Angélique Kidjo – Õÿö
9. Februar 2010
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Ein Tribut, eine Referenz und ein Song-Sammlung voller Erinnerungen, das ist das Konzept dieses Albums. Benins Diva kann alles singen, aber manchmal überinterpretiert sie die Songs.
Westafrikas Musikleben Mitte des letzten Jahrhunderts ohne die Einflüsse von Soul, Jazz, Funk und Latin aus Amerika oder Europa ist kaum vorstellbar. Diese Radio- und Pop-Songs gehörten mit der gleichen Selbstverständlichkeit zur musikalischen Grundnahrung der jungen Angélique Kidjo, wie die traditionellen Lieder oder die Theaterstücke, welche ihre Mutter auf die Bühne brachte. Und wie ich durch diese CD erfahre, spielte man in Benin schon früh Bollywood-Filme, die wegen der Verbindung von Tanz und Musik sehr beliebt waren. «Õÿö» ist ein musikalisches Erinnerungsalbum mit Kompositionen aus diesen Jahren. Die Helden von damals heissen James Brown, Otis Redding, Marvin Gaye oder Carlos Santana.
Gangbé Brass Band – heisses Blech
2. August 2009
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Die Mischung macht’s. Aus traditionellen Begräbnisbands und dem Blasorchester der Polizei entstand eines der heissesten Gebläse der afrikanischen Westküste. Funk und aufgebrochene Rhythmen, die in den Riten und Zeremonien des Vodoun entstanden sind, bilden eine ansteckende Mixtur.
Drei Alben hat die Gangbé Brass Band bis heute vorgelegt: 2001 entstand «Togbé» mit Hilfe der französischen Truppe «Lo’jo». Mit der 2004 erschienenen Produktion «Whendo» im Gepäck wurden die Tourneen länger und führten auch rund um die Welt. Das 2008 erschienene Album «Assiko» bestätigte: Hier ist eine ungewöhnliche Truppe unterwegs, die als musikalische Botschafterin Benins überall gerne gehört wird.
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Musiques Métisses – Afrique Atlantique
1. August 2009
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Lieder aus Ländern entlang der Westküste Afrikas von Angola bis Senegal. Christian Mousset hat sich eine Visitenkarte seines Festivals zusammengestellt.
«Musiques Métisses» heisst das Festival von Christian Mousset. Es ist eine der angesehensten Adressen im französischen Festivalkalender. Deshalb darf man fast blind darauf vertrauen, dass dieser Mann seine Compilations nicht nach markttechnischen Kriterien zusammenstellt, sondern aus Liebe zur Musik und den Musikern. Wahrscheinlich standen alle schon mal in Angoulême auf der Bühne, und dies ist so etwas wie ein thematischer Rundgang durch die CD-Sammlung des Festivaldirektors. Für Weltmusik-Entdecker ein verlässlicher Führer, und für Kenner hat er doch noch die eine oder andere Trouvaille dabei.
Analog Africa Nr. 5 – Legends of Benin
6. Juli 2009
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Samy Ben Redjeb ist ein Jäger und Sammler. Er teilt seine analogen Vinyl-Schätze aber sehr gerne mit der ganzen Welt, und transportiert so die Songs einer bei uns fast unbekannten Musikära ins digitale Zeitalter.
Die Nr. 5 zeigt es an: da gab’s Vorgänger. «African Scream Contest» oder das Orchestre Poly-Rythmo de Cotonou mit «The Vodoun Effect» sind als Silberlinge erhältlich, die «Africa Selections» Nummer 1 und 2 gibt’s gar als download. Und das alles, weil ein angefressener DJ, Samy Ben Redjeb, auf den Spuren von Afrobeat und Afrofunk durch Schwarzafrika reiste. Von Zimbabwe bis Benin hat er mit einheimischen Händlern und Sammlern nächtelang LPs angehört, Musiker gesucht und gefunden, und Originalaufnahmen und neu erworbene Lizenzen nach Hause getragen.
Angelique Kidjo – Djin Djin
27. Mai 2009
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Es ist gut, Freunde zu haben. Aber alle gleichzeitig einzuladen ist nicht immer eine gute Idee: Man kommt einfach nicht dazu, mit allen auch wirklich zu sprechen.
Die Gäste tragen klingende Namen: Peter Gabriel, Carlos Santana, Ziggy Marley, Alicia Keys oder Joss Stone. Aber der Name alleine macht noch nicht den Song aus – und in in einigen Fällen gilt nicht mal der Slogan “It’s the singer, not the song”. Die Gast-Instrumentalisten: Alles Meister ihres Faches, nur die Besten der Besten. Doch der Hacken: Nummern wie “Gimme Shelter” mit Joss Stone werden durch afrikanische Perkussion und zwei Backgroundchören auch nicht afrikanischer oder congenial erneuert – höchstes für das Tanzpublikum.
Orchestre Poly-Rythmo de Cotonou – The Vodoun Effect
27. Dezember 2008
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Eine musikalische Ausgrabung, die es in sich hat! Das Orchestre Poly-Rythmo war in den 70ziger Jahren die angesagte Truppe in Benin, funky, heiss und groovy.
Dass man von dieser Band in der westlichen Welt nichts hörte, ist nicht erstaunlich. Die Distributionswege damals waren noch viel schlechter als sie es heute sind, nämlich kaum existent. Die Auflage pro Single lag zwischen 100 und 1000 Kopien. Einige davon retteten sich in unsere Tage und Samy Ben Redjeb hat sie für seine Analog Africa Serie aussortiert – es sind Perlen!

