Abigail Washburn – City of Refuge
30. Juli 2011
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Washburn ist eine der führenden Banjo-Protagonistinnen. Sie schreibt üppig arrangierte Americana-Songs, die aus Gospel, Folk und Bluegrass-Wurzeln genährt werden. Und mitten drin finden auch chinesische Töne einen Platz.
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City of Refuge, Ballad of Treason, Burn Thru
Mit gerade mal drei Produktionen hat es Abigail Washburn an die Spitze der Banjo-Gilde in den USA gebracht. Das kommt nicht davon, dass diese Spitz klein ist, sondern weil Washburn gleich mehrere Ebenen zusammen bringt. Da ist ein gradliniges und klares Banjo-Handwerk. Zum zweiten ist sie eine Komponistin, die Stilgrenzen ohne grosses Spektakel einfach auflöst. Und da hilft drittens ihr direkter Draht zum Land der Mitte. Sie studierte in China, tourte mehrmals durch das Land, und auch nach Tibet, und bringt nicht nur im Arrangement chinesische Instrumente unter, sondern singt auch gerne mal in Mandarin. Solche Songs finden sich aber nur auf der früheren Produktion mit dem Sparrow Quartett.
Moussu T e Lei Jovents – neue Volkslieder aus La Ciotat
26. Juli 2011
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Sie wohnen in La Ciotat und machen Musik zwischen Blues, Chanson und Gassenhauer. Jede der mittlerweile vier Studio-CDs von Moussu T et Lei Jovents bietet mindestens drei oder vier Ohrwürmer (siehe «Forever Polida» und «Putan de Cançon»). Mal sind es eher träumerische Chansons, mal sind es das was man in der Schweiz als «Lumpeliedli» bezeichnet: jeder kann sie mitsummen bis mitgröhlen, je nach Stimmungs- oder anderem Pegel.
Gitarrist Blu und Sänger Tatou geben Auskunft über die Absichten und Zufälle, die sie mit dieser Band erlebt haben. Erzählen, wie das Banjo zum wichtigen Dreh- und Angelpunkt des Bandsounds wurde, was sie von Bob Marley gelernt haben und warum ein Buch so wichtig war für die Band.
Claude McKay – Banjo
Der Roman erzählt die Geschichte eines banjo-spielenden Afro-Amerikaners den es in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nach Marseille verschlug. McKay selber war ein unruhiger, hochfliegender Geist, und seine Bücher sind Grundsteine der Literaturgeschichte der afro-amerikanischen Literatur. «Banjo» gibt es nicht in deutscher Übersetzung. Die englische Version liest sich aber flüssig, auch wenn McKay immer wieder jamaikanischen Slang in seine Sprache einbaut.
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Eliza Carthy – Neptune
25. Juli 2011
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Theatralisch, burlesk, dramatisch, witzig – Eliza Carthy beweist mit diesem Album erneut, dass sie eine der kreativsten Quellen der neuen englischen Folk-Bewegung ist. Wobei die Frage erlaubt sei: Ist das noch Folk?
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Blood On My Boots, War, Revolution
Eliza Carthy ist nicht zu schubladisieren. Mal ist sie die Sammlerin der Tradition, mal sprengt sie die Grenzen dessen, was man von ausserhalb er Insel als «britische Folkmusik» kennt. Egal in welchem Umfeld die Sängerin, Gitarristin, Geigerin und Komponistin auftritt, ihr Massstab ist die Musikalität. Ob sie zusammen mit Mutter Norma Waterson ein klassisches Song-Album aufnimmt, oder zusammen mit ihrem Vater Martin Carthy mit Projekten wie «The Imagined Village» unterwegs ist, sie setzt überall klare Marken.
Groundation – The Gathering Of The Elders
24. Juli 2011
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Respekt für jene, die für uns sangen! Die kalifornische Roots-Reggae Truppe legt mit dieser CD eine Best of Sammlung vor, und verbeugt sich gleichzeitig vor ihren Freunden und Vorbildern, mit denen sie in den vergangenen Jahren zusammen arbeiteten.
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Blues Away, Freedom Taking Over, Wish Them Well
1999 erschien die erste Scheibe von Groundation. Etwa gleichzeitig begann die Zusammenarbeit zwischen Frontmann Harrison Stafford und dem Filmemacher Roger Landon Hall. Zehn Jahre später hatten die den Dokumentarfilm «Holding On To Jah» fertig zusammengestellt. So kam es, dass für dieses Best Of Album nicht nur gemeinsame Songs zur Verfügung standen, sondern auch diverse Interviews mit den Freunden, die Groundation immer wieder ins Studio einluden, so Don Carlos, IJahman Levi oder die Congos.
Susheela Raman – Vel
22. Juli 2011
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Sie ist der Hochglanz-Pop-Weltmusik entschlüpft und mit diesem Album unterwegs in eine vielschichtig komponierte, geheimnisvolle Soundlandschaft. Etwas sperriger, herausfordernder, aber nachhaltiger.
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Daga Daga, Magdalene, Ennapane
Zwischen 2001 und 2005 veröffentlichte Susheela Raman zusammen mit Sam Mills drei Alben, die bei den Kritikern auf offene Ohren und Begeisterung stiessen. Eine schmeichelnde Stimme und die stilsichere Mischung zwischen südindischem Melodienzauber und Pop-Gespür machten sie schnell zum Liebling der Fachpresse. Dass da noch eine andere Künstlerin im Verborgenen wartete machte sie mit einem unerwarteten Album mit Coverversionen von Songs zwischen Velvet Underground und Captain Beefheart klar. «33 ⅓» war für mich ein Bruch in der Wahrnehmung.
