Boukman Eksperyans – Kalfou Danjere

10. Februar 2010  
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Vodoun-Rythmen, politischer Klartext und Karneval – das ist die musikalische Mixtur der Truppe aus Port-au-Prince, mit der die Welt in den 90ziger Jahren ein Haiti abseits der Karibik-Idylle entdeckte.

Boukman Experyans stehen oft im politischen Rampenlicht. Sie sind auch die bekanntesten Vertreter von «Mizik Rasin», jener Stilrichtung, welche die Rhythmen der Vodoun-Zeremonien mit Rock’n’Roll und Reggae kombinierten. Jimi Hendrix und Bob Marley sind die Patrons dieser Musik. Und möglich wurde diese Musikform erst, als die Diktatoren-Familier Duvalier verjagt wurde, und die Zeremonien wieder zugelassen waren. Allerdings ging es nicht lange, bis sich die Band auch mit den neuen Machthabern anlegte, die einzelne Songs gar verbieten liess («Fey»).

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Nuova Compagnia Di Canto Popolare – Medina

28. Januar 2010  
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In der fast vierzigjährigen Geschichte dieser Truppe ist «Medina» so etwas wie eine Wendemarke – aus einer Folktruppe wurde eine weltmusikalische Botschafterin.

Die Compagnia fand sich in den späten 60ziger Jahren, um die Folk-Tradition von Kampanien, der Gegend um Neapel, zu pflegen und zu bewahren. In diesen Späthippie-Zeiten hatte die Band eine grosse Anhängerschaft. 1992 formierte Corrado Sfogli eine neue Truppe und öffnete die musikalische Welt in den gesamten Mittelmeer-Raum. Es war die erste italienische Gruppe, die sowohl glaubhaft die damals noch neue Musiksparte der Weltmusik vertrat, als auch am Schlager-Wettbewerb von San Remo auftrat (mit «Pe’ Dispietto»).

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A World Out Of Time Vol. 1

10. Juli 2009  
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a-world-out-of-time-vol1Keine Musikproduktion aus Madagaskar hatte es bis 1991 geschafft, in den USA veröffentlicht zu werden. Mit dieser Compilation entdeckten nicht nur die Amerikaner ein neues, musikalisches Universum.

Es gibt wenig Länder auf auf der Erde, die so vielfältig an musikalischen Stilen und Harmonien sind, wie Madagaskar. Hier mischten sich polynesische, afrikanische, europäische und einheimische Einflüsse in ganz unterschiedlichen Mengenverhältnissen. Weil die Insel sehr zerklüftet ist, Reisen beschwerlich wenn nicht unmöglich waren, und Strassen lange fast gar nicht existierten, vermischten sich die Musikformen bis in die letzten Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts kaum. Je nach Region standen unterschiedliche Instrumente im Vordergrund: Valiha, Trommeln, Flöten, oder einfach der mehrstimmige Gesang.

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