Maurice El Médioni meets Roberto Rodriguez – Descarga Oriental
23. September 2009
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Hier treffen zwei musikalische Kosmopoliten aufeinander: Ein Algerier mit andalusischem Herzen in französischem Exil, und ein Kubaner in amerikanischem Exil.
Maurice El Médioni hat sich, als Folge seiner äusseren Lebensumstände, einen einzigartigen Piano- und Kompositions-Stil zugelegt: Die ersten französischen Chansons brachte er sich als kleiner Junge selber bei. Als dann die Amerikaner in seiner Heimatstadt Oran ihre Basis aufschlugen, lernte er Jazz, Rumba und Boogie kennen. Später kamen die andalusischen Einflüsse hinzu und schliesslich spielte er seine Rolle bei der Geburt der Raï-Musik. Sein Partner und Produzent dieses Projekts, Roberto Rodriguez, wuchs im Exil in Miami auf, wählte später New York als Arbeitsort. Die Liste seiner Produktionen spiegelt sein Offenheit und Vielfalt: Ruben Blades, T-Bone Burnett, Randy Brecker, Paul Simon, John Zorn oder Marc Ribot figurieren darauf.
Souad Massi – Deb
5. August 2009
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Mit der zweiten Produktion machte die algerische Sängerin klar, wohin die Reise gehen würde: Folk-Chansons mit magrebinischen Melodien, das wurde ihr Markenzeichen.
Souad Massi ist eine Folksängerin im amerikanischen Sinn, aber in arabischer, eigentlich mediterraner Form. Als Folk-Sängerin mit Gitarre holte sie als Teenager erste Bühnenerfahrung. Die erste Band, eine Flamenco-Gruppe, war ein Misserfolg. Darauf zog sie mit der Hardrockband ihres Bruders durch’s Land. Als sie 1999 an’s Festival Femmes d’Algerie nach Paris eingeladen wurde, stellten sich ihre Lebens-Weichen. Mit dem Erstling «Raoui» (der Geschichtenerzähler – 2001) drückte sie aus, warum sie Musik machen wollte. Mit «Deb» (2003) machte sie deutlich, wo ihr musikalische Heimat ist – die ist gross.
Khaled – Liberté
7. April 2009
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Khaled hat die Pop-Routine abgeschüttelt und sich auf seine Wurzeln besonnen. «Liberté» ist das seit langem stärkste Album des Raï-Stars.
In einem grossen Interview mit dem Westschweizer Magazin «Vibrations» meint Khaled, er habe sich schon lange mit diesem Album beschäftigt, aber immer Angst gehabt, es auch wirklich zu produzieren: «Je me suis dit que les Européens n’étaient pas prêts pour ce genre de musique.» Der Erfolg dieser Scheibe wird Khaled zeigen, dass seine ZuhörerInnen zu viel mehr bereit sind, als sich der Künstler vorstellte. Die Produktion ist eine Zeitreise zurück zu den Ursprüngen von Khaled, so wie wir ihn in Europa kennen gelernt haben. Es hat die Ehrlichkeit und die Verletzlichkeit von «Khaled» aus dem Jahre 1992.
DuOud – Ping Kong
21. März 2009
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Zwei Oudspieler mit Hang zur Elektronik gönnen sich einen digital-abenteuerlichen Ausflug. Die dritte gemeinsame CD-Produktion hat die musikalische, vor allem aber die produktionstechnische Zusammenarbeit verfeinert und ausgeweitet.
DuOud ist ein Wortspiel aus Duo und Oud. Das Duo, das sind Jean Pierre Smadja, tunesischer Jazzer und Produzent, und Mehdi Haddab, algerischer Oud-Virtuose. Die Oud, die arabische Laute hat die beiden als Schüler und Lehrer zusammengebracht. Der Schüler Smadj revanchierte sich, indem er seinen Oud-Lehrer mit dem Electronica-Virus infizierte. Auf der ersten Produktion «Wild Serenade» (2002) spielte die Elektronik eine eher begleitende Rolle. Bei der zweiten Produktion «Sakat» (2006) half sie, die Lieder des jemenitischen Sängers Abdulatif Yagoub in eine westliche Soundwelt zu transportieren.
Rachid Taha: Ya Rayeh
31. Januar 2009
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Rachid Taha: Ya Rayeh
Rachid Taha – Diwan 2
22. Januar 2009
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Taha verbeugt sich (nach Diwan 1 aus dem Jahre 1998) ein zweites Mal vor seiner Heimat: Diwan 2 lässt die knalligen Gitarren mehrheitlich zuhause, und holt arabische Streicher ins Studio.
«Tékitoi» (Wer bist du?) fragte der Titel von Tahas letzter CD. Diese Produktion könne auch heisst «D’ou viens tu?» (Woher kommst Du?) Rachid Taha hat tief in der Kiste vergangener Erinnerung gewühlt und musikalische Schätze erneut ans Tageslicht gebracht. Lieder, welche für seine eigene Identität und die von vielen Emigranten im Paris der 50ziger und 60ziger die Tonspur ihres Lebens waren.
Kasbah Rockers (with Bill Laswell) – Kasbah Rockers
5. Januar 2009
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Pat Jabbar hat seine Kerntruppe vergrössert und unter einem weiteren Namen erneut zugeschlagen. Obschon da “Rockers” steht, pumpen die Sequenzer und wehen die Hallfahnen.
Die Produktionen des Baslers Electronica und Dub-Produzenten Pat Jabbar finden zwischen Basel, Marrakech und New York statt. In Basel hat er sein eigenes Studio. In New York spielt der Dub-Pionier Bill Laswell in seinem eigenen Studio jeweils die Basslinien ein. Je nach dem, welche zusätzlichen Instrumente aufgenommen werden müssen, welche Sänger aus dem grossen Universum von Pat noch dazu kommen, wird auch noch in Marrakech oder Oran produziert. Die Songs drehen sich um die Lebensbeobachtungen von jungen Muslimen in einer westlichen Wertewelt, und klammern auch Anti-Irak-Kriegs Songs nicht aus (FalluDJah Car).


