Asita Hamidis Bazaar – Abenteurer und Klangreisende

30. Januar 2010  
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Die Harfenistin Asita Hamidi bezeichnet die Musik ihrer Bazaar-Truppe gerne als eine Klangreise zwischen dem Polarstern und dem Morgenland. Sie selber stammt aus dem Iran, ihr Partner und Mitkomponist Björn Meyer aus Schweden. Und für Unruhe und Halt sorgen zwei Schweizer, Bruno Amstad und Kaspar Rast.

Bazaar ist nicht die einzige Band der vier Musker, sie sind in vielen Projekten involviert. So ist Björn Meyer der aktuelle Bassist des Oud-Virtuosen Anouar Brahem, zusammen mit Drummer Kaspar Rast mit Nik Bärtsch und seiner Ronin-Truppe unterwegs, oder mit seinem schwedischen Trio Bazar Blå. Auch Bruno Amstad hat gleich mehrere Projekte am laufen.

Gemeinsam ist ihnen die Suche nach dem Klang. Was geht, und was nicht, haben sie in ihrer siebenjährigen Bandgeschichte herausgefunden. Und auf der aktuellen CD S.W.E.N. in Form gebracht.

Bassekou Kouyaté & Ngoni Ba – Das Ngoni rockt

1. Januar 2010  
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Spätestens seit seiner ersten Solo-CD «Segu Blue» gehört Bassekou Kouyaté zu den Grossen in der Worldmusic. Mit der zweiten Produktion, «I speak Fula», setzte er noch einen drauf. So verwurzelt er auch in den Musikstilen von Mali ist, so modern, ja fast popig tönen manche seiner Melodien.

Seit gut zwei Jahren ist Kouyaté mit seiner Band rund um die Welt unterwegs. Sieht man ihn live, zeigt sich noch eine weitere Facette der Band: Das rockt gewaltig! So ist es auch nicht erstaunlich, dass ausgerechnet das Avantgarde-Rocklabel Sub-Pop jetzt für Bassekou und seine Ngoni Ba die Eroberung der Bühnen Amerikas organisiert.

globalsounds hat Bassekou Kouyate an den Stanser Songtagen getroffen, und mit ihm über Karriere, den Blues und die Ohnmacht der Politiker gegenüber den Kassetten-Piraten in den Strassen Bamakos gesprochen.

Justin Adams & Juldeh Camara – World-Rock’n’Roll

5. Oktober 2009  
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Wer sie auf der Bühne erlebt, denkt: Was für eine Rock-Band! Und doch machen sie Musik, die unter dem Label Worldmusic läuft. Justin Adams und Juldeh Camara kümmern sich nicht besonders um die Schublade, in die sie gesteckt werden. Vielmehr verlassen sie sie noch so gerne, um auf die Bühne zu steigen und loszulegen. Wer in diesem Sommer die Gelegenheit hatte – wie die Besucher des Weltmusikfestivals in Yverdon – haben wohl eines der Konzerte des Jahres erlebt.

Was die Musik der beiden ausmacht: Keiner muss sich verkrümmen um sich dem andern anzupassen – das geht einfach zusammen. Die Riti aus Gambia schneidet durch jeden Rockakkord, und Juldehs Gesang strahlt über jedem Volumenpegel. Justins Gitarrenarbeit ist effizient, gradlinig, ohne simpel zu sein, und zutiefst solide, denn er beherrscht die Kunst des «Weniger-ist-mehr». Zusammen gibt das das momentan schärfste Rock-Gespann Europas. In Yverdon erzählten sie globalsounds.info von Zufällen, Einfällen und Möglichkeiten.

Ihre Silberlinge heissen «Soul Science» und «Tell no lies».

LaBrassBanda – das Gebläse aus dem Chiemgau

19. August 2009  
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labrassbandaFünf junge Musiker haben mit entwaffnendem Charme  am letzten Konzertabend beim Festival Alpentöne in Altdorf das Publikum erobert. LaBrassBanda trugen ihren Mix aus Blechharmonie, Funk, Rock und bayrischem Witz mühelos von der Bühne ins Publikum: Es war eines der wenigen Konzerte, bei denen es diverse BesucherInnen nicht mehr auf den Bänken hielt, dass sie tanzen mussten.

Was vor zwei Jahren ohne konkreten Plan oder klare Absicht anfing, ist heute eine erfreuliche Erfolgsgeschichte. Frontmann Stefan Dettl erzählt globalsounds.info einige wichtige Erlebnisse auf dem Weg aus dem klassischen Konzertsaal auf die Festival-Bühne von Roskilde.

Gangbé Brass Band – heisses Blech

2. August 2009  
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Gangbe2Die Mischung macht’s. Aus traditionellen Begräbnisbands und dem Blasorchester der Polizei entstand eines der heissesten Gebläse der afrikanischen Westküste. Funk und aufgebrochene Rhythmen, die in den Riten und Zeremonien des Vodoun entstanden sind, bilden eine ansteckende Mixtur.

