Tinariwen – Tassili
30. September 2011
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Tinariwen haben den rockigen Sahara-Blues des Tuareg-Volks geschaffen, haben die sirrenden Gitarrenriffs zum Markenzeichen gemacht. Jetzt besinnen sie sich auf ihre Anfänge und spielen wieder akustisch.
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Asuf D Alwa, Tenere Taqqim Tossam, Isweg Attay
Vor zehn Jahren stand die Band zum ersten Mal in Europa unter eigenem Namen auf einer grossen Bühne, in Roskilde. Sie schufen nicht nur einen Sound, sondern wurden zum Wegbereiter von unzähligen Bands, u.a. Tamikrest, Terakaft, Etan Finatrawa oder Bombino. Für ihr fünftes Album zog sich die Band in die Hochebenen des Tassili-Gebirges zurück. Sie wollten dorthin zurück, wo ihre Anfänge lagen: Keine Ablenkung, nur die Band und ihre akustischen Instrumente, das Camp, das Lagerfeuer, und die Wüste.
The Cambodian Space Project – 2011: A Space Odyssey
28. September 2011
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Die Neuauflage einer bereits bekannten Mischung: kambodschanische Sängerin trifft Rockgitarristen, und in Phnom Penh wird ein neues Kapitel Khmer-Rock aufgeschlagen.
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Chom 10 Kae Theav, Tek Tum, Rom Chong Vat A Go Go
Julien Poulson kommt aus Tasmanien. Als Filmemacher hatte er Kambodscha schon mehrere Male bereist und sich ständig gefragt: Warum passiert neben Hochzeits-Musik und Karaoke nichts in diesem Land? Als er dann die Bar-Sängerin Srey Thy trifft ist die Grundidee zur Band geboren. Man will dort anknüpfen, wo Pol Pot und seine Roten Khmer Schergen 1975 das kulturelle Leben ausgerottet haben, beim Khmer-Rock. Eine ähnliche Geschichte kennt die jüngere Worldmusic-Szene ja bereits – von Dengue Fever.
Das Ende einer barfüssigen Karriere
26. September 2011
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Cesaria Evora war schon lange krank. Die 70jährige Sängerin musste sich bereits mehrmals am Herzen behandeln und operieren lassen. Nun muss sie endgültig von der Bühne abtreten.
Als sie Ende letzter Woche in Paris ankam, um von dort aus eine Frankreich-Trounee zu starten, war sie so schwach, dass sie zusammen mit ihrem Arzt und ihrem Manager beschloss ihre Karriere per sofort zu beenden. Alle Konzerte wurden annulliert. Ein kurzer Überblick über die Karriere der kapverdischen Diva gibt’s bei Worldmusic Central. Ihr letztes Album ist Nha Sentimento.
Gute Besserung!
Sevara Nazarkhan: Tortadur
26. September 2011
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Sevara Nazarkhan: Tortadur
Ein Vorgeschmack auf die neue, gleichnamige CD der Usbekin.
Lucas Santtana – Sem Nostalgia
26. September 2011
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Samba und Bossa Nova durch Loop- und Dub-Schlaufen geschickt, und akustische Sounds, die so lange in die digitalen Marinade eingelegt wurden bis sie von Melodie zu Rhythmus mutierten.
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Super Violão Mashup, Cira Regina e Nana, I can’t live far from my music
Für uns Europäer ist Lucas Santtana noch zu entdecken. Zuhause in Brasilien gehört er seit rund zehn Jahren und mittlerweile vier Alben zu jenen Musikern, die einen der Motoren der südamerikanischen Musik neu angeworfen haben: Die Verschmelzung, die Integration von neuen Stilen und Sounds in die bereits bestehende Vielfalt. Als Bandmitglied und Studiomusiker von Leuten wie Caetano Veloso oder Gilberto Gil war er ausgiebig dem Tropicalismo-Virus ausgesetzt. Als einer der jungen Generation pflegt er das Spiel mit der Elektronik und mit Sounds, wie man es auch von CéU, Beto Villares oder Curumin kennt.
Attwenger – Flux
24. September 2011
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Attwenger heisst volle Attacke auf Hörgewohnheiten und wohlige Gemütlichkeit. Das österreichische GrooveSlamPunk-Duo hat auf der aktuellen Produktion wieder ausführlich mit Elektronik und Worten gespielt.
