Etran Finatwa – Tarkat Tajje / Let’s go
31. Mai 2010
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Tuareg und Wodaabe, die Kultur der Nomaden aus der Sahara und der Sahelzone im spannenden und relaxten Liederaustausch.
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Daim Walla / Daandé / Ummee Ndaaren
Die Gitarren stammen hörbar aus dem Kulturkreis der Tuareg, man kennt sie von Tinariwen oder Tamikrest. Den Chorgesang bringen die Wodaabe ein. Sie leben etwas weiter südlich in der Sahelzone als nomadisierende Rinderzüchter. Die Musiker von Etran Finatawa haben sich 2004 am Festival Au Désert kennen gelernt. Aus einer ursprünglichen Grossformation ist eine Kerntruppe von 5 Musikern geworden, und dies ist ist ihre dritte CD.
Daara J Family – School of Life
29. Mai 2010
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Dakars Hip Hop Aushängeschild wendet sich vermehrt dem Pop zu. Die ausgedehnten Tourneen haben abgefärbt: mehr Internationalität, mehr Reggae, mehr R&B – leider etwas auf Kosten der Unverwechselbarkeit.
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Bayi Yoon / Children / Potu Nda
Aus dem Trio aus Dakar ist ein Duo geworden, Daara J hat sich noch ein «Family» angehängt. Die engsten Familienmitglieder sind der schwedische Produzent Gordon Cyrus und eine Handvoll Musiker aus dem Umfeld seines LUV-Studios in Paris. Das Album «Boomrang» hatte vor sieben Jahren die internationale Türe für Daara J geöffnet. N’Dango D und Faada Freddy haben nun popige Melodien à la Toure Kunda und Grooves aus dem Rezeptbuch eines Prince reingelassen.
Fatoumata Diawara: Alama
27. Mai 2010
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Fatoumata Diawara: Alama
Fatoumata Diawara war eine der grossen Überraschungen am Pfingst-Sonntag Abend
Alpha Blondy – Jah Victory
27. Mai 2010
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Sicher eines der besten Alben in der langen Karriere der Reggae-Ikone von der Elfenbeinküste. Für den Sound mitverantwortlich zeichnet der Bob-Marley-Weggefährte Tyron Downie.
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Sankara / Ne tirez pas sur l’ambuance / Ikafo
Alpha Blondy hat in den vergangenen 30 Jahren 17 Alben veröffentlicht. In dieser Zeit war er nicht nur als exzellenter Songschreiber aufgefallen, sondern auch als einer, der Klartext redete. Trotz seinen klaren Anklagen an die Mächtigen und Macht-Missbrauchenden dieser Welt war er auch ein anerkannter Vermittler und Friedensaktivist. Spiritualität ist eine weitere Quelle seiner Arbeit. Mit diesem Album verabschiedete er sich 2007 aus einer selbstgewählten Produktionspause: In seiner Heimat herrschte Bürgerkrieg und erst nach Unterzeichnung des Waffenstillstands begab er sich wieder ins Studio.
Lila Downs y La Mysteriosa en Paris – Live à FIP
26. Mai 2010
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Aufgenommen in den Studios des französischen Radios ist diese Produktion so was wie eine Live-Version ihres letztjährigen Best Of-Albums «El Alma de…»
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El Relampago, Cumbia Del Mole, Yo Envidio El Viento
Begleitet von einer exzellenten Band spielte Lila Downs vor ziemlich genau einem Jahr in den Studios von FIP France Inter ein fast ausschliesslich spanisch-sprachiges Album ein. Im Gegensatz zum Best of Album «El Alma…» haben diesmal auch Songs aus der letzten regulären Studio-Produktion «Shake away» einen Platz in der Set-Liste erhalten. Kein Wunder, handelt es sich doch bei der Begleitband « La Misteriosa» um eben jene Truppe, die für einen Grossteil der Töne auf Shake Away verantwortlich war.
Gogol Bordello – Trans-Continental Hustle
25. Mai 2010
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Schärfer, ja das geht selbst bei dieser Truppe, vor allem wenn man die Energie so schleift, dass die Kanten schnittig werden wie Rasierklingen. Diese Kunst trägt einen Namen: Rick Rubin.
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My Companjera / Uma Menina / Raise The Knowledge
Die New Yorker Welt-Punker um Eugene Hütz haben leicht umgebaut: Eine neue Rhythmus-Sektion haut die Songs jetzt vorwärts. Hütz wohne seit zwei Jahren in Brasilien und das habe sich in der Musik niedergeschlagen sagen die Pressemeldungen – damit ist nicht der Samba gemeint, sondern ein Schuss Forró. Dazu eben noch das Produktions-Rezept von Rick Rubin: Entschlacken wo zuviel Noise drin, und hervorheben, wo Musik drin ist. Das funktioniert auch diesmal.
