Entdecken und mitmachen: Prix Découvertes RFI 2010
6. September 2010
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Radio France Internationale RFI feiert jedes Jahr seine musikalischen Entdeckungen aus dem Süden: Von Swaziland bis Kamerun, von Angola bis Kenya gibt es Musikerinnen und Sänger zu entdecken, die es noch nicht bis in unsere Ohren geschafft haben. Aber bereits bei der Redaktion von RFI auf Aufmerksamkeit gestossen sind.
Was ein echter Preis ist, hat auch eine Jury. Und Teil dieser Jury ist das Publikum – man kann also seinem Favoriten zu mehr Erfolg verhelfen, mit einem einfachen Klick. Die KünstlerInnen werden auf den Seiten von RFI ausführlich vorgestellt, mit genügend Tonbeispielen, damit man auch effektiv entscheiden kann, wem man seine Stimme geben will. Jeder Teilnehmer kann nur einmal abstimmen. Einsendeschluss ist der 14. September um 12.00 Uhr.
Norient – Urbane Sounds aus aller Welt
25. August 2010
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Norient: Die Plattform von Thomas Burkhalter und seinem Netzwerk hat sich vor einigen Wochen ein neues Kleid gegeben. Und die Inhalte wachsen.
Hier ein Mixtape von Simon Grab aus der arabischen Welt. Da die neusten Trends aus Südafrika. Oder Tecno Brega aus Brasilien. Lesen, hören, sehen, sich verlieren – die Welt ist schliesslich gross.
Strassenfestival im Rahmen des «Lucerne Festivals»
24. August 2010
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Vom 24.8 bis 29.8.2010 gastieren am «Lucerne Festival» nicht nur die Grossen der klassischen Musik. Die Strassenmusiker aus aller Welt gehören seit fünf Jahren ebenfalls zum Festival-Konzept. Auch dieses Jahr wird an fünf Orten in der Luzerner Altstadt gespielt, gesungen und getanzt. Sollte Petrus wettermässig mal nicht mitmachen, gibt es für die meisten Orte eine Spielplatz-Alternative. Genaueres gibt’s im Flyer nachzulesen.
Aus Spanien kommt die Flamenco-Frauentruppe Malasangre. Ebenfalls viel Frauenpower kommt aus Tschechein mit Rodinka und aus Madagaskar mit Tiharea. Das Ensemble El Khamsa bringt das Mittelmeer an den Vierwaldstättersee. Die Gruppo Emiliano und das Karalis Bass Quartett vertreten Italien. Ubuhle Be Afrika aus Südafrika bringen die Xhosa-Kultur in die Innerschweiz. Und mit Opera Mobile bringen Olivier Forel und seine Sängerinnen die grosse Opern-Arien in die Gassen.
Afrikas Funk und Hippie-Zeiten auf Spiegel-Online
24. August 2010
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Christoph Twickel schreibt für die Leserschaft von Spiegel-Online einen zusammenfassenden Artikel über eine Tatsache, die Weltmusik-Hörern schon längst aufgefallen ist: Die Label Analog Africa, Soundway Records oder Strut graben Musik aus den 60er und 70er Jahren aus und bringen Re-Releases. Und nicht nur mit Musik aus Afrika, sondern auch aus Mittel- und Südamerika.
Man könnte den Artikel noch etwas ausweiten, und das eine oder andere Label anhängen. So z.B. Honest Jons, mit Veröffentlichungen wie Africa Boogaloo: The Latinization of West Africa. Oder die gesamte «African Pearls» Serie von Syllart.
Die Ausbeute der alten Radioarchive und Vinyl-Sammlungen ist überraschend und erfrischend – und wird sogleich wieder von den Sample-Artisten aus der R&B und HipHop-Produktion re-recyclet. Der Spiegel-Artikel ist hier. Einige CD-Beispiele, die auch in globalsounds.info bereits rezensiert wurden:
- Orchestre Poly-Rythmo de Cotonou – The Vodoun Effect
- Anibal Velasquez Y Su Conjunto – Mambo Loco
- Panama!2
- Palenque! Palenque!
