Telek – Akave
26. Januar 2012
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George Telek, so was wie die Galionsfigur der Musik von Papua Neuguinea, hat auf seinem aktuellen Album seine ganze Soundpalette ausgebreitet – musikalische Sonne für Nebeltage.
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Akave, Lok Lok Kadui, Iau Ngalie
Telek hat auf diesem Album seine rockige Seite und die poppigen Arrangements wieder zum Zug kommen lassen. Der Vorgänger, «Amette», war ein ruhiges Album für den Abend im trauten Freundeskreis. Mit jenem Material und einigen Songs des aktuellen Albums war Telek 2009 und 2010 u.a. in den USA auf Tour. Und die Amerikaner haben’s ja gern, wenn mal eine Gitarre knallt oder ein Bass pumpt. Die aktuelle CD ist somit eher für Konzertohren arrangiert.
Yemen Blues – Yemen Blues
18. Januar 2012
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Jemenitische Melodien, latinisierte Wüsten-Rhythmen und jazzige Arrangements – zuviel Fusion? Keineswegs, dieser etwas intellektuelle Wüstengroove hebt nicht ab, bleibt gut geerdet.
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Eli, Um Min Al Yaman, Jat Mahibathi
Im Zentrum der Grosstruppe mit Musikern aus Israel, Uruguay und New York steht Sänger und Gimbri-Spieler Ravid Kahalani. Der zweite Grundpfeiler der Truppe ist der Bass- und Oud-Spieler Omer Avital. Beide stammen aus einer jemenitischen Familie, wobei Omer’s Stammbaum auch noch eine marokkanische Wurzel hat. Während Ravid seine Karriere in Israel startete machte sich Omer in der Jazz-Szene New Yorks seinen Namen. Das tönt alles nach etwas zu viel Fusion, doch die beiden arbeiten sehr sorgfältig an ihrem Amalgam aus den verschiedensten Musikwelten.
Lëk Sèn – Burn
9. Januar 2012
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Verwurzelt in Senegal, aufgewachsen in der Grossstadt Paris – das in aller Kürze der Steckbrief dieses Albums. Stimmt alles daran, aber der Erfolg blieb ihm versagt.
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Life, Massamba feat. Amadou Bagajoko, Ana Ngeen
Lëk Sèn stammt aus einem Dorf in der Nähe von Dakar. Er machte sich erst in der Reggae- und Hip Hop Szene der Hauptstadt eine Namen. Mit seiner Truppe SSK gelang ihm der Brückenschlag in die französische Szene und brachte ihn 2007 in die Endrunde des Prix Découvertes von RFI. Für das Album «Burn» setzte er auf dieselbe Produktionscrew, die ihm bereits den Zugang zu Europa öffnete – u.a. sitzt der Soundmann von Tiken Jah Fakoly am Mischpult - und lud illustre Gäste ein, z.B. Amadou Bagayoko oder Medhi Dahhabi.
Inna Zhelannaya – Cocoon
10. Oktober 2011
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Die russische Sängerin ist auf einer fortwährenden Suche nach neuen Zugängen zu den traditionellen Liedern Russlands. Als aktuellen Türöffner nutzt sie vermehrt die digitalen Klangmittel.
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Well, Naya Naya, Early Early
Inna Zheannaya beginnt zur Zeit so was wie eine dritte Karriere. Schon die beiden ersten Abschnitte hatten sie in ganz Russland und darüber hinaus bekannt gemacht. Der Ansatz ist dabei gleich geblieben: mit unterschiedlichen Formationen lotet sie das heimatliche Songbook aus. Oft gaben funky Rhythmustruppen das Tempo vor, während sie und ihr langjähriger Begleiter Sergey Starostin Klangwelten zwischen Folk und Art-Rock um die traditionellen Melodien herum arrangierten. Die Bandstationen damals hiessen «Alliance» oder «The Farlanders».
Les Yeux Noirs – Tigănească
30. August 2011
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Die beiden Brüder Slabiak erweisen mit ihrem achten Album ihrer Grossmutter die Ehre, welche in den frühen 60er Jahren mit den Musikern der Reinhardt-Familie und anderen Sinti-Musikern im Hinterzimmer ihrer Bäckerei in Paris ihre Lieder sang.
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Tigănească, Ašun Daje Mori, Balkanski Čoček
Seit den frühen 90er Jahren musizieren die beiden Geigen-Virtuosen Eric und Olivier Slabiak in der Region zwischen Gypsy-Swing, Manouche und den unterschiedlichen Liederbüchern des Balkans und der Klezmer-Tradition. Grossmutter Esther, die in ihrer Jugend aus Polen nach Paris auswanderte, war die musikalische Seele der Familie. In den 70er Jahren holte sie mal die ganze singende und spielende Familie und ihre Sinti-Freunde zusammen. Sie nahm einige Lieder auf Tonband auf, um es als Geschenk für ihre Bekannten nach Israel mitzunehmen. Das Band blieb aber in Frankreich liegen, und tauchte jetzt wieder bei einem Onkel der Slabiaks auf. Die Aufnahmen wurde zum Grundstein der Liederauswahl dieser CD, und in «A Brievele Di Mama» hört man die längst verstorbene Patriarchin auch noch selber singen.
