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	<title>globalsounds.info &#187; Afro Pfingsten Winterthur</title>
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	<itunes:summary>globalsounds.info bringt Neuerscheinungen, Reportagen und Interviews mit MusikerInnen rund um den Planeten. Egal ob man diese Musik mit Worldmusic, Ethnopop, Afrobeat, Latin, Roots, Raï, International Folk oder sonst wie betitelt - wir sagen dem Globalsounds, und stellen MacherInnen und ihre Werke hier vor.</itunes:summary>
	<itunes:author>Jodok W. Kobelt</itunes:author>
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	<itunes:subtitle>Die Welt zwischen den Ohren</itunes:subtitle>
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		<title>globalsounds.info &#187; Afro Pfingsten Winterthur</title>
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		<title>22. Afro-Pfingsten &#8211; African Music &amp; Women Voices</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 17:12:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jodok Kobelt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportagen + Slideshows]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine enthusiastische Eröffnung, eine Brise aus Kairo, rockige Gitarrentöne aus Mali, Afropop aus Guinea, Disco-Stürmerin à la Jamaica, die Diva aus Bamako, Soul aus Berlin und soziales Songwriting made in Hamburg &#8211; etwas für alle? Das Programm startete am Sonntag-Nachmittag bereits um 13.30 Uhr mit dem Familienprogramm, resp. dem Tanz-Theater Café au Lait. Ein akustisch, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine enthusiastische Eröffnung, eine Brise aus Kairo, rockige Gitarrentöne aus Mali, Afropop aus Guinea, Disco-Stürmerin à la Jamaica, die Diva aus Bamako, Soul aus Berlin und soziales Songwriting made in Hamburg &#8211; etwas für alle?</p>
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<p>Das Programm startete am Sonntag-Nachmittag bereits um 13.30 Uhr mit dem Familienprogramm, resp. dem <a href="http://www.cafeaulait.ch/training/tanz/" target="_blank">Tanz-Theater Café au Lait</a>. Ein akustisch, tänzerisch und theatralisches Märchen rund um den Baobab, von leuchtenden Kindergesichtern erzählt. Grandios.</p>
<p>Dann wehte eine Hauch Ägypten durch die Sulzerhalle. <a href="http://www.hossamramzy.com/" target="_blank">Hossam Ramzy</a> und seine Truppe brachten klassische Lieder und Bauchtanz in die nachmittägliche Halle, für viele eine Erstbegegnung mit diesem Musik-Stil. <a href="http://www.vieuxfarkatoure.com/" target="_blank">Vieux Farka Touré</a> wusste nicht genau, ob sein rockiges, gitarrenlastiges Set beim Publikum ankam. Und ich muss ihm recht geben &#8211; es war wohl am Familiennachmittag mit vielen spielenden Kindern in der Halle zu früh angesetzt. Beide Auftritte hätten eine andere Tageszeit und somit ein anderes Publikum verdient.</p>
<p><strong>Engagierte Frauen</strong></p>
<p>Den Frauen gehörte der Abend. <a href="http://www.maciresylla.com/" target="_blank">Maciré Sylla</a> und ihr Afropop aus Guinea hatten erst mal mächtig mit der Technik zu kämpfen. Je besser der Sound wurde, umso mehr stieg die Stimmung &#8211; toll hingekriegt. Dann eine stilistische Kehrtwende: <a href="http://www.dianakingdom.com/" target="_blank">Diana King</a> aus Jamaika sang sich mit ihrer Truppe durch das (Disco)-Repertoire der letzten 30 Jahre, solide, aber gefällig.</p>
<p>Der grosse Star des Abends war die Stimme Aus Bamako: <a href="http://www.worldcircuit.co.uk/#Oumou_Sangare" target="_blank">Oumou Sangaré.</a> Die Diva führte vor allem die Songs der letzten CD «Seya» im Repertoire, wurde von einer kompakten Truppe unterstützt und brachte Afrika in die Halle zurück. Eindeutig der musikalische Höhepunkt des Abends. Auch wenn anschliessend <a href="http://www.joydenalane.com/" target="_blank">Joy Denalane</a> mit ihrer schon-fast-Big-Band deutschen Soul vom momentan Besten bot: Es war wohl eher was für ihre Fans. Mir war&#8217;s zu unverbindlich, und zu undifferenziert.</p>
<p><strong>Unity</strong></p>
<p>Einen positiven Schlusspunkt setzte dann <a href="http://www.nnekaworld.com/de" target="_blank">Nneka</a> aus Hamburg, resp. Nigeria. Mit ihrem Mix aus Rap (Lauryn Hill lässt grüssen), Blu Funk (Keziah Jones lässt grüssen) und sozialem Songwriting (Tracy Chapman lässt grüssen) setzte sie einen würdigen Schlusspunkt für diese Festival. Sie war die einzige, die auf den kalendarischen Termin, also Pfingsten, auch in einer Ansage ausführlich einging. Die Botschaft von Pfingsten &#8211; «und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt» &#8211; übersetzte Nneka so: Unity &#8211; und das bitte möglichst sofort!</p>
