Freshlyground – Radio Africa
10. Juni 2010
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Ansteckend, unbekümmert, popig und doch nicht im Mainstream klebend kommt die aktuelle Produktion der Band aus Südafrika daher – eine gut gelaunte Sommerplatte.
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Fire Is Low / Baba / Working Class
Eine junge Multikulti-Truppe angeführt von einer charismatischen Frontsängerin, eine ungewöhnliche Instrumentierung mit u.a. ganz unterschiedlichen Flöten, Mbira oder einer Geige, und viel jugendlicher Charme machen die Mischung aus. Es ist die vierte Produktion der Band. Die eingängigen Melodien sind sehr druckvoll produziert. Und an einigen Stellen wurden die Songs mit zusätzlichem Chorgesang bereichert.
Die Truppe funktioniert als Band, ob sie jetzt an ihren Songs feilen oder sich auf der Bühne austoben. Das merkt man auch dieser Produktion an: Dicht gewoben sind die Tonspuren, aber nicht überladen. Stilelemente werden hier und dort ausgeliehen, von Xhosa bis Motown ist alles dabei. Auch wenn die Melodien sehr popig daher kommen vergessen die Sieben aus Kapstadt nicht, wo sie wohnen. Themen wie Arbeitslosigkeit oder ein zynischer Kick Richtung Norden, an die Adresse des Diktators Mugabe, werden nicht ausgeblendet.
Rating: 



Das Album hat es noch nicht in den europäischen Vertrieb geschafft – obwohl die Band den ganzen Sommer über auf den Festivalbühnen Europas steht, z.B. beim Stimmen-Festival oder am Paléo-Festival. Live sehen und vor Ort kaufen, oder direkt bei der Band herunter laden.




Musik-Kollaborationen bleiben eben doch nur Kollaborationen…
Es braucht eigentlich nur einen Event so wie die WM in Südafrika, damit neue Popstars und Bands entdeckt werden. Dann nämlich kommt es immer wieder zu kuriosen Kollaborationen zwischen Musikstars, die sonst wohl nie zusammenfinden würden…