22. Afro-Pfingsten, Roots & Reggae
11. Juni 2011
Gespeichert unter Reportagen + Slideshows
Reggae in allen Varianten, von Raggamuffin über ganz klassische Roots-Sounds bis zu politischen Aussagen und Hochglanz-Pop: Der erste Konzertabend des 22. Afro-Pfingsten Festivals in Winterthur brachte das ausverkaufte Haus zum tanzen und mitsingen.
Es war der Abend von Alpha Blondy und Inner Circle, aber beginnen wir doch der Reihe nach: Eröffnet wurde der Reggae Abend von der angesagten Schweizer Garde mit Elijah, der mal die Marke setzte. Knackeboul konnte die gute Stimmung für sein Lausbuben-Set ausnutzen. Und Dodo hatte im Publikum einen textsicheren Chor. Dann ging’s international weiter.
Julian Marley konnte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht, oder nur ansatzweise erfüllen. Es ist auch kein Leichtes, sich aus dem Schatten des Reggae-Übervaters frei zu spielen. Auch Kenyatta Hill kämpft mit der Vergangenheit. Auch er beruft sich bei jedem zweiten Song auf seinen verstorbenen Vater, den ehemaligen Leadsänger der Culture – auch hier wäre ein Blick in die Zukunft, resp. Eigenständigkeit angebracht.
Grosse Namen, grosser Auftritt
Volles Haus – der erste Abend in Winterthur war ausverkauft! – und warmherzige Stimmung dann für Alpha Blondy. Er spielte mit einem geschickten Mix aus alten und neuen Songs ein sattes, abwechslungsreiches Set. Da fehlte weder der Cha Cah Cha du CFA aus der neuen CD, noch seine Version des Pink Floyd Klassikers Wish You Were Here. Der Sound-Mix war sorgfältig genug, dass man auch was von den Klartext-Aussagen des Sängers mitbekam.
Überraschend auch das Set von Inner Circle. Dachte ich erst, dass es ein bisschen zuviel Hochglanz-Reggae geben würde, so musste ich mich teilweise korrigieren. Es war wohl Pop-Reggae, aber hochprofessionell rüber gebracht. Und mit Sänger Kris Bentley hat die Truppe einen charismatischen Frontmann mit tragender und überzeugender Stimme. Auch hier: Chapeau!
Fazit: Gelungener Start ins Konzertwochende von Winterthur!
- Die Audioslideshow vom Samstag: Global Night
- Die Audioslideshow vom Sonntag: African Music & Women Voices
Alpha Blondy – Vision
31. Mai 2011
Gespeichert unter Neu in den Läden
Der Reggae-Star aus der Elfenbeinküste steht seit Jahren für mindestens diese beiden Werte: Geschmeidigen Afroreggae und Engagement für ein friedliches Zusammenleben. Seinem aktuellen Album packt er als Special-Edition gleich noch eine zweite CD bei: Seine Auswahl aus angesagten Roots-Musikern seiner Heimat.
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Rasta Bourgeois, Vuvuzela, Le Cha-Cha-Cha- Du CFA
Er war auch in den letzten Monaten einer der besonnen Stimmen an der Elfenbeinküste: Während sich die Politiker um die Durchsetzung des Wahlergebnisses stritten, unzählige starben und noch mehr fliehen mussten, rief Alpha Blondy zu fairem Verhalten auf. Zuhause und in der Öffentlichkeit. So sagte er gegenüber dem Lausanner Magazin «Vibrations»:
Alpha Blondy – Jah Victory
27. Mai 2010
Gespeichert unter Angespielt
Sicher eines der besten Alben in der langen Karriere der Reggae-Ikone von der Elfenbeinküste. Für den Sound mitverantwortlich zeichnet der Bob-Marley-Weggefährte Tyron Downie.
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Sankara / Ne tirez pas sur l’ambuance / Ikafo
Alpha Blondy hat in den vergangenen 30 Jahren 17 Alben veröffentlicht. In dieser Zeit war er nicht nur als exzellenter Songschreiber aufgefallen, sondern auch als einer, der Klartext redete. Trotz seinen klaren Anklagen an die Mächtigen und Macht-Missbrauchenden dieser Welt war er auch ein anerkannter Vermittler und Friedensaktivist. Spiritualität ist eine weitere Quelle seiner Arbeit. Mit diesem Album verabschiedete er sich 2007 aus einer selbstgewählten Produktionspause: In seiner Heimat herrschte Bürgerkrieg und erst nach Unterzeichnung des Waffenstillstands begab er sich wieder ins Studio.