- Marvellous Boy: Calypso from West Africa
WOMEX Professional Award an Ian Anderson von fRoots
17. Juli 2010
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Seit über dreissig Jahren publizieren Ian Anderson und sein Team die Fachzeitschrift fRoots (früher Southern Rag und Folk Roots). Jetzt verleiht ihm die WOMEX-Jury den Preis für «Professional Excellence». Sinnigerweise in einem Moment, in dem Anderson und seine Crew um’s Überleben ihres Printproduktes kämpfen. Darum ist auch der leicht bittere Ton im Editorial der aktuellen Ausgabe von fRoots nicht zu überhören:
It’s a timely and welcome indication that the business side of the scene does still appreciate the role that the specialist press plays, something that I had begun to doubt of late.
Hier ist die Begründung der WOMEX-Jury nachzulesen.
Festival Glatt & Verkehrt, Krems a.d.D., 15.7. – 1.8. 2010
13. Juli 2010
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Eine Zugstunde ausserhalb von Wien teilen sich bald Musiker sämtlicher Couleur, Herkunft und Stilrichtung die Bühnen. Frech und witzig geht’s los mit Netnakisum und 5/8erl und Austriasongs der etwas andern Art. Es gibt Glockenspiel als Performance, und Lesung eingepackt in Klezmertöne. Dracula trifft auf Saxofon, Jodel auf Rap. Sie merken: Der Festival-Titel ist der sprichwörtliche, rote Faden. Oder wie es die Leitung definiert: dieses Festival fragt nicht nach Stilen und Gattungen, sondern nach Regionen, Herkunft und Wurzeln.
Grosse Konzert-Abende mit mehreren Bands gibt’s ab dem 28.7. Hier präsentiert sich der gesamte Globus: Faiz Ali Faiz und Thierry Robin stellen ihr Jaadu-Projekt vor, Staff Benda Bilili bringen ihren Strassenrumba aus Kinshasa auf die Bühne. Südamerika tönt von Flöte und Harfe bis Hip Hop und Funk mit Cimarron oder La Revuelta, Asien lässt grüssen mit Nguyên Lê, dem Sonagi Project oder dem Hanggai Ensemble, und Russland trifft auf Italien, wenn Peter Nalitch und Vinicio Capossela zum Abschluss des Festivals ihre Geschichten inszenieren.
Wer nicht hinfahren kann, kann auch den ORF einschalten, der Sendeplan ist hier. Und das ausführliche Programm zum Festival ist hier. Globalsounds hält sie in der letzten Konzert-Woche ebenfalls ständig auf dem Laufenden.
Pod’Ring Kulturwoche Biel, 13. – 17. Juli 2010
9. Juli 2010
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«So nah und doch so anders» könnte das musikalische Motto der diesjährigen Pod’Ring Woche in Biel zu sein. Aus der Innerschweiz schickt das Obwald-Festival seine Delegation, u.a. mit Volksmusik der etwas anderen Art und Siidhang. Aus Bayern kommt mit Los Dos Y Compañeros eine Salsatruppe, die auch mal Südafrika mit Bayrisch vermischt. Zürich schickt Südstaaten-Voodoo-Boogie von Los Dos, Bern seine Hip Hop-Truppe Pancomé. Aus Benin gibt’s heisses Gebläse mit der Gangbé Brass Band, und aus Brüssel Akkordeon-Chanson-Rock mit Jaune Toujours.
Weiter: Spannende Klangwelten unter dem Titel «Electronic Soundscapes», ein klassisches Quartett mit ungewöhnlicher Besetzung, Figurentheater mit Lilli Plume, Violentango aus Buenos Aires, Zirkus, Lesungen und eine Geschichte um einen Baby-Elefanten. Das ist aber noch nicht alles.
Hier gibt’s das Programm für den Kultur-Urlaub in Biel!
