Steve Shehan & Nabil Othmani – Awalin

1. April 2010  
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Diese CD ist mehr als nur eine Produktion – sie ist ein vertontes Versprechen, und erzählt in neuen Gedichten von der Wüste und der Kultur der Tuareg.

Steve Shehan pflegt eine enge Freundschaft mit der Familie Othmani. Mit dem Vater Baly Othmani hatte der Multiinstrumentalist und Produzent bereits drei CDs eingespielt. Baly Othmani war einer der bekanntesten Dichter der Tuareg, einer, der an die Kraft der mündlichen Überlieferung seiner Kultur glaubte. Nun, nach dem Tod des Vaters, setzt Shehan die Arbeit mit Nabil, dem Sohn, fort – ein Versprechen, das er einst dem Vater gab. Es sind nicht die rockigen Tuareg-Töne, wie man sie von Tinariwen kennt, sondern leise, melancholische oder nachdenkliche Gedichte, vorgetragen zur Oud, stehen im Zentrum.

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Te Vaka – Haoloto

27. März 2010  
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Auf dem sechsten Album sind die schmeichelnden Harmonien und die Rhythmus-Grooves in guter Balance – das dichteste Werk der Polynesier.

Sie „nur“ als Neuseeländer zu bezeichnen, würde den Tatsachen nicht gerecht. Die Mitglieder der Band stammen von verschiedenen Inseln zwischen Tuvalu, Samoa und Neuseeland. Und somit auch aus verschiedenen polynesischen Traditionen. Der Leader der Band, Opetaia Foa’i, hat es aber schon immer verstanden, die Gemeinsamkeiten in den unterschiedlichen Insel-Traditionen zu finden und mit modernen Popsongs zu verschmelzen.

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Beyond Istanbul 2 – Urban Sounds of Turkey

22. März 2010  
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Pop, Tango, Rock, Folk, Electronica, Tradition remixed oder adaptiert, Volkslied goes Disko oder wie auch immer: Die Musik der urbanen Türkei ist spannend und farbig.

DJ und Produzentin İpek İpekçioğlu hat für das Münchner Trikont-Label eine zweite Sammlung von türkischen Songs jenseits von Klischees und Tourismus zusammen gestellt. Die Macherin, und diverse MusikerInnen auf dieser Sammlung, kennen ihre ehemalige Heimat vor allem aus der Ferne. Aufgewachsen in anderen Kulturen ist gerade die Musik so was wie eine Nabelschnur zur eigenen Herkunfts-Kultur geworden. Dass gerade in den Städten die Tradition einen enormen Wandel erlebt, sieht man nicht nur in der Türkei.

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Yasmin Levy – Sentir

9. März 2010  
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In den letzten zehn Jahren ist Yasmin Levy zu einer Leitfigur der Ladino-Musik geworden. Auf dem aktuellen Album hat Produzent Javier Limón leider die dramatische Seite der Sängerin etwas gar stark überzeichnet.

Die ladinische Musiktradition, diese Stilmischung aus maurischen, jüdischen, und spanischen Quellen hat dank Sängerinnen wie Yasmin Levy in den letzten Jahren ein neues Publikum gefunden. Eine wichtige Würze in diesem Musikmix brachten die Gypsies mit. Sie halfen nicht nur mit, in den folgenden Jahrhunderten den Flamenco auszuformen, sondern verbreiteten als Fahrende, zusammen mit den vertriebenen Juden, die Melodien auch im ganzen Mittelmeerraum.

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Show of Hands – Arrogance, Ignorance and Greed

27. Februar 2010  
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Das 23. Album haben Show of Hands wieder etwas mehr auf der folkige Seite ihres Musikspektrums produziert.

Steve Knightley und Phil Beer sind Schwerarbeiter: Mindestens ein Album erscheint pro Jahr. Und Show of Hands gelten als einer der heissesten Live-Acts überhaupt auf der englischen Insel. Nebenher pflegt jeder der beiden noch eine Solokarriere und ist für Studiojobs zu haben – ziemlich ausgebucht nennt man das wohl. Und das ausgerechnet mit einem Stilmix, der sich ganz bewusst zwischen die Genre-Definitionen setzt – irgendwo zwischen Folkrock und Roots-Pop (geht das überhaupt?). Mal wuchert die Formation zur Rocktruppe, mal wird sie abgespeckt zum Duo.

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Del Castillo – Del Castillo

22. Februar 2010  
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Vorwärtsstürmen, mit den Fingern auf rockenden Nylonsaiten, und die zartbittere Leidenschaft Mexikos in den Melodien – das ist das Grundrezept der Truppe aus Austin.

