Yasmin Levy – Sentir

9. März 2010  
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In den letzten zehn Jahren ist Yasmin Levy zu einer Leitfigur der Ladino-Musik geworden. Auf dem aktuellen Album hat Produzent Javier Limón leider die dramatische Seite der Sängerin etwas gar stark überzeichnet.

Die ladinische Musiktradition, diese Stilmischung aus maurischen, jüdischen, und spanischen Quellen hat dank Sängerinnen wie Yasmin Levy in den letzten Jahren ein neues Publikum gefunden. Eine wichtige Würze in diesem Musikmix brachten die Gypsies mit. Sie halfen nicht nur mit, in den folgenden Jahrhunderten den Flamenco auszuformen, sondern verbreiteten als Fahrende, zusammen mit den vertriebenen Juden, die Melodien auch im ganzen Mittelmeerraum.

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Show of Hands – Arrogance, Ignorance and Greed

27. Februar 2010  
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Das 23. Album haben Show of Hands wieder etwas mehr auf der folkige Seite ihres Musikspektrums produziert.

Steve Knightley und Phil Beer sind Schwerarbeiter: Mindestens ein Album erscheint pro Jahr. Und Show of Hands gelten als einer der heissesten Live-Acts überhaupt auf der englischen Insel. Nebenher pflegt jeder der beiden noch eine Solokarriere und ist für Studiojobs zu haben – ziemlich ausgebucht nennt man das wohl. Und das ausgerechnet mit einem Stilmix, der sich ganz bewusst zwischen die Genre-Definitionen setzt – irgendwo zwischen Folkrock und Roots-Pop (geht das überhaupt?). Mal wuchert die Formation zur Rocktruppe, mal wird sie abgespeckt zum Duo.

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Del Castillo – Del Castillo

22. Februar 2010  
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Vorwärtsstürmen, mit den Fingern auf rockenden Nylonsaiten, und die zartbittere Leidenschaft Mexikos in den Melodien – das ist das Grundrezept der Truppe aus Austin.

In den zehn Jahren ihrer Existenz hat die Band um die beiden Gitarristen Mark und Rick Del Castillo diverse Trophäen gesammelt. In ihrer Heimatstadt Austin wurden sie sowohl als beste «Latin Contemporary» als auch als beste «Latin Traditional Band» ausgezeichnet. Sie tourten mit Los Lobos, Willie Nelson oder Ozomatly. Mit Filmmacher Robert Rodriguez starteten sie das Nebenprojekt Chingon, und lieferten in dieser Formationen ein Stromgitarren-Neufassung von «Malagueña Salerosa», bekannt aus dem Soundtrack von Quentin Tarantinos «Kill Bill Vol. II».

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Kailash Kher & Kailasa – Yatra (Nomadic Souls)

19. Februar 2010  
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Bollywood goes West, oder ein indischer Superstar macht sich daran, mit Popmusik die Welt ausserhalb von Delhi und Mumbai zu erobern.

Die Geschichte vom Aufstieg von Kailash Kher ist das klassische Drama: Armer Junge eines Hindu-Priesters und Musik-Amateurs darf erst nicht singen, sondern soll Händler werden. Doch die Musik lässt ihn nicht los. Die Muse lässt ihn drei Jahre lang zappeln: Jingels und Werbesongs, produziert in der Filmmetropole Mumbai. Dann aber ging’s los: Dem ersten Filmhit «Allah ke Bande» (2003) folgten bis heute über 150 Soundtracks. Doch Playback-Sänger in Bollywood ist nur die eine Hälfte der Medaille.

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Salif Keita – La Différence

17. Februar 2010  
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Die lang erwartete neue Produktion der goldenen Stimme Malis ist ein Statement für Respekt und Menschenwürde ganz generell, und im speziellen für alle Albinos dieser Welt.

Keita ist der wohl berühmteste Albino Afrikas. Seit über einem Jahrzehnt setzt er sich für die Rechte und den Schutz aller Menschen ein, die mit dieser biologischen Anomalie leben müssen. Einer von 20’000 Menschen auf unserem Planeten leidet an Albinismus. In Afrika ist dieses Leiden dramatisch, denn sie werden ausgegrenzt, verflucht, gejagt, getötet und sind Opfer von Zauberern. Keita stellt sich mit seiner «Global Foundation» auf die Seite seiner Leidensgenossen, verhilft ihnen zu Schutzkleidern und medizinische Unterstützung. Vor allem aber verlangt er Respekt.

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Think Global – Celebrate Africa!

