Cheikh Lô – Jamm
4. September 2010
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Der Sänger aus dem Senegal hat sich – wie immer – Zeit gelassen für sein neustes Album. «Jamm» will vor allem eines: gefallen. Das tut es.
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Conia / Il N’est Jamais Trop Tard / Seyni
Fünf Jahre sind für die Fans und die Musikindustrie kaum zu ertragen, selbst wenn der Weltmusikbereich nicht von derselben Produktionshektik geprägt ist, wie die Popmusik. Aber fünf Jahre braucht der Meister einfach, um seine neusten Songs zu zimmern und schleifen. Ein kurzer Film auf seiner Site beim Label WorldCircuit bringt einige Aussagen zum neuen Album, z.B. Es solle sein wie ein reichhaltiges Essen, von allem etwas: Früchte, Brot, Käse. Das hat geklappt. Kritiker bemängeln, 10 Songs, nur rund 40 Minuten Musik, sei etwas mager nach so langer Zeit: Na, auch wenn alles auf dem Tisch ist, sollte man sich ja nicht gleich überessen.
SMOD – Smod
2. September 2010
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Drei Jungs aus Bamako erhalten Unterstützung von Manu Chao. Rap trifft auf Folk-Elemente und Loops – und der Produzent lässt den jungen Musikern zu wenig Raum.
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Ca Chante / Tidjidja / Fitri Waleya
SMOD steht für vier Namen: Sam, Mouzy, Ousco und Donsky. Dieses junge Quartett begann um’s Jahr 2000 in Bamako Musik zu machen. Etwas später schrumpfte die Truppe zum Trio. Der Name blieb aber, schliesslich hatte man sich die ersten Fans erspielt. Die Zutaten ihrer Songs: Gitarre, einfache Perkussion, mal singen, mal rappen. Und ja, es gibt da familiäre Vorbilder: Sam ist der Sohn von Amadou & Mariam, dem wohl bekanntesten singenden Ehepaar aus Mali. So traf es sich auch, dass Manu Chao während den Aufnahmen für «Dimanche à Bamako» die Youngsters auf der Dachterrasse des Elternhauses traf. Was dort begann, ist jetzt eine Produktion für den Musikmarkt im Norden geworden.
Simphiwe Dana – Kulture Noir
31. August 2010
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Die eigenwillige Sängerin aus Südafrika überrascht einmal mehr mit ihrem Mix aus Xhosa, Gospel und Jazz, gerade weil einige Songs etwas sperrig daher kommen.
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Umzali Wam / Hay Ihambo / Felas Azania
Die dritte Produktion der Sängerin aus der Transkei verfolgt die einmal eingeschlagene Stilrichtung: Südafrika ja, aber den Blick auf die Gegenwart gerichtet. Auf die junge Kultur, die ihren ganz persönlichen Spagat zwischen der Tradition und all den Musikrichtungen, die aus dem Radio kommen, finden will, finden muss. Simphiwe Dana hat sich für den Jazz entschieden, verschmäht aber keineswegs poppige Arrangements und Sounds.
Magnifico – Magnification
25. August 2010
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Magnifico ist ein liebenswürdiges Schlitzohr, ein leicht zorniger Schelm, mit allen Pop- und Klischeewassern gewaschen, und trotzdem trocken hinter den Ohren. Magnification ist eine Art Best of Album seiner jüngeren Karriere, plus einige neue Stücke.
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Zum Zum / Bosangero Nero / Pismu Kumu (Rambo Rambo)
Slowenien ist ein Vorgarten Westeuropas, wird aber in den Osten definiert. Ja, in dieser Musik ist definitiv Jugoslawien drin, und alles was dazu gehört: Scharfes Gebläse, leicht betrunkene Sänger, unbändige Lebensfreude und ebenso grosse Schwermut. Und da ist der Traum vom Westen, am kitschigsten ausgeprägt in der Country-Musik und in den Westernfilmen Amerikas. Aus all diesen und noch anderen Versatzstücken bastelt sich der Sänger und Schauspieler Robert Pesut sein eigenes Pop-Eldorado. Zynisch, aber nicht verletzend, mit grosser lachender Geste eine Träne verdeckend.
Victor Démé – Deli
25. August 2010
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Die zweite Produktion des bescheidenen Sängers mit der samtenen Stimme aus Burkina Faso weist ihn erneut als exzellenten Songschreiber aus.
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Deén Wolo Mousso / Banaïba / Séré Jugu
Als Victor Démé Ende 2008 seine erste Scheibe herausbrachte, war der Norden erstaunt: Woher kommt dieser Mann? Warum haben wir noch nie was von ihm gehört? Er hatte einfach etwas viel Pech, aber blieb stets seiner Musik treu. Die brachte ihm dann endlich auch den verdienten Erfolg. Fotos im Booklet des aktuellen Albums zeigen den Sänger zuhause an seiner Nähmaschine. Démé ist auch Schneider. Und so entstehen wohl auch seine Songs: Idee, Stoffauswahl, ausmessen, anpassen – sitzt perfekt.
Hujässler – Wätterschmöcker
24. August 2010
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Die innovative Truppe aus der Innerschweiz hat für den gleichnamigen Film die Musik beigesteuert: Einmal mehr ein Beispiel, dass die Schweizer Volksmusik mehr als nur urchige Folklore zu bieten hätte.
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Tschillaut / Düdüdü / Moll verhange
Das Quartett aus der Innerschweiz legt mit diesem Film-Soundtrack bereits ihre achte CD vor. Und sie verfolgen ganz entschieden ihren Slalom-Parcours zwischen stilechter Folklore und neuen Harmonien weiter. Kurz zum Film: Es geht um die Wetterpropheten aus dem Muotatal. Thomas Horat hat über die urchigen Innerschweizer ein Filmportät gedreht, und damit wohl auch gleich ein Teil der Schweizer Volksseele offen gelegt. Der Film läuft in diesen Tagen in der Schweiz an. Alles weitere gibt’s im sehr schön angelegten Info-Blog nachzulesen.
Ska Cubano – Mambo Ska
23. August 2010
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Jamaika-Ska mit einem definitiven Feeling für kubanischen Son, Mambo und Anverwandtes, getrieben von ein paar Angefressenen dies- und jenseits des Atlantiks: eine zündende Band.
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La Trova / Mambo Ska /Piel Canela
Es ist die dritte Scheibe dieser transatlantisch zusammen gewürfelten Band. Die Sound-Formel ist dieselbe geblieben: Scharfer Ska mit einem jamaikanischen Herzen, aber mit einem kubanischen Nervenkostüm und ebensolchen Stimmbändern. Das dritte Album baut auf die erprobten Stärken der Band: Vorwärts treibende Rhythmuscombo mit dem musikalischen Leiter Rey Crespo am Bass, ein punktgenaues Gebläse unter der Leitung von Megumi Mesaku, perlende, manchmal etwas schräge Tres und Gitarren, und überzeugende Frontleute.
Luisa Maita – Lero-Lero
20. August 2010
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Bossa Nova, Samba, Brasil-Pop und ein Quentchen Jazz ist die Grundmischung, aus der die Songwriterin Luisa Maita ihre Songs herausschält.
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Lero-Lero / Ai Vem Ele / Fulaninha
In ihrer Heimat ist sie bereits in allen Ohren. Nicht nur mit diesem Erstlingsalbum, sondern auch weil sie den Song zur offiziellen Bewerbung für die Olympiade gesungen hatte. Die werden 2016 in Rio de Janeiro stattfinden. Doch das ist nur die eine Seite der musikalische Medaille, quasi die Auftragsarbeit. Die persönliche Ausdrucksform zu finden war schwieriger. Ganze zwei Jahre feilte und schliff Luisa zusammen mit Gitarrist Rodrigo Campos und Bassist Paulo Lepetit an ihren Songs.
Egypt Noir (Nubian Soul Treasures)
19. August 2010
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Das Label Piranha hat in seinem Fundus gestöbert, und einige schwarze Perlen aus Nubien, der Region zwischen Ägypten und dem Sudan, zusammengetragen.
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Fathi Abou Greisha: Hager / Salwa Abou Greisha: Albi El Atouf / Hassan Abdel Aziz: Elleya Misafir
Dass die Musik aus Nubien in europäischen Ohren so vertraut tönt, hat mit den Tonleitern zu tun. Dort die Kaf-Gesänge, hier die Kirchentonarten, beides sind pentatonische Tonsysteme. Soul- und Afro-Rhythmen gehören spätestens seit den Zeiten des nubischen «Godfathers» Ali Hassan Kuban zum Standardrepertoire. Und sonst haben die Nubier noch ihre ganz eigene, ansteckende Rhythmen-Sammlung dabei.
Seu Jorge and Almaz
17. August 2010
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Der Erstling einer Band mit Star-Besetzung – mit einem Repertoire aus Coverversionen. Rock, Funk, Dub und Samba machen aus dem ungewöhnlichen Liederbuch eine filmischen Collage.
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Errare Humanum Est / Cristina / Everybody Loves The Sunshine
Es ist wie immer bei Seu Jorge: Was er macht hat was mit Film und Musik gleichzeitig zu tun, das eine gehört zum andern. So auch hier: Bassist Antonio Pinto lud ihn ein, einen Song für sein neustes Filmprojekt einzusingen. Die beiden kannten sich bereits aus den Zeiten von «City of God». Im Studio standen diesmal zwei weitere Ikonen aus der aktuellen brasilianischen Musikszene: Drummer Pupillo und Gitarrist Lucio Maia, beides Bandmitglieder von Nação Zumbi. Die Aufnahmesession für den einen Songs war so erfrischend, dass die vier gleich für ein ganzes Album und eine Tour zusammen spannten.