In den zehn Jahren ihrer Existenz hat die Band um die beiden Gitarristen Mark und Rick Del Castillo diverse Trophäen gesammelt. In ihrer Heimatstadt Austin wurden sie sowohl als beste «Latin Contemporary» als auch als beste «Latin Traditional Band» ausgezeichnet. Sie tourten mit Los Lobos, Willie Nelson oder Ozomatly. Mit Filmmacher Robert Rodriguez starteten sie das Nebenprojekt Chingon, und lieferten in dieser Formationen ein Stromgitarren-Neufassung von «Malagueña Salerosa», bekannt aus dem Soundtrack von Quentin Tarantinos «Kill Bill Vol. II».

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Kailash Kher & Kailasa – Yatra (Nomadic Souls)

19. Februar 2010  
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Bollywood goes West, oder ein indischer Superstar macht sich daran, mit Popmusik die Welt ausserhalb von Delhi und Mumbai zu erobern.

Die Geschichte vom Aufstieg von Kailash Kher ist das klassische Drama: Armer Junge eines Hindu-Priesters und Musik-Amateurs darf erst nicht singen, sondern soll Händler werden. Doch die Musik lässt ihn nicht los. Die Muse lässt ihn drei Jahre lang zappeln: Jingels und Werbesongs, produziert in der Filmmetropole Mumbai. Dann aber ging’s los: Dem ersten Filmhit «Allah ke Bande» (2003) folgten bis heute über 150 Soundtracks. Doch Playback-Sänger in Bollywood ist nur die eine Hälfte der Medaille.

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Salif Keita – La Différence

17. Februar 2010  
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Die lang erwartete neue Produktion der goldenen Stimme Malis ist ein Statement für Respekt und Menschenwürde ganz generell, und im speziellen für alle Albinos dieser Welt.

Keita ist der wohl berühmteste Albino Afrikas. Seit über einem Jahrzehnt setzt er sich für die Rechte und den Schutz aller Menschen ein, die mit dieser biologischen Anomalie leben müssen. Einer von 20’000 Menschen auf unserem Planeten leidet an Albinismus. In Afrika ist dieses Leiden dramatisch, denn sie werden ausgegrenzt, verflucht, gejagt, getötet und sind Opfer von Zauberern. Keita stellt sich mit seiner «Global Foundation» auf die Seite seiner Leidensgenossen, verhilft ihnen zu Schutzkleidern und medizinische Unterstützung. Vor allem aber verlangt er Respekt.

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Think Global – Celebrate Africa!

13. Februar 2010  
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Die Think Global-Serie entsteht unter dem Dach von World Music Network, und wird zusammen mit der internationalen Hilfsorganisation Oxfam produziert.

Oxfam entstand während des Zweiten Weltkriegs in Oxford. Ganz oben auf der Prioritätsliste stand der Kampf gegen den Hunger, und die Folgen des Krieges. Oxfam ist heute eine weltumspannende Organisation und fördert mehrere Tausend lokale Organisationen in über hundert Ländern. Mehr Infos bietet die deutsche Homepage. World Music Network produziert mehrere Serien, so die berühmten «Rough Guides» und zeichnet für die Labels «Riverboat» oder «Introducing» Von den Oxfam-Samplern geht jeweils ein Teil des Erlöses direkt an die Hilfsorganisation.

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Bomba Estéreo – Blow Up/Estalla

11. Februar 2010  
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Cumbia goes Hiphop, oder: wenn Technotüftler aus ihrem Duo-Dasein ausbrechen und zu einer Band mutieren entstehen CDs wie diese.

«Blow Up» bietet Dance- und Club-Sounds aus Bogota, Kolumbien. Das ursprüngliche Duo an den Hebeln waren Simon Mejia und DJ Fresh. Aber das Leben hinter den Computern und Fadern kann einsam werden, also wurde flugs eine zungenschnelle Frontfrau, Liliana Saumet, dazu gebucht, statt dem Computer auch mal die Stromgitarre angeworfen, und die Grooves mit Live-Schlagzeug und Perkussion verstärkt. Und los geht die Post. Diese Produktion wurde in der Heimat unter dem Namen «Estalla» 2008 veröffentlich und kam als «Blow Up» Ende letztes Jahr auch bei uns in die Läden.

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Martha Wainwright – Piaf Record

4. Februar 2010  
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Eine neue Interpretation muss sich immer mit dem Original messen – Martha Wainwright braucht den musikalischen Vergleich mit der Originalinterpretin, Edith Piaf, nicht zu fürchten.

