Ba Cissoko – Nimissa

4. Februar 2012  
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Ba vertraut seiner Kora, aber er verlangt von ihr auch sehr viel. Jedes Album, auch dieses vierte, ist ein Schritt aus der Kultur der Mandingue hinaus in stilistisch fremde Klangwelten.

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 Nimissa, Naboran, Djoulo Diata

Seit «Sabolan» (2003) sind Ba und seine Cousins Sekou (Kora) und Kourou Kouyaté (Bass) ein eingespieltes Trio. Für die letzte Produktion «Séno» (2009) kam Gitarrist Abdoulaye Kouyaté hinzu, und für die Live-Auftritte Schlagzeuger d’Artagnan. Für die aktuellen Aufnahmen holte sich Ba Cissoko zusätzlich noch Blasinstrumente ins Studio – in einem Interview meinte er schmunzelnd, ja, jetzt sei die Truppe auf dem Weg eine Big Band zu werden.

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Zebda – Second Tour

2. Februar 2012  
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Sie waren in den 90ern das musikalische Sprachrohr der algerischen Secondos in Frankreich. 2004 verabschiedeten sich von der Szene, jetzt sind sie zurück – aber halt: das ist keine Reunion!

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 Le Dimanche Autour De L’Eglise, Le Théorème Du Châle, Les Proverbes

Weg von der musikalischen Szene waren die einzelnen Musiker von Zebda sowieso nie. Als sich die Band Zebda von ihrem Publikum verabschiedete deklarierten sie diesen Abschied denn auch als Pause, und nicht als Ende der Band. Mouss und Hakim machten als Duo weiter, Magyd wandte sich vermehrt der Schreiberei zu, veröffentlichte zwei Bücher und zwei Alben. Was von der Zeit noch übrig blieb, gehörte der Politik. Und dann, 2008, schaffte es ein Veranstalter die unterschiedlichen Formationen wieder auf einer Bühne zusammen zu bringen – Boom!

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Emel Mathlouthi – Kelmti Horra

30. Januar 2012  
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Die Singer-Songwriterin, eine der revolutionären Stimmen des jungen Tunesiens, trägt ihre politischen Songs in die Pop-Welt. Dabei behält sie bis in die Details alle Fäden in den Fingern.

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 Ma Lkit (Not Found), Dhalem (Tyrant), Kelmti Horra (My Word Is Free)

Emel Mathlouthi lernte schon als Kind die gesellschaftliche Enge ihrer Heimat kenne lernte: ihr Vater wurde wegen seiner allzu linken politischen Gesinnung als Professor von der Universität Tunis gefeuert. Wie sie in einem Interview mit Mondomix erzählt, wurde zuhause öfter Vivaldi und Billie Holiday gehört, als Oum Kalsoum. Bob Dylan, und vor allem Joan Baez sind für die Songwriterin wichtige Wegweiser. Die Begegnung mit dem polnisch-tunesischen Electronica-Musiker Nazal legte den Grundstein für die Sounds dieses ersten Albums.

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Lepistö & Lehti – Radio Moskova

27. Januar 2012  
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Es sind nur zwei Instrumente, ein Akkordeon und ein Bass, und doch öffnet sich in dieser spartanischen Besetzung eine unerhörte Klang- und Harmonievielfalt.

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 Lokakuu, Radio Moskova, Kaksi

Markku Lepistö und Pekka Lehti sind Satelliten des kreativen Epizentrums rund um die finnische Sibelius-Akademie. Alle Absolventen teilen mindestens eine Eigenschaft: Stilgrenzen spielen keine Rolle, Schubladisierung gibt’s nicht. Verlangt wird als Kriterium vor allem: wie tönt deine persönliche Interpretation, was machst du aus diesem Stück, jenem Lied? Kein Wunder dass die meisten Absolventen Klangwelten öffnen, die vorher so noch nicht gehört wurden.

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Titi Robin – Les Rives

24. Januar 2012  
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Der Weltenwanderer hat sein Tryptichon vollendet: Indien, Türkei, Marokko – drei wichtige Stationen für die Musik von Titi. Entstanden ist ein musikalischer Erzählband.

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Indien: Farq Hai Kya, Us Dost Ki Taalash Mein, Türkei: Farimaz – Rumba Türkmen, Lorin, Marokko: Asbrrk, Sahara

Dieses Projekt hat Titi Robin die letzten zwei Jahre beschäftigt. Er erzählte auch in einem Podcast davon. Die Grundidee: in den drei Kulturen, die sein musikalisches Handwerk grundlegend geprägt hatten mit jungen Musikern je eine CD einspielen. Produziert für den heimischen Markt und mit der Infrastruktur des jeweiligen Landes. Erst am Schluss wurden die drei Produktionen zu einer 3 CD & 1 DVD Box zusammen gefügt. Die Geschenkpackung für den Westen, der Inhalt aber ist in den Herkunftsländern hergestellt.

