Mercedes Sosa – Corazón libre

7. Oktober 2009  
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mercedes-sosa---corazon-libreEine Gitarre, einen Bass oder etwas Perkussion – mehr brauchte Mercedes Sosa nicht, um ihre Lieder zu einem Hörerlebnis zu machen.

Unter dem Label «Nueva Canción» schufen die Liedermacher Südamerikas anfangs der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts eine eigene Musiksprache. Sie sangen vom harten Leben, der Ungerechtigkeit und dem Leid, zugefügt durch Repression und Politwillkür der Militärdiktaturen. Einige Musiker starben, so der Chilene Victor Jara. Andere wurden ins Exil getrieben, wie die Brasilianer Caetano Veloso oder Gilberto Gil. Mercedes Sosa war eine der argentinischen Stimmen des Nuevo Canzión. Auch sie lebte einige Jahre in Paris und Madrid im Exil.

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Mercedes Sosa starb 74jährig in Buenos Aires

4. Oktober 2009  
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mercedessosaWenn Musik ein Ausdruck der Gesellschaft ist, so war Mercedes Sosa eine der wichtigsten Gesellschaftsträgerinnen Südamerikas in den vergangenen 40 Jahren, vor allem in den 70ziger und 80ziger Jahren. Sie war eine Liedermacherin mit sozialem Herz und kritischen Texten. Sie war keine Agitatorin, sondern eine Frau, die zum Denken aufforderte. Deswegen musste sie mehrere Jahrzehnte im Exil leben: In Frankreich und Spanien.

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Manu Chao & Los Colifatos – Die Verrückten sind gar nicht so verrückt

31. Juli 2009  
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Cover---Viva-la-ColifataManu Chao startet ein neues Projekt. Diesmal geht es nicht um ihn oder seine Musik, sondern um die Insassen von «Borda», einem psychiatrischen Spital in Buenos Aires. Seit nunmehr 1991 betreiben die Insassen des Spitals die Radiostation «La Colifata». Sie gibt ihnen die Möglichkeit, über die Mauern ihres Spitals hinweg mit der Aussenwelt in Kontakt zu treten, im Kontakt zu bleiben.

Manu Chao hat mit den «Colifatos» zusammen ein Webprojekt gestartet, um Geld und Interesse anzuziehen. Geld, um das Spital, die Idee des Radios, weiter zu erhalten. Und um Interesse zu wecken für das Schicksal jener, die von sich sagen, dass «die Verrückten gar nicht so verrückt sind».

Auf der halbstündigen Audioproduktion mischen Manu Chao und die Radiomacher eigene Aussagen und Loops aus Chao-Produktionen zu einem Sermon mit Begleitung zusammen. Man muss allerdings ziemlich gut Spanisch können, um die Aussagen der Califatos zu verstehen. Die neu eingerichtete Netzadresse mit Videos, Bildern, dem Download und dem Spendenaufruf ist http://www.vivalacolifata.org/

(Gefunden über worldmusic.nationalgeografic.com)

  • Hablando al Mundo

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  • El Garrafero – Todas la Mujeres

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Dino Saluzzi & Anja Lechner – Ojos Negros

21. Juli 2009  
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dino-saluzzi---ojos-negrosEin Bandoneon, ein Cello und ganz viel Atem in und zwischen den Melodien – «Ojos Negros» ist kein Tango Album für Tänzer, sondern für Lauscher.

Dino Saluzzi und Anja Lechner spielen schon seit über zehn Jahren in verschiedenen Formationen miteinander. Dies ist ihr erstes  Duett-Album, die gemeinsame Suche nach dem, was tief im Inneren den Tango ausmacht. Anja Lechner erzählt, dass sie über die Jahre immer wieder mit dem Bandoneon-Virtuosen alte 78ziger Schellack-Aufnahmen der Tango-Legenden angehört, und sich so die unterschiedlichsten Annäherungsweisen an den Tango er-hört habe.

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Juan Carlos Cáceres – Utopía

3. Juli 2009  
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juan-carlos-caceres---utopiaDer Mann ist ein Überzeugungstäter, jede Produktion eine Spurensuche und gleichzeitig eine Übersetzung ins Heute.

