Cobra Verde – Forró do Bau

16. Juli 2010  
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Einer der gefragtesten Akkordeonisten in der Welt des Forró legt seine erste Solo-Produktion vor. Es ist ein ehrliches Album, nicht überproduziert, und lebt stark von der Authentizität der Interpreten.

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Toca Cobra Verde / Vaqueiro Apaixonado / Sertão Seco

Ein erfolgreicher Sanfoneiro (Forró-Akkordeonist) muss zwei Sachen können: Er muss das Akkordeon, bestens beherrschen. Und er muss über ein Repertoire verfügen, das gross genug ist, an einem Fest bis zum Morgengrauen aufspielen zu können. Cobra Verde, eigentlich Soenildo Santos Mendonça, kann beides. Schon als kleiner Bub bediente er die grosse Trommel im Trio seines Onkels. Als 15jähriger Akkordeonist wurde er zum ersten Mal professionell engagiert, mit 16 stand er zum ersten Mal im Aufnahme-Studio, und seither ist er unterwegs.

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Curumin – Japanpopshow

22. April 2010  
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Mashup the mashups, oder wie man schwimmend im Meer der unüberblickbaren Soundschnipsel doch immer wieder Land sichtet.

Curumin heisst im steuer-zahlenden Leben Luciano Nakata Albuquerque, und er wohnt in São Paulo. Namenstechnisch bereits eine globalisierte Person. Das ist keine Erklärung, aber immerhin ein Hinweis, wie es zu diesem Albumtitel, und überhaupt zu dieser Musik kam. Auf ihn gestossen bin ich, weil CéU in einem Interview erwähnte, dass er auf ihrer Playlist stehe. Da ist auch eine gewisse Verwandtschaft hörbar. Wenn auch Curumin mehr den Sounds und Grooves verpflichtet ist, als den Songs.

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Carlos Núñez – Alborada Do Brasil

26. November 2009  
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carlos-nunez-alborada-do-brasilDer galicische Flötenvirtuose Núñez findet in Brasilien das Echo seiner eigenen Vorfahren. Keltische Melodien sind ebenso Ur-Bestandteil der brasilianischen Musik wie afrikanische Rythmen.

Galicien, der nord-westlichste Zipfel Spaniens, ist keltisches Land. Und seine Hauptstadt ist Santiago de Compostela. Hier hat sich Carlos Núñez als Flöten-Virtuose, Meister der Gaita, und Forscher der keltischen Tradition einen Namen gemacht. Dass dabei die Bretagne und Irland mit ihren starken keltischen Wurzeln immer wieder Ausgangspunkt seiner musikalische Projekte waren, erstaunt nicht. Die Beziehung zu Brasilien ist nicht so offensichtlich,  wird im Laufe dieser CD aber sehr deutlich – und im ausführlichen Booklet auch bis in die historischen Verästelungen nachgewiesen.

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Forro in the Dark – Light a candle

30. Oktober 2009  
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forro-in-the-dark-light-a-candleForró ist Partymusik, und mit den Musikern aus der Heimat Brasilien ausgewandert. In New York hat er sich instrumentenmässig verändert, ist aber Partymusik geblieben.

Weil Mauro Refosco an seinem Geburtstag zu einer Jam Party im «Forró-Stil» einlud gibt es die Truppe. Weil das Fest in Nublu-Club im East Village/New York stattfand, war sie ab diesem Datum die Hausband mit fixem Konzertrhythmus. Eigentlich gehört zum klassischen Forró noch ein Akkordeon. Aber die vier Bandmusiker verzichten darauf, setzen auf mehr Perkussion, auf Gitarre, diverse Flöten (ein kritisches Instrument, hier grandios gespielt!) und Klarinette. Der Triangel treibt ganz traditionell die Songs vorwärts, es wird viel in die Hände geklatscht.

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Da Cruz – Corpo Elétrico

23. Oktober 2009  
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da-cruz---corpo-eletricoDie Band ist angetreten, einige Vorurteile aus der Welt zu schaffen, z.B. dass ganz Brasilien ständig an Karneval-Fieber leidet, oder dass die Schweizer, insbesondere die Berner, enorm langsam sind.

Die Kernzelle von Da Cruz sind die Sängerin Mariana da Cruz aus São Paulo, der Produzent, Journalist und digitale Multiwerker Ane Hebeisen und der Gitarrist Oliver Husmann, beide aus der Schweiz. Ein erstes Album «Nova Estaçao» peilte 2007 erste musikalische Ziele an: Es ging in Richtung Brazil-Electro-Samba-Bossa-Rock. Seither haben die Drei, live verstärkt durch Schlagzeug und Trompete, ihr Klang- und Groove-Spektrum beachtlich ausgebaut, sind selbstsicherer geworden.

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CéU: Cangote

18. Oktober 2009  
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CéU: Cangote


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Von der neuen Produktion «Vagarosa»

Os Mutantes – Haih or Amortecedor

8. Oktober 2009  
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os-mutantes-haihWenn der Samba in den Art-Rock kippt, alte LSD-Räusche aufgekocht werden, und die Rocky Horror Picture Show zu Gast ist, dann tönt das in etwa so wie Os Mutantes.

Os Mutantes waren in den 70ziger Jahren jene rockende Hippie-Truppe Brasiliens, vor denen sämtliche Eltern warnten: Wild, psychedelisch, hemmungslos, grenzüberschreitend. Innerhalb von zehn Jahren wechselte das Lineup acht Mal. 1978 kam das endgültige Aus, die Band löste sich auf. Aber die Truppe war bereits eine Legende und hatte weltweit ihre Spuren in der  Rockwelt hinterlassen. Nirvanas Kurt Cobain wollte sie in den 90zigern zur Reunion bewegen. Der Talking Head David Byrne brachte 1999 ein Best-of-Album auf seinem Luaka Bop Label heraus.

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Comfusões1 – From Angola to Brasil

10. August 2009  
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comfusoes1Hinter dem Remix-Projekt steht der brasilianische Produzent Mauricio Pacheco, und seine Liebe für Hits aus Angola aus den 60ziger und 70ziger Jahren.

Vor der Unabhängigkeit und dem Bürgerkrieg kamen aus Namibia einige Schmelzer, die in der gesamten portugiesisch sprechenden Welt mitgesummt und -geträllert wurden. Die Namen der damals bekanntesten Interpreten sind, mit der Ausnahme von Bonga, grösstenteils vergessen. Musiker wie Teta Lando oder Artur Nunes waren kaum ausserhalb des portugiesischen Sprachraums bekannt, gingen wieder vergessen, oder sind mittlerweile gestorben. Einige, wie Carlos Lamartine, haben den über 25jährigen Bürgerkrieg in der Heimat überstanden. Auf Akwaba Music erzählt er, wie er die Musik Angolas aus den 50zigern bis heute erlebt hat.

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CéU – Vagarosa

29. Juli 2009  
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ceu-vagarosaCool kommt die neue Produktion von CéU daher, fast zu cool. Doch die klare und sinnliche Stimme und eine abenteuerliche Produktion schützen bestens vor dem Absinken in die Tapetenwelt der Lounge-Musik.

Die Herausforderung war gross, das Erstlingsalbum «CéU» wurde rund um den Globus