora – Nha Sentimento

7. Dezember 2009  
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cesaria-evora-nha-sentimietoDie grosse Dame der kapverdischen Musik legt ein neues Album vor – und überrascht mit neuen Klängen. Nun reicht ihre Sehnsucht von Kolumbien bis Ägypten.

Von der Diva der kapverdischen Inseln erwartet man etwas vorschnell einfach jene Mornas, für die sie weltberühmt wurde. Aber Cesária hat die Lust auf Neues nicht verloren. Es sind nicht grosse, abwegige Experimente, auf die sie sich einlässt, und das Album braucht einigen Anlauf, um die neuen Farben offen zu zeigen. Der Erfolg ihrer jungen Kolleginnen wie Lura oder Mayra Andrade scheint die Diva beflügelt zu haben: Dieses Album tanzt.

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Thandiswa – Ibokwe

2. Dezember 2009  
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Thandiswa-Mazwai-IbokweFür Südafrikas Thandiswa Mazwai gehören Musik und Botschaft immer zusammen – und sie hat auf diesem Album beides geschärft und geschliffen.

Die musikalische Karriere der charismatischen Sängerin begann mit «Bongo Maffin», einer der führenden Kwaito-Bands. Kwaito das Treibhaus für politisches Selbstbewusstsein der jungen, schwarzen Bevölkerung, aber auch für Party, das war die Ursuppe, aus der die Sängerin noch heute schöpft. Bei ihrem ersten Soloalbum «Zabalaza» (2005) wurde sie von diversen Produzenten (von Sipho Sithole bis JP „Bluey“ Maunick von Icognito) unterstützt. Das ergab einen stilistischen Zick-Zack Kurs, stark angelehnt an amerikanische R&B/Jazz-Soundlandschaften. Aber die Botschaft der Texte traf den Nerv der Zeit, das Album wurde mehrfach preisgekrönt.

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