The Very Best of Éthiopiques
21. August 2010
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Die Éthiopiques-Serie trägt seit rund fünfzehn Jahren die wunderbaren Soul- und Jazz-Songs Äthiopiens aus den 60er und 70er Jahren in den Westen. Dies ist das Best of Album einer Ära.
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Mulatu Astatqé: Yèkèrmo Sèw / Girma Bèyènè: Enken Yelelebesh / Alèmayèhu Eshèté: Tchero Adari Negn / Tlahoun Gèssèssè: Sema
Francis Falceto begann Ende der 90er Jahre seine musikalischen Entdeckungen aus dem Äthiopien in einer CD-Serie auszubreiten. Äthiopien war bis dahin erst von ganz wenigen Weltmusik-Spezialisten als Schatzkammer entdeckt worden. In den 60er und 70er muss eine seltsame kulturelle Stimmung geherrscht haben: Hier das bröckelnde Kaiserreich von Haile Selassie I., dort der Einfluss des musikalischen Aufbruchs im Westen, mit Musikern wie James Brown oder Otis Redding. In den Städten entwickelte sich in kurzer Zeit eine Szene, die Musiker hervorbrachte, die den Soul- und Jazzgrössen des Westens ebenbürtig waren – doch ausserhalb Äthiopiens kannte sie kaum jemand.
Verschiedene InterpretInnen – Sevdalinka
10. Juli 2010
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In die musikalische Familie von Blues, Fado, Morna oder Tango gehört unbedingt auch Sevdalinka. Dieser Sampler mit Melodien aus Bosnien-Herzegowina und dem weiteren Balkan ist wie eine Beweisführung.
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Avdo Lemeš feat. Theodosii Spassov: Sinoć sam ti, Safo, Dvoru dolazio / Jadranka Stoković and Natsuko Kido Duo feat. Naoki Kita: Što te nema / Muammer Ketencoğlu: Pokraj Vrela Ploća B’jela Mermera
Egal ob aus dem Delta des Mississippi oder von den Küsten der Kapverden, die Sehnsucht ist fühlbar, weit über die Sprache hinaus. Dieses musikalische Herzweh und die Sehnsucht geht direkt vom Ohr ins Herz. Die Namen der Interpreten werden den wenigsten etwas sagen, die besungenen Gefühle jedoch versteht jeder. Das zeigen Interpretation aus dem Herkunftsgebiet aber auch aus Deutschland oder der Türkei.
Spanish Harlem Orchestra – United We Swing
1. Juni 2010
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Wenn hohes Traditionsbewusstsein auf hohe Musikalität und unverkrampfte Produktion trifft, entsteht so was wie Neu-Altes – in diesem Fall ein Salsa-Feuerwerk.
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Llego La Orquesta / Sacala Bailar / Plena Con Sabor
Das Spanish Harlem Orchestra ist angetreten, in die Fussstapfen von Legenden zu treten. Liest man, was die Presse über die Truppe schrieb, werden Vergleiche mit den ganz Grossen gezogen: Tito Puente oder Fania All Stars. Dabei ist die Truppe gerade mal einige Jahre alt – gegründet 2000, drei Produktionen auf dem Buckel, Grammy und andere Preise bereits in der Tasche. Auf dieser Produktion hier erinnert sich die Band an die Herkunft ihrer Musik, lässt aber keine Nostalgie-Schwelgerei zu.
Alpha Blondy – Jah Victory
27. Mai 2010
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Sicher eines der besten Alben in der langen Karriere der Reggae-Ikone von der Elfenbeinküste. Für den Sound mitverantwortlich zeichnet der Bob-Marley-Weggefährte Tyron Downie.
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Sankara / Ne tirez pas sur l’ambuance / Ikafo
Alpha Blondy hat in den vergangenen 30 Jahren 17 Alben veröffentlicht. In dieser Zeit war er nicht nur als exzellenter Songschreiber aufgefallen, sondern auch als einer, der Klartext redete. Trotz seinen klaren Anklagen an die Mächtigen und Macht-Missbrauchenden dieser Welt war er auch ein anerkannter Vermittler und Friedensaktivist. Spiritualität ist eine weitere Quelle seiner Arbeit. Mit diesem Album verabschiedete er sich 2007 aus einer selbstgewählten Produktionspause: In seiner Heimat herrschte Bürgerkrieg und erst nach Unterzeichnung des Waffenstillstands begab er sich wieder ins Studio.
Bratsch – Plein Du Monde
19. März 2010
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Sie sind Nomaden der Harmonien, Fahrende zwischen den Kulturen. In dieser Produktion laden die Franzosen Freunde aus allen Windrichtungen ein – ein Fest.
