WOMEX – die zweite Konzertnacht
30. Oktober 2010
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Nathalie Natiembé zeigt die Krallen und bietet ein robustes, rockiges Konzert. So tönte La Réunion wohl noch nie. Nidi D’Arac lieferte Taranta-Power-Folk mit etwas elektronischem Dubparfum. Joaquin Diaz hat aus seiner Heimat den Merenge und den Cumbia mit ins etwas kältere Kanada gebracht.
Auch Kopenhagens Nachtschwärmer haben die WOMEX entdeckt. In einige Konzerte kommt man gar nicht mehr rein (z.B. im Nordic Club). Aber auch im Foyer geht die Musik manchmal in den Gesprächen unter. So kriege ich nur mit, dass Fatoumata Diawara ihre Band neu formiert hat, und die Songs viel ausgefeilter daherkommen. Wer zu wenig von ihrer Musik hört, wird von ihrem Charme gefangen genommen.
Für’s Ohr und für’s Bein
Das Sexteto de Tabalá de Palenque zeigt, dass Gesang und Rhythmus genügen, um zum Tanz zu bitten. De Temps Antan belegen, dass die französische Polyphonie im fernen Quebec sehr gut gepflegt wird. Und auch Mozambik zeigt, dass die Tradition, hier in der Form einer M’Bila, von den Jungen in die Gegenwart gespielt werden: Cheny Wa Gune und sein Quarteto.
V.M.Bhatt bezaubert mit seiner Slide-Gitarre und seinem neuen Ensemble Desert Slide im grossen Konzertsaal, während Oudaden im Foyer mit ihren Berber-Rhythmen direkt auf die Tanzbeine zielen.
Finnisch-schwedische Lieder
Ruhig und bezaubernd die Vorstellung von Maria Kalaniemi. Sie stellt Lieder aus ihrem aktuellen Album «Vilda Rosor» vor. Und oben im Saal singt Houria Aïchi von wilden Pferden und edlen Rittern. Chicha Libre bringen zum Abschluss einen Schuss peruanisch angehauchte Nostalgie nach Kopenhagen.
WOMEX – die erste Konzertnacht
29. Oktober 2010
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Egal wie vertraut man mit Worldmusic ist: WOMEX ist die Überladung. Erst mal die Messe und die zahllosen Begegnungen. Am Abend dann das Konzertprogramm:
Kobo Town eröffneten den vollen ersten Konzertabend mit einem Mix aus Calypso und Reggae. Liber Teran ist der ehemalige Sänger von Los De Abajo, hier mit seiner aktuellen Truppe: abtanzen angesagt mit Sounds zwischen Humpa Mexiko und Bob Dylans Mundharmonika. Doch, das geht!
Cristina Pato, die Königin der galizischen Dudelsackspezialisten liefert ein Set mit etwas Hang zur Theatralik. Yemen Blues, ein Israel/USA Projekt sieht aus, als stünde Lenny Kravitz mehrfach auf der Bühne, aber der Sound stammt definitiv aus einer sandigen Gegend.
Fado und Klezmer-Jazz
António Zambujos Musik vertritt den Fado: Souverän, mit einer Band die jede Nuance mitmacht! Taifas aus Spanien versuchen etwas gar viele Einflüsse in ihren Flamenco zu mixen, Tremor spielen den argentinischen Psychedelik-Electronica-Folk, und Yom, der selbsternannte neue Klezmer-König, wirft die Klezmermelodien aus dem wohlig schunkelnden Klezmer-Stedl in die Jazzwelt und die Improvisation.
Gebrochene Rhythmen und Gitarrenriffs gibt’s dann aus dem Süden Madagaskars mit Damily, und spanischen Frauenpower mit Las Migas: herzlich und frisch. Dass Fado auch eine Mundharmonika bestens integrieren kann beweist das Stockholm Lisboa Projekt.
Papa Wemba benutzt die WOMEX für so was wie ein Comeback und als Vorgeschmack auf seine bald erscheinende CD. Zum Abschluss überholten sich LaBrassBanda gleich selber mehrmals. Sie drehen so lange am Tempohebel, dass sich der Twitter-Kollege von Songlines am frühen Morgen etwas beschwert: er konnte nicht einschlafen, weil er zu aufgedreht war…….
Lyenn, Peter Nalitch, Vinicio Capossela
2. August 2010
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Wilde Balladen gab’s zum Abschluss der diesjährigen Ausgabe von Glatt & Verkehrt in Krems an der Donau. Und wild fuhr auch das Programm im Zickzack: Von brüchigen, tief-unglücklichen Falsett-Tönen aus Belgien über Babuschka-Polka aus Moskau bis zum wahnwitzigen Zirkuszauber von Italiens Vinicio Capossela. Eine Achterbahn der Melodien mit einem grandios theatralischen Abschluss.
