Aynur – Nûpel

13. Mai 2010  
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Die stimmgewaltige Sängerin aus Anatolien setzte mit ihrem dritten Album 2005 erneut auf kurdische und türkische Lieder, obwohl gleichzeitig um das Vorgängeralbum juristisch gestritten wurde.

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Nesrin / Ez Keç Im (Ben Kizim) / Askin Sarabi

Das zweite Album von Aynur Doğan, «Keçe Kurdan» (2004), hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Nicht nur wegen der herausragenden Stimme der Sängerin, sondern weil sie sowohl in kurdisch wie in türkisch sang. Das begeisterte die Musikliebhaber, und erzürnte die Nationalisten. Es gab sogar ein Gerichtsurteil, welches die CD zwischenzeitlich aus den Verkaufs-Gestellen verbannte. Das Urteil wurde jedoch wieder aufgehoben. Auf der Website von Norient gibt es ein ausführliches Porträt der Künstlerin, in welchem sie auch die Geschichte dieser Juristerei erzählt.

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Geraldo Pino & The Heartbeats – Heavy Heavy heavy

9. Januar 2010  
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Funk der 60ziger und 70ziger Jahre aus Sierra Leone, welcher ganz Westafrika überrollte – Pino war der James Brown aus Freetown.

Geraldo Pino (eigentlich Gerald Pine) ist einer der vergessenen Helden der afrikanischen Musik. Er begann seine Karriere in den Nachtclubs von Freetown mit Covers von amerikanischen Hits und Rumbas aus dem Congo. James Brown war das eine grosse Vorbild, Franco das andere. Während andere Musiker aus seinem Umfeld den Highlife-Sound pflegten, war es für ihn der amerikanische Funk, gepaart mit  einheimischen Rhythmen. Einer seiner grössten Fans, und später fast sowas wie ein SChüler, war der junge Fela Kuti. Als Pino auf einer Westafrika-Tour nach Lagos kam, staunte Fela:

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Ilham Al Madfai – The Voice of Iraq

5. November 2009  
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ilham---the-voiceDieses Best Of-Album umfasst die bekanntesten Stücke eines Sängers, der Bagdad verliess – verlassen musste – um die Musik seiner Heimat neu zu entdecken.

Wer Ilham heute sieht und hört kann sich kaum vorstellen, dass dieser bescheidene ältere Herr der erste Rocker seiner Heimat Irak war. In den 60ziger Jahren des letzten Jhd. waren die Beatles seine Helden, «The Twisters» seine erste Band in Bagdad. Als er in London Architektur studierte, war er ebenso oft musizierend im Cafe Bagdad anzutreffen wie an der Uni. Georgie Fame gab ihm dort den Rat, doch die Engländer ihre Beatles-Songs singen zu lassen. Er aber solle  die Lieder seiner eigenen Kultur interpretieren.

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Djelimady Tounkara – Solon Kôno

9. Oktober 2009  
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djelimady-tounkara---solon-konoEiner der grössten Gitarristen Malis spannt mit jungen Kollegen und SängerInnen  zusammen, um seine Version von Mali-Pop zu kreieren.

Er hätte mal Schneider werden wollen, die Musik war dann aber doch stärker. Und Djelimady Tounkara war denn auch bald ein gefragter Musiker, wurde als Rhythmus Gitarrist ins National Orchester von Mali berufen. Als in den 70ziger Jahren die Musikszene Malis durch turbulente Zeiten ging, ersetzte er als Lead-Gitarrist Mory Kanté in der «Rail Band», weil dieser seinerseits Nachfolger von Salif Keita als Lead-Sänger wurde. Bis heute blieb er der «Rail Band» treu, steuerte nebenher aber auch eine Solo-Karriere an, die ihm einen BBC World Music-Award im Jahre 2001 einbrachte.

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Mercedes Sosa – Corazón libre

7. Oktober 2009  
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mercedes-sosa---corazon-libreEine Gitarre, einen Bass oder etwas Perkussion – mehr brauchte Mercedes Sosa nicht, um ihre Lieder zu einem Hörerlebnis zu machen.

Unter dem Label «Nueva Canción» schufen die Liedermacher Südamerikas anfangs der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts eine eigene Musiksprache. Sie sangen vom harten Leben, der Ungerechtigkeit und dem Leid, zugefügt durch Repression und Politwillkür der Militärdiktaturen. Einige Musiker starben, so der Chilene Victor Jara. Andere wurden ins Exil getrieben, wie die Brasilianer Caetano Veloso oder Gilberto Gil. Mercedes Sosa war eine der argentinischen Stimmen des Nuevo Canzión. Auch sie lebte einige Jahre in Paris und Madrid im Exil.

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Susheela Raman – Music For Crocodiles

12. September 2009  
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susheela-rama-crocodilesDas dritte Album von Susheela Raman findet eine Balance zwischen englischer und indischer Kultur. Ein jazziges Popalbum mit anhaltender Frische.

Entstanden ist es in London und Madras. Wobei Susheela auf ihrer Site schmunzelnd meint, dass diesmal indische Musiker englische Songs interpretierten. Sie selber stammt aus einer südindischen Familie, wuchs in England und Australien auf. Schon als Kind stand sie auf der Bühne und sang klassische indische Melodien. Als Teenager richtete sie ihre Aufmerksamkeit mehr auf den Blues. Bereits das erste Album «Salt Rain» (2001) zeigte eine Musikerin, die mühelos und angstfrei zwischen den Kulturen und Stilen tanzte.

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Cheikh Lô – Lamp Fall

4. Juni 2009  
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cheikh-lo-lamp-fallLängst hat sich Cheikh Lô aus dem Schatten seines Förderers Youssou N’Dour heraus gespielt. Das dritte Album  zeigt einen Künstler, der Afrika und Südamerika zusammenbringt.

Mit Schule hatte der junge Cheikh nichts am Hut, lieber war er hinter all den Trommeln, den Perkussions-Werkzeugen oder einer Gitarre her. Während seinen Lehr- und Wander-Jahren als Perkussionist eignete er sich die Stile von Senegal, die ganze Westküste Afrikas runter, bis Nigeria an. Wissen, das ihm später als Session-Drummer in Paris sehr dienlich war. Ein Fixpunkt in seinem Leben ist seine tiefe Gläubigkeit. Aus einer Familie von Marabouts kommend, schloss er sich der muslimischen Glaubensrichtung Baye Fall an.

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Kronos Quartet & Asha Bhosle – You’ve stolen my heart

18. Mai 2009  
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kronos-bhosleEines der kreativsten Quartette der westlichen E-Musik begeistert sich für die indische Soundtracks, und holt mit Asha Bhosle eine der singenden Legenden des indischen Films wieder ins Studio. Eine Sternstunde.

Asha Bhosle und ihre ältere Schwester Lata Mangeshkar waren beinahe drei Jahrzehnte lang die führenden Sängerinnen der indischen Filmindustrie. Unter Fans von Bollywood-Soundtracks läuft im Moment eine freundliche Diskussion, wer der „bessere“ Komponist sei: A.R. Rahman, der mit «Slumdog Millionaire» gerade Oscar und Grammie-Ehren eingefahren hat. Oder R.D. Burman, der in den 70er und 80er Jahren die Ohrwürmer für Asha komponierte (und auch ihr Ehemann wurde). Das Gemeinsame der beiden Komponisten ist wohl, dass sie ihre Klangwelten nicht einschränkten.

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Axel Krygier – Zorzal

6. Mai 2009  
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axel-krygier-zorzalEine Zorzal ist eine Drossel – und der argentinische Multiinstrumentalist ist echt ein etwas schräger Vogel.

Axel Krygier ist nicht der erste südamerikanische Musiker, der gerade dadurch auffällt, dass er in keine der gängigen Musikschubladen passt. Sein Mix beinhaltet elektronische Basteleien, Jazzläufe, Samples aus allen Weltgegenden dieses Planeten, Bläser wie aus den frühen Prince-Produktionen und eine Coolness, die ihresgleichen sucht. Ab und zu verirrt er sich etwas gar tief in den Soundlabyrinthen – aber er findet immer wieder heraus.

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Salif Keita – M’Bemba

26. Februar 2009  
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salif-keita-mbemba1Auf seinem Weg zurück zur Tradition lässt Salif Keita seine “goldene Stimme” noch heller strahlen. Je transparenter er seine Songs produziert, umso intensiver wird das Hörerlebnis.

Es ist, als würde Salif Keita erst jetzt, nach über 30jähriger Musikerkarriere, sein eigenes Potential wirklich anzapfen. Dabei hat der Malier schon mehrmals Musikgeschichte geschrieben. Schon nur die Tatsache, dass einer aus einem Herrschergeschlecht es wagte, Musik zu machen. Und dann noch als Albino. Doch schon die Anfänge bei der Rail Band in den 70ziger Jahren zeigten: hier wächst nicht nur eine der schönsten Stimmen, sondern ein begnadeter Komponist und Arrangeur. Die nächsten Stufen waren steil: Abidjan, Europa, Amerika. Er spielte mit Rockern und Jazzern, mit Leuten wie  Joe Zawinul, Carlos Santana, Wayne Shorter. Seine Musik wurde von Platte zu Platte dichter, und auch schwerer.

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