Neben Essen und Kleidung gehörte wohl die Musik zur Grundausstattung des Wainwrightschen Haushalts: Vater Loudon Wainwright III machte sich einen Namen als Singer-Songwriter und Schauspieler, Mutter Kate stammt aus der Folk-Musikerdynastie der McGarrigle. Nicht erstaunlich deshalb, dass sowohl Martha wie auch Bruder Rufus Musiker wurden. Die Songs der Piaf gehörten für Martha zu den frühesten musikalischen Erinnerungen. Auf der eigenen Homepage erzählt sie von der Nähe zu Piaf:

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Asita Hamidis Bazaar – Abenteurer und Klangreisende

30. Januar 2010  
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Die Harfenistin Asita Hamidi bezeichnet die Musik ihrer Bazaar-Truppe gerne als eine Klangreise zwischen dem Polarstern und dem Morgenland. Sie selber stammt aus dem Iran, ihr Partner und Mitkomponist Björn Meyer aus Schweden. Und für Unruhe und Halt sorgen zwei Schweizer, Bruno Amstad und Kaspar Rast.

Bazaar ist nicht die einzige Band der vier Musker, sie sind in vielen Projekten involviert. So ist Björn Meyer der aktuelle Bassist des Oud-Virtuosen Anouar Brahem, zusammen mit Drummer Kaspar Rast mit Nik Bärtsch und seiner Ronin-Truppe unterwegs, oder mit seinem schwedischen Trio Bazar Blå. Auch Bruno Amstad hat gleich mehrere Projekte am laufen.

Gemeinsam ist ihnen die Suche nach dem Klang. Was geht, und was nicht, haben sie in ihrer siebenjährigen Bandgeschichte herausgefunden. Und auf der aktuellen CD S.W.E.N. in Form gebracht.

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Jackie Oates – Hyperboreans

27. Januar 2010  
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Kein Wunder hat Jackie für diese Album gleich zwei BBC Folk-Awards erhalten: Es ist ein Album in bester Tradition, und es tönt neu und frisch wie ein Versprechen.

Jackie Oates kommt aus einer musizierenden Familie, ihre Eltern trafen und verliebten sich in einem Folk-Club. Tönt das vertraut? Richtig: Jackie Oates ist die Schwester von Jim Moray. Und beide haben in den letzten Jahren die englischen Folk-Szene ziemlich  durchgewirbelt. Sie sind mitverantwortlich, dass Folk heute nicht mehr so streng nach Kampfer und Mottenkugeln riecht. Als Violonistin bei Rachel Unthanks «Winterset» schnupperte Jackie bereits 2005 am grossen Erfolg.

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Kottarashky – Opa Hey!

25. Januar 2010  
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Hoch anrechnen muss man dem Computermusiker seine Liebe zur Jagd. Er geht oft mit Mikrofon und Aufnahmegerät ausgerüstet raus, und fängt seine Töne in der analogen Welt.

Nikola Gruev ist im Brotberuf Architekt und arbeitet in Sofia. Musik war immer Teil seines Lebens, aber er legte irgendwann mal die Gitarre zugunsten des Computers weg. Wenn er musikalische Vorbilder aufzählt, sind das mehrheitlich alte Hand- resp. Mund-Werker wie Tom Waits, Bob Marley, Captain Beefheart oder Bratsch – und die Gypsy-Bands seiner Heimat. Die Töne für seine eigenen Songs jagt er an Dorf- und Familien-Festen rund um das Schwarze Meer oder an der Grenze zur Türkei – oder in den Strassen von Sofia.

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Rachid Taha – Bonjour

8. Januar 2010  
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Der Rocker aus Oran, resp. dem Elsass, liebäugelt auf seinem achten Album mit dem französischen Chanson. «Bonjour» ist wohl das französischste Album seiner Karriere.

Angefangen hat alles mit einem Drink und einem Gespräch mit Gaëtan Roussel, dem Kopf der französischen Rocktruppe «Louise Attaque». Taha erzählt in einem Interview bei rfi musique, wie ihm die Grundidee von «Bonjour» wohl im Kopf herumsurrte,  er aber mit Gaëtan  eine Abmachung traf: Schreib du mal zu diesem Thema einen Song auf französisch, ich schreib einen auf arabisch. Am Schluss wurde daraus das Lied von Roussell mit dem französisch-arabischen Text von Taha, gesungen im Duett.