<ul>
<li>Die Audioslideshow vom <a href="http://www.globalsounds.info/2011/06/22-afro-pfingsten-roots-reggae/">Freitag: Roots &amp; Reggae</a></li>
<li>Die Audioslideshow vom <a href="http://www.globalsounds.info/2011/06/22-afro-pfingsten-winterthur-global-night/">Samstag: Global Night</a></li>
</ul>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/2011/06/22-afro-pfingsten-african-music-women-voices/"><br />
</a></p>
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		<title>Afro-Pfingsten 10. &#8211; 12. Juni 2011, Winterthur</title>
		<link>http://www.globalsounds.info/2011/05/afro-pfingsten-10-12-juni-2011-winterthur/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 May 2011 12:55:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jodok Kobelt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drum herum]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Afro Pfingsten Winterthur]]></category>

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		<description><![CDATA[Über Pfingsten wird Winterthur jeweils zum Afrika der Schweiz. Die Themenschwerpunkte der drei Konzerttage haben sich bewährt. Freitag Abend heisst&#8217;s Roots &#38; Reggae, am Samstag ist Global Night angesagt und der Sonntag steht ganz im Zeichen von Afrika und seiner Diaspora, wobei der Abend den Ladies gehört. Mit Inner Circle aus Jamaika und Alpha Blondy [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über Pfingsten wird Winterthur jeweils zum Afrika der Schweiz. Die Themenschwerpunkte der drei Konzerttage haben sich bewährt. Freitag Abend heisst&#8217;s Roots &amp; Reggae, am Samstag ist Global Night angesagt und der Sonntag steht ganz im Zeichen von Afrika und seiner Diaspora, wobei der Abend den Ladies gehört.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2011/05/RTEmagicC_Logo-TSoA.jpg.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7916" title="RTEmagicC_Logo-TSoA.jpg" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2011/05/RTEmagicC_Logo-TSoA.jpg-200x200.jpg" alt="" width="200" height="200" /></a>Mit <a href="http://innercircle-reggae.com/" target="_blank">Inner Circle</a> aus Jamaika und <a href="http://www.myspace.com/alphablondy" target="_blank">Alpha Blondy </a>von der Elfenbeinküste kommen Reggae-Ikonen in die Sulzerhalle 53. Und mit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=gXP-G9zZhWE" target="_blank">Culture</a> ist eine Band mit dabei, die gleichfalls Kultstatus hat. Die jüngeren Interpreten sind <a href="http://www.myspace.com/julianmarley" target="_blank">Julian Marley</a> und drei führende Exponenten der starken, hiesigen Reggaeszene: <a href="http://elijahmusic.jimdo.com/" target="_blank">Elijah</a>, <a href="http://www.dodojud.ch/#101,19" target="_blank">Dodo</a> und <a href="http://www.knackeboul.com/" target="_blank">Knackebowl.</a></p>
<p><span id="more-7912"></span>Die Global Night am Samstag bietet einen Mix von frisch abtanzen bis schwelgen in Balladen. Die meisten Artisten dieses Abends beherrschen beides. <a href="http://khaled-lesite.artistes.universalmusic.fr/" target="_blank">Khaled</a> aus Algerien ist nach wie vor die Leuchtgestalt des Raï. <a href="http://www.sergentgarcia.com/" target="_blank">Sergent Garcia</a> groovt nach mehrjähriger Szenenabwesenheit mit seinem aktuellen Album <a href="http://www.globalsounds.info/2011/05/sergent-garcia-una-y-otra-vez/">«Una Y Otra Vez»</a> voller Salsamuffin-Perlen wieder durch  Europa. Mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Papa_Wemba" target="_blank">Papa Wemba</a> meldet sich einer der alten Helden aus dem Kongo zurück auf den europäischen Bühnen. Aus Senegal kommt <a href="http://www.myspace.com/thioneseck" target="_blank">Thione Seck</a>, eine Samtstimme mit Feuer im Blut, der leider viel zu lange im Schatten von Youssou N&#8217;Dour gestanden ist. Und auch dieser Abend erhält einen Groove-Anteil aus der Schweiz:<a href="http://www.myspace.com/thefaranas" target="_blank"> The Faranas</a> zeigen, wie Afrobeat made in Bern abgeht.</p>
<p><strong>Secondas aus dem Norden und eine Diva aus dem Süden</strong></p>
