Nuru Kane – Number One Bus

15. März 2010  
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Hatte die erste CD von Nuru Kane, «Sigil», einen francophonen Unterton, so ist dieser Zweitling eher anglophil angehaucht. Da sind vermehrt Bluestöne zu hören, funky Grooves und englische Texte.

Für Nuru Kane sind die Lieder ein Spiegel seiner Reisen und Begegnungen. Die Reisen nach Marokko hatten ihm sein Lieblingsinstrument gezeigt: die Gimbri. Seine Zeit in Paris liess seine Band Bayefall Gnawa entstehen. Nun, nach mehreren Jahren in England, haben sich die englische Sprache und neue Stilformen in den Liedern eingenistet. Der Number One Bus ist das Symbol dafür: er fährt von Bermondsay nach London, und Nuru Kane benutzte ihn drei Jahre lang.

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Sierra Maestra – Tibiri Tabara

13. März 2010  
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Diese Produktion legte einen der Grundsteine, auf dem später der Welterfolg des «Buena Vista Social Club» stehen konnte. Nick Gold hatte schon anfangs der 90ziger Jahre den richtigen Riecher.

Sierra Maestra ist eine Band, die sich dem kubanischen «Son» verschrieben hat. Für viele ist der Son Cubano der 20ziger Jahre des letzten Jahrhunderts die Urform nicht nur der der kubanischen Musik. Der Son lebt im Rumba oder Mambo weiter, und im Moment ist gerade wieder mal ein Streit entbrannt, ob nun der Salsa als kubanischer Stil oder als amerikanische Musikentwicklung zu bezeichnen sei. Auf jeden Fall: Am Anfang stand immer der Son, und die Heimat des Son ist ein Bergrücken im Osten Kubas mit dem Namen Sierra Maestra.

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ChocQuibTown – Oro

12. März 2010  
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Nominiert waren sie, aber für einen Grammy hat es dieses Jahr noch nicht gereicht. Doch die drei Kolumbianer und ihre Mitstreiter haben in den letzten Monaten mit Auftritten u.a. an der WOMEX so erfolgreich für sich geworben, dass sie im Frühjahr/Sommer 2010 für die grossen Festivals in Europa gebucht sind.

«Oro» ist in erster Linie ein HipHop-, kein Cumbia- oder Guajira-Album. Sicher stammen viele Beats und Grooves aus dem Fundus Kolumbiens, sind irgendwo zwischen Pazifik und dem Golf von Mexiko zuhause. Aber Frontfrau Goyo und die Rapper/Electronicas Tostao und Slow wollen explizit nicht Musik aus Kolumbien für die Welt machen, sondern einfach globale Musik.

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The Chieftains feat. Ry Cooder – San Patricio

10. März 2010  
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Paddy Moloney von den Chieftains ist sich sicher: Selbst wenn historische Geschehnisse vergessen werden bleibt die Erinnerung in der Musik erhalten.

Die Legende um eine mehrheitlich irische Söldnertruppe, die San Patricios, die auf der Seite der Mexikaner gegen die Amerikaner kämpften, ist die historische Grundlage für dieses Album. Paddy Moloney machte sich daran, die Bruchstücke dieser Erinnerung in der mexikanischen Musik zu suchen. In Ry Cooder fand er einen Mitstreiter, der sich in der Kultur der Grenzregion USA / Mexiko historisch und musikalisch bestens auskennt.

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Yasmin Levy – Sentir

9. März 2010  
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In den letzten zehn Jahren ist Yasmin Levy zu einer Leitfigur der Ladino-Musik geworden. Auf dem aktuellen Album hat Produzent Javier Limón leider die dramatische Seite der Sängerin etwas gar stark überzeichnet.

Die ladinische Musiktradition, diese Stilmischung aus maurischen, jüdischen, und spanischen Quellen hat dank Sängerinnen wie Yasmin Levy in den letzten Jahren ein neues Publikum gefunden. Eine wichtige Würze in diesem Musikmix brachten die Gypsies mit. Sie halfen nicht nur mit, in den folgenden Jahrhunderten den Flamenco auszuformen, sondern verbreiteten als Fahrende, zusammen mit den vertriebenen Juden, die Melodien auch im ganzen Mittelmeerraum.

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The Imagined Village – Empire & Love

8. März 2010  
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Folk-Tradition in der Realität Englands von heute ist zu hören, einer Nation mit multikultureller Gesellschaft, alten Geschichten und auf der Suche nach einer neuen Identität.

