Hanggai – He Who Travels Far
8. November 2010
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Die Band hat ihren Sound gefunden, und bringt die Songs aus der mongolischen Steppe mit einer rockigen Attitude unter die Leute.
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Uruumdush, Yuan Ding Cap, Brothers
Die zweite Produktion der Folkrocker aus den Grassländern des westlichen Chinas zeigt, dass sie an Selbstsicherheit zugelegt haben. Die Scheibe überträgt ohne viel zusätzliche Produktionstricks den Bühnensound auf den Silberling. Im Vergleich zur ersten Produktion «Introducing….» kommt die Band klarer und etwas rockiger daher. Das hat auch mit den beiden Produzenten Ken Stringfellow und JB Meijers zu tun, beides Gitarristen und eher in der Indie-Welt zuhause.
Zweisaitige Laute, Pferdekopfgeige und Obertongesang bestimmen nach wie vor den Band-Klang. Den Schub verdankt diese Produktion dem klareren Einsatz von elektrischen Gitarren, Bass und Schlagzeug. Das ist nicht einfach eine geschäcklerische Anpassung an westliche Ohren, sondern das Ergebnis der eigenen musikalischen Entwicklung. Die sechs wuchsen zwischen mongolischen Folksongs, chinesischen Propagandaliedern und Popmusik von Pink Floyd bis Rage Against The Machine auf. So ist es verständlich, wenn der Blick über die weiten Steppen mit grasenden Pferden, die Sehnsucht nach der Liebsten oder der Familie, auch mal von einer rockigen Rhythmustruppe untermalt werden.
Moderner Folkrock aus China, ohne falsche Exotik aber mit Respekt vor der eigenen Tradition. In diesen Tagen ist die Truppe in Europa auf Tournee, am 9.11. in Zürich, am 10.11. in Bern zu erleben – den Rest der Gigs gibt’s auf der MySpace-Seite.
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