Enzo Avitabile – Napoletana

14. August 2010  
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Ein wunderbares Album! Auf der Suche nach Worten hat der Cantautore Lieder geschaffen, die neu sind, doch so vertraut, als würden sie seit eh und je zum Liederbuch Neapels gehören.

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Malincunia / Beneditta Sia / Amaro Nunn’ess’a Essere Maje

Enzo Avitabile schafft als Cantautor, Komponist und Musikethnologe Neues, indem er Altes entdeckt. Er sucht nach den Traditionen der Musik seiner Heimat, und kommt dabei der musikalischen Seele Neapels immer näher. Diese lebendige Verknüpfung von Tradition und modernem Lied liess in schon 2004 die Kunst der Bottari neu entdecken, das Album «Salvamm’ ’o munno» schreiben. Dann wandte er sich der klassischen Musik, später der Kirchenmusik zu, und er schrieb gar eine klassische Sinfonie.

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Le Trio Joubran & Mahmoud Darwich – À l’ombre des mots

28. Juli 2010  
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Video und Tonspur eines Gedenk-Konzertes, in dem die drei Oud-Musiker die Gedichte eines der grössten Dichters des palästinensischen Volkes, Mahmoud Darwich, in ihre Musik einbetten.

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Ausschnitt aus «Le lanceur de dés»

Mahmoud Darwich war einer der bedeutendsten, arabischen Poeten des letzten Jahrhunderts. Er starb am 9. August 2008  in Houston nach einer Herzoperation. Das hier aufgezeichnete Konzert fand knapp einen Monat später im palästinensischen Ramallah statt. Zu hören ist die Stimme des Poeten, einige seiner Gedichte vortragend, umrahmt von Stücken aus dem Repertoire der drei Oud-Virtuosen. Es sind mehrheitlich Stücke aus dem letzen Studioalbum «Majaz».

Darwich und die Joubrans, die Gedichte und der Klang der drei Ouds, das war eine Vortragsform, welche der Poet und die Musiker in den letzten Jahren des Dichters immer mal wieder live auf die Bühne gebracht hatten. Die drei Ouds und die Perkussion begleiten den Dichter durch seinen Vortrag, untermalen und und folgen dem Sprecher in Tempo und Ausdruck. Als würden dieselben Gefühle mal in Worten mal in Musik ausgedrückt. Selbst wenn man kein Arabisch versteht, die Verbundenheit von Wort und Musik ist deutlich hörbar. Die CD ist für die Joubrans wohl eine Art Abschied von ihrem Freund.

Hier ist ein ausführliches Interview mit Mamoud Darwich, in dem die politische wie die poetische Seite des Dichters zum Vorschein kommen.

Die Homepage des Dichters mit Texten in Arabisch und Englisch.

Nguyên Lê – Saiyuki

17. Juli 2010  
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Mehrheitlich instrumentale Fusion-Musik, entstanden im kulturellen Schmelztiegel Paris. Es ist ein asiatisches Projekt mit Koto, Tabla, Flöte und Gitarre, und fliesst zwischen Tradition und Jazz.

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Mina Zuki / Sangam / Ila

Die hier aufspielenden Musiker bewegen sich auch als Solisten zwischen den Stilen. Koto-Spielerin Mieko Miyazaki trat mit ihrem klassischen Repertoire schon vor dem japanischen Kaiserpaar auf, fühlt sich aber in der improvisierenden Musik ebenso wohl. Tablaspieler Edouard Prabhu ist ein gefragter Begleiter in der indischen Tradition, aber auch für Interpreten aus so unterschiedlichen Kulturkreisen wie z.B. Afghanistan, Senegal oder Frankreich. Der Flötist Hariprasad Chaurasia ist ein Meister der Bansuri-Flöte und gilt als einer der Wegbereiter der Ost-WEst-Fusion (u.a. Projekte mit John McLaughlin und Jan Garbarek).

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Think Global – Latin Dance Box Set

15. Juli 2010  
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Eine gültige Sammlung von Songs und Grooves, die bestens zu den hochsommerlichen Temperaturen passen, und mit deren Kauf erst noch ein die beiden Hilfsorganisationen Amnesty International und Oxfam unterstützt werden.

«Think Global» ist ein Label des weit gespannten Worldmusic Networks. Phil Stanton, seine Frau Sandra Alayón-Stanton und ihre Crew verstehen es seit über 15 Jahren, Musik aus allen Weltgegenden in Genre- oder Länder-spezifischen Samplern zusammenzustellen. Aus ihrem Haus kommen auch die «Rough Guides to…»

Phil und Sandra gründeten das Think Global-Label, um einen Teil der Einnahmen via die beiden renommierten Entwicklungs- und Sozial-Hilfswerke Oxfam und Amnesty International wieder in jene Länder zurückzuführen, aus denen die Musik kommt, die sie für ihre CD-Produktionen verwenden.

  • Salsa:

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    The Spanish Harlem Orchestra: Salsa Pa’l Bailador / Grupo Latin Vibe: All That Vibe

  • Fiesta Latina:

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    Los Fulanos: C’mon Get Dancing / Monchy Y Alexandra: Hoja En Blanco

  • Tango:

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    Daniel Melingo: Leonel El Feo / Otros Aires: La Pampa Seca

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Aboriginal Soul – The Music of Indigenous Australia

12. Juli 2010  
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Es muss am Land liegen: Irgendwie haben australische Songs einen ganz tiefen, grundlegenden Beat. Und darüber wiegen sich süsse Melodien, als seien sie direkt vom Korallenmeer an Land geschwemmt worden.

