Ojos de Brujo – Corriente vital

11. Mai 2011  
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Zum Abschluss der 10jährigen Karriere hat sich die Vorzeigetruppe aus Barcelonas Mestizo-Szene einen besonderen Spass erlaubt: Ein Best of Album, aber nicht mit Aufnahmen aus den Archiven, sondern mit Neuaufnahmen und mit Gästen. Ein Familienfest.

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Todos Mortales feat. Roldan, Corre Lola feat. Amaral, Corriente Vital

Marina Abad und ihre Crew haben sich in Laufe ihrer Karriere Freunde in vielen musikalischen Bereichen gemacht. Und sie haben die spanische Musikszene nachhaltig geprägt. So liest sich denn die Songliste wie ein veritables Best-of-Set: Von «Ventilator R-80» aus ihrem  Album Barí, das ihnen 2002 europaweit zum Durchbruch verhalf bis zu «Todos Mortales» aus dem letzten Studioalbum Aocaná sind alle Ohrwürmer versammelt. Und wie es sich für die Remix-geübten Spanier gehört sind die Songs durch einige Verwandlungen gegangen, und haben sich den eingeladenen Gästen angepasst:

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Sväng – Schladtzsche!

10. Mai 2011  
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Vier Finnen geben allen möglichen Mundharmonikas einen Groove, als würden sich die Instrumente entschlossen dagegen wehren, beim nächsten Tanzfest nur die kleinen Cousins und damit im Schatten des Akkordeons  bleiben zu müssen. Auch die dritte Produktion: Von knie-lockernd bis schräg-träumend!

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Schladtzshe, Tango Tauko, Kyykäärmeen Polska

Mundharmonikas haben es nicht immer leicht: Entweder suchen sie Instrumente, die zu ihrer Tonart passen, und damit Melodien, die sie begleiten oder zu denen sie improvisieren können, oder sie können nicht mitspielen. Die vier Herren, die das Kunstwerk fertig bringen, alle chromatischen, diatonischen, bluesigen und anderen Harmonikas zu einem orchestralen Ganzen zu verbinden, haben sich im Umfeld der Sibelius-Akademie in Helsinki kennen gelernt. Sie haben neben den bekannteren Einflüssen aus Jazz, Blues oder Tango auch die eigene, finnische Tradition der Harmonika-Bands wieder entdeckt.

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Imam Baildi – Cookbook

9. Mai 2011  
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Die beiden griechischen Brüder Orestis und Lysandro Falireas stellen ihr persönliches Menu zusammen: Melodien aus der griechischen Vergangenheit, schnelles Mundwerk aus Barcelona und LA, Tanzgrooves aus der Büchse – gut abgeschmeckt und mit viel Swing verrührt.

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Akrogialies Dilina feat. Stella Haskil, Logia Adallaxame Varia feat. Marika Ninou, Thilipsi feat. Meri Lida

Der Zweitling des Athener Brüderpaars hat die heimatlichen Gefilde verlassen und sich in der Welt umgehört. Neben den Trouvaillen aus den dem väterlichen Archiv sind die Einflüsse weit über die griechische Heimaterde hinaus gewachsen. Aus LA kommt der Rapper Ives Irie (Delinquent Habits), aus Barcelona der Schnellsprecher Maxwell Wright (Ojos de Brujo). Und eine tüchtige Portion Gypsy-Swing ist auch noch dazu gekommen.

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Dhoad Gypsies of Rajasthan – Roots Travellers

26. Februar 2011  
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Sufi-Gesänge, treibende Tabla-Rhythmen und eine hohe Ansteckungsgefahr für Bewegungsmuskeln machen diese Musik aus.

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Rajasthani Reggae, Shiv Ji, Shyam Solona

Zugegeben: Zu dieser Musik zu tanzen dürfte manchem Westeuropäer dann doch etwas Mühe machen. Und trotzdem: Die Musik der Truppe aus Dhoad, einer Stadt rund 250km ausserhalb der Hauptstadt Rajasthans, Jaipur, ist ansteckend. Die Truppe hat sich in Frankreich eine zweite Heimat, und in ganz Europa einen guten Ruf aufgebaut. Hunderte von Konzerte und viele Projekte mit Truppen aus dem Balkan oder Spanien sprechen für sich.

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Tradi-Mods vs. Rockers – Alternative Takes on Congotronics

4. Februar 2011  
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Dies sind keine Remixes. Sondern Anlehnungen und Kompositionen von westlichen Studio-Tüftlern und Electronica-Mixern, entstanden aus der Beschäftigung mit den kongolesischen Originalen.

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Skeletons vs Sobanza Mimanisa: Kiwembo/Unstuck, Micchu & The Shapes vs Konono No1: NO.K, Au vs. Masanka Sankayi: Two Labors

Crammed Disc hat mit der Definition «Congotronics» einen Musikbegriff kreiert, unter dem die Sounds und Grooves von Bands aus den Vorstädten Kinshasas zusammengefasst werden. Bands wie Kasai Allstars oder Konono No1 kreieren mit ihren elektrisch verstärkten, und oft verzerrten Sounds von Mbiras (Daumenklavieren),  Gitarren oder traditionellen Instrumenten eine ganz neue Klangwelt: Trash trifft auf Afrobeat, Trance auf Noise, alles archaisch und unkonventionell, Tradi-Mod eben. Diese Bands haben in den letzten Jahren mit ihren ungewöhnlichen Sounds auch die Trend-Clubs und DJ-Pulte in London oder Paris erreicht.