<p>Am Pfingstsonntag steht Afrika auf dem Programm, aber nicht alle KünstlerInnen reisen aus dem Süden an. So etwa der Perkussionist <a href="http://www.hossamramzy.com/" target="_blank">Hossam Ramsy</a>, der einst als Kulturambassador die ägyptischen Rhythmen von Kairo nach Europa brachte. Von Led Zeppelin bis Shakia haben viele Musiker aus der Popwelt auf seine Künste gesetzt, und er machte England zu seiner neuen Heimat. Der Abend bietet viel Pop und aktuellen R&amp;B mit charismatischen Stimmen: <a href="http://www.joydenalane.com/" target="_blank">Joy Denalane</a> hat wohl einen südafrikanischen Vater, sie selber aber ist heute eine Berlinerin, und singt neuerdings auch in Deutsch. <a href="http://www.nnekaworld.com/us/home" target="_blank">Nneka</a> aus Nigeria ist mittlerweile eine Hamburgerin, blieb aber ihrer Vatersprache Englisch treu. Und auch <a href="http://www.dianakingdom.com/" target="_blank">Diana King</a> aus Jamaika hatte ihren Überfliegerhit «Shy Guy» in den Pop- und nicht den Weltmusik-Charts.</p>
<p>Mali lässt sowohl am Nachmittag wie am Abend grüssen: Am Nachmittag mit <a href="http://www.globalsounds.info/2010/04/vieux-farka-toure-mit-viel-druck-freigespielt/">Vieux Farka Touré</a>, der seine neuste CD mit im Gepäck hat &#8211; auf seine Gastmusiker Dave Matthews oder John Scofield müssen wir wohl verzichten. Am Abend dann empfängt Winterthur eine der ganz grossen Diven Afrikas: <a href="http://www.worldcircuit.co.uk/#Oumou_Sangare" target="_blank">Oumou Sangaré</a>. Seit Jahren gehört sie zu den bestimmenden Figuren in Bamako, sowohl als Musikerin wie als Geschäftsfrau. Und auf der Brücke zwischen ihrem musikalischen Erbe aus Guinea und ihrer jetzigen Heimat, dem frankophonen Europa, tanzt und reimt <a href="http://www.maciresylla.com/" target="_blank">Maciré Sylla</a>.</p>
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		<title>African Soul Night &#8211; gut gelauntes Staraufgebot</title>
		<link>http://www.globalsounds.info/2009/06/african-soul-night-gut-gelauntes-staraufgebot/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Jun 2009 12:25:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jodok Kobelt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drum herum]]></category>
		<category><![CDATA[Afro Pfingsten Winterthur]]></category>

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		<description><![CDATA[Die dritte Nacht am Afro-Pfingsten Festival in Winterthur bot hochkarätige Stars, die gut gelaunt ihr Publikum in Schwung hielten. Den Soundmischern wäre aber ab und an etwas Zurückhaltung zu empfehlen. Daniel Bühler sprach in einer seiner Bühnenansagen wohl von rund 3’500 Besuchern in der Halle. Gefühlsmässig könnten es aber durchaus auch ein paar mehr gewesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die dritte Nacht am Afro-Pfingsten Festival in Winterthur bot hochkarätige Stars, die gut gelaunt ihr Publikum in Schwung hielten. Den Soundmischern wäre aber ab und an etwas Zurückhaltung zu empfehlen.</p>
<p><span id="more-2302"></span><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/06/01.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2305" title="01" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/06/01.jpg" alt="01" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Daniel Bühler sprach in einer seiner Bühnenansagen wohl von rund 3’500 Besuchern in der Halle. Gefühlsmässig könnten es aber durchaus auch ein paar mehr gewesen sein, die das Spektakel dieser dritten Konzertnacht des Festivals genossen.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/06/02.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2307" title="02" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/06/02.jpg" alt="02" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Baye Magatte eröffnete auf der kleinen Bühne den dritten Konzertreigen des Festivals. Das Publikum reagierte etwas verhalten auf die Songs. Vielleicht lag es daran, dass die Lieder noch zu stark nach Komposition rochen, und zu wenig nach Natürlichkeit.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/06/03.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2308" title="03" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/06/03.jpg" alt="03" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Dann hiess es: Auftritt für Toure Kunda. Eigentlich hätten die beiden Brüder Ismaïla und Tidiane Touré mit «Santhiaba» eine CD im Gepäck, welche reich an Abwechslung, Stilvielfalt, Dynamik und Songideen wäre. Aber live scheinen sie die Feinheiten bewusst weglassen zu wollen. Schade, unter der Soundwalze litten vor allem die Songs.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/06/04.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2309" title="04" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/06/04.jpg" alt="04" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Wohltuend ruhig und gelassen liess es auf der kleinen Bühne Adjiri Odametey angehen. Kora, Gesang, Bass und Perkussion, mehr braucht es nicht. Wohltuend.