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Saltwater Band: Gopuru / Shellie Morris: Swept away / Nabarlek: Little Journey To Manmoyi

Musik spielt in der Tradition der Aborigines seit jeher eine grosse Rolle, Lieder sind Teil ihrer Identität. Und diese Melodien sind uns irgendwie nahe. Erfreulicherweise haben die Songs und Erzählungen der Ureinwohner aus Neuseeland und Australien ihre Eigenheit bewahrt, haben Wiedererkennungswert, selbst wenn sie in Pop- oder Songwriter-Verkleidung daher kommen.

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YOM – unue

15. Juni 2010  
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Wenn eine Klarinette auf Wanderung geht, erlebt sie spannende Momente im Gespräch mit einem Piano, einem Zymbal, einer Maultrommel oder einer Trompete

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Rêve de l’enfant / Souvenirs / Apocalypse

Guillaume Humery ist YOM, manchmal ist er auch der «New King of Klezmer», und manchmal ist er ganz Klarinette. Mit 7 Jahren hörte der junge Guillaume zum ersten Mal Giora Feidman, und damit war die musikalische Zielrichtung vorgegeben. Das mit dem üben kam später. Aber in den letzten Jahren hat Yom mit «Klezmer Nova» oder in diversen Jazzprojekten mit Denis Cuniot sein Talent und Können unter Beweis gestellt. Die erste CD (2009) hiess «New King of Klezmer Clarinet (a tribute to Naftule Brandwein» – nicht überheblich, sondern schmunzelnd gemeint.

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Mama Rosin – Brûle Lentement

7. Juni 2010  
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Cajun aus der Schweiz, oder wie die Macher es selber betiteln «crazy bluesy rocking combat cajun» – das mit dem «combat» lässt sich auch übersetzen mit «punky».

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Le two-step de l’haricot / You Stole My Motorcycle / Dead Love Rag

Im englischen Fachblatt fRoots einen Artikel zu erhalten, ist so was wie ein Ritterschlag. Zumindest weiss man dann, dass man nicht alles falsch gemacht hat. Und Mama Rosin haben das in der Mai-Nummer fertig gebracht. Dabei folgen die Drei aus Genf nicht zwingend der musikalischen Tradition, sondern leben mehr aus und mit  der Energie ihrer Musik. Kein Wunder, wenn man die Clash, John Delafose oder den Gun Club zu den musikalischen Einflüssen zählt.

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Los Cenzontles with David Hidalgo & Taj Mahal – American Horizon

17. Mai 2010  
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Wie heisst es im Booklet: Die ist die Geschichte eines Ortes, aber auch einer Haltung…. Das trifft’s. Hier wird mexikanische Kultur gepflegt, und weiter entwickelt. Die CD ist eine überraschende und lockere Stil-Reise.

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La Luna / Carpintero / Tecolote

Los Cenzontles (die Spottdrosseln) sind eine Band, die aus einem Kulturprojekt heraus gewachsen sind. Das Projekt wurde 1989 in San Pablo, Kalifornien, gestartet. Hier können Kindern und Jugendliche lernen, was es mit ihrer mexikanischen Herkunft auf sich hat, wo die Wurzeln ihrer eigenen Kultur liegen. Die musikalische Kerntruppe hat mit ständig wechselnden Gästen die vielen Einflüsse und Farben der mexikanischen Musik auf mittlerweile 18 (!) Alben festgehalten. Einer der treusten Freunde ist des Projekts ist Los Lobos Mastermind David Hidalgo. Los Cenzontles sind auch beteiligt am jüngsten Albums der Chieftains: «San Patricio».

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Puerta Plata – Casita De Campo

16. Mai 2010  
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Son, Bolero oder Merengue – aber alles ohne laute Instrumente. Puerta Plata kann altersmässig mit den Mitgliedern des Buena Vista Social Clubs mitziehen. Wie diese wird er erst jetzt, in hohem Alter, bei uns bekannt. Besser spät als nie.

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Brisa de la tarde / Casita de campo / Dolores

Der Sänger und Gitarrist  hat die Altersgrenze von 85 längst überschritten, und «Casita de Campo» ist erst seine zweite CD-Produktion! Das hat mehr mit Politik als mit seiner Musik zu tun. Aus der Dominikanischen Republik hörte man in den letzten Jahren vor allem die lauteren und popigeren Versionen von Merengue oder Bachata. Puerto Plata aber pflegt vorab den kubanischen Son.

Die CD ist eine Sammlung von Tanzliedern aus der Zeit, als die Diktatur von Rafale Trujillo die Musik in die Bars und Bordelle verbannte. Es sind warmherzige Lieder, mit einer Note Nostalgie. Interpretiert von einer Band, die Musikalität und ihren Sänger in den Vordergrund stellen. Da kann man sogar verschmerzen, dass auch noch eine Version von «Guantanamera» mit auf die Scheibe musste.

Rating: ★★★½☆ 

Ali Farka Toure & Toumani Diabate: Kala Djula

25. April 2010  
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Ali Farka Toure & Toumani Diabate: Kala Djula


Die aktuelle CD der beiden heisst einfach Ali & Toumani

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