Stimmen Festival Lörrach 14.7. – 8.8.2010
7. Juli 2010
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Die ersten Konzerte haben sich die Lörracher bereits selber beschert. Jetzt geht’s dann los mit dem grossen Konzertreigen. Wie es das Kredo des Festivals ist, steht die Stimme im Vordergrund. Und die kennt bekanntermassen alle Register vom Zischeln über das Scherbeln, das Krächzen und Hecheln bis ins Singen, Röhren, Schallen und Schwelgen.
Die grossen Namen auf dem Markplatz Norah Jones, Jan Delay, Lucio Dalla zusammen mit Francesco De Gregori oder Milow. Stilistisch funktioniert die Crew um Helmut Bürgel gerne auch nach dem Prinzip «Entdeckungsreisen sind spannend». Und so gibt es im Rosenfeldpark die Kompositionen des Gypsymusikers Titi Robin für den Qwaali-Sängers Ali Faiz Ali zu hören. Aus Dänemark kommt die glasklare Stimme von Tina Dico, aus Italien Stehbass und Stimme von «Musica Nuda».
Das Konzert von Bobby McFerrin ist bereits ausverkauft, aber Webe3 zeigen, was sie vom Meister lernten. Hip Hop mal jazzig, mal lyrisch gibt’s im Wenkenpark in Riehen mit José James und Speech Debelle, und zwischen (Folk)-Tradition des Nahen Ostens und Jazz sind sowohl Avishai Cohen als auch Bet Williams und John Hodian mit ihren Epiphany Project unterwegs. Afrika ist bestens vertreten mit jungem Pop aus Südafrika und Freshlyground, und Rumba aus der Demokratischen Republik Kongo und Staff Benda Bilili. Und zum Abschluss gibt’s noch keltische Stimmen im römischen Theater von Augst. Und damit habe ich bloss knapp die Hälfte des Programms erwähnt!
Das Programm, viele Infos und Tickets gibt’s bei Stimmen.com.
Obwald – Volkskulturfest vom 24. – 27. Juni
20. Juni 2010
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Jetzt muss Petrus aber Gas geben, sonst geht dieses Jahr als die Saison der kalten und nassen Open Air Festivals in die Geschichte ein. Gerade die Gäste aus Mali, die Maskengruppe Awa de Sangha, und Afel Bocoum mit seinen Alkibar sind nicht gemacht für Festzelte bei kühlen Spätwinter-Temperaturen.
Die Mannen der Jodlerklubs aus Brienz, Giswil haben es da besser: Sie können wenigstens die Hände noch in die Hosensäcke stecken. Die Harmoniemusik Kern dürfte sich auch nicht über die kalten Instrumente freuen, und die Hujässler werden sich mächtig ins Zeug legen müssen, um Stimmung aufkommen zu lassen.
Also: Unsicher sind noch die Temperaturen, aber das Programm steht fest, und ist hier zu finden.
Viel Info über und rund um Musik aus Afrika
9. Juni 2010
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Africa make some Noise! heisst die Sendung von BBC1. Ja OK, man muss seine schnellen englischen Hirnzellen anwerfen, denn es ist mehr eine Info- als eine Musik-Sendung , aber es lohnt sich. Es geht nicht um die traditionellen Musikstile, oder um Worldmusic, sondern um die Pop- und Clubsounds, die aus Afrika kommen. Von K’naan, über Buraka Som Sistema bis DJ Cleo, von Hip-Hop über Afrobeat bis House, von Nairobi über Johannesburg bis Lagos.
DJ Edu führt durch den grossen Kontinent und bringt Samples jener Musik, die heute bei den Kids und in den Clubs angesagt ist. Viele Gesprächspartner geben Einblick in Themen wie Musik-Piraterie, Konzertszene oder warum afrikanische Musik manchmal eben gar nicht nach Afrika tönt. Überhaupt: Afrikanische Musik gibt es nicht, nur Musik gespielt von Afrikanern für Afrikaner – und den Rest der Welt.
Die 60-Minuten-Radioshow von DJ Edu für BBC ist noch bis zum 20. Juni 2010 abrufbar.


