Danyel Waro – Grin n syèl
16. Juni 2010
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Waro ist der Preisträger des WOMEX-Artist-Awards 2010. Dies ist die jüngste Produktion des Dichters und Sängers von der Insel La Réunion: Ein Manifest der Emotionen.
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Zangoun / Kaz moulalé / Po mwin maloya
Auf der Bühne gibt Danyel Waro alles: Er windet sich in seinen Sätzen und holt durch die Interpretation auch noch Bedeutungen aus den Sätzen heraus, die nicht in den Worten selber stecken. Der Schriftsteller und Sänger gilt als der wichtigste Vertreter des Maloya. Dieser Mix aus melodiöser Erzählung, Wechsel-Gesang und rhythmischer Begleitung durch Rasseln und Tommeln, war u.a. der Soundtrack der kreolischen Emanzipation von der französischen Kolonialmacht.
Seit 35 Jahren pflegt Waro jetzt den Maloya. Dieser Stil ist mehr als Musik: Er ist eine Kommunikationsform innerhalb der Gesellschaft, ein Agitationsmittel, eine singende Zeitung oder ein Geschichtenbuch. Waro ist ein begnadeter und charismatischer Erzähler. Ob a capella oder unterstützt von seinen Sängern und Perkussionisten zeigt er, dass Musik eben nicht den Auftrag hat, nur gerade tönende, unterhaltende Tapete zu sein. Hier werden Lieder zu Nahrung für Hirn und Gemeinschaft.
Die CD gibt einen guten Einstieg in die rauhe, manchmal archaische, aber herzliche und emotionale Welt des Danyel Waro. Die Begründung der Jury der WOMEX für die Preisvergabe ist hier.
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