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/06/06a.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2313" title="06a" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/06/06a.jpg" alt="06a" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Dann kam der Magnet des Abends, Salif Keita, gut gelaunt auf die Bühne. Seine Band war ebenfalls hoch motiviert. Der Meister räumte immer wieder Tänzer und Sängerinnen, aber auch seinen ausgezeichneten Musikern viel Bühnenplatz und Solo-Zeiten ein. Er selber, sonst eher ein ruhiger Bühnenmensch, unterhielt sein Publikum auch mal mit Kapriolen und kleinen Showeinlagen. Leider verzichtete auch er auf die leiseren Töne. So verschob sich die Balance dieses Konzert vom Hörerlebnis zu Gunsten der Hüftbewegungen.</p>
<p>Der Abend war im zeitlichen Ablauf etwas durcheinander geraten, ich versuchte vergeblich, noch zu einem Interview mit Keita zu kommen, und verpasste so das Konzert von Emashie. Deshalb gleich weiter zu Seun Kuti.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/06/06.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2311" title="06" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/06/06.jpg" alt="06" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Aufgewachsen als Kind in der Band seines Vaters, Egypt 80, übernahm er die Leader-Rolle nach dem Tod von Fela. Seit rund zwei Jahren ist er nun daran, seine Version des Afrobeat in die Welt zu tragen. Das gelang ihm auch in Winterthur bestens. Die Band mit dem kräftigen Gebläse, den beiden quirligen Gitarren, einer geballten Ladung Perkussion unterstützten den Frontmann optimal. Manchmal verbiss sich das Gebläse etwas gar abenteuerlichen Arrangements, aber die Afrobeat-Maschinerie hielt das Tempo hoch und präzise.</p>
<p>Abschliessend noch eine Bemerkung zum Ton. Es ist nicht ganz einfach, eine Industriehalle zu beschallen. Aber generell wurden die Konzerte zu laut gefahren &#8211; einige Besucher verliessen die Konzerte, weil sie schlicht mit zu kompakten Dezibel-Wolken zugedeckt wurden. Hier wäre etwas Feingefühl von den Sound-Leuten nicht fehl am Platz.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/06/07.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2312" title="07" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/06/07.jpg" alt="07" width="560" height="420" /></a></p>
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		<title>Latin-Night, ein Spaziergang und ein ethnologischer Einwurf</title>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 13:59:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jodok Kobelt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drum herum]]></category>
		<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Afro Pfingsten Winterthur]]></category>

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		<description><![CDATA[Am zweite Konzertabend des Afro-Pfingsten Festivals in Winterthur ragte der Auftritt der peruanischen Truppe Novalima heraus. Die NZZ am Sonntag, resp. David Signer spazierte derweil durch die von Marktständen und Essbuden überstellte Altstadt, und verteilt an die Gutmeinenden heilsame Kopfnüsse. Doch gehen wir erst chronologisch durch den Abend. Der Abend unter dem Motto „Noche Latina“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am zweite Konzertabend des Afro-Pfingsten Festivals in Winterthur ragte der Auftritt der peruanischen Truppe Novalima heraus. Die NZZ am Sonntag, resp. David Signer spazierte derweil durch die von Marktständen und Essbuden überstellte Altstadt, und verteilt an die Gutmeinenden heilsame Kopfnüsse.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/01.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2281" title="01" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/01.jpg" alt="01" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Doch gehen wir erst chronologisch durch den Abend.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/02.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2283" title="02" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/02.jpg" alt="02" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Der Abend unter dem Motto „Noche Latina“ wurde von der Tänzerin und Sängerin Regina Ribeiro aus Bern eröffnet &#8211; ein zwiespältiger Auftritt, irgendwo zwischen Konzept und gutem Willen. Aber leider waren Musik, kurze Tanzeinlagen und Gastauftritte befreundeter Musiker ohne erkennbaren Zusammenhalt. Auch die Musik wirkte seltsam intellektuell und ohne Lebenssaft.