Carlos Vives – Gota Fria
30. Januar 2010
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Carlos Vives – Gota Fria
Seine aktuelle CD heisst Clasicos de la Provincia II
Asita Hamidis Bazaar – Abenteurer und Klangreisende
30. Januar 2010
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Die Harfenistin Asita Hamidi bezeichnet die Musik ihrer Bazaar-Truppe gerne als eine Klangreise zwischen dem Polarstern und dem Morgenland. Sie selber stammt aus dem Iran, ihr Partner und Mitkomponist Björn Meyer aus Schweden. Und für Unruhe und Halt sorgen zwei Schweizer, Bruno Amstad und Kaspar Rast.
Bazaar ist nicht die einzige Band der vier Musker, sie sind in vielen Projekten involviert. So ist Björn Meyer der aktuelle Bassist des Oud-Virtuosen Anouar Brahem, zusammen mit Drummer Kaspar Rast mit Nik Bärtsch und seiner Ronin-Truppe unterwegs, oder mit seinem schwedischen Trio Bazar Blå. Auch Bruno Amstad hat gleich mehrere Projekte am laufen.
Gemeinsam ist ihnen die Suche nach dem Klang. Was geht, und was nicht, haben sie in ihrer siebenjährigen Bandgeschichte herausgefunden. Und auf der aktuellen CD S.W.E.N. in Form gebracht.
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Nuova Compagnia Di Canto Popolare – Medina
28. Januar 2010
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In der fast vierzigjährigen Geschichte dieser Truppe ist «Medina» so etwas wie eine Wendemarke – aus einer Folktruppe wurde eine weltmusikalische Botschafterin.
Die Compagnia fand sich in den späten 60ziger Jahren, um die Folk-Tradition von Kampanien, der Gegend um Neapel, zu pflegen und zu bewahren. In diesen Späthippie-Zeiten hatte die Band eine grosse Anhängerschaft. 1992 formierte Corrado Sfogli eine neue Truppe und öffnete die musikalische Welt in den gesamten Mittelmeer-Raum. Es war die erste italienische Gruppe, die sowohl glaubhaft die damals noch neue Musiksparte der Weltmusik vertrat, als auch am Schlager-Wettbewerb von San Remo auftrat (mit «Pe’ Dispietto»).
Jackie Oates – Hyperboreans
27. Januar 2010
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Kein Wunder hat Jackie für diese Album gleich zwei BBC Folk-Awards erhalten: Es ist ein Album in bester Tradition, und es tönt neu und frisch wie ein Versprechen.
Jackie Oates kommt aus einer musizierenden Familie, ihre Eltern trafen und verliebten sich in einem Folk-Club. Tönt das vertraut? Richtig: Jackie Oates ist die Schwester von Jim Moray. Und beide haben in den letzten Jahren die englischen Folk-Szene ziemlich durchgewirbelt. Sie sind mitverantwortlich, dass Folk heute nicht mehr so streng nach Kampfer und Mottenkugeln riecht. Als Violonistin bei Rachel Unthanks «Winterset» schnupperte Jackie bereits 2005 am grossen Erfolg.
Menwar – Ay Ay Lolo
26. Januar 2010
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Mauritius ist ein Paradies für die Habenden und die Besucher. Die Geschichte und der Alltag der Inselbewohner ist aber alles andere als paradiesisch – Menwar ist ihr Chronist und Gewissen.
Die Geschichte von Mauritius ist ein Spiegel der Kolonialzeit: Portugiesen, Holländer, Franzosen, Engländer haben hier regiert. Und Sklaven gehalten. Menwar stammt aus einer dieser ehemaligen Sklavenfamilien. Obwohl selber nicht politisch aktiv, ist er ein scharfer Beobachter und Kommentator der Lebensumstände und Diskriminierung der kreolischen Bevölkerung im Ferienparadies. Er gilt als einer der treibenden Entwickler von Sega, diesem Musik- und Tanzstil, welcher afrikanische und madegassische Elemente verschmolz. Ende des letzten Jahrhunderts war dies der Soundtrack der Parties nicht nur am indischen Ozean, sondern in der gesamten Francophonie.
Kottarashky – Opa Hey!
25. Januar 2010
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Hoch anrechnen muss man dem Computermusiker seine Liebe zur Jagd. Er geht oft mit Mikrofon und Aufnahmegerät ausgerüstet raus, und fängt seine Töne in der analogen Welt.