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William Vivanco – El Mundo Esta Cambia’o

4. Januar 2010  
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william-vivanco-el-mundo-esta-cambia'oDer junge kubanische Singer/Songwriter spielt mit einer ganzen Reihe von Musikstilen: Son, Rumba und Cha-Cha-Cha sind ebenso in seinem Repertoire-Köcher, wie Reggae oder Samba.

Vivanco gehört zur jungen Garde der kubanischen Songwriter. Seine Stimme hat er im Chor geschult, seine Musik hat er sich „zusammengeklaut“. Oder wie er selber in einem Interview bei Havana-Cultura sagt: „Meine Musik habe ich von der Strasse.“ Das waren erst die Strassen seiner Heimatstadt Santiago, später Havanna. Dort machte er sich im Kreis der jungen Generation bald einen Namen als Texter und Songwriter, und wurde in diverse Projekte eingespannt.

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Omar Pene – Ndam

30. Dezember 2009  
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omar-pene-ndamWandlungsfähig und ausdrucksstark war die Stimme der Super Diamono de Dakar schon immer – jetzt wendet er dieses Wissen auch auf seine Karriere an.

Die musikalische Heimat von Omar Pene ist der Mbalax. Mit seinen Super Diamono de Dakar war er in diesem Stil langjähriger Gegenpart zu Youssou N’Dour. Vor fünf Jahren überraschte er mit dem Solo-Album «Myamba» (2004), das vorwiegend akustisch eingespielt wurde. Ein Album, das die weichere, melancholische Seite des Sängers wunderschön darstellte. So scheint er seine Arbeit einzuteilen: Die treibenden, funky Songs für Aufnahmen mit der Band, die träumerischen Songwriter-Stücke für die Solo-Produktionen.

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Oreka tx – Nömadak tx

29. Dezember 2009  
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oreka-tx-nömadaEin uraltes, archaisches Instrument geht auf Reisen rund um die Welt, knüpft überall Freundschaften und glänzt auch als Hauptdarsteller im gleichnamigen Dokumentarfilm.

Im Zentrum der Produktion steht das baskische Txalaparta. In seiner Urform vier Klanghölzer, die von zwei Spielern mit Stöcken geschlagen werden. Der Sound ist natürlich verwandt mit dem Balafon oder der Marimba. Von den beiden Musikern verlangt es hohes Timing und Interaktion. Die Musiker und Filmemacher Harkaitz Martinez de San Vicente und Igor Otxoa reisten mit diesem Instrument in die Steppen der Mongolei, die Sahelzone, den hohen Norden oder die Slums von Indien. Manchmal schufen sie vor Ort auch gleich ein neues Txalaparta aus Eis oder aus Stein.

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Tumbélé – Sounds from the French Caribbean 1963-74

28. Dezember 2009  
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tumbeleHier präsentiert sich eine musikalische Epoche als sehr schmackhafte Ursuppe, aus der ein Jahrzehnt später der Zouk entstehen würde.

Man muss sich die Antillen als ein Gewusel von ganz unterschiedlichen Kulturströmungen vorstellen. Auch wenn in den vergangenen Jahrhunderten ganz unterschiedliche „Herrschaften“ über die Inseln zwischen Haiti und Grenada regierten, so wirkte die Musik doch als kultureller Leim. In den Gemeinsamkeiten fand aber doch jede Insel ihr eigenständiges Profil. Die hier ausgegrabenen Schätze stammen vorwiegend von den Inseln Guadeloupe und Martinique, auf denen auch Bands aus Haiti und Westafrika kräftig mitmischten.

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Carlos Vives – Clásicos de la provincia II

24. Dezember 2009  
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carlos-vives-classicos-de-la-provincia2Zu diesen Songs tanzt (nicht nur) der Norden Südamerikas: Carlos Vives widmet erneut ein Album den Klassikern des Vallenato.

Vallenato ist neben der Cumbia die Fest- und Tanz-Musik aus dem Norden Kolumbiens. Carlos Vives hatte „seiner“ Heimatmusik bereits 1993 ein Album gewidmet – logischerweise Clásicos de la provincia. Und damit nicht nur sich selber als rockender Vallenato-Sänger etabliert, sondern mitgeholfen, diese Musikform auch im Rest der Welt bekannt zu machen. Jetzt kommt also eine zweite Verbeugung vor den Helden des Vallenato, die ausserhalb ihrer Heimat wohl selten jemand beim Namen kennt z.b. Luis Enrique Martínez, Náfer Durán oder Leandro Díaz.

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