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/03.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2284" title="03" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/03.jpg" alt="03" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Da hatten es die Herren des Orquesta Aragon einfacher: Sie spielen ihre Cha Cha Chas und Rumbas trotz über 50zig-jähriger Routine herzlich, engagiert und charmant. Für den weiblichen Charme-Tupfer holten sie Afia Mala aus Togo und Benin auf die Bühne.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/04.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2285" title="04" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/04.jpg" alt="04" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Lariba mischen Kulturen und musikalische Stile wild durcheinander: Mexiko, Kuba, HipHop, Salsa, Schweiz, Ragga. Hier geht es um den Spass und um stark gewürzte Lebensfreude, das Publikum liess sich dankbar vom Groove anstecken.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/05.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2286" title="05" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/05.jpg" alt="05" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Die Überraschung des Abends waren Novalima aus Peru, einigen vielleicht dank ihres Albums <a href="http://www.globalsounds.info/2009/01/novalima-coba-coba/">«Coba Coba»</a> bereits bekannt. Live schaltet die mittlerweile 9-köpfige Truppe noch zwei Gägen höher: Was auf der Produktion im Lounge-Stil daher kommt, wird auf der Bühne zum Elektronik-Gewitter. Vertrackte peruanische Rhythmen und Techno-Loops ergänzen sich bestens. Publikum &#8211; und wie später im Interview zu erfahren war, auch die Band &#8211; genossen das Konzert sichtlich.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/06.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2287" title="06" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/06.jpg" alt="06" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Einen harten Stand hatten Madera Limpia. Ihr Kuba-HipHop Mix wirkte zerfahren. Mit Energie alleine rettet man leider keine Songs.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/07.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2288" title="07" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/07.jpg" alt="07" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Für die Orishas wurde der Auftritt zu einem Heimspiel (sie sind ja fast alle 6 Monate mal in der Umgebung von Zürich zu sehen und zu hören). Ganz klar Publikumsmagnet, und Liebling vor allem der jüngeren Konzertbesucher, lieferten sie einen routinierten Gig, der aber ständig zwischen Ups und Downs hin und her pendelte.</p>
<p><strong>Die Altstadt ist voll</strong></p>
<p>In den Gassen der Winterthurer Altstadt pilgern die Besucher im zeitweise schleppenden Lemming-Schritt vom Inder zum Schamanen, vom Trommler zum Bananenbier, und von den Glasperlen zum Solarkocher. Wir nehmen laden ein auf einen virtuellen Gang durch die Gassen, bitten aber auch darum, die Gedanken aus der NZZ am Sonntag zu lesen: Hier denkt David Signer über post-kolonialistisches Verhalten unsererseits nach, und verteilt heilsame Ohrfeigen:</p>
<blockquote><p>Eine Veranstaltung wie Afro-Pfingsten ist ein Spiegel. Nicht ein Spiegel Afrikas, sondern von uns selbst. Denn die Marktfahrer inszenieren einfach das, was ankommt. Und wir – eigentlich hängen wir immer noch demselben Afrikabild an wie vor zwanzig oder fünfzig Jahren. Kein Wunder, bleiben viele Afrikaner, und gerade die «Integrierten», diesem Spektakel fern. Sie lassen sich nicht gerne diese Labels anhängen, diese wohlgemeinten «Multikulti»-Etiketten, diesen positiven Rassismus, der die Menschen nicht mehr nach Rassen, aber fein säuberlich nach Kulturen ordnet.</p></blockquote>
<p>Der ganze Artikel ist <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/der_stolze_massai_in_winti_1.2647628.html">hier nachzulesen</a> &#8211; wärmstens empfohlen!</p>
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		<title>20. Afro-Pfingsten Festival Winterthur &#8211; der Reggae-Abend</title>
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		<pubDate>Sat, 30 May 2009 10:56:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jodok Kobelt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drum herum]]></category>
		<category><![CDATA[Afro Pfingsten Winterthur]]></category>
		<category><![CDATA[Ijahman Levi]]></category>
		<category><![CDATA[Junior Tshaka & Awadi]]></category>