Nikola Gruev ist im Brotberuf Architekt und arbeitet in Sofia. Musik war immer Teil seines Lebens, aber er legte irgendwann mal die Gitarre zugunsten des Computers weg. Wenn er musikalische Vorbilder aufzählt, sind das mehrheitlich alte Hand- resp. Mund-Werker wie Tom Waits, Bob Marley, Captain Beefheart oder Bratsch – und die Gypsy-Bands seiner Heimat. Die Töne für seine eigenen Songs jagt er an Dorf- und Familien-Festen rund um das Schwarze Meer oder an der Grenze zur Türkei – oder in den Strassen von Sofia.
Toumani Diabaté – Mandé Variations
13. Januar 2010
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Einer der wichtigsten Kora-Meister der Gegenwart hat mit diesem Album nicht nur neue Freunde gefunden, sondern auch Kritiker auf den Plan gerufen.
Toumani Diabaté, und vor ihm sein Vater Sidike, haben für die Kora neue Wege geöffnet. Der Vater erhob die Kora zum Soloinstrument, der Sohn nahm 1987 das erste Solo-Album für Kora auf. Gut zwanzig Jahre später folgte diese zweite Solo-Einspielung. Toumani sammelte in der Zwischenzeit viel Erfahrung in ganz unterschiedlichen Projekten. Er spielte mit und für Damon Albarn, Taj Mahal, Björk, experimentierte mit seinem eigenen Symmetric Orchestra, und sass immer wieder mit seinem wohl engsten musikalischen Freund, dem verstorbenen Gitarristen Ali Farka Touré, zusammen im Studio.
Márta Sebestyén – I can see the gates of heaven…
11. Januar 2010
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Márta Sebestyén ist die singende Musik-Enzyklopädie der ungarischen Volksmusik. Diese Aufnahmen sind gleichzeitig sorgfältig studierte Tradition und Improvisation.
Das Leben von Márta Sebestyén war von dem Moment an vorgezeichnet, als sie als 12jährige einen Gesangswettbewerb gewann. Der Preis wurde ihr übergeben von einem der bekanntesten Musikforschern Ungarns, Lázlo Vikár. Seit jenem Tag ist sie Forscherin und begnadete Interpretin fast vergessener Lieder in einer Person. In ihrem aktuellen Album greift sie tief in den Fundus ihrer eigenen Feldaufnahmen und anderer Sammlungen. Die Lieder stammen aber nicht aus einem Liederbuch, es sind quasi musikalische Collagen.
Geraldo Pino & The Heartbeats – Heavy Heavy heavy
9. Januar 2010
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Funk der 60ziger und 70ziger Jahre aus Sierra Leone, welcher ganz Westafrika überrollte – Pino war der James Brown aus Freetown.
Geraldo Pino (eigentlich Gerald Pine) ist einer der vergessenen Helden der afrikanischen Musik. Er begann seine Karriere in den Nachtclubs von Freetown mit Covers von amerikanischen Hits und Rumbas aus dem Congo. James Brown war das eine grosse Vorbild, Franco das andere. Während andere Musiker aus seinem Umfeld den Highlife-Sound pflegten, war es für ihn der amerikanische Funk, gepaart mit einheimischen Rhythmen. Einer seiner grössten Fans, und später fast sowas wie ein SChüler, war der junge Fela Kuti. Als Pino auf einer Westafrika-Tour nach Lagos kam, staunte Fela:
Rachid Taha – Bonjour
8. Januar 2010
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Der Rocker aus Oran, resp. dem Elsass, liebäugelt auf seinem achten Album mit dem französischen Chanson. «Bonjour» ist wohl das französischste Album seiner Karriere.
Angefangen hat alles mit einem Drink und einem Gespräch mit Gaëtan Roussel, dem Kopf der französischen Rocktruppe «Louise Attaque». Taha erzählt in einem Interview bei rfi musique, wie ihm die Grundidee von «Bonjour» wohl im Kopf herumsurrte, er aber mit Gaëtan eine Abmachung traf: Schreib du mal zu diesem Thema einen Song auf französisch, ich schreib einen auf arabisch. Am Schluss wurde daraus das Lied von Roussell mit dem französisch-arabischen Text von Taha, gesungen im Duett.

