Shisas – Biriken San

30. Juni 2011  
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Musik aus Okinawa, sehr exotisch und nicht auf Anhieb zugänglich. Shisas ist ein Frauen-Duo, das mit neuen Arrangements die traditionellen Lieder der Inseln südlich von Japan in die Neuzeit überträgt.

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Hounen Nu Ayagu, Kawaigaranse, Kawaii Su-Chan

Die Melodien sind fremd, die Harmonien auch, die Instrumente tönen archaisch: Trommeln, die Sanshin – eine dreisaitige Banjo-Verwandte – Zimbeln und mehrheitlich Unisono-Gesang: alles tönt fremd. In ihrer Heimat sind die Shisas so was wie Hüterinnen aber gleichzeitig auch Erneuererinnen der Tradition. Dass ich den Zugang dann doch noch fand liegt wohl an den Arrangements.

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Fatoumata Diawara – Kanou

29. Juni 2011  
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Es ist schwer, aus dieser 4-Songs-EP herauszulesen, wohin die musikalische Karriere dieser Sängerin zielt. Vielleicht ist es auch “nur” der Teaser zum seit über einem Jahr angekündigten Album der jungen Malierin. Das volle Album ist für September angekündigt.

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Kanou, Bakonoba, Nayan

Musik ist nicht die einzige Leidenschaft von Fatoumata Diawara. Sie wurde erst zuhause, und später in Europa als Tänzerin und Schauspielerin bekannt.  In ihrer Wahlheimat Frankreich vor allem als Mitglied der Theatertruppe Royal de Luxe und der Bühnenfassung von Kirikou et Karaba. Seit rund zwei Jahren hat sie ein fixfertiges Album in der Schublade. Das blieb auch dort, weil Nick Gold von World Circuit das junge Talent unter Vertrag nahm. Fatoumata tourte quer durch Europa, trat an vielen Festivals auf, machte sich dem WOMEX-Publikum bekannt, und jetzt endlich etwas auf einem Silberling.

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Amazigh Kateb – Marchez Noir

22. Juni 2011  
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Amazigh hat seine verschiedenen Herkünfte wunderbar verbunden. Die Welt der Berber, der Gnawa, von Chaabi bis zum Raï und ein rechter Schuss Frankreich ist hier zu einem sehr stimmigen Ganzen zusammen gekommen.

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Bonjour, Amral’guerba, Dounia

Amazigh Kateb konnte diese Welten schon früher mit seiner Band «Gnawa Diffusion» verbinden. Seit Anfang der 90er Jahre mischte er seine persönliche Herkunft, sein kulturelles Erbe mit den Sounds denen der neuen Heimat Frankreich zusammen. Und ein Schuss Raggamuffin durfte auch dabei sein. Schon immer texte er seine Songs in französisch, arabisch und englisch. Nach sechs Alben war dann aber 2007 Schluss, resp. Anfang  für die Solokarriere von Amazigh.

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Sarah Jarosz – Follow Me Down

20. Juni 2011  
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Die 20jährige Mandoline- und Banjo-Spielerin stellt in diesen Wochen die Bluegrass-Welt nicht nur in Texas auf den Kopf. Ihr Songs sind be- und verzaubernd. Im Studio wurde sie von den Besten des Genres begleitet.

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Annabelle Lee, Ring Them Bells, Floating In The Balance

Noch studiert Sarah Jarosz am College in Boston, aber sie hat bereits die zweite CD veröffentlicht. Ihre erste CD «Songs Up In Her Head» brachten ihr Nominationen für einen Grammy und den American Music Award ein. Sie singt mit klarer, absolut tonsicherer Stimme,  und schreibt Songs, die sich gefährlich schnell in den Gehörgängen einnisten und nie mehr raus wollen. Erstaunt es da, dass sie für die Aufnahme dieses Album Jerry Douglas, Béla Fleck, Vince Gill oder die Punch Brothers ins Studio lotsen konnte? Überhaupt nicht.

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Mamadou Diabaté – Courage

18. Juni 2011  
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Wie der Niger, die Wasserader seiner Heimat Mali, fliessen die Melodien von Mamadou Diabaté, seine Kora klingt hell und sprudelnd. Der Grammy-Gewinner hat für sein aktuelles Album zwei  ausgewiesene Instrumentalisten Malis ins Studio nach Bamako eingeladen.