Drei Alben hat die Gangbé Brass Band bis heute vorgelegt: 2001 entstand «Togbé» mit Hilfe der französischen Truppe «Lo’jo». Mit der 2004 erschienenen Produktion «Whendo» im Gepäck wurden die Tourneen länger und führten auch rund um die Welt. Das 2008 erschienene Album «Assiko» bestätigte: Hier ist eine ungewöhnliche Truppe unterwegs, die als musikalische Botschafterin Benins überall gerne gehört wird.

A Filetta – polyphone Gesänge aus Korsika

15. Juli 2009  
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A Filetta gehören seit Jahrzehnten zu den profiliertesten Vokaltruppen Korsikas. In den letzten Jahren haben sie die Kunst des polyphonen Gesangs sich in zwei Richtungen weiter entwickelt: Sie haben die Begleitung durch Instrumente ganz weggelassen, und sie lassen sich immer wieder auf neue Kultur-Experimente ein.

So sind A Filetta am diesjährigen Stimmen-Festival in Lörrach Artists in Residence, wo sie sich mit Tanz, Literatur und Danyel Waro, dem Maloya-Musiker aus La Réunion in drei ganz unterschiedlichen Projekte ausdrücken. Der Literaturabend findet am 15.7.statt, der Konzertabend mit Houria Aïchi & L’Hijaz’car und Daniel Waro ist Samstag, der 18.7.2009.

Mehr über A Filetta und ihren ausführlichen Tourneeplan finden sie auf MySpace.

Kanun und Alphorn – Taarab Musik in den Schweizer Alpen

1. Juli 2009  
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Taarab ist ein Musikstil, der in den letzten 150 Jahren auf Sansibar, der Gewürz-Insel an der afrikanischen Ostküste, eine spezielle Form erhielt – und vor einigen Jahren drohte, wieder unterzugehen. Globalsounds traf in Stonetown den Oud-Spieler und Musiklehrer Matona, und liess sich die Geschichte dieses Musikstils erzählen.

Eine der bekanntesten Bands in Sansibar ist der Culture Musical Club. Er wird am ersten Juli-Wochenende 2009 in Giswil am Obwald Festival auf der Bühne stehen. Kanun trifft auf Jodlerchörli, Taarab und Kidumbak auf Schweizer Volksmusik. Ebenfalls in die Schweizer Alpen kommt die 95jährige Bi Kidude. Sie ist eine lebende Ikone des Taarab. Der kurze Einblick in die Geschichte dieser Musikform zeigt, dass die Schweiz und Sansibar einiges miteinander zu tun haben.

Novalima – Afro-Peruanische Rythmen treffen auf Electronica

16. Juni 2009  
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novalima-podEs gibt genug Beispiele dafür, dass man mit Studiotechnik der Musik die Luft abdrehen kann. Novalima zeigen auf CD und im Konzert, dass es nicht so sein muss. Im Gegenteil: Im Studio kann man an den Loops und Sounds feilen, bis einem die Ohren abfallen (siehe auch die Kritik zu «Coba Coba»). Auf der Bühne aber darf man Gas geben – wenn darunter die Songs nicht leiden.

Den Beweis erbrachten Novalima am 30. Mai 09 auf der Bühne des Afropfingsten Festivals in Winterthur. Nach dem Konzert erzählten Bassist Carlos Lo Carillo, Laptop-Mann Grimaldo del Solar und Sängerin Milagros Guerrero, was es brauchte, um die peruanische Musik auf der Weltkarte neu zu platzieren.

Die Reportagen des Festivals: Reggae-Night, Noche Latina, African Soul Night.

Von China nach Kamerun

12. Mai 2009  
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09-newsEinige Neuerscheinungen der letzten Tage im Überblick: Aterciopelados – Rio; Goran Bregović – Alkohol; Lhasa – Lhasa; Kari Bremnes – Ly; Deolinda – Canção ao lado; Blick Bassy – Léman; King Kora – Mandingda; Mamer – Eagle; Radiokijada – nuevos sonidos afro peruanos; Cissoko und Goetze – Sira.

Hazmat Modine – die «Band der ungeliebten Instrumente»

14. April 2009  
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hazmadLachend definiert Wade Schuman so seine Truppe aus Brooklyn. Kein Wunder: Tuba, Zimbal, und zwei Frontleute mit dem Hauptinstrument Mundharmonika, das ist nicht das normale Lineup einer Bluestruppe. Aber Blues spielen sie eigentlich auch nicht, irgendwie.

Hazmat Modine sind im 2009 auf grosser Europatour. Der erste Frühjahrsabstecher bringt sie auch in die Schweiz an die Stanser Musiktage, im Juli und August geht es dann kreuz und quer durch Europa. Im Gepäck die immer noch aktuelle CD «Bahamut», ein perlendes Prunkstück. Wer sie schon mal live erlebte, z.B. am Stimmenfestival 2007 in Lörrach, weiss: Die Band ist live noch besser. Die aktuellen Tourdaten gibt’s auf MySpace.

Der Bandleader Wade Schuman ist im zweiten Leben Lehrer an der Kunstakademie in New York, und er malt auch. Hier ein Blick auf seine Leinwände.

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