Susheela Raman – Vel
22. Juli 2011
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Sie ist der Hochglanz-Pop-Weltmusik entschlüpft und mit diesem Album unterwegs in eine vielschichtig komponierte, geheimnisvolle Soundlandschaft. Etwas sperriger, herausfordernder, aber nachhaltiger.
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Daga Daga, Magdalene, Ennapane
Zwischen 2001 und 2005 veröffentlichte Susheela Raman zusammen mit Sam Mills drei Alben, die bei den Kritikern auf offene Ohren und Begeisterung stiessen. Eine schmeichelnde Stimme und die stilsichere Mischung zwischen südindischem Melodienzauber und Pop-Gespür machten sie schnell zum Liebling der Fachpresse. Dass da noch eine andere Künstlerin im Verborgenen wartete machte sie mit einem unerwarteten Album mit Coverversionen von Songs zwischen Velvet Underground und Captain Beefheart klar. «33 ⅓» war für mich ein Bruch in der Wahrnehmung.
Shisas – Biriken San
30. Juni 2011
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Musik aus Okinawa, sehr exotisch und nicht auf Anhieb zugänglich. Shisas ist ein Frauen-Duo, das mit neuen Arrangements die traditionellen Lieder der Inseln südlich von Japan in die Neuzeit überträgt.
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Hounen Nu Ayagu, Kawaigaranse, Kawaii Su-Chan
Die Melodien sind fremd, die Harmonien auch, die Instrumente tönen archaisch: Trommeln, die Sanshin – eine dreisaitige Banjo-Verwandte – Zimbeln und mehrheitlich Unisono-Gesang: alles tönt fremd. In ihrer Heimat sind die Shisas so was wie Hüterinnen aber gleichzeitig auch Erneuererinnen der Tradition. Dass ich den Zugang dann doch noch fand liegt wohl an den Arrangements.
Maciré Sylla – Talitha
8. Juni 2011
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Es ist kein Wunder, dass die Songs der aktuellen Produktion von Maciré Sylla gleichermassen ins Ohr wie in die Hüften gehen, ist die Künstlerin aus Guinea doch Sängerin und Tänzerin. «Talitha» wurde als europäisches Afropop-Album mit hohem Schmeichelfaktor produziert.
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Aïdara, Frediyo, Moba
Als Maciré als junges Mädchen in Conakry, Guinea, zum ersten Mal die Tanztruppe «Soleil d’Afrique» sah wusste sie: Das ist mein Leben. Und seither sind Tanz und Gesang ihr Lebensinhalt. Der Tanz brachte sie auch nach Europa, erst in die Niederlande, später nach Genf. Seit rund zwei Jahrzehnten pendelt sie nun zwischen ihren diversen Heimaten hin und her. «Talitha» ist die fünfte Produktion der Weltentänzerin, ein Album für lockere Hüften und lächelnde Gesichter.
Mariza – Fado Tradicional
23. Mai 2011
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Die Fadokönigin stöbert im heimischen Liederbuch und bringt Klassiker zum schimmern. Es sind jene Songs, welche die Grundlage der Liederabende in den Casas de Fados bilden, und die sich über die Jahrzehnte immer wieder gewandelt haben.
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Fado Vianinha, Dona Rosa, Promete Jura (mit Artur Batalha)
In den meisten Musiktraditionen gibt es einen Grund-Liederschatz, aus dem sich jede neue Generation neu bedient. Treffen sich Fadistas zum Liederabend, wird oft eine bekannte Melodie aufgegriffen, dazu aber eine neue, persönliche Geschichte gesungen. So verbinden sich Tradition und Gegenwart ständig auf’s Neue. Es gilt aber auch das Umgekehrte: Dass ein bekanntes Gedicht auf einer neuen Melodie ganz neu interpretiert wird,
Ojos de Brujo – Corriente vital
11. Mai 2011
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Zum Abschluss der 10jährigen Karriere hat sich die Vorzeigetruppe aus Barcelonas Mestizo-Szene einen besonderen Spass erlaubt: Ein Best of Album, aber nicht mit Aufnahmen aus den Archiven, sondern mit Neuaufnahmen und mit Gästen. Ein Familienfest.
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Todos Mortales feat. Roldan, Corre Lola feat. Amaral, Corriente Vital
Marina Abad und ihre Crew haben sich in Laufe ihrer Karriere Freunde in vielen musikalischen Bereichen gemacht. Und sie haben die spanische Musikszene nachhaltig geprägt. So liest sich denn die Songliste wie ein veritables Best-of-Set: Von «Ventilator R-80» aus ihrem Album Barí, das ihnen 2002 europaweit zum Durchbruch verhalf bis zu «Todos Mortales» aus dem letzten Studioalbum Aocaná sind alle Ohrwürmer versammelt. Und wie es sich für die Remix-geübten Spanier gehört sind die Songs durch einige Verwandlungen gegangen, und haben sich den eingeladenen Gästen angepasst:












