Bob Brozman – eine Homage an den verstorbenen Slide-Gitarristen
3. Mai 2013
Gespeichert unter Podcast
Bob Brozman war fasziniert von Saiteninstrumenten, auf denen man sliden konnte. Der König der National Steel Guitar und der Hawaii-Gitarre starb am 23. April in Ben Lomond. In rund 30 CD-Produktionen lebte er zwei Seiten seines Könnens aus: Zum einen war da die Liebe zum Blues, insbesondere zum Delta-Blues.
Zum anderen war er einer der experimentierfreudigsten Projektpartner rund um den Globus. Seine Aufnahmen führten ihn von Hawaii nach Papua Neu Guinea, nach Indien und Irland, nach La Réunion oder Senegal.
Der Podcast auf den musikalischen Spuren von Bob Brozman führt um den Planeten. Eine Verbeugung vor einem, der der Welt mit offenen Ohren, Schalk und grossem Können begegnete.
Podcast: Play in new window | Download
Kottarashky – Der Soundtüftler spielt in Stans
12. April 2013
Gespeichert unter Podcast
Er heisst Nicola Gruev und er nutzt den Computer etwas anders als seine Electronica-Kollegen: weniger als Loop-Zentrale, sondern als Universal-Leim. Auf der Bühne ist der Midi-Controler sein Instrument. Damit dirigiert er seine Samples so virtuos, dass er auch mal ein Solo-Duell mit der Klarinette oder der Gitarre wagen kann.
Im Moment schnipselt Gruev zusammen mit seinen Rain Dogs bereits an der dritten CD. Im Gespräch gewährte er einen kleinen Einblick in seine Song-Werkstatt. Es schätzt das Material seiner Feldaufnahmen, schützt sich gleichzeitig aber vor fremden Melodien.
Am 12.4. ist er live an den Stanser Musiktagen zu erleben, im Sommer an einigen grossen Festivals in Zentraleuropa.
Podcast: Play in new window | Download
2012: Ein CD-Jahr im Rückspiegel – Teil 2
5. Januar 2013
Gespeichert unter Podcast
In diesem zweiten Teil gehen wir die Monate Juli bis Dezember 2012 an. Auch hier war ich oft im Zweifel, welches Album heraus zu picken sei, denn nur gerade zwei pro Monat ist nicht besonders viel. Dies die Auswahl für das zweite Halbjahr:
- Burkina Electric: Paspanga
- Criolo: No Na Orelha
- Terakaft: Kel Tamasheq
- Staff Benda Bilili: Bouger Le Monde
- Warsaw Village Band: Nord
- Paulo Flores: Excombatantes Redux
- Goran Bregovic: Champagne For Gypsies
- Habib Koité & Eric Bibb: Brothers in Bamako
- Lau: Race The Loser
- The Souljazz Orchestra: Solidarity
- Bellowhead: Broadside
- Salif Keita: Talé
Den Überblick über das erste CD-Halbjahr 2012 gibt es hier.
Podcast: Play in new window | Download
2012: Ein CD-Jahr im Rückspiegel – Teil 1
4. Januar 2013
Gespeichert unter Podcast
Die Jagd nach dem besten Album hat oft auch zu tun mit der Jagd nach der eigenen Erinnerung: Welches Album ist mir am meisten im Ohr hängen geblieben? Was steht gerade jetzt sehr hoch auf der Playlist? Und wenn man dann das Jahr Revue passieren lässt, tauchen Alben auf, die man in der Fülle der Neuigkeiten schon wieder etwas vergessen hat – völlig zu Unrecht!
Podcast: Play in new window | Download
Bonga – der Grandseigneur aus Angola
16. April 2012
Gespeichert unter Podcast
Er hat soeben einmal mehr die Worldcharts erobert – und das mit 70 Jahren. Sein aktuelles Album heisst «Hora Kota». Bonga, die sanfte Reibeisenstimme aus Luanda singt über das Alter, und über Dinge die man nicht vergessen sollte. Im Gespräch geht es um Erinnerungen, Gedanken über das älter werden, über frühe Träume. Und wie wichtig es ist, ständig weiter für seine Sache einzustehen.
Podcast: Play in new window | Download
Fatoumata Diawara – mit Talent, Glück und Überzeugung
4. Oktober 2011
Gespeichert unter Podcast
Die junge Frau, zuhause in Bamako und Paris, ist eine neue Stimme des selbstbewussten Afrika. Sie ist noch nicht 30 Jahre alt, und hat schon die Zuschauer auf den Strassen, in den Theatern und Kinosälen mit ihrer Präsenz und ihrem Charme überzeugt. Auf den Konzertbühnen ist sie mit ihren eigenen Liedern auch bereits seit rund 3 Jahren unterwegs. Jetzt endlich die erste CD mit eigenen Liedern – «Fatou».
Das Album wäre eigentlich schon vor etwas über einem Jahr fast fertig gewesen, dann aber kam das Angebot von Nick Gold und seinem Label World Circuit – und wer würde schon diesem Produzenten widersprechen wollen, wenn er die Geschicke zur Lancierung einer Karriere in die Finger nehmen will. Er ist fast so was wie der Garant für Erfolg.
Als ich Fatoumata Diawara an Afropfingsten 2010 zum Gespräch im Backstage-Bereich traf, wusste sie zwar noch nicht genau wohin ihre Karriere als Sängerin sie führen würde. Aber sie konnte erzählen woher sie kommt, und sie wusste schon damals, wohin sie gerne gehen möchte.
Podcast: Play in new window | Download
Sergent Garcia – Weltenwanderer und Groovejongleur
22. August 2011
Gespeichert unter Podcast
Seit über 10 Jahren glänzt Sergent Garcia mit einem unverkennbaren Mix aus karibischen Rhythmen und dancefloor-ausgerichteten Songs. Im Gespräch bezeichnet Bruno Garcia, der Mastermind der Truppe, die verschiedenen Stile der Karibik als sein Labor. Heute zieht es ihn immer mehr nach Westen, und nach Süden. Erst stand Mexiko gross auf der Reiseroute. Heute ist der südamerikanische Halbkontinent, insbesondere Kolumbien, sein Lieblingslabor.
Fast fünf Jahre hörte man in Europa kaum mehr was von ihm – zurückgelehnt hat er sich überhaupt nicht. Das aktuelle Album «Una Y Otra Vez» liefert einen eindrücklichen Beweise, wie ein Musiker sich von einem fremden Kulturkreis beeinflussen lässt, ohne seine Eigenheiten zu verlieren. Bruno Garcia überzeugte live mit seiner 10-köpfigen Vollformation auch das Festivalpublikum der Afropfingsten in Winterthur.
Mit globalsounds.info unterhielt er sich in Winterthur nicht nur über seine aktuelle CD, sondern über den Brotjob und Alltag des modernen Musikers ganz allgemein. Warum es manchmal etwas weh tut, wenn man als DJ seine eigenen Songs auflegt, und wie man darüber hinweg kommt.
Podcast: Play in new window | Download
Moussu T e Lei Jovents – neue Volkslieder aus La Ciotat
26. Juli 2011
Gespeichert unter Podcast
Sie wohnen in La Ciotat und machen Musik zwischen Blues, Chanson und Gassenhauer. Jede der mittlerweile vier Studio-CDs von Moussu T et Lei Jovents bietet mindestens drei oder vier Ohrwürmer (siehe «Forever Polida» und «Putan de Cançon»). Mal sind es eher träumerische Chansons, mal sind es das was man in der Schweiz als «Lumpeliedli» bezeichnet: jeder kann sie mitsummen bis mitgröhlen, je nach Stimmungs- oder anderem Pegel.
Gitarrist Blu und Sänger Tatou geben Auskunft über die Absichten und Zufälle, die sie mit dieser Band erlebt haben. Erzählen, wie das Banjo zum wichtigen Dreh- und Angelpunkt des Bandsounds wurde, was sie von Bob Marley gelernt haben und warum ein Buch so wichtig war für die Band.
Claude McKay – Banjo
Der Roman erzählt die Geschichte eines banjo-spielenden Afro-Amerikaners den es in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nach Marseille verschlug. McKay selber war ein unruhiger, hochfliegender Geist, und seine Bücher sind Grundsteine der Literaturgeschichte der afro-amerikanischen Literatur. «Banjo» gibt es nicht in deutscher Übersetzung. Die englische Version liest sich aber flüssig, auch wenn McKay immer wieder jamaikanischen Slang in seine Sprache einbaut.
Podcast: Play in new window | Download
Watcha Clan in aufgeräumter Stimmung
16. Juni 2011
Gespeichert unter Podcast
Die Marseiller haben neben einem sehr ausgefüllten Tourplan doch noch Zeit gefunden, ihre neue CD «Radio Babel» zu produzieren. Ende März stellten sie es ihrem Heimpublikum zum ersten Mal live vor. Auch die Gelegenheit, nach Japan, Deutschland, oder den USA endlich wieder einmal zuhause aufzutreten – der Andrang war so gross, dass die Konzerthalle am Bab El Med Festival gut und gerne zwei Mal hätte gefüllt werden können.
Vor dem Konzert trafen sich Band und Presse zu einem lockeren Gespräch über die CD, unverhoffte Studiotakes, Kinderlieder, ein Blick in die Vergangenheit, Clubsounds & Politik, und Videos. Dabei ist insbesondere von einem Video die Rede: «We Are One», hier auf YouTube anzuschauen.
Podcast: Play in new window | Download
Jahresrückblick 2010 – irgendwie ein Best Of
31. Dezember 2010
Gespeichert unter Podcast
Am Ende eines Jahres wird ja gerne Bilanz gezogen. Generell kann ich sagen: 2010 war ein spannendes Jahr. Neue Sounds und Mixformen, die Tradition wird mehrfach und in allen Weltgegenden gebeugt, gedehnt aber nicht gebrochen. Ich versuche, keine Gewinnerliste zu erstellen, sondern lasse einfach nochmals das Jahr Revue passieren. Dies meine Auswahl:
Januar: Kottarashky – Opa Hey
Februar: Ali Farka Touré & Toumani Diabaté – Ali & Toumani
März: Wimme – Mun
April: Balkan Beat Box – Blue Eyed Black Boy
Mai: Mariem Hassan – Shouka
Juni: Ana Moura – Leva Me Aos Fado
Juli: Grupo Fantasma – El Existential
August: Enzo Avitabile – Napoletana
September: Moussou T E Lei Jovents – Putan de Cançon
Oktober: Antonio Zambujo – Guia
November: AfroCubism
Dezember: Christine Salem – Lanbousir
Und wie urteilen die KollegInnen?
Jede Redaktion hat ein etwas anderes Konzept. Spannend fand ich die Auswahl des Guardian von jenen CDs, die dieses Jahr irgendwie untergingen. Mondomix hat sich gleich für 50 Produktionen entschieden. Hier Teil 5, Teil 4, Teil 3, Teil 2, und die Favoriten. Spinner begnügt sich mit einer ganz kleine Auswahl, ebenso Worldmusic Central. SoundRoots ist etwas ausführlicher, und für RFI ist Weltmusik vor allem Musik aus Afrika. Hingegen fahren die World Music Charts Europe die volle 100er Liste aus.
Das Jahr ist voll, die Listen erstellt – wir freuen uns auf 2011!
Podcast: Play in new window | Download












