Imperial Tiger Orchestra – Mercato

13. Juli 2011  
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Wenn sich ein junger Genfer Trompeter in die Skalen und Grooves der goldenen Jazz- und Soul-Zeit von Addis Abeba verliebt und mit dieser Liebe noch ein paar Kollegen ansteckt, kann es passieren, dass auch in der Schweiz Tiger geboren werden.

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Lale Lale, Anchi Bale Game, Demamaye

Hinter dem Projekt steht Raphaël Anker. Als Ende des letzten Jahrhunderts die Aufnahmen der wichtigsten Labels der Blütezeit der äthiopischen Soul- und Jazz-Aera in der Serie «Les Ethiopiques» auch in Europa erschienen, trafen sie beim jungen Genfer Trompeter auf offene Ohren. Seine Mitstreiter stammen aus ganz unterschiedlichen musikalischen Schulen, treffen sich aber auf den hypnotischen Beats und in jazziger Improvisation. Mulatu Astatke oder Gétatchèw Mèkurya standen wohl Pate beim Finden des Bandsounds.

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Dub Colossus – Addis Through The Looking Glass

16. Mai 2011  
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Nick Page alias Count Dubullah hat seine Liebe zu den äthiopischen Tönen und Grooves ausgebaut. Seine zweite Produktion mit Dub Colossus zeigt  eine jazzigere Seite des Projekts, und die Soundkulturen aus London und Addis sind viel enger zusammen gewachsen.

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Dub will tear us apart, Satta Massagana, Kuratu

Was vor rund 2 Jahren als Projekt begann hat sich zu einer interkontinentalen Band entwickelt. Dubulah, seine äthiopischen Sängerinnen und Musiker und die englischen Kollegen brachten die Songs der ersten Produktion auch live auf die Bühne. Das zeigt erste Früchte: Die neuen Songs sind mehr von den Äthiopiern beeinflusst, es tönt weniger nach Jam und Zufall. «Sie brachten mehr Ideen für die Weiterentwicklung der Band, und überliessen es dann mir, diese Ideen in den richtigen Sound zu rücken», wird Dubulah im Booklet zitiert.

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The Very Best of Éthiopiques

21. August 2010  
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Die Éthiopiques-Serie trägt seit rund fünfzehn Jahren die wunderbaren Soul- und Jazz-Songs Äthiopiens aus den 60er und 70er Jahren in den Westen. Dies ist das Best of Album einer Ära.

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Mulatu Astatqé: Yèkèrmo Sèw / Girma Bèyènè: Enken Yelelebesh / Alèmayèhu Eshèté: Tchero Adari Negn / Tlahoun Gèssèssè: Sema

Francis Falceto begann Ende der 90er Jahre seine musikalischen Entdeckungen aus dem Äthiopien in einer CD-Serie auszubreiten. Äthiopien war bis dahin erst von ganz wenigen Weltmusik-Spezialisten als Schatzkammer entdeckt worden. In den 60er und 70er muss eine seltsame kulturelle Stimmung geherrscht haben: Hier das bröckelnde Kaiserreich von Haile Selassie I., dort der Einfluss des musikalischen Aufbruchs im Westen, mit Musikern wie James Brown oder Otis Redding. In den Städten  entwickelte sich in kurzer Zeit eine Szene, die Musiker hervorbrachte, die den Soul- und Jazzgrössen des Westens ebenbürtig waren – doch ausserhalb Äthiopiens kannte sie kaum jemand.

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Mahmoud Ahmed – Soul of Addis

12. Dezember 2009  
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mahmoud-ahmed-soul-of-addisDiese Stimme hat 30 Jahre lang die Musik Äthiopiens geprägt: Mahmoud Ahmed ist der Soulkönig von Addis, seine Auftritte sind legendär.

Die Lebensgeschichte könnte klassischer nicht sein: Ahmoud Ahmed musste sich und seine Familie die ersten zwanzig Jahre seines Lebens mit Schuhputz- und Laufburschen-Jobs über Wasser halten. Sein Glück war es, dass sein Arbeitseifer den Clubbesitzer des neuen Arizona Nightclubs gefiel, und er ihn nach Einrichtung des Clubs weiter beschäftigte. Und zum Glück wagte es der junge Mann, der Band hinter der Bühne mal vorzusingen – der Rest ist Legende. Er wurde Leadsänger diverser Bands, manchmal gleichzeitig, war bis nach 2000 immer wieder im Ausland unterwegs, doch er blieb seiner Heimat treu.

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Bole 2 Harlem – Vol.1

1. Oktober 2009  
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bole-2-harlem---volume1Addis Abeba steht am einen, New York am andern Ende der musikalischen Reise. Und dazwischen hat es viel Platz für Grooves.

Kernteam des Projektes waren der Sänger und Texter Maki Siraj, der Multiinstrumentalist und Produzent David Schommer, und die Sängerin Tigist Shibabaw. Ich benutze die Vergangenheitsform «waren», weil Tigist – die übrigens die Zwillingsschwester von Gigi ist – im Januar 2008 starb. Die Idee des Albums war es, das musikalische Erbe Äthiopiens und die angesagten afro-amerikanischen Grooves zusammen zu bringen. Bole, der Name des Flughafens von Addis, und Harlem als musikalisches Kreativquartier New Yorks, stehen stellvertretend für die beiden Destinationen.

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Minyeshu – Dire Dawa

9. März 2009  
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minyesu-dire-dawaÄthiopische Grooves treffen auf jazzig-popige Arrangements – Minyeshu ist auf der Suche nach ihrem Platz zwischen alter und neuer Heimat.

Als Mitglied der Truppe des «Ethiopian National Theater» bereiste Minyeshu Kifle Tedla Europa und blieb 1996 in Belgien, resp. Holland hängen. Hier baut sie nun ihre zweite musikalische Heimat auf. Das Interesse an äthiopischen Grooves hat in den letzten Jahren ja merklich zugenommen. Beispiele dafür sind Gigi Shibabaw, die in Amerika eine neue Heimat gefunden hat. Oder das Interesse an der Compilation-Serie «Ethiopiques», welche erfolgreich seit zehn Jahren Musik aus Äthiopien veröffentlicht.

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Dub Colossus (in) A Town called Addis

2. Januar 2009  
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dub-colossus-a-town-calles-addisDie Produktion ist das Resultat eines zweijährigen Projekts, geplant und vorangetrieben von Count Dubulah, alias Nick Page. Seine Liebe zur äthiopischen Musik stand am Anfang eines recht gewundenen Wegs.

Seit einigen Jahren hat der Westen via die Sammlung “éthiopiques” (Hörbeispiele bei Amazon) vertiefteren Einblick in die Musik von Äthiopien. Nick Page hatte als Band-Mitglied von Transglobal Underground und Temple of Sounds schon einige Male musikalisches Neuland betreten.  Die Arbeit als Dub Colossus allerdings war selbst für ihn eine ganz neue Erfahrung: Er musste sich auf fremde Skalen einlassen, seine 4/4-GRooves wollten nicht immer passen. Oder wie er Elizabeth Kinder in einem fRoots-Interview gestand: «You can’t force  your own design on something.» Auf der Realworld-Site erzählt Page die Geschichte des Albums.

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