JuJu – In Trance
20. Juli 2011
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Es ist das etwas andere Hörerlebnis. Erwarte keine Sammlung von Songs, sondern interpretiere den CD-Titel richtig: Es geht hier weniger um eine Anhör-CD, sondern um eine Eintauch-CD. Trance eben.
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Nightwalk, Waide Nayde, Deep Sahara
Zuerst zum Namen: Die beiden Frontleute Justin Adams und Juldeh Camara segeln neuerdings unter JuJu – das ist einfacher zu merken, hat aber nichts mit dem gleichnamigen Musikstil zu tun. Und sie haben ein kräftiges Rückgrad zu ihrem Projekt eingeladen. Der Bassist Billy Fuller wird zukünftig nicht nur im Studio sondern auch auf der Bühne mit von der Partie sein. Schlagzeuger Dave Smith wird als einer der innovativsten jungen Drummer Englands bezeichnet und ist irgendwo zwischen Jazz und Roots-Musik zuhause.
El Tanbura – Friends of Bamboute
19. Juli 2011
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El Tanbura ist einerseits eine Bandgeschichte von Musikern aus Port Said, andererseits die Geschichte der Simsimiyya, einem Leier-Instrument, das auf der Sinai-Halbinsel und an den Ufern des Roten Meeres die Lagerfeuer-Geschichten der Beduinen begleitete.
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Friends of Bamboute, Noh El Hamam, Lally
El Tanbura ist auch die Geschichte von Zakaria Ibrahim, der sich aufmachte, die schon fast vergessenen Lieder der Nach-Weltkriegs-Zeit wieder zu entdecken. Lieder, die selber schon eine Fusion waren zwischen Sufisongs, meistens von Trommeln begleitet, und den Beduinen-Geschichten, die zu den Tönen der Leier erzählt wurden. Blütezeit dieser Musik war während der Suez-Krise in den 50er und dem Sinai-Krieg in den 60er Jahren. Das Repertoire ging im Zug der Digitalisierung der Musik, resp. wegen der Alleinunterhalter mit ihren elektronischen Keyboards inkl. Rhythmusmaschinen fast verloren.
Mamani Keita – Gagner L’Argent Français
18. Juli 2011
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Mamani Keita, die helle Stimme aus Bamako, gehört zu jenen Sängerinnen, die zu Unrecht und zu lange einfach als Geheimtipp galten. Diese dritte Produktion, die zweite mit Nicolas Repac, wird dies wohl ändern.
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Gagner L’Argent Français, Waleya, Douba
Als ganz junge Frau landete Mamani Keita anfangs der 90er Jahre als Background-Sängerin in der Band von Salif Keita in Paris. Das Leben war eine harte Lehrmeisterin für die scheue, verschüchterte Frau. Aber sie hat sich durchgebissen, resp. durchgesungen. Hier eine Studioarbeit, dort ein Bandprojekt, 2002 dann das erste eigene Album, eine Zusammenarbeit mit Marc Minelli «Electro Bamako». Und diesem Amalgam zwischen Grossstadt-Electronica und Bamara-Songs ist sie bis heute treu geblieben.
Imperial Tiger Orchestra – Mercato
13. Juli 2011
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Wenn sich ein junger Genfer Trompeter in die Skalen und Grooves der goldenen Jazz- und Soul-Zeit von Addis Abeba verliebt und mit dieser Liebe noch ein paar Kollegen ansteckt, kann es passieren, dass auch in der Schweiz Tiger geboren werden.
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Lale Lale, Anchi Bale Game, Demamaye
Hinter dem Projekt steht Raphaël Anker. Als Ende des letzten Jahrhunderts die Aufnahmen der wichtigsten Labels der Blütezeit der äthiopischen Soul- und Jazz-Aera in der Serie «Les Ethiopiques» auch in Europa erschienen, trafen sie beim jungen Genfer Trompeter auf offene Ohren. Seine Mitstreiter stammen aus ganz unterschiedlichen musikalischen Schulen, treffen sich aber auf den hypnotischen Beats und in jazziger Improvisation. Mulatu Astatke oder Gétatchèw Mèkurya standen wohl Pate beim Finden des Bandsounds.
Pod’ring in Biel / Bienne bis 16. Juli
13. Juli 2011
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Gestern, 12.7. 2011, startete das kleine, aber feine Altstadtfestival in Biel / Bienne zum 34. Mal! Wie immer gibt es einen Mix aus Theater, Pop, Essen, Weltmusik und Kabarett. Entgegen der Affiche veränderte sich das Programm in einigen Teilen. So röhren neu The Monsignores am Donnerstag Abend. Und am Samstag Abend werden die Genfer Cajun-Rocker Mama Rosin gleich mehrere Bühnengäste mitbringen.
Aus Weltmusik-Sicht nicht verpassen sollte man das Konzert heute Mittwoch Abend mit dem Imperial Tiger Orchestra. Am Freitag steht die grandiose Dobet Gnahoré auf der Bühne, und der Samstag Abend gibt’s neben Mama Rosin auch eine tüchtige Portion Berner Mambo und Salsa mit Chica Torpedo. Die Pop-Ohren dürfen sich auf einen der mittlerweile raren CH-Auftritte von Filewile freuen – wach bleiben bis Sonntag Morgen 00:30!