Pathos und Fröhlichkeit
Frederic «Lyenn» Jacques aus Belgien zelebriert seine Songs. Mit hängenden Akkorden, viel Pathos und brüchigen Tempi malt er verlorene Seelen-Landschaften. Haupt-Pinsel ist seine Falsett-Stimme, die sich scheinbar immer im letzten Moment entscheidet, ob sie brechen, oder noch weiter aufsteigen will. Ich erliege der Versuchung, die Musik so zu beschreiben: Sigur Ros treffen Tindersticks und Bonnie Prince Billy, um am Grab des späten Jim Morrison alle Wehmut, jeden Herzschmerz und sämtliche Hoffnung in einem teuern Whiskey zu begraben.
Die umgekehrte Stimmung gab’s dann mit Peter Nalitch. Der hatte gleich seinen Fanclub dabei, oder war es die Moskauer Diaspora aus Wien? Wie auch immer: Russische Herzschmerz-Melodien, vorgetragen mit einem tragenden Bariton und dem Pathos eines Chris de Burg, dazu ein verträumt unschuldiges Lächeln – was braucht es mehr um (vor allem) die Herzen der Frauen zu erobern? Über die Dauer des Konzertes machte sich zwischen Schunkel-Nummer und Sehnsucht-Ballade doch etwas Langeweile breit, denn viel ähnlich Gestricktes gibt noch kein spannendes Repertoire. Diese Stimme bräuchte noch gutes Songmaterial.
Der Dompteur, der sich selber zähmen muss
Vinicio Capossela, Cantautore aus Norditalien, tritt in seiner aktuellen Show als Zirkusdirektor auf. Und er stürzt sich auch gleich selber in fast alle Rollen. Was das Stück verlangt, wird nicht nur besungen, sondern auch gleich dargestellt: Vom Cowboy zum römischen Helden, vom Militär zum Entertainer. Über das Leben der Strümpfe sinniert er am kleinsten Piano nördlich des Mittelmeer. Und gegen Ende liefern sich gar archetypische Geister einen wilden Kampf im Inferno von scheppernden Tönen und wildem Gesang.
Begleitet von einer in allen Tonskalen gewaschenen Band schlüpft Vinicio von einer Rolle in die andere. Er sucht mal die leisen, mal die rabiaten Töne, kennt sich ebenso gut aus aus im Schmelz der Balladen wie im Schmirgelsound des Rumpel-Rock à la Tom Waits. Dass ausgerechnet das Arrangement seines Uralt-Hits «Che Cosse’ l’Amor» aus den Fugen gerät ist vielleicht nicht nur Zufall. Überwältigt von Zaubertricks, Musik wie aus einem Fellini-Film, Feuerzauber, Tumult und leiser Philosophie gab es in Krems einen lange anhaltenden Applaus, und viele glückliche Gesichter.
Die Infos zum Festival sind hier zu finden, die Audio-Slideshow zu den andern Konzertabenden sind hier: Mittwoch, Donnerstag, Freitag, und Samstag.
Nguyen Lê’s «Saiyuki», Sonagi Projekt feat. Okkyung Lee & Hahn Row, Hanggai
1. August 2010
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Der zweitletzte Abend des Festivals Glatt & Verkehrt trug den Titel «Der Ferne Klang», und die Ferne bezog sich auf Asien. Dieser Erdteil ist ausserordentlich reich an Trommeln aller Art und exotischen Instrumenten. Wie die Koto bis in Jazzgefilde vordringen, und eine Pferdekopfgeige auch gegen eine Rockband anspielen kann, das hörte ich zum ersten Mal live in Krems.
Entfesselte Koto und komplexe Rhythmen
Nguyen Lê’s aktuelles Projekt trägt den Titel Saiyuki, und ist angelehnt an die Geschichte von Monkey, dem abenteuerlichen Geist in den Götterhimmeln Chinas. Die japanische Koto von Mieko Miyazaki, die vietnamesische Jazzgitarre von Lê und die indischen Tablas von Prabhu Edouard bieten genügend Klangfülle, um jede Abenteuer-Geschichte zu erzählen. War diese mal nicht selbsterklärend, erläuterten sie die Musiker in herzlichen Ansagen. Insbesondere Prabhu profilierte sich als scharfzüngiger, witziger Moderator. Lê hielt seine Gitarre im Zaum, Mieko liess ihrer Koto freien Lauf und Prabhu gab den Songs den nötigen Drive – viel spannender noch als die Aufnahmen auf CD!
