Famara – The Sound of Famara

30. November 2010  
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Reggae aus der Basler Landschaft – seit zwölf Jahren gibt es eine kleine afrikanische Enklave in der Nordwestschweiz, die Good Vibes aussendet.

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My Sound, Acceptez-moi LIVE, Paco

Famara wurde als Thomas Nikles geboren, wahrscheinlich auf der falschen Seite der Meere. Denn er hat irgendwie sowohl karibische wie auch westafrikanische Gene in seiner Bausubstanz. Auf jeden Fall lebt er diese Gene seit zwölf Jahren konsequent aus – zur Freude der Reggae-Gemeinde nicht nur in der Schweiz. Es ist Reggae «african style», ohne soundmässige Scheuklappen, aber immer mit Positive Vibrations.

Diese CD bringt einen Querschnitt durch die Karriere von Famara. Ganz unterschiedliche Bandformationen oder Gastmusiker, und dadurch verschiedene Soundlandschaften sind hier vereint. Ob nun neue Songs mit seinen Studio-Mitstreitern, den Scrucialists – auch auf schweizerdeutsch – eingespielt werden, oder ältere, unveröffentlichte Songs – auch auf spanisch – auftauchen: Immer bleibt der Groove unverkrampft und echt. Hier spielt einer nicht nur mit Technik sondern mit seinem Herzen. Und weil er das am liebsten auf der Bühne tut, gibt’s natürlich auch Live-Aufnahmen auf diesem Karriere-Querschnitt.

Live gibt’s Famara auch zu goutieren im Vorprogramm von Tiken Jah Fakoly am 2. Dezember 2010 im Volkshaus  Zürich. He – was gibt’s besseres gegen die Affenkälte draussen!

Rating: ★★★½☆ 

A Folk Song a Day

29. November 2010  
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Die Tradition sei rundherum am zerbröseln und zerfallen, klagen die einen. Die anderen machen was dagegen. So der britische Folk Sänger und u.a. Kopf von Bellowhead, Jon Boden. Seit der Sommer-Sonnenwende gibt es jeden Tag einen traditionellen Folksong, von ihm gesungen, auf der Site afolksongaday.com.

Damit schafft er neben all den klassischen Liederbüchern auf Papier auch etwas Web-Adäquates. Nämlich eine Sammlung all jener Lieder, die gerne in den Pubs und bei Festen angestimmt werden – und je nach Thema und Vorkommnis auch um die eine oder andere Strophe ergänzt werden….

Wer die Songs lieber gesammelt und auf Silberling hat: Amazon bietet den August, den September, den Oktober und den November bereits an.

Bellowhead – Hedonism

29. November 2010  
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Die Folk Big Band macht dem CD-Titel alle Ehre. Sie spielen lustvoll auf, und setzen neben das alte Label Folk-Rock auch noch so eines wie Folk-Funk.

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New York Girls, The Hand Weaver And The Factory Maid, Amsterdam

Die zehn Mann und eine Frau starke Folk Big Band ist ein Projekt der beiden Folk Galionsfiguren John Spiers und Jon Boden. Die beiden gehören sowohl als Einzelkünstler wie auch als Duo zu den Motoren des seit einigen Jahren anhaltenden neuen Folk-Booms auf der englischen Insel. Musik macht man am besten mit Freunden, und darum gibt es dieses Projekt, die mittlerweile dritte Produktion, und jede Menge Überraschungen.

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Choc Quib Town: De Donde Vengo Yo

25. November 2010  
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Choc Quib Town: De Donde Vengo Yo


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Live-Auftritt der Truppe an der Grammy-Verleihung. Sie erhielten die Auszeichnugn für den besten alternativen Song. Alle Latin-Grammys gibt’s hier. Die aktuelle CD von Chic Quib Town heisst «Oro».

fRoots – Kritiker-Nominierungen Album des Jahres 2010

25. November 2010  
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Etwas enttäuscht war ich, als ich die Nominierungen für die CD-Produktion des Jahres 2010 des Fachblattes fRoots las. Enttäuscht deshalb, weil es ja die Besten-Auswahl aus den Bereichen Folk, Roots, und Worldmusic sein soll. Verantwortlich für diese Top-Liste sind über 300 Kritiker und Radiofachleute. Die sollten doch eigentlich ihre Ohren nach allen Seiten und in alle Kontinente ausrichten. Dies sind die Nominierten:

Die Hälfte der Nominierten kommt aus der englischen und schottischen Folk-Szene. Gibt es Folk nicht auch in anderen Ländern? Im Worldmusic-Bereich sind es die etwas sehr Offensichtlichen. Die Frage sei erlaubt: Wo bleiben Interpreten wie Carlou D, Moussu T E Lei Jovents, Choc Quib Town, Idrissa Soumaoro, Grupo Fantasma, Ana Moura, Mariem Hassan, Omar Pene, Dobet Gnahoré oder Wimme? Fehlte bei der Auswahl der Mut? Denn an der Qualität der CDs kann es nicht liegen.

