Martha Mavroidi – The Garden Of Rila

5. September 2013  
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Martha Mavroidi sagt von sich selbst,  sie wäre am liebsten ewig Musikstudentin geblieben denn es gebe soviel zu lernen, zu entdecken. Dieses Album ist ein Blick ins Logbuch dieser Entdeckungsreise.

Die Griechin ist eine Meisterin der Lafta. Das viersaitige Instrument ist verwandt mit der arabischen Oud. Die Türken behaupten es sei griechisch, und die Griechen bezeichnen es als “Laute aus Istanbul”. Neben der Virtuosität auf dieser Laute besitzt Martha eine glockenreine Stimme und sie singt mit viel Emotion aber ohne Pathos.

Martha kann sich kaum entscheiden was für sie der wichtigere Einfluss während ihrer Lehrzeit war: die Musik der gesamten Balkanregion, der Rembetiko vor der Haustüre oder die Lieder aus dem fernen Aserbaidschan, die sie vor allem in türkischen Versionen kenne lernte. Hier, auf ihrem Erstling, stellt sie den Balkan in den Vordergrund. Die Songs klingen wie aus einem alten Liederbuch, sind aber alles neue Kompositionen.

Wollen sie Griechenland und den Balkan kennen lernen? Diese CD ist ein wunderbar musikalischer Fremdenführer weit abseits der ausgetretenen Pfade und Klischees.

Rating: ★★★★☆ 

Ballaké Sissoko & Vincent Segal – Chamber Music

28. Dezember 2011  
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Zwei musikalische Welten, die sich unverkrampft aufeinander einlassen, die ihre Instrumente miteinander spielen lassen, fast absichtslos und mit offenen Ohren für den Fluss der Melodien.

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Oscarine, Wo Yé N’Gnougobine, Ma-Ma FC

Ballaké Sissoko, tief verwurzelt in seiner heimatlichen Griot-Tradition, ist ein Fremdgänger. Er liebt es sich mit seiner Kora auf fremde Stile und Musikanschauungen einzulassen: Blues mit Taj Mahal, Minimal Music mit Ludovico Einaudi, iranische Rhythmen mit dem Trio Chemirani, oder eben freie Improvisation mit dem Cello von Vincent Segal. Dieser wiederum kennt auch keine Grenzen ausser die seines eigenen Instruments. Seine musikalischen Spannweite reicht von der europäischen Klassik bis in die Trip Hop Welt z.B. von Bumcello.

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Lucas Santtana – Sem Nostalgia

26. September 2011  
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Samba und Bossa Nova durch Loop- und Dub-Schlaufen geschickt, und akustische Sounds, die so lange in die digitalen Marinade eingelegt wurden bis sie von Melodie zu Rhythmus mutierten.

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Super Violão Mashup, Cira Regina e Nana, I can’t live far from my music

Für uns Europäer ist Lucas Santtana noch zu entdecken. Zuhause in Brasilien gehört er seit rund zehn Jahren und mittlerweile vier Alben zu jenen Musikern, die einen der Motoren der südamerikanischen Musik neu angeworfen haben: Die Verschmelzung, die Integration von neuen Stilen und Sounds in die bereits bestehende Vielfalt. Als Bandmitglied und Studiomusiker von Leuten wie Caetano Veloso oder Gilberto Gil war er ausgiebig dem Tropicalismo-Virus ausgesetzt. Als einer der jungen Generation pflegt er das Spiel mit der Elektronik und mit  Sounds, wie man es auch von CéU, Beto Villares oder Curumin kennt.

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El Tanbura – Friends of Bamboute

19. Juli 2011  
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El Tanbura ist einerseits eine Bandgeschichte von Musikern aus Port Said, andererseits die Geschichte der Simsimiyya, einem Leier-Instrument, das auf der Sinai-Halbinsel und an den Ufern des Roten Meeres die Lagerfeuer-Geschichten der Beduinen begleitete.

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Friends of Bamboute, Noh El Hamam, Lally

El Tanbura ist auch die Geschichte von Zakaria Ibrahim, der sich aufmachte, die schon fast vergessenen Lieder der Nach-Weltkriegs-Zeit wieder zu entdecken. Lieder, die selber schon eine Fusion waren zwischen Sufisongs, meistens von Trommeln begleitet, und den Beduinen-Geschichten, die zu den Tönen der Leier erzählt wurden. Blütezeit dieser Musik war während der Suez-Krise in den 50er und dem Sinai-Krieg in den 60er Jahren. Das Repertoire ging im Zug der Digitalisierung der Musik, resp. wegen der Alleinunterhalter mit ihren elektronischen Keyboards inkl. Rhythmusmaschinen fast verloren.

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Amazigh Kateb – Marchez Noir

22. Juni 2011  
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Amazigh hat seine verschiedenen Herkünfte wunderbar verbunden. Die Welt der Berber, der Gnawa, von Chaabi bis zum Raï und ein rechter Schuss Frankreich ist hier zu einem sehr stimmigen Ganzen zusammen gekommen.

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Bonjour, Amral’guerba, Dounia

Amazigh Kateb konnte diese Welten schon früher mit seiner Band «Gnawa Diffusion» verbinden. Seit Anfang der 90er Jahre mischte er seine persönliche Herkunft, sein kulturelles Erbe mit den Sounds denen der neuen Heimat Frankreich zusammen. Und ein Schuss Raggamuffin durfte auch dabei sein. Schon immer texte er seine Songs in französisch, arabisch und englisch. Nach sechs Alben war dann aber 2007 Schluss, resp. Anfang  für die Solokarriere von Amazigh.