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Spanish Harlem Orchestra – Viva La Tradicion

2. Februar 2011  
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Eine Produktion, die aus der Vergangenheit schöpft, aber voll im Heute steht. Das ist Salsa Dura in Perfektion, aber ohne nostalgischen Puder.

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Mi Herencia Latina, Como Baila Mi Mulata, La Fiesta Empezo

Einer der Gründe, warum Arrangeur Oscar Hernandez und Produzent Aaron Levinson die Band vor einem Jahrzehnt gründeten mag etwas trotzig tönen. «Der amerikanische Mainstream hat seit den 80er Jahren die Latin-Music vereinnahmt. Wir machen uns auf die Suche nach den Teilen, die verloren gingen», sagt Hernandez in der aktuellen Ausgabe des Magazins «Vibrations». Er hat mit seiner Truppe definitiv eine ganze Menge dieser Teile wieder gefunden.

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The Sound of Siam – Leftfield Luk-Thung

1. Februar 2011  
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Auch der erweiterte Untertitel “Jazz & Molam in Thailand 1964-1975″ sagt wenig aus über das, was ich da zu hören kriege: Eine vergangene musikalische Epoche aus einer Welt ausserhalb meiner europäischen Hörweite.

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Lam Toey Chaweewan, Fai Yen, Wan Maha Sanook

Wir hören  Thailand zu einer  Zeit, als der Tourismus noch nicht die Strände und Städte vereinnahmt hatte. Die Armeeregierung richtete das Land nach Westen aus, Amerika war das grosse Vorbild. Kein Wunder, dass überall westliche Pop-Musik gespielt wurde. Aber es entwickelten sich auch Mischformen. Luk-thung, ein Gesangsstil aus dem ländlichen Thailand, und Molam, eine Liedform aus dem Osten, dem Grenzgebiet zu Laos wurden elektrifiziert und zum Teil mit westlichen Instrumenten gespielt. Die Grundstruktur der Folk-Songs jedoch blieb erhalten.

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Christian Zehnder – Schmelz

26. Januar 2011  
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Zehnder hat mit diversen Formationen bereits mehrfach belegt, dass er der wohl virtuoseste Obertonsänger der Schweiz ist. Er fordert vom Hörer aber eine hohe Aufmerksamkeit.

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Melancholie, Schmelz, De Gümschele

Ohne Zweifel beherrscht Christian Zehnder seine Stimme wie kaum ein Zweiter. Mitte der 90er tauchte er als Stimmgewaltiger im Duo Stimmhorn auf. Mit der Formation Kraah , das sind neben ihm der Bassist Michael Pfeuti und der Perkussionist Thomas Weiss, löste er sich 2007 etwas von den alpinen Tönen. Neu stiess für die aktuelle Produktion die Hackbrettspielerin Barbara Schirmer zu der Truppe. Und Zehnder beginnt aus seinen Lautmalereien Worte herauszuschälen, beginnt zu texten, mal in deutsch, mal in französisch.

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Mercedes Péon – SOS

25. Januar 2011  
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Die eigenwillige Galizierin legt mit ihrem vierten Album ihre bisher konsequenteste und abgerundetste Mischung aus Folkideen und Electronica vor.

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Derorán, Anacos, Desaparecer

Mercedes Péon muss wahrlich mehr als eine Seele in ihrer Brust haben: Zum einen ist sie eine der konsequentesten Sammlerinnen von traditionellen Melodien und Rhythmen ihrer Heimat. Zum andern stürzt sie sich eifrig in die Arbeit mit Sounds und Sequenzer. Auf dem galizischen Dudelsack ist sie eine anerkannte Meisterin, und andere Instrumente lernt sie dann, wenn sie sie einsetzen will. Ihre musikalische Welt ist gleichsam tief verwurzelt und avantgardistisch. Und sie ist so autark, dass sie ihre Kompositionen auch gerne solo, unterstützt von ihren Maschinen, vorträgt.

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Kálmán Balogh – Délibáb Mirage

18. Januar 2011  
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Der Meister des grossen ungarischen Konzertzymbals führt seine Gipsy Cimbalom Band in unterschiedliche jazzige Gefilde, ohne aber die Herkunft seiner Melodien zu vergessen.

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Sobri, Elindultam, Dunáról

Balogh ist der unbestrittene Meister des Zymbals. Dass er in Ungarn aufwuchs mag vielleicht ein Grund sein, wieso sich in seiner Musik die Genregrenzen auflösen. Schliesslich haben sich klassische Komponisten wie Liszt, Brahms oder Bartok schon in verschiedenen Zeitepochen von den ungarischen Tänzen und Melodien inspirieren lassen. Umgekehrt führen auch heute Gypsy-Truppen klassische Kompositionen in ihrem Repertoire. So gesehen ist es nur logisch, dass Balogh seine Musik in jazzige Strukturen verlängert.

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