Jedes asiatische Land hat seine Trommeln, aber Korea hat die wohl komplexeste Rhythmus-Kultur. Das Sonagi Project von Jang Jae Hyo spielt vor allem auf den zweifelligen Janggo-Trommeln, die eine komplizierte Schlagtechnik verlangen. Gongs ergänzen das Klangspektrum, ruhige Lieder schaffen Oasen zwischen treibenden, lauten und vertrackten Schlagwerk-Stücken. Diese Lieder wurden an diesem Abend von der Cellistin Okkyung Lee und dem Violonisten Hahn Rowe begleitet – Sounds, Noises und Sampler legten sphärische Teppiche aus. Krems bedankte sich für das furiose Schlag-Feuerwerk mit tosendem Applaus.
Trockener Charme auch Peking
Hanggai ist ein Ensemble, das die einfachen, melodiösen Lieder aus der mongolischen Steppe in die Hauptstadt Peking getragen hat. Neben den traditionellen Instrumenten wie der Laute Tobshuur oder der Pferdekopfgeige ist die Instrumentierung nicht anders als die jeder anderen Rockband dieser Welt: Bass, Gitarren, Schlagzeug. Es sind die Melodien, der sehnsüchtige Klang der Geige, und immer wieder der Ober- und Unter-Ton-Gesang, welcher ganz klar die geografische Herkunft der Band markieren.
Die Ansagen kamen selbstbewusst in Chinesisch, oder aber in sehr trockenem, sympatisch-hölzernen Englisch daher – mit der Zeit kannte man die Hauptinhalte der Songs: Liebe, Feste und schöne Pferde. Als Hanggai als zweite Zugabe dann nochmals ihren «Drinking Song» anstimmten, hob auch das Kremser Publikum bei jedem Refrain begeistert das Glas (resp. den Becher): «Hey!»
Am 1. August geht das Festival 2010 mit «Wilden Balladen» zu Ende, Infos dazu unter www.glattundverkehrt.at, Radiosendungen auf Ö1, und die Slideshows der vergangenen Abende hier (Mittwoch, Donnerstag, Freitag).
Los Gaiteros de San Jacinto, Cimarrón, La Revuelta
31. Juli 2010
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Das Festival Glatt und Verkehrt lud zu einem Abend mit «Ritmos de Colombia». Ein Abend der zeigte, wie viel Musik aus diesem riesigen Land es noch zu entdecken gibt: Von den charmanten Geschichten-Erzählern aus der Pazifikregion, zu den stampfenden Tänzen aus den Llanos des Ostens, bis zu den urbanen Grooves aus dem Schmelztiegel Bogota.
Charme und orchestrale Verve
Eröffnet wurde der Abend von Los Gaiteros aus San Jacinto, die Volkskultur ohne irgendwelche Patina präsentierten. Dass Tradition nicht vor Erfolg schützt, erfuhr diese Band, als sie 2007 einen Grammy erhielt. Angetrieben wird die Erzähl-Musik von kräftiger Perkussion und indianischen Flöten (Gaitas). Schade dass mein Spanisch nicht so gut ist, dass ich den Texten auch wirklich folgen konnte, denn der quicklebendige, über 70jährige Chef und Sänger Juan Fernandez, würzte seine Geschichten-Lieder mit sehr viel Schalk – und wohl auch mit Episoden, die manch eine Dame erröten liessen.
Die gefeiertste Band des Abends war Cimarrón, Vertreter des Joropo, eines Musikstil aus dem Osten des Landes. Wie der Leader der Band, der Harfenist Carlos Rojas beschrieb, entspricht sie der Mentalität der Einwohner: Harte Schale, weicher Kern. Die Tänze sind stampfend und schnell, die Lieder herausfordernd und kräftig. Die Arrangements der Lieder liess viel Platz für Improvisation und Soli. Das führte zu ausschweifenden Passagen, die aber dank der enormen Virtuosität der Instrumentalisten nie in irgendwelche Selbstgefälligkeit abdriftete.
Aus dem Schmelztiegel Bogota
Die Mitglieder von La Revuelta kommen aus ganz unterschiedlichen Gegenden Kolumbiens. Entsprechend vielfältig sind die Soundfarben der Band: Harte Gitarrentöne beissen sich durch komplexe Afro-Rhythmen, die Klarinette tänzelt um die Wechselgesänge der Front-Ladies, und zwischendurch rapt und reimt sich ein MC durch die dicht gewobenen Grooves. Den Herztakt der Musik schlägt eine Marimba, und wer nicht mitwippt oder -tanzt, nickt mindestens mit dem Kopf. Auch wenn die Dynamik über die volle Konzertlänge etwas gleichförmig ist, macht die Band das mit jugendlichem Feuereifer wieder wett.
Das Festival Glatt & Verkehrt dauert noch bis Sonntag, 1. August, Infos gibt’s hier, einzelne Konzerte auf Ö1 liver oder als Mitschnitte, und hier die Slideshows vom Donnerstag (Rumble in the Jungle) und Mittwoch (Grenzenlose Verwandtschaften).
Urbain Philéas & Famille Lélé, Keziah Jones (solo), Staff Benda Bilili
30. Juli 2010
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«Rumble in the Jungle» hiess das Thema des zweiten Konzert-Abends in Krems, frei angelehnt an den legendären Boxmatch zwischen Muhammad Ali und Joe Frazier in Kinshasa 1974. Einer der ganz wenigen, der das Motto nicht begriffen hatten, war der Wettergott, denn statt tropische Temperaturen hatte er bloss die Feuchtigkeit gebucht – die Temperatur vergass er.
Paolo Angeli & Hamid Drake, Faiz Ali Faiz & Titi Robin
29. Juli 2010
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Mit «grenzenlose Verwandtschaften» war der Abend betitelt. Wie unbeschwert sich Musik über Grenzen hinweg setzen kann, bewies denn auch der erste Konzertabend am 14. Festival Glatt und Verkehrt in Krems an der Donau. Ein Schlagzeuger aus Chicago, ein experimenteller Gitarrist aus Sardinien, ein Saitenvirtuose aus Frankreich und ein Qawwali-Sänger aus Pakistan setzten genau dieses Motto um.
Afro-Pfingsten Festival, 23.5. – Acoustic Africa & Women Voices
24. Mai 2010
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Für einmal stimmten auch die Aussentemperaturen zum Tagesthema – Afrika war angesagt. Und erstaunlich viele Leute kamen bereits um 13.30h in die Sulzerhalle in Winterthur. Sie sahen einen grandiosen Bassekou Kouyaté und mit seiner Band Ngoni Ba ein treibendes, kompaktes Ensemble. Blick Bassy brachte die leicht süsslichen Lieder aus der Grenzregion zwischen Paris und seiner Heimat Kamerun nach Winterthur.
Afro-Pfingsten Festival, 22.5. – Noche Latina
23. Mai 2010
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Los ging es mit Latin-Sounds aus Bern. Chica Torpedo tauften ihre neuste CD «Chauti Füess un es warms Härz» – wobei die Füsse durchaus bereits in Tanztemperatur kamen. Mercadonegro überzeugten durch enorme Spielfreude, Virtuosität und wirkten wie eine gefährliche Grippe – hoch ansteckend!
Papy Sanchez und Rodry-Go! lieferten dann Festzelt-Glamour: Stampfende Beats, Showgirls und Machismo pur – etwas gar platt. Die grosse Kelle Nostalgie lieferte das Orquesta Buena Vista Social Club: Auch wenn der Name noch immer klingt, die Patina blättert ab. Dem Charme des hochprofessionellen Grossorchesters und seiner Solisten kann man sich aber kaum entziehen, das Publikum feierte sie dementsprechend.
Chic Quib Town aus Kolumbien wirbelten das – auch an diesem Abend leider nicht so zahlreiche – Publikum nochmals kräftig durcheinander: Afrorhythmen aus Kolumbien und HipHop-Reime im Ultratempo setzten die Extremitäten der Zuhörer nochmals in Bewegung – ja auch die Arme, denn am Schluss gab’s sogar noch ein Tänzchen.
Afro-Pfingsten Festival, 21.5. – Roots & Reggae
22. Mai 2010
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In der Halle 53 in Winterthur wurden am ersten grossen Konzertabend des Afro-Pfingsten Festivals schwere Töne geboten: Während sich Takana Zion noch mit einem kleineren, aber enthusiastischen Fanpublikum begnügen musste, bekamen die treuen Freunde von Sly & Robbie bereits die Ohren voll.
Aber mindestens am Anfang des Konzertes nicht voll mit Sound, sondern vor allem voll mit Noise, Subbässen und Spielereien. Spätestens aber als die Sänger die Bühne betreten durften, gab’s dann wieder Musik. Bitty McLean, die neuste Produktion der beiden Reggae-Produzenten, bot allerdings weniger Reggae als Soul- und Flower-Power-Nummern im Reggae-Gewand.
Die Skatalites ziehen mit ihrem klassischen Repertoire und einer jüngeren Truppe durch die Lande: etwas nostalgisch wurde es einem bei den «Hits from Studio 1». Die Ras Ites boten den beiden Sängern Mykal Rose und Andrew Tosh ein solides musikalisches Fundament. Das Repertoire von Andrew bestand zum grösseren Teil aus Songs aus dem Fundus seines Vaters, Peter Tosh. Der Abschluss: ein richtiger Preacher-Man, dieser Max Romeo. Wie sagt man: Alte Liebe rostet nicht. Hier bleibt sie sogar blitzblank poliert.