Juan Carlos Cáceres ist existenzialistischer Philosoph, bildender Künstler, Lehrer, Forscher, Politiker, Pianist, Trombonist und vor allem Spurensucher. Auf seiner Suche nach den Wurzeln des Tango hat er die Wichtigkeit der afrikanischen Einflüsse auf diesen Musikstil neu entdeckt. Und er legt seine Erkenntnisse mit jeder Produktion neu dar. Kein Wunder schwingen da ab und an Töne mit, die eher an Jazzspelunken und Marchingbands aus New Orleans erinnern. Ja, Dr. John ist nicht weit weg.

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Gotan Project – La Revancha del Tango

22. Juni 2009  
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gotanproject-revanche-del-tangoEin Argentinier, ein Franzose und ein Schweizer verknüpften in Paris Tango und Electronica. Sie begeisterten damit die Lounge-Generation für eine Musiktradition, die bereits etwas Patina angesetzt hatte.

Tango war für viele Musik der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Erst in den 80ziger Jahren erlebten sowohl Tanz wie Musik eine Renaissance. Ehemalige Rockmusiker wandten sich dem Tango zu, so z.B. Daniel Melingo. Im Zuge der Digitalisierung der Musik wurde in den 90ziger Jahren der Elektrotango geboren. Als um die Jahrhundertwende das Gotan Project auf den Plan trat, waren also die Ohren der Lounge Generation gut vorbereitet – aber mit einem so durchschlagenden Erfolg hatte wohl niemand gerechnet.

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Axel Krygier – Zorzal

6. Mai 2009  
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axel-krygier-zorzalEine Zorzal ist eine Drossel – und der argentinische Multiinstrumentalist ist echt ein etwas schräger Vogel.

Axel Krygier ist nicht der erste südamerikanische Musiker, der gerade dadurch auffällt, dass er in keine der gängigen Musikschubladen passt. Sein Mix beinhaltet elektronische Basteleien, Jazzläufe, Samples aus allen Weltgegenden dieses Planeten, Bläser wie aus den frühen Prince-Produktionen und eine Coolness, die ihresgleichen sucht. Ab und zu verirrt er sich etwas gar tief in den Soundlabyrinthen – aber er findet immer wieder heraus.

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Chango Spasiuk – Pinandí

8. März 2009  
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chango-spasiuk-pynandi-los-descalzosHier schüttet einer sein musikalisches Herz aus. Chango Spasiuk ist ein Getriebener des Chamamé, der argentinischen Variante des Polka und Schottisch – aber Achtung: das ist was ganz anders als jetzt wahrscheinlich in den Ohren klingelt!

Polka, Schottisch, Tanzboden, hoppsassa – nix da, wenn es um Chamamé geht! Die Heimat dieses Musikstils ist im hohen Norden von Argentiniens, in der Provinz Misiones, dort wo ein Arm Argentiniens zwischen Brasilien und Paraguay eingeklemmt wird. Und Polka ist mehr mit dem Herzschmerz des Tango verwandt, als mit dem klobigen Tanzschritten aus der Urheimat Europa und der Ukraine. Aber es hat ungemein viel mit der Handorgel zu tun, resp. dem Akkordeon. Und der aktuelle Botschafter des Chamamé ist Chango Spasiuk.

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Melingo – Maldito Tango

1. Januar 2009  
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melingo-maldiato_tangoDaniel Melingo ist nicht nur ein begnadeter Selbstdarsteller – er ist auch ein Meister der Interpretation. Das  ist insofern überraschend, wenn man weiss, dass der Tango “nur” die zweite grosse musikalische Liebe des Argentiniers ist.

Melingo ist Tango und umgekehrt – das war nicht immer so. Er vertraute früher auf die reinigende Kraft der Rockmusik, doch hat er mittlerweile herausgefunden, dass seine Emotionen und seine Theatralik besser in seiner heimatlichen Musikform, dem Tango, aufgehoben ist. Auf der einen Seite studiert er heute klassischen Tango, auf der anderen Seite will er die Spontaneität in die Interpretation zurückbringen. Trocken meint er in einem Interview mit dem Magazin «Jazzthetik»: «Einige nennen es neo-traditionalistisch… Aber es sind die Wurzeln, aus denen neues Leben entspringt.»

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