Das Repertoire dieser Truppe, die nun seit über 30 Jahren Lieder aus allen Kulturkreisen interpretiert, ist wie ein Liederbuch Europas und des Mittelmeerraumes. Balkangrooves, Klezmertöne, französisches Chanson, die Melodien der Gypsies, die Sehnsucht des Meeres und die Freiheit des Jazz – alles ist dabei. Nach Jahrzehnten des kreativen Wilderns haben Bratsch einige Weggefährten eingeladen, Musiker, die vom selben Virus gepackt sind wie sie: Grenzenfreies singen und musizieren.
Le Trio Joubran – Majâz
25. Februar 2010
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Die drei Brüder aus Ramallah haben sich mit Haut und Haar der Oud verschrieben, und diese Leidenschaft ist aus jedem Ton heraus zu hören.
Samir, Wissam und Adnan Joubran stammen aus einer alt-ehrwürdigen Oud-Macher und -Spieler-Familie. Wenn es nur nach dem Vater gegangen wäre, hätte lediglich Samir die Familientradition fortgeführt. Aber Wissam legte jeweils seine Geige nach dem Unterricht schnell beiseite, um auf dem Instrument des Bruders zu spielen. Und auch der Jüngste, Adnan, liess mit fünfzehn Jahren seinen Trommeln und Rasseln liegen und griff in die Saiten. Er war es auch, der die Idee eines gemeinsamen Projekts aufbrachte. Im August 2004 hatten sie ihren ersten Auftritt als Trio. Seither eilen sie von einem Erfolg zum nächsten.
Miquel Gil – Eixos
20. Februar 2010
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Eine rauhe und doch warme Stimme, die gleichermassen von den Emotionen wie von den Tönen lebt, und die Wärme des Mittelmeers und seiner Orangenbäume – das ist Miquel Gil.
Gil ist in der katalanischen Tradition aufgewachsen, und hat den Einstieg in die Welt der Töne über die Rockmusik gefunden. Als Bassist und Perkussionist fing er an, bis er merkte, dass die Stimme sein sicherstes und wirkungsvollstes Instrument ist. Er begann aus den Musik-Quellen im gesamten Mittelmeerraum zu schöpfen: Griechenland und sein Rembetiko, Algerien und der Raï, die Polyphonien der Inseln und der italienischen und französischen Küstenregionen. Electronica, archaische Instrumente, Theatermusik, Filmsoundtrack – Gil komponierte und experimentierte auf allen Ebenen.
Egschiglen – Gereg
23. Dezember 2009
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Gereg heisst die silberne Identitätsmarke, welche auf dem Cover abgebildet ist – eine Identitätsmarke welche den Besitzer in den Zeiten Dschingis Khans der gültige Reisepass war.
Die Musiker von Egschiglen haben diesen Pass nun schon seit fast zwei Jahrzehnten rege benutzt. Ursprünglich wurde die Truppe von vier Studenten des Konservatoriums von Ulan Bator gegründet. In der Nähe von Nürnberg (Röthenbach) fanden sie eine zweite Heimat, und pendeln seither zwischen ihren beiden Heimaten hin und her. Aus dem Quartett ist durch den Zuzug von zwei Musikerinnen (Gesang, Perkussion) ein Sextett geworden.
Elina Duni – Baresha
20. Oktober 2009
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Ein nicht ganz einfaches Album das aktives Zuhören fordert, weil die beiden tragenden Säulen Volksmusik und Jazz sind.
Elina Duni stand bereits als Kind auf der Bühne zu einer Zeit, als ihre Heimat Albanien noch von der Welt abgeschottet war. Als junges Mädchen und nach ihrer Reise in die Schweiz entdeckte sie, dass es noch ganz andere Musik gibt als die traditionellen Volkslieder. Sie liess sich von Janis Joplin und Miles Davies beeinflussen, lernte von den französischen Chanson-Meistern Leo Ferré und Serge Gainsbourg. Heute studiert sie Komposition und Gesang.
Å aban Bajramović & Mostar Sevdah Reunion – Å aban
17. Oktober 2009
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Die Produktion bringt Lieder aus der grandiosen Tonspur des Lebens von Šaban Bajramović, den die Welt auch als «World King of Gypsy Music» kannte.
Der Vergleich drängt sich auf, denn die Produktion bringt Songs, die der grosse Sänger Ṧaban Bajramović zusammen mit der Mostar Sevdah Reunion für einen Dokumentarfilm über sein Leben einspielte. Der Film wurde im Frühling 2007 in Belgrad uraufgeführt. Für die Balkan-Zigeuner – Å aban beharrte auf dieser Bezeichnung, er wollte kein Roma sein – war er schlicht der Grösste. Wer mit ihm zusammen im Studio oder auf der Bühne singen konnte, war damit musikalisch geadelt. Er starb am 8. Juni 2008 in seiner Heimatstadt NiÅ¡.






