Müller & Makaroff – El Gaucho

3. September 2010  
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Zwei Drittel der Kerntruppe des Gotan Project liefern einen stimmungsvollen, leider etwas kurzen Soundtrack zum Film «El Gaucho».

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Andrés Retamal / Rio Negro / Jesús María

Der Film von Andrés Jarach war meines Wissens noch nicht in den Sälen. Aber der Soundtrack ist schon in manchem iPod. Der  Gaucho ist wohl so was wie das Urmodell des Argentiniers auf dem Land: fest im Sattel, rauh aber herzlich, und immer mit einer Melodie auf den Lippen. So stelle ich ihn mir jedenfalls vor. Edouard Makaroff, der Gitarrist des Kerntrios des Gotan Projects und Christoph H. Müller, der Soundtüftler des Trios, haben den Soundtrack geschrieben. Der Film selber ist ein Roadmovie über einen Rodeohelden, der zwei Welten kennt: Die Pferde in weiter Landschaft, und die endlosen Strassen zwischen den Rodeo-Standorten.

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Chango Spasiuk – El Chango

27. Juli 2010  
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Dieses Best Of Album wurde vom Akkordeonisten selbst zusammengestellt, greift auf seine vier letzten CDs zurück und enthält einige bisher unveröffentlichte Song-Versionen.

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La Ratonera / Kilometro 11 (Duett mit Gabriel Cocomarola) / Solo para mi (feat. Mercedes Sosa)

Chango Spasiuk, der argentinische Akkordeonist mit ukrainischen Wurzeln, ordnet seine Aufnahmen neu. Leider greift er dabei vor allem auf jene beiden Alben zurück, die ihn und seinen Musikstil, Chamamé, im Westen bekannt machten. Mit seinen CD’s «Tarefero de mis Pagos – Sounds from the red land» und «Pynandi – Los Descalzos» brachte er diese ländliche Musikform, die im Nord-Osten Argentiniens zwischen Polkas und Tangos entstanden war, nach Norden und nach Europa zurück.

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Gotan Project – Tango 3.0

29. April 2010  
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Das Electro-Tango-Trio erfinden sich nicht neu, dehnt sich aber mächtig nach allen Seiten hin aus, und  bezieht Erfahrungen aus verschiedenen Nebenprojekten der jüngeren Vergangenheit mit ein.

Die dritte Studioproduktion des französisch-argentinisch-schweizerischen Trios war überfällig. Vier Jahre sind im Musikgeschäft eine Ewigkeit, und ein Live-Album hilft den Fans meist nur, die Durststrecke knapp zu überwinden. Untätig waren die Drei aber nicht. Philippe Cohen Solal veröffentlichte mit «Moonshine Sessions» ein Country-Album(!), und Christoph H. Müller brachte mit Rodolfo Muñez die Arbeit «Radiokijada» unter die Leute – quasi ein peruanischer Cousin des Tango-Projekts. Jetzt nutzen die Drei den Tango vermehrt als Gefühlsausdruck, nicht nur als Musikstil.

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Filmsoundtrack – El Último Aplauso

19. Dezember 2009  
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orquesta-tipica-imperial-el-ultimo-aplausoDiese CD ist eine Hommage an eine Bar, eine Epoche im Quartier Pompeya von Buenos Aires, und eine Verbeugung vor einer Garde alter Sängerinnen und Sänger – ein bisschen Buena Vista Social Club auf argentinisch.

El último aplauso ist das Filmprojekt von German Kral, einem argentinischen Filmemacher, der mehrheitlich in Deutschland aufwuchs. Und bei Doris Dörrie an der Film-Schule München studierte. Die gab ihm auch die Idee, mal die Bar von El Chino in seiner Heimatstadt zu besuchen. Aus dem ersten Besuch wurde ein Langzeit-Projekt, denn die Bar von El Chino war die Bühne für eine ganze Reihe von Tango-InterpretInnen, und der kulturelle Treffpunkt des Quartiers.

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Mercedes Sosa – Corazón libre

7. Oktober 2009  
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mercedes-sosa---corazon-libreEine Gitarre, einen Bass oder etwas Perkussion – mehr brauchte Mercedes Sosa nicht, um ihre Lieder zu einem Hörerlebnis zu machen.

Unter dem Label «Nueva Canción» schufen die Liedermacher Südamerikas anfangs der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts eine eigene Musiksprache. Sie sangen vom harten Leben, der Ungerechtigkeit und dem Leid, zugefügt durch Repression und Politwillkür der Militärdiktaturen. Einige Musiker starben, so der Chilene Victor Jara. Andere wurden ins Exil getrieben, wie die Brasilianer Caetano Veloso oder Gilberto Gil. Mercedes Sosa war eine der argentinischen Stimmen des Nuevo Canzión. Auch sie lebte einige Jahre in Paris und Madrid im Exil.