Die Endresultate, resp. die Gewinner dieses Best-of Jahrgangs werden am 3. Dezember auf BBC3 in der Sendung World on 3 um 23.15 zu hören sein.

The Creole Choir Of Cuba – Tande-La

23. November 2010  
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Fünf Frauenstimmen, fünf Männerstimmen, etwas Perkussion – mehr braucht es nicht für ein musikalisches Feuerwerk voller Harmonie und Lebenswillen.

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Se Lavi, La Mal De Travay, Peze Café, Dulce Embelezo

Der Chor stammt aus Camagüey, der drittgrössten Stadt Kubas. In ihrer Heimat sind sie unter dem Namen Grupo Vocal Desandann bekannt. Desandann – Nachfahren – weil die Familien aller SängerInnen ursprünglich aus Haiti stammen. Sie haben das Familien-Liederbuch bewahrt und in den 90er Jahren zu neuem Leben erweckt. Es sind nicht bloss die Lieder, sondern die energetisierende Art, wie der Chor diese vorträgt, welche anstecken und überzeugen.

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Titi Robin & Danyel Waro “Michto Maloya”

22. November 2010  
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Titi Robin & Danyel Waro “Michto Maloya”


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Die neuste CD des WOMEX-Preisträgers Danyel Waro heisst Aou Amwin. Titi Robin hält alle mit einem Blog auf dem Laufenden über sein jüngstes Projekt «Les Rives».

Souad Massi – Ô Houria

22. November 2010  
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Sie sagte schon immer, dass sie Chansons mit arabischen Texten und Melodien schreibe. Das aktuelle Album setzt auf die französische und amerikanische Seite der algerischen Songschreiberin.

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Samira Meskina, Ô Houria, Une Lettre A… Si H’Med

Etwas härter kritisierend müsste ich schreiben: Souad Massi verabschiedet sich von der Weltmusik und macht jetzt Pop-Chansons. Nur: Sie hat schon immer Pop-Musik gemacht. Am Anfang mit ihren Formationen zwischen Flamenco und Hardrock. Erfolgreich wurde sie mit ihrer persönliche Mischung von mediterranen, magrebinischen Melodien und Texten, eingepackt in Chanson-Arrangements. Jetzt setzt sie andere Prioritäten, das Chanson zuerst, die arabischen Farben an zweiter Stelle.

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Rough Guide to Bhangra (2)

19. November 2010  
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Bhangra? Da war doch dieser Panjabi vor ein paar Jahren in den Charts, aber seither? Nun, dieser Sampler bringt ihr Bhangra-Repertoire auf den neuen Stand.

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Naseebo Lal: Meri Changi Taran, Niraj Chag: Bangles, Dalvinder Singh: Yaar Da Viah

Verantwortlich für diesen Sampler zeichnet DJ Ritu. Sie legt auch für die BBC auf und hat für die Rough Guide Serie schon den ersten Sampler im Jahr 2000 zusammen gestellt. Bhangra ist eigentlich mehr Tanz als Musik. Doch hat sich Bhangra auf dem europäischen Festland noch nicht so sicher in den DJ-Bags eingenistet, wie im Commonwealth-Mutterland England. In den Hochburgen London und Birmingham feiert die Diaspora aus Indien und Pakistan nach wie vor mit Bhangra. Das besondere Flair der Tracks stammt nicht nur aus den mittlerweile Sequenzer-getakteten Rhyhtmen. Getragen wird der Song immer noch von den Stimmen.

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«Les Rives»: Titi Robin bloggt über sein neues Projekt

19. November 2010  
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Der französische Weltenbürger und Saitenkünstler Titi Robin verfolgt ein Langzeitprojekt: ein musikalisches Tryptichon ist am entstehen. Jede der drei entstehenden CDs zeigt Titis Begegnungen mit Musikern der drei Kulturkreise Indien, Türkei und Marokko. Den Entstehungsprozess beschreibt er in einem zweisprachigen Blog mit dem Titel «Les Rives / River-Banks».

Robin hat diese drei Länder schon oft bereist, viel dort gespielt und hat viele Freunde unter den dort ansässigen Musikern. Aber es geht nicht nur um die Aufnahmen. Die eingespielten CDs und die Booklets sollen in den jeweiligen Ländern und von einheimischen Produzenten hergestellt werden. Auch der Vertrieb ist lokal organisiert und erfolgt in der ersten Phase exklusiv für das entsprechende Land. Die schlussendlich im Westen erscheinende 3 CD starke Box wird ebenfalls in den musikalischen Herkunftsländern produziert.

Der Blog «Les Rives / River Banks» lässt alle einzelnen Schritte miterleben.

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