Afro-Pfingsten Festival, 23.5. – Acoustic Africa & Women Voices
24. Mai 2010
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Für einmal stimmten auch die Aussentemperaturen zum Tagesthema – Afrika war angesagt. Und erstaunlich viele Leute kamen bereits um 13.30h in die Sulzerhalle in Winterthur. Sie sahen einen grandiosen Bassekou Kouyaté und mit seiner Band Ngoni Ba ein treibendes, kompaktes Ensemble. Blick Bassy brachte die leicht süsslichen Lieder aus der Grenzregion zwischen Paris und seiner Heimat Kamerun nach Winterthur.
Afro-Pfingsten Festival, 22.5. – Noche Latina
23. Mai 2010
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Los ging es mit Latin-Sounds aus Bern. Chica Torpedo tauften ihre neuste CD «Chauti Füess un es warms Härz» – wobei die Füsse durchaus bereits in Tanztemperatur kamen. Mercadonegro überzeugten durch enorme Spielfreude, Virtuosität und wirkten wie eine gefährliche Grippe – hoch ansteckend!
Papy Sanchez und Rodry-Go! lieferten dann Festzelt-Glamour: Stampfende Beats, Showgirls und Machismo pur – etwas gar platt. Die grosse Kelle Nostalgie lieferte das Orquesta Buena Vista Social Club: Auch wenn der Name noch immer klingt, die Patina blättert ab. Dem Charme des hochprofessionellen Grossorchesters und seiner Solisten kann man sich aber kaum entziehen, das Publikum feierte sie dementsprechend.
Chic Quib Town aus Kolumbien wirbelten das – auch an diesem Abend leider nicht so zahlreiche – Publikum nochmals kräftig durcheinander: Afrorhythmen aus Kolumbien und HipHop-Reime im Ultratempo setzten die Extremitäten der Zuhörer nochmals in Bewegung – ja auch die Arme, denn am Schluss gab’s sogar noch ein Tänzchen.
Afro-Pfingsten Festival, 21.5. – Roots & Reggae
22. Mai 2010
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In der Halle 53 in Winterthur wurden am ersten grossen Konzertabend des Afro-Pfingsten Festivals schwere Töne geboten: Während sich Takana Zion noch mit einem kleineren, aber enthusiastischen Fanpublikum begnügen musste, bekamen die treuen Freunde von Sly & Robbie bereits die Ohren voll.
Aber mindestens am Anfang des Konzertes nicht voll mit Sound, sondern vor allem voll mit Noise, Subbässen und Spielereien. Spätestens aber als die Sänger die Bühne betreten durften, gab’s dann wieder Musik. Bitty McLean, die neuste Produktion der beiden Reggae-Produzenten, bot allerdings weniger Reggae als Soul- und Flower-Power-Nummern im Reggae-Gewand.
Die Skatalites ziehen mit ihrem klassischen Repertoire und einer jüngeren Truppe durch die Lande: etwas nostalgisch wurde es einem bei den «Hits from Studio 1». Die Ras Ites boten den beiden Sängern Mykal Rose und Andrew Tosh ein solides musikalisches Fundament. Das Repertoire von Andrew bestand zum grösseren Teil aus Songs aus dem Fundus seines Vaters, Peter Tosh. Der Abschluss: ein richtiger Preacher-Man, dieser Max Romeo. Wie sagt man: Alte Liebe rostet nicht. Hier bleibt sie sogar blitzblank poliert.
Youssou N’Dour – Dakar-Kingston
22. Mai 2010
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Der König des Mbalax verbeugt sich vor der Reggae-Ikone Bob Marley – Fans von N’Dour und Marley werden wohl gleichermassen den Kopf schütteln.
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Marley / Survie / Don’t walk away
Ausserhalb seiner Heimat Jamaika hatte der Reggae in Afrika schon immer eine grosse Fangemeinde. Dass nun Youssou N’Dour ein ganzes Reggae-Album einspielt ist erstaunlich, denn bisher führte er diesen Musikstil nicht in seinem Musikrepertoire. Obwohl, so führt er in einem Interview bei rfi musique aus, er zeitlebens ein Marley-Fan gewesen sei. Dort erklärt er auch die Projekt-Idee: Anlass für den lang gehegten Traum eines Reggae-Albums seien die 50-Jahr-Feiern zur Unabhängigkeit vieler afrikanischen Nationen gewesen. Zu diesem Thema gibt’s übrigens bei arte.tv ein spannendes Reportage-Dossier.








