Buena Vista Social Club
18. August 2010
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Mit diesem Album entdeckte die Welt erneut einen musikalischen Kontinent – und alles passierte wegen diversen Visa-Schwierigkeiten, ein paar Zufällen, einem amerikanischen Gitarristen und einem englischen Produzenten.
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Chan Chan / Dos Gardenias / Amor de Loca Juventud
Die Geschichte hinter diesem Projekt ist eine Aneinanderreihung von Zufällen. Nick Gold, Chef des World Circuit Labels, wollte eigentlich in Havanna kubanische und afrikanische Musiker für eine Aufnahme zusammenbringen. Die afrikanischen Musiker hatten aber Visa-Probleme, konnten nicht einreisen. In Havanna wartete bereits der amerikanische Gitarrist Ry Cooder. Und der ebenfalls eingeladene Juan de Marcos González, ehemals Leader von Sierra Maestra, stellte in jenen Wochen eine All Star Band der vergessenen Stars für sein Projekt «Afro Cuban All Stars» zusammen.
Sierra Maestra – Tibiri Tabara
13. März 2010
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Diese Produktion legte einen der Grundsteine, auf dem später der Welterfolg des «Buena Vista Social Club» stehen konnte. Nick Gold hatte schon anfangs der 90ziger Jahre den richtigen Riecher.
Sierra Maestra ist eine Band, die sich dem kubanischen «Son» verschrieben hat. Für viele ist der Son Cubano der 20ziger Jahre des letzten Jahrhunderts die Urform nicht nur der der kubanischen Musik. Der Son lebt im Rumba oder Mambo weiter, und im Moment ist gerade wieder mal ein Streit entbrannt, ob nun der Salsa als kubanischer Stil oder als amerikanische Musikentwicklung zu bezeichnen sei. Auf jeden Fall: Am Anfang stand immer der Son, und die Heimat des Son ist ein Bergrücken im Osten Kubas mit dem Namen Sierra Maestra.
Paban Das Baul & Sam Mills – Real Sugar
8. Februar 2010
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Gitarre, sorgfältige Electronica und die Folkgesängen der Baul treffen hier aufeinander. «Real Sugar» war 1997 eines der wegbereitenden Projekte für eine ganz Reihe von englisch-indischen Projekten.
Die Baul sind Wandermusiker und stehen sowohl in der Tradition der Sufi wie der Bhakti. Trance und Ekstase spielen in ihrer Musik eine wichtige Rolle. Paban zog als Jugendlicher mit seinem Vater durch Bengalen im Nordosten Indiens und wurde dort zum Baul. Sam Mills begann seine musikalische Laufbahn mit der Rocktruppe 23 Skidoo, die anfangs der 80ziger Jahre mit Versatzstücken aus ganz unterschiedlichen Weltkulturen experimentierten. Die Begegnung der beiden führte dazu, dass sich Sam intensiv für die Kultur der Baul interessierte. Er lebte auch mehrere Jahre in Bengalen, und lernte so seine spätere Partnerin kennen: Susheela Raman.
Mahmoud Ahmed – Soul of Addis
12. Dezember 2009
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Diese Stimme hat 30 Jahre lang die Musik Äthiopiens geprägt: Mahmoud Ahmed ist der Soulkönig von Addis, seine Auftritte sind legendär.
Die Lebensgeschichte könnte klassischer nicht sein: Ahmoud Ahmed musste sich und seine Familie die ersten zwanzig Jahre seines Lebens mit Schuhputz- und Laufburschen-Jobs über Wasser halten. Sein Glück war es, dass sein Arbeitseifer den Clubbesitzer des neuen Arizona Nightclubs gefiel, und er ihn nach Einrichtung des Clubs weiter beschäftigte. Und zum Glück wagte es der junge Mann, der Band hinter der Bühne mal vorzusingen – der Rest ist Legende. Er wurde Leadsänger diverser Bands, manchmal gleichzeitig, war bis nach 2000 immer wieder im Ausland unterwegs, doch er blieb seiner Heimat treu.
Te Vaka – Pacific Music
25. Juni 2009
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Te Vaka haben Neuseeland auf die Weltmusik-Karte gesetzt. Ihre erste CD ist unter verschiedenen Namen und mit unterschiedlichen Covers auf dem deutschsprachigen Markt erhältlich.
Wenn man von den Gesängen und Haka der Maori mal absieht, gelangte bisher kaum Musik aus Neuseeland bis zu uns nach Europa. Opetaia Foa’i und seine rund zehnköpfige Truppe Te Vaka haben diesen Mangel 1997 etwas verkleinert. Der Bandleader selber stammt aus Samoa, kam als kleiner Junge auf die Insel, und trat als 15jähriger mit seiner Coverband erstmals auf. Seine Favoriten damals: Joan Armatrading und Jimi Hendrix. Es dauerte aber noch eine ganze Weile, bis er zu den Melodien und Harmonien seiner Heimat zurückfand.