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Intocable – Classic

11. März 2011  
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Tejano und Norteño Sounds aus Zapata, Texas. Die Grammy-Gewinner lassen gerne Herzen schmelzen und Beine zucken.

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Rompiendo El Retrato, Capulito De Rosa, Eso Si Nunca Podras

Zapata scheint ein etwas verlorenes Städtchen im südlichen Texas direkt an der mexikanischen Grenze zu sein. Und wenn man schon verlorenen in der Pampa wohnt, ist Musik machen eine der besseren Möglichkeiten die Zeit zu vertreiben. Das sagten sich auch Ricky Muñoz und René Martinez anfangs der 90er Jahre. Mittlerweile ist Intocable eine der stilprägenden Tejano-Truppen und doppelter Grammy-Gewinner: 2005 für ihr Album «Intimamente», und 2010 für «Classic».

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Mitsoura – Dura Dura Dura

18. September 2010  
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Ein Gypsy-Electronica Projekt, angeführt von einer einzigartigen Stimme – Mitsoura ist wohl eine der abenteuerlichsten Bands Ungarns.

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Sat Bhayan, Rumelaj, Pundela

Vielleicht gibt die Instrumentierung ein bisschen eine Idee, wohin die musikalische Reise geht: Sax, Sitar, Computer, Tabla, Zymbal, Gadulka, Keyboards, Kalimba – und im Zentrum eine ganz eigenartige Stimme. Frontfrau Mitsou ist seit den 80er Jahren eine bestimmende Grösse in Ungarns Musikwelt. Zusammen mit Jeno Zsigó führte sie die Roma-Truppe Ando Drom. Als Gastsängerin ist sie im ganze Balkanbereich gerne gesehen, so u.a. bei den Aufnahmen für das Tribute-Album von Fanfare Ciočarlia: Queens and Kings.

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Africa Boogaloo – The Latinization Of West Africa

6. September 2010  
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Die enge musikalische Beziehung zwischen Kuba und Westafrika war schon Thema für manchen Sampler. Der hier vorliegende schürft etwas tiefer.

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Pedro Gnonnas: Adigbedoto / Orchestre N’Guewel: Mi Guajeo / Orchestre Baobab: On Verra Ca

Das Label Honest Jons ist bekannt dafür, Ungewohntes, Ungehörtes und manches Sammelstück neu zu entdecken oder wieder zugänglich zu machen. Es reiht sich damit ein in die Gilde der neueren Labels wie Soundway oder Analog Africa, welche die analogen Musikschätze des letzten Jahrhunderts aus dem Süden in die digitale Welt und ins Heute retten. Für Africa Boogaloo hatten der Promotor Mark Wimmers und Mark Ainley vom Label ihre Qual der Wahl.

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Enzo Avitabile – Napoletana

14. August 2010  
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Ein wunderbares Album! Auf der Suche nach Worten hat der Cantautore Lieder geschaffen, die neu sind, doch so vertraut, als würden sie seit eh und je zum Liederbuch Neapels gehören.

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Malincunia / Beneditta Sia / Amaro Nunn’ess’a Essere Maje

Enzo Avitabile schafft als Cantautor, Komponist und Musikethnologe Neues, indem er Altes entdeckt. Er sucht nach den Traditionen der Musik seiner Heimat, und kommt dabei der musikalischen Seele Neapels immer näher. Diese lebendige Verknüpfung von Tradition und modernem Lied liess in schon 2004 die Kunst der Bottari neu entdecken, das Album «Salvamm’ ’o munno» schreiben. Dann wandte er sich der klassischen Musik, später der Kirchenmusik zu, und er schrieb gar eine klassische Sinfonie.

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Le Trio Joubran & Mahmoud Darwich – À l’ombre des mots

28. Juli 2010  
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Video und Tonspur eines Gedenk-Konzertes, in dem die drei Oud-Musiker die Gedichte eines der grössten Dichters des palästinensischen Volkes, Mahmoud Darwich, in ihre Musik einbetten.

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Ausschnitt aus «Le lanceur de dés»

Mahmoud Darwich war einer der bedeutendsten, arabischen Poeten des letzten Jahrhunderts. Er starb am 9. August 2008  in Houston nach einer Herzoperation. Das hier aufgezeichnete Konzert fand knapp einen Monat später im palästinensischen Ramallah statt. Zu hören ist die Stimme des Poeten, einige seiner Gedichte vortragend, umrahmt von Stücken aus dem Repertoire der drei Oud-Virtuosen. Es sind mehrheitlich Stücke aus dem letzen Studioalbum «Majaz».

Darwich und die Joubrans, die Gedichte und der Klang der drei Ouds, das war eine Vortragsform, welche der Poet und die Musiker in den letzten Jahren des Dichters immer mal wieder live auf die Bühne gebracht hatten. Die drei Ouds und die Perkussion begleiten den Dichter durch seinen Vortrag, untermalen und und folgen dem Sprecher in Tempo und Ausdruck. Als würden dieselben Gefühle mal in Worten mal in Musik ausgedrückt. Selbst wenn man kein Arabisch versteht, die Verbundenheit von Wort und Musik ist deutlich hörbar. Die CD ist für die Joubrans wohl eine Art Abschied von ihrem Freund.

Hier ist ein ausführliches Interview mit Mamoud Darwich, in dem die politische wie die poetische Seite des Dichters zum Vorschein kommen.

Die Homepage des Dichters mit Texten in Arabisch und Englisch.

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