Liest man die Personalliste der Band für dieses zweite CD-Projekt, gibt’ einen Aha-Effekt nach dem andern: Simon Emerson ist der Spiritus Rector der Grundidee, und er hat von Working Week bis Afro Celt Sound System schon manches Projekt erfolgreich gestemmt. Die Folk-Legende Martin Carthy und seine Tochter Eliza sind mit Stimmen, Gitarre, Geige und Wurzelkraft da. Sheema Mukherjee setzt ihre Sitar auch für Projekte ausserhalb ihrer Band-Heimat bei Transglobal Underground ein, und Jackie Oates kommt für einen Song kurz vorbei. Seit dem Erstling «The Imagined Village» hat sich das Line-Up um einiges verändert, die Live-Auftritte haben die Band geformt und  Gemeinsamkeiten herausgeschält.

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Wimme – Mun

5. März 2010  
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Die archaische Gesangstechnik des hohen Nordens fühlt sich sehr wohl in modernen Klanglandschaften. Wimme findet zurück zur Akustik.

Der Joik-Sänger Wimme Saari hat sich für seine aktuelle Produktion Zeit gelassen. Doch die war gut investiert. Seit seinen Bandjahren bei Hedningarna hatte er eine Vorliebe für elektronische Klänge. Seine letzten Alben waren geprägt von den kalten Klängen der Synthesizer und dem unbeugsamen Dirigentenstock des Sequenzers. Das hat sich für das neue Album grundlegend geändert. Der Joik, die Stimme und ihre Fähigkeit, auch ohne grosse Worte Stimmungen zu kreieren, stehen im Vordergrund.

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Tarika – 10: Beasts, Ghosts & Dancing with History

4. März 2010  
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Dieser Best-Of-Sammlung fasst die erfolgreichen Jahre von Tarika, einer der erfolgreichsten Bands aus Madagaskar, zusammen.

Treibende Kraft hinter Tarika ist Leadsängerin Hanitra, ihre jahrelange Helferin ihre Schwester Noro. Sie wuchsen auf dem Hochplateau in der Nähe der Haupstadt Antananarivo auf. Madagaskar war bis weit in die 80ziger Jahre hinein eine von der Welt ziemlich isolierte Insel. Singen konnten die beiden Schwester sämtliche lokalen Hits, aber aktiv beschäftigen sie sich erst in den 90ziger Jahren mit der Musik. Doch schnell wurden sie ein der wichtigsten Bands, die die wunderbaren Harmonien Madagaskars in die Welt hinaus trugen. Diese CD umfasst die 10 erfolgreichen Jahre der Band und schöpft aus insgesamt 4 Alben – drei davon sind bei iTunes erhältlich, aber leider nicht dieser Sampler.

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Favoriten März 10

4. März 2010  
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Martha Wainwright – Piaf Record

Wimme – Mun

Ali Farka Touré & Toumani Diabaté – Ali & Toumani

The Imagined Village – Empire & Love

Faiz Ali Faiz & Titi Robin – Jaadu / Magic

The Chieftains feat. Ry Cooder – San Patricio

William Vivanco – El Mundo Esta Cambia’o

Nuru Kane – Number One Bus

Kottarashky – Opa Hey!

Fool’s Gold – Fool’s Gold

Hindi Zahra – Handmade

2. März 2010  
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Sie hat das Nomadentum in den Genen, sowohl was ihr Leben betrifft, als auch ihr musikalisches Erbgut. Kein Wunder fällt diese Produktion zwischen sämtliche Musik-Kategorien – globalsounds eben.

Hindi Zahra wuchs in der Kleinstadt Khouribgha im Zentrum Marokkos als Kind von französisch-marokkanischen Eltern auf; d.h. das war die Heim-Adresse, denn die Familie war viel auf Reisen. Mit 18 fand sie einen Job in Paris, im Louvre. Heute pendelt  sie zwischen verschiedenen Heimaten und Künsten hin und her – eine Nomadin eben. Ihre Idole kommen aus ganz unterschiedlichen Kulturen: Ella Fitzgerald steht für den Jazz, Yma Sumac für eine magische Stimme und die Exotik Südamerikas, und Oum Kalsoum als die arabische Stimme schlichthin. In einem Interview erklärte sie Stefan Franzen (JazzThing), warum vor allem diese drei sie beeinflussten: Weiterlesen

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