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Mercedes Sosa starb 74jährig in Buenos Aires

4. Oktober 2009  
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mercedessosaWenn Musik ein Ausdruck der Gesellschaft ist, so war Mercedes Sosa eine der wichtigsten Gesellschaftsträgerinnen Südamerikas in den vergangenen 40 Jahren, vor allem in den 70ziger und 80ziger Jahren. Sie war eine Liedermacherin mit sozialem Herz und kritischen Texten. Sie war keine Agitatorin, sondern eine Frau, die zum Denken aufforderte. Deswegen musste sie mehrere Jahrzehnte im Exil leben: In Frankreich und Spanien.

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Manu Chao & Los Colifatos – Die Verrückten sind gar nicht so verrückt

31. Juli 2009  
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Cover---Viva-la-ColifataManu Chao startet ein neues Projekt. Diesmal geht es nicht um ihn oder seine Musik, sondern um die Insassen von «Borda», einem psychiatrischen Spital in Buenos Aires. Seit nunmehr 1991 betreiben die Insassen des Spitals die Radiostation «La Colifata». Sie gibt ihnen die Möglichkeit, über die Mauern ihres Spitals hinweg mit der Aussenwelt in Kontakt zu treten, im Kontakt zu bleiben.

Manu Chao hat mit den «Colifatos» zusammen ein Webprojekt gestartet, um Geld und Interesse anzuziehen. Geld, um das Spital, die Idee des Radios, weiter zu erhalten. Und um Interesse zu wecken für das Schicksal jener, die von sich sagen, dass «die Verrückten gar nicht so verrückt sind».

Auf der halbstündigen Audioproduktion mischen Manu Chao und die Radiomacher eigene Aussagen und Loops aus Chao-Produktionen zu einem Sermon mit Begleitung zusammen. Man muss allerdings ziemlich gut Spanisch können, um die Aussagen der Califatos zu verstehen. Die neu eingerichtete Netzadresse mit Videos, Bildern, dem Download und dem Spendenaufruf ist http://www.vivalacolifata.org/

(Gefunden über worldmusic.nationalgeografic.com)

  • Hablando al Mundo

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  • El Garrafero – Todas la Mujeres

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Dino Saluzzi & Anja Lechner – Ojos Negros

21. Juli 2009  
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dino-saluzzi---ojos-negrosEin Bandoneon, ein Cello und ganz viel Atem in und zwischen den Melodien – «Ojos Negros» ist kein Tango Album für Tänzer, sondern für Lauscher.

Dino Saluzzi und Anja Lechner spielen schon seit über zehn Jahren in verschiedenen Formationen miteinander. Dies ist ihr erstes  Duett-Album, die gemeinsame Suche nach dem, was tief im Inneren den Tango ausmacht. Anja Lechner erzählt, dass sie über die Jahre immer wieder mit dem Bandoneon-Virtuosen alte 78ziger Schellack-Aufnahmen der Tango-Legenden angehört, und sich so die unterschiedlichsten Annäherungsweisen an den Tango er-hört habe.

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Juan Carlos Cáceres – Utopía

3. Juli 2009  
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juan-carlos-caceres---utopiaDer Mann ist ein Überzeugungstäter, jede Produktion eine Spurensuche und gleichzeitig eine Übersetzung ins Heute.

Juan Carlos Cáceres ist existenzialistischer Philosoph, bildender Künstler, Lehrer, Forscher, Politiker, Pianist, Trombonist und vor allem Spurensucher. Auf seiner Suche nach den Wurzeln des Tango hat er die Wichtigkeit der afrikanischen Einflüsse auf diesen Musikstil neu entdeckt. Und er legt seine Erkenntnisse mit jeder Produktion neu dar. Kein Wunder schwingen da ab und an Töne mit, die eher an Jazzspelunken und Marchingbands aus New Orleans erinnern. Ja, Dr. John ist nicht weit weg.

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Gotan Project – La Revancha del Tango

22. Juni 2009  
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gotanproject-revanche-del-tangoEin Argentinier, ein Franzose und ein Schweizer verknüpften in Paris Tango und Electronica. Sie begeisterten damit die Lounge-Generation für eine Musiktradition, die bereits etwas Patina angesetzt hatte.

Tango war für viele Musik der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Erst in den 80ziger Jahren erlebten sowohl Tanz wie Musik eine Renaissance. Ehemalige Rockmusiker wandten sich dem Tango zu, so z.B. Daniel Melingo. Im Zuge der Digitalisierung der Musik wurde in den 90ziger Jahren der Elektrotango geboren. Als um die Jahrhundertwende das Gotan Project auf den Plan trat, waren also die Ohren der Lounge Generation gut vorbereitet – aber mit einem so durchschlagenden Erfolg hatte wohl niemand gerechnet.

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