		<category><![CDATA[Ky-Mani Marley]]></category>
		<category><![CDATA[Tiken Jah Fakoly]]></category>
		<category><![CDATA[Yoro Massa]]></category>

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		<description><![CDATA[Der erste Konzertabend in der Halle 53 auf dem Sulzer-Areal in Winterthur. Reggae aus Jamaica, USA, Elfenbeinküste, Burkina Faso, Senegal und der Schweiz war angesagt. Die Subwoofer standen bereit. Eröffnet wurde die Festivalausgabe des Afro-Pfingsten-Festivals auf der kleinen Bühne, die da «CH Weltmusik Bühne» heisst. Yoro Massa aus Burkina Faso und seine Truppe, die zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der erste Konzertabend in der Halle 53 auf dem Sulzer-Areal in Winterthur. Reggae aus Jamaica, USA, Elfenbeinküste, Burkina Faso, Senegal und der Schweiz war angesagt. Die Subwoofer standen bereit.<span id="more-2246"></span></p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/01_kl.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2247" title="01_kl" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/01_kl.jpg" alt="01_kl" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Eröffnet wurde die Festivalausgabe des <a href="http://www.afro-pfingsten.ch/">Afro-Pfingsten-Festivals</a> auf der kleinen Bühne, die da «CH Weltmusik Bühne» heisst.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/02_kl.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2249" title="02_kl" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/02_kl.jpg" alt="02_kl" width="560" height="420" /></a></p>
<p><a href="http://www.yoromassa.com/">Yoro Massa</a> aus Burkina Faso und seine Truppe, die zum Teil aus der Schweiz stammt, bringen zum ersten Mal die Knie zum wippen. Die Band ist neu formiert, das Potential gut hörbar, aber es noch Stolperdrähte in den Arrangements. Das trübt die wachsende Stimmung aber keineswegs.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/03_kl.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2250" title="03_kl" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/03_kl.jpg" alt="03_kl" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Auf der Hauptbühne eröffnete <a href="http://ijahmanlevi.com/">Ijahman Levi</a> mit seinem Roots Reggae. Es ist ein unspektakuläres Set, der Altmeister weiss, was zu tun ist. Und beim Publikum flatterten zum ersten Mal die Hosen, denn sie Subbässe drücken massiv. Reggae-Soundsystem eben.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/04_kl.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2251" title="04_kl" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/04_kl.jpg" alt="04_kl" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Der Höhepunkt des ersten Festivalabends ist eindeutig <a href="http://www.myspace.com/tikenjah">Tiken Jah Fakoly</a>. Der Prediger gegen Ausgrenzung und Ungerechtigkeit hatte aber etwas Mühe, auf Touren zu kommen. Er sparte alle seine Hits für die Schlussrunde, fuhr dann aber mit Trop de Bla Blah, Ouvrez les frontières und seinem African à Paris die Stimmung noch mächtig hoch.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/05_kl.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2252" title="05_kl" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/05_kl.jpg" alt="05_kl" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Dass die Stimmung auch ohne hohe Dezibelzahl und Schalldruck gut sein konnte, sich das Publikum wohl fühlte, bewiesen dann auf der CH-Bühne <a href="http://www.junior-tshaka.com/page.php">Junior Tshaka &amp; Awadi</a>. Man hätte ihnen aber gerne einen aufmerksameren Mischer gewünscht, denn da passierte mehr auf der Bühne, als dann schlussendlich aus den Boxen tönte.</p>
<p><a href="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/06_kl.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2253" title="06_kl" src="http://www.globalsounds.info/wp-content/uploads/2009/05/06_kl.jpg" alt="06_kl" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Etwas enttäuschend der Schlusspunkt des Abends, K<a href="http://www.myspace.com/kymanimarley">y-Mani Marley.</a> Die eigenen Songs, mit klaren R’n’B- und HipHop-Anlehnungen, entwickelten keine Dynamik, und beim Publikum auch keine Emotionen. Erst als er Vaters alte Hits wie «No woman no cry» oder «One Love» auspackte, jubelte ihm das Publikum zu und liess die Feuerzeuge brennen. Sicher, das Publikum wünschte sich etwas Nostalgie, aber genau so sicher ist: Der jüngste Marley-Spross hat seine eigene musikalische Sprache noch nicht gefunden.</p>
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