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Yaka Yaka, Welcome Home, Kita Djely

Die Kora und die Familie Diabaté, das passt bestens zusammen. Mamadou ist der Cousin von Toumani, aber seine Karriere hat ihn einen ganz andern Weg gehen lassen. Sein musikalisches Handwerk war schon so ausgefeilt, dass er bereits als 21jähriger die Möglichkeit erhielt, mit dem Instrumental Ensemble of Mali für eine Tournee in die USA zu reisen. Er blieb in New York hängen, und fand dort schnell auch Kontakt zur Jazzszene. Trotz dieser Stilausweitung blieb seine musikalische Quelle die Melodienwelt der westafrikanischen Griots.

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JuJu – Nightwalk

18. Juni 2011  
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Justin Adams und Juldeh Camara stehen für Groove. Punkt. Und «Nightwalk» ist ein Vorgeschmack auf die kommende CD «In Trance».


YouTube Direkt 

Debademba – Debademba

17. Juni 2011  
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So was entsteht, wenn ein Saitenvirtuose aus Burkina Faso, Abdoulaye Traoré, und eine helle Stimme von der Elfenbeinküste, Mohamed Diaby, zusammenspannen und weit über den Rand ihrer eigenen Musiktraditionen hinausblicken. Europa spielt bei dem Mix eine nicht unbedeutende Rolle.

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Agnakamina, Takama (part 1), Loundotemena

Debademba heisst auf Bambara «grosse Familie». Ins Leben gerufen hat diese Familie Abdoulaye Traoré. Es ist noch entschieden was er besser kann, Gitarre spielen, Songs komponieren oder sie arrangieren. Seine Lehrjahre verbrachte er mit Leuten wie Victor Démé oder Les Go de Kotéba. Als Sideman lernte er das, was er seinen «tous style» nennt, flexibel bleiben und in allen Stilen spielen können. Von den Mandingue-Strukturen über arabische Skalen bis zu rockigen oder bluesigen Tönen ist ihm nichts fremd. Ins rollen kam die Sache aber erst, als er mit Sänger Mohamed Diaby zusammenspannte. Und dieser wiederum schwärmt:

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Watcha Clan – Radio Babel

16. Juni 2011  
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Watcha Clan nennen sich selber einen «wilden Haufen», und erlauben sich, ständig neue musikalische Wege auszutesten. Radio Babel ist ein kunterbunter Mix, der mit viel Studioarbeit und Mischpult-Turnereien ein bisschen überladen wurde.

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We Are One, Hasnaduro, Im Nin’Alu

Die Vier aus Marseille haben eine paradoxe CD vorgelegt: Zum einen haben sie ihre musikalische Stil-Kiste um einige Zutaten angereichert, zum andern im Studio viel experimentiert und auf die Songs drauf gepackt. Aber sie sind sich in einem treu geblieben: Nur nicht stillstehen, Neues wagen. Wer Watcha Clan erst mit «Diaspora Hi-Fi» entdeckte, lernt hier ausführlich die Computer-Seite der Stilmischer kennen. Die Band will die Methapher «Babel» nicht in der Deutung von Chaos und unmöglicher Kommunikation verstehen, sondern gerade das Gegenteil: trotz aller Unterschiede sind wir Erdenbürger doch alle gleich.

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Watcha Clan in aufgeräumter Stimmung

16. Juni 2011  
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Die Marseiller haben neben einem sehr ausgefüllten Tourplan doch noch Zeit gefunden, ihre neue CD «Radio Babel» zu produzieren. Ende März stellten sie es ihrem Heimpublikum zum ersten Mal live vor. Auch die Gelegenheit, nach Japan, Deutschland, oder den USA endlich wieder einmal zuhause aufzutreten – der Andrang war so gross, dass die Konzerthalle am Bab El Med Festival gut und gerne zwei Mal hätte gefüllt werden können.

Vor dem Konzert trafen sich Band und Presse zu einem lockeren Gespräch über die CD, unverhoffte Studiotakes, Kinderlieder, ein Blick in die Vergangenheit, Clubsounds & Politik, und Videos. Dabei ist insbesondere von einem Video die Rede: «We Are One», hier auf YouTube anzuschauen.

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Kuduro – woher und wohin

15. Juni 2011  
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Losgetreten wurde die Kuduro-Welle in Luanda, Angola, in den 80er Jahren. Der ultraschnelle Mashup aus Samples, Rhymes und Sequenzer-Beats fand rasch den Weg rund um die Welt. Weniger in den Radios oder den CD-Gestellen, sondern via die Tanzfläche der angesagten Clubs zwischen New York, Lissabon, Paris oder London.

Stefanie Alisch und Nadine Siegert haben auf NORIENT eine ausgewachsene Dokumentation über Kuduro veröffentlicht (in Englisch). Sie graben dazu tief in der politische Vergangenheit des Landes und machen klar, wie die historische und wirtschaftliche Entwicklung des Landes mit der Entstehung dieses Stils verknüpft sind.

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