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shakin my brain, mief, ani
Markus Binder, Schlagzeug, Hans-Peter Falkner, Akkordeon. Fertig? Nein, aber schon ein sehr guter Anfang. Denn dazu kommen noch jede Menge Sprachwitz, Wortspielereien, Hintersinniges und Blödelei, Sarkasmus und Groove – jede Menge Groove. Die beiden haben keinerlei Probleme, alles was so den lieben langen Tag unsere Ohren belagert in ein urbanes Volkslied zu verwandeln. «Volk» bitte verstanden als die, die da überall leben, singen, tanzen. Nicht im Sinn jener, welche «Volk» entweder politisch als Masse oder kulturell als die Hüter der unveränderbaren Tradition verstanden haben möchten.
Fatoumata Diawara – Fatou
22. September 2011
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Das lange erwartete Album der Sängerin, die als neuer Star zwischen Bamako und Paris gefeiert wird, ist ruhig und abgeklärt ausgefallen. Ein Album für ZuhörerInnen.
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Bakonoba, Kèlè, Sonkolon
Die Einflüsse bis heute waren ja überwältigend und vielschichtig: Rokia Traoré ermutigte sie, selber die Gitarre in die Hand zu nehmen, Cheick Tidiane Seck nahm sie mit für die Aufnahmen zum letzten Album von Oumou Sangaré. Mit ihr ging sie auf Tournee, ebenfalls mit Dee Dee Bridgewater, sie wird auf der Bühne begleitet von Toumani Diabaté oder Tony Allen. Und sie begrub ihre eigenen Aufnahmen vor zwei Jahren in der Schublade, weil sie von Nick Gold unter Vertrag genommen wurde. Und das alles neben einer Karriere als Tänzerin und Schauspielerin.
JuJu: Mariama Trance
21. September 2011
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Aus der aktuellen CD «In Trance» von JuJu (Justin Adams & Juldeh Camara)
Aufgenommen an der AVO-Session in Basel. 2011 dauert das Festival vom 21. Oktober bis 13. November.
Los Zafiros – Bossa Cubana
21. September 2011
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Vier Stimmen, eine Gitarre, das war die Formel für den grandiosen Erfolg der Zafiros. Allerdings: es waren vier charismatische Stimmen und ein aussergewöhnlicher Gitarrist.
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Bossa Cubana, Y Sabes Bien, Cancion de Orfeo
Kuba, 60er Jahre. Während sich Kennedy und Chruschtschow wegen Fidel Castro in den Haaren lagen formierte sich in Havanna ein Quartett, das den amerikanischen Doo-Wop und R&B-Gesangstruppen nacheiferten. The Platters waren das grosse Vorbild. Das Repertoire allerdings bestand aus Boleros, Bossas, Sons, oder Calypsos. Vier schlicht genial harmonierende Stimmen: Kike, Miguel, Ignacio und El Chino, dazu die Gitarre von Manuel Galban – das reichte für Superstar-Status in der Heimat, eine Weltkarriere (vor allem in den sozialistischen Staaten). Und selbst die Beatles feierten die Zafiros eine Woche lang in Paris und tranken manches Glas mit ihnen. Das Glas, resp. der Alkohol war es denn auch der Hauptschuldige für das Ende der Zafiros.
Golden Beirut – New Sounds from Lebanon
20. September 2011
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Wer weiche Oud-Töne und Melodien à la Fairuz erwartet wird schon mit den ersten Tönen vertrieben. Hier zeigt Beirut sein modernes, globalisiertes, lautes und digitales Musikprofil.
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Maschrou’ Leila: Raksit Layla, Praed: Rocket, Ziyad Sahhab: Rawak
Indie-Rock, Hip Hop und Electro-Beat sind die Grundtöne dieses Samplers. Zusammengestellt hat ihn der Berner Musikethnologie Thomas Burkhalter, einer der leitenden Köpfe des Netzwerks Norient. Er versammelt auf «Golden Beirut» Bands aus dem aktuellen musikalischen Untergrund. Musik, die in den Flüchtlingscamps und den Kellern einer Stadt entstand, die einstmals als «Paris des Nahen Ostens» bekannt war, deren Leben aber in den letzten Jahren von Krieg und Terror geprägt war.