13. Februar 2010  
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Die Think Global-Serie entsteht unter dem Dach von World Music Network, und wird zusammen mit der internationalen Hilfsorganisation Oxfam produziert.

Oxfam entstand während des Zweiten Weltkriegs in Oxford. Ganz oben auf der Prioritätsliste stand der Kampf gegen den Hunger, und die Folgen des Krieges. Oxfam ist heute eine weltumspannende Organisation und fördert mehrere Tausend lokale Organisationen in über hundert Ländern. Mehr Infos bietet die deutsche Homepage. World Music Network produziert mehrere Serien, so die berühmten «Rough Guides» und zeichnet für die Labels «Riverboat» oder «Introducing» Von den Oxfam-Samplern geht jeweils ein Teil des Erlöses direkt an die Hilfsorganisation.

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Bomba Estéreo – Blow Up/Estalla

11. Februar 2010  
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Cumbia goes Hiphop, oder: wenn Technotüftler aus ihrem Duo-Dasein ausbrechen und zu einer Band mutieren entstehen CDs wie diese.

«Blow Up» bietet Dance- und Club-Sounds aus Bogota, Kolumbien. Das ursprüngliche Duo an den Hebeln waren Simon Mejia und DJ Fresh. Aber das Leben hinter den Computern und Fadern kann einsam werden, also wurde flugs eine zungenschnelle Frontfrau, Liliana Saumet, dazu gebucht, statt dem Computer auch mal die Stromgitarre angeworfen, und die Grooves mit Live-Schlagzeug und Perkussion verstärkt. Und los geht die Post. Diese Produktion wurde in der Heimat unter dem Namen «Estalla» 2008 veröffentlich und kam als «Blow Up» Ende letztes Jahr auch bei uns in die Läden.

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Martha Wainwright – Piaf Record

4. Februar 2010  
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Eine neue Interpretation muss sich immer mit dem Original messen – Martha Wainwright braucht den musikalischen Vergleich mit der Originalinterpretin, Edith Piaf, nicht zu fürchten.

Neben Essen und Kleidung gehörte wohl die Musik zur Grundausstattung des Wainwrightschen Haushalts: Vater Loudon Wainwright III machte sich einen Namen als Singer-Songwriter und Schauspieler, Mutter Kate stammt aus der Folk-Musikerdynastie der McGarrigle. Nicht erstaunlich deshalb, dass sowohl Martha wie auch Bruder Rufus Musiker wurden. Die Songs der Piaf gehörten für Martha zu den frühesten musikalischen Erinnerungen. Auf der eigenen Homepage erzählt sie von der Nähe zu Piaf:

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Asita Hamidis Bazaar – Abenteurer und Klangreisende

30. Januar 2010  
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Die Harfenistin Asita Hamidi bezeichnet die Musik ihrer Bazaar-Truppe gerne als eine Klangreise zwischen dem Polarstern und dem Morgenland. Sie selber stammt aus dem Iran, ihr Partner und Mitkomponist Björn Meyer aus Schweden. Und für Unruhe und Halt sorgen zwei Schweizer, Bruno Amstad und Kaspar Rast.

Bazaar ist nicht die einzige Band der vier Musker, sie sind in vielen Projekten involviert. So ist Björn Meyer der aktuelle Bassist des Oud-Virtuosen Anouar Brahem, zusammen mit Drummer Kaspar Rast mit Nik Bärtsch und seiner Ronin-Truppe unterwegs, oder mit seinem schwedischen Trio Bazar Blå. Auch Bruno Amstad hat gleich mehrere Projekte am laufen.

Gemeinsam ist ihnen die Suche nach dem Klang. Was geht, und was nicht, haben sie in ihrer siebenjährigen Bandgeschichte herausgefunden. Und auf der aktuellen CD S.W.E.N. in Form gebracht.

Jackie Oates – Hyperboreans

27. Januar 2010  
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Kein Wunder hat Jackie für diese Album gleich zwei BBC Folk-Awards erhalten: Es ist ein Album in bester Tradition, und es tönt neu und frisch wie ein Versprechen.

Jackie Oates kommt aus einer musizierenden Familie, ihre Eltern trafen und verliebten sich in einem Folk-Club. Tönt das vertraut? Richtig: Jackie Oates ist die Schwester von Jim Moray. Und beide haben in den letzten Jahren die englischen Folk-Szene ziemlich  durchgewirbelt. Sie sind mitverantwortlich, dass Folk heute nicht mehr so streng nach Kampfer und Mottenkugeln riecht. Als Violonistin bei Rachel Unthanks «Winterset» schnupperte Jackie bereits 2005 am grossen Erfolg.

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