Victor Démé – Deli

25. August 2010  
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Die zweite Produktion des bescheidenen Sängers mit der samtenen Stimme aus Burkina Faso weist ihn erneut als exzellenten Songschreiber aus.

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Deén Wolo Mousso / Banaïba / Séré Jugu

Als Victor Démé Ende 2008 seine erste Scheibe herausbrachte, war der Norden erstaunt: Woher kommt dieser Mann? Warum haben wir noch nie was von ihm gehört? Er hatte einfach etwas viel Pech, aber blieb stets seiner Musik treu. Die brachte ihm dann endlich auch den verdienten Erfolg. Fotos im Booklet des aktuellen Albums zeigen den Sänger zuhause an seiner Nähmaschine. Démé ist auch Schneider. Und so entstehen wohl auch seine Songs: Idee, Stoffauswahl, ausmessen, anpassen – sitzt perfekt.

Es war die richtige Idee, auch das zweite Album in dem kleinen 8-Spur Studio in Ouagadougou aufzunehmen, und nicht in Paris. Die Songs sind ausgereift, aber nicht auf Hochglanz poliert. Und Démé singt über die Dinge, die in seinem Leben wichtig sind: über Gott, über Ehrlichkeit, darüber, nicht an den Widrigkeiten des Lebens zu verzweifeln. Da ist er ganz Griot, versteht Musik auch als Lehrmittel, verfällt auch ein wenig ins predigen. Als einer, der jahrelang in den Hotelbars Pop-Songs interpretiert hat, kennt er aber auch das Geheimnis eingängiger Melodien. Für Victor Démé darf einen Botschaft auch mal etwas süss klingen, das passt.

Rating: ★★★★☆ 

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Kommentare

3 Kommentare to “Victor Démé – Deli”

  1. Lukas Allmer on 25. August 2010 22:58

    Mir gefällt die die Platte auch gut, besser als die erste. Aber ich habe keine Texte, woher haben Sie diese?

  2. Jodok Kobelt on 26. August 2010 05:40

    In meiner Ausgabe sind im Booklet (ein mehrfach gefaltetes Blatt ca A4) nicht gerade die Texte, aber die Themen-Inhalte angegeben.

  3. Lukas Allmer on 27. August 2010 20:43

    Dann verstehe ich das Prädikat “exzellenter Songschreiber” nicht – dazu muss man ja die Texte kennen. Oder reicht es, die Zusammenfassung eines Romans zu prüfen, um von ehiem “exzellenten Romancier” zu sprechen?

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