Va Fan Fahre – Al Wa’ Debt
13. Februar 2012
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Wer «Flandern» hört, denkt garantiert nicht an diese Musik, und Belgien liegt nicht am Mittelmeer . Trotzdem stecken Va Fan Fahres musikalische Wurzeln irgendwo zwischen Kairo, Guča, Addis und Tanger im Boden.
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Akwa Melly Fat, Lahzet Zekrayat, Al Wa’ Debt
Va Fan Fahre begannen als eine Bläsertruppe mit Gesang, unterstützt von Akkordeon. Und die Vorbilder aus dem Balkan waren klar und prägend. Auch die Skalen der äthiopischen Soul-Jahre färbten kräftig ab. Dann, auf dem zweiten Album, setzte der Auftritt der marokkanischen Sängerin Aicha Haskal, eine Duftnote welche die Band nicht mehr missen wollte. Jetzt hält Arabien vermehrt Einzug in den Klangkosmos der Band, und für Aicha gibt’s neue Lieder und einen Klassiker.
BélO – Haïti debout
8. Februar 2012
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Da ist Haïti und Frankreich gleichzeitig in dieser Produktion. Oder noch etwas weiter gefasst: die Exotik der Karibik und der Hochglanz der Grossstadt Paris.
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Louvri je’n, Kachiman, M’damou
BélO (wie er sich schreibt, im Gegensatz zum brasilianischen Schlagersänger Belo) ist mindestens seit seinem Erfolg 2006 beim Prix Découvertes von RFI den Franzosen ein Begriff. Auf seinem dritten Album legt er eine sehr poppige Mischung aus karibischen Musikstilen von Kompa bis Zouk, Reggae, R’n’B und ein Schuss Ragamuffin vor. Das Ganze ist zusätzlich mit einem Supershine-Lack aus angejazzten Arrangements und Anlehnungen an die Klangwelt der Police überzogen.
Abdel Gadir Salim All-Stars – The Merdoum Kings Play Songs Of Love
7. Februar 2012
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Der Oud-Spieler aus dem Sudan spielt mit seiner All-Star Band zum Tanz auf – so frisch und unverbraucht, als sei die CD erst eben erschienen. Dabei steht sie schon mehr als zwanzig Jahre im Regal.
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Umri Ma Bansa, Sudani, Bassama
Abdel Gadir Salim ist nicht nur in seiner Heimat eine fixe Grösse. Er war wohl einer der ersten Oud-Spieler aus dem arabischen Raum, der den Schritt in den Westen tat. Geholfen dabei hat ihm das Label World Circuit. Und das 1991, zu einer Zeit als der Begriff Worldmusic noch keine Patina angesetzt hatte, sondern diese Musik aus fernen Kulturen sich in den CD-Gestellen noch ihren Platz erobern musste. Salim ist, wenn er nicht gerade in seiner Schule unterrichtet, immer noch auf den Bühnen im Norden und Süden unterwegs. Diese Aufnahme gilt jedoch als ein Highlight aus seiner Karriere.
Riccardo Tesi & Banditaliana – Madreperla
3. Februar 2012
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Der Akkordeonist Tesi und seine kompakte Banditaliana bringen einen wundervollen Strauss von Songs. Viel Italianità auf der einen, instrumentale Abenteuerreisen ausserhalb der Heimat auf der anderen Seite.
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Kafkaffè, Madreperla, Ali Virtuali
Die eigene Produktion von Riccardo Tesi segelte im Herbst lange im Aufmerksamkeitsschatten seiner Zusammenarbeit mit den anderen 4 «Samurai». Ende 2011 schaffte es das Album dann doch noch in die Playlisten und Programme der Weltmusik-RedaktorInnen. Und dort gehört es auch hin, denn was der Akkordeonist und seine Kollegen hier vorlegen ist tief in der Folk- und Songwriter-Welt verwurzelt, gleichzeitig aber so virtuos welt- und stiloffen, dass Genre-Schubladen gesprengt werden.
Kékélé – Rumba Congo
31. Januar 2012
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Fünf der grossen Stimmen der Rumba-Hochblüte der 60er und 70er Jahre treffen ihre ehemaligen Gitarristen und lassen die alten Zeiten wieder aufleben – kein Revival sondern gespieltes und gesungenes Leben.
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Mbote Ya Pamba, Petenge, Gina
Der Rumba stammt nicht von Kuba, sondern aus dem Kongo. Die Sprachwissenschafter sehen den engen Zusammenhang mit dem Wort «nkumba» was in KiKongo «Hüfte» heisst und einen uralten Tanz bezeichnet. Nach Kuba wurden mehrheitlich Kongolesen versklavt. Kein Wunder erkannten die «ihre» Musik wieder, als in den 40er und 50er Jahren via Schellack und Vinyl Rumba, Cha-Cha-Cha und Jazz aus Kuba und den USA nach Brazzaville und Léopoldville zurück kehrten. Die Szene explodierte. In den 60er und 70er Jahren eroberten die Bands aus dem Kongo mit ihrem Congo Rumba ganz Afrika.
C.J.Chenier – Can’t Sit Down
28. Januar 2012
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Zydeco, Blues, R&B in bester Südstaaten-Manier – C.J.Chenier sei der Kronprinz des Zydeco sagt der Boston Globe, sein Album jedenfalls ist unter den Nominationen für einen Grammy 2012.
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Baby Please Don’t Go, Clap Hands, We Gotta Have Peace
Nicht jeder ist glücklich mit seiner Familie – C.J. Chenier hätte es aber durchaus schlechter treffen können. Als Sohn von Zydeco-Legende Clifton Chenier wurde er quasi mit Zydeco-Wasser getauft. Für sich selber sah er zuerst eine Karriere als Saxophonist irgendwo zwischen Jazz und R&B. Dann aber holte ihn der Vater in die Band. C.J. übernahm kurz darauf auch das Akkordeon. Und nach dem Tod seines Vaters ebenfalls die Band, die Red Hot Louisiana Band.
Telek – Akave
26. Januar 2012
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George Telek, so was wie die Galionsfigur der Musik von Papua Neuguinea, hat auf seinem aktuellen Album seine ganze Soundpalette ausgebreitet – musikalische Sonne für Nebeltage.
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Akave, Lok Lok Kadui, Iau Ngalie
Telek hat auf diesem Album seine rockige Seite und die poppigen Arrangements wieder zum Zug kommen lassen. Der Vorgänger, «Amette», war ein ruhiges Album für den Abend im trauten Freundeskreis. Mit jenem Material und einigen Songs des aktuellen Albums war Telek 2009 und 2010 u.a. in den USA auf Tour. Und die Amerikaner haben’s ja gern, wenn mal eine Gitarre knallt oder ein Bass pumpt. Die aktuelle CD ist somit eher für Konzertohren arrangiert.
Yemen Blues – Yemen Blues
18. Januar 2012
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Jemenitische Melodien, latinisierte Wüsten-Rhythmen und jazzige Arrangements – zuviel Fusion? Keineswegs, dieser etwas intellektuelle Wüstengroove hebt nicht ab, bleibt gut geerdet.
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Eli, Um Min Al Yaman, Jat Mahibathi
Im Zentrum der Grosstruppe mit Musikern aus Israel, Uruguay und New York steht Sänger und Gimbri-Spieler Ravid Kahalani. Der zweite Grundpfeiler der Truppe ist der Bass- und Oud-Spieler Omer Avital. Beide stammen aus einer jemenitischen Familie, wobei Omer’s Stammbaum auch noch eine marokkanische Wurzel hat. Während Ravid seine Karriere in Israel startete machte sich Omer in der Jazz-Szene New Yorks seinen Namen. Das tönt alles nach etwas zu viel Fusion, doch die beiden arbeiten sehr sorgfältig an ihrem Amalgam aus den verschiedensten Musikwelten.
Lëk Sèn – Burn
9. Januar 2012
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Verwurzelt in Senegal, aufgewachsen in der Grossstadt Paris – das in aller Kürze der Steckbrief dieses Albums. Stimmt alles daran, aber der Erfolg blieb ihm versagt.
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Life, Massamba feat. Amadou Bagajoko, Ana Ngeen
Lëk Sèn stammt aus einem Dorf in der Nähe von Dakar. Er machte sich erst in der Reggae- und Hip Hop Szene der Hauptstadt eine Namen. Mit seiner Truppe SSK gelang ihm der Brückenschlag in die französische Szene und brachte ihn 2007 in die Endrunde des Prix Découvertes von RFI. Für das Album «Burn» setzte er auf dieselbe Produktionscrew, die ihm bereits den Zugang zu Europa öffnete – u.a. sitzt der Soundmann von Tiken Jah Fakoly am Mischpult - und lud illustre Gäste ein, z.B. Amadou Bagayoko oder Medhi Dahhabi.
Takashi Hirayasu & Bob Brozman – Jin Jin / Firefly
4. Januar 2012
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Die Aufnahmen dieses glücklichen Zusammentreffens vermögen auch über zehn Jahre nach ihrem Entstehen zu begeistern: hier haben sich zwei verwandte Geister getroffen.
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Akata Sun Duchi, Tsuki Nu Kaisha, Chon Chon Kijimuna
Bob Brozman ist ein Gitarrist ohne Berührungsängste. Und er liebt Herausforderungen. Anders ist es nicht zu erklären, dass er sich so unterschiedliche musikalische Partner wie Debashish Bhattacharya, Djeli Moussa Diawara, Cyril Pahinui, René Lacaille oder eben Takashi Hirayasu aussucht. Takashi seinerseits hatte bereits als Gitarrist in der Band von Shoukichi Kina die Grenzen verwischt zwischen der Tradition von Okinawa und den amerikanischen Musikstilen von R&B bis hawaiianischer Steel-Musik.