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Camille – Ilo Veyou

16. Januar 2012  
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Der totale Körpereinsatz ist der Zartheit gewichen, das Klangexperiment zugunsten von Melodien zwischen Chanson und Jazz in den Hintergrund gestellt. Camille erfindet sich neu.

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 L’étourderie, Mars Is No Fun, Ilo Veyou

Auf den Vorgänger-Alben «Music Hole» (2008), und noch mehr auf «Le Fil» (2005), setzte die eigenwillige Französin auf dicht gewobene a capella Soundcollagen und Bodypercussion. Stimme wurde lautmalerisch perkussiv eingesetzt ohne in Beatbox-Manier zu verfallen, Sprache ist Klangfarbe. Das aktuelle Album führt Camille wieder dorthin zurück, wo sie herkommt – in die Harmoniemalerei, in Melodien die gleichzeitig durchkomponiert und improvisiert tönen.

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Matuto – Matuto

5. Januar 2012  
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Bluegrass, Americana und Forró zu kombinieren ist keine seltsame Idee von Musikern, die sonst schon alles ausprobiert haben, sondern eine Kombination die wirklich in Ohr und Knie geht.

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Dois Nordestes, Retrato De Um Forro, Recife

Die Idee, Rhythmen aus Pernambuco, dem Nordosten Brasiliens mit amerikanischen Musikstilen zu vermischen ist nicht ganz neu. Ein Beispiel wäre da Nation Beat. Und irgendwie scheint der Forró sich in den Schluchten New Yorks wohl zu fühlen, Beispiel hierfür: Forro in the Dark. Und nun die Matuto-Kombination: Noch eine rechte Portion Jazz hinzu (auf der CD), und live etwas prägender auf Bluegrass gesetzt. Dreh- und Angelpunkt bei Matuto sind das Akkordeon von Rob Curto und Gesang / Gitarre von Clay Ross.

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Anoushka Shankar – Traveller

3. Januar 2012  
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Kein Wunder schoss dieses Album überall in die obersten Ränge der Weltmusik-Charts: Dieser indisch-spanische Musikdialog ist offen, vielschichtig und voller Überraschungen.

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Boy Meets Girl feat. Pepe Habichuela, Traveller, Casi Uno feat. Concha Buika

Die Beziehung zwischen indischer Musik und dem Flamenco wurde schon in vielen Projekten erforscht. Wie genau die verwandtschaftlichen Fäden laufen ist noch lange nicht geklärt. Je nach Forschungsgebiet – Melodie, Rhythmus, Tanz – zeigen sich andere Verwandtschaften, die manchmal über zwei Jahrtausende zurück reichen. Sehr oft wurde dies Verwandtschaft aus europäisch-spanischem Blickwinkel erkundet. Anoushka Shankar kehrt den Fokus für einmal um, bringt ihre Kompositionen in ein spanisches Umfeld.

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The Original Sound of Cumbia

30. Dezember 2011  
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Cumbia! Cumbia! Das musikalische dritte Viertel des letzten Jahrhunderts in Kolumbien und die vielen Facetten der Cumbia zeigt Will «Quantic» Holland anhand von Beispielen aus ungezählten Stapeln von 78er Shellack-Aufnahmen.

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Anibal Velásquez: San Jacinto, Trio Serenata: Cumbia Sobre El Mar, La Cumbia Soledaña: Tambo Tambo, Toño Fernandez: La Guacharaca

Heute kann sich niemand mehr der Cumbia entziehen: Kein Dorffest in Mittelamerika ohne sie, sie dient den Hip Hoppern als Grundgroove  und feiert ihren Siegeszug durch die Clubs und auf den Dancefloors der gesamten Welt. Will «Quantic» Holland, Musiker, DJ und Soundsammler, hat sich vor einigen Jahren in Cali niedergelassen. Der Untertitel dieser zwei CD starken Sammlung macht klar, um was es ihm geht: The History of Colombian Cumbia & Porro, as told by the Phonograph 1948-79. Und Shellack deshalb, weil die meisten Jukeboxes in Kolumbien noch bis in die 70er Jahre hinein nicht mit 45’-Singel Vinyl bestückt wurden, sondern noch mit 78tourigem Shellack.

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Te Vaka – Havili

27. Dezember 2011  
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Gutes Songschreiber-Handwerk und die eigene Soundlandschaft unter Kontrolle, so sind die ersten Eindrücke der neuen Produktion der pazifischen Insulaner. Doch alles ist irgendwie zu vertraut.

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Logo Te Pate, Taku O Pele, Manuia

Die Band um Songschreiber und Frontmann Opetaoa Foa’i hat mit den mittlerweile sieben Studioalben so etwas wie einen pazifischen Sound geprägt – zumindest für mich als Europäer. Da sind eingängige Melodien, ein solider und antreibender Rhythmusboden, süsse und gleichsam kraftvoller Chorgesang – alles was es braucht um meinem Sehnsuchts-Bild von der pazifischen Inselwelt zu entsprechen. Und dazwischen eingestreut die Zwiegespräche zwischen Trommeln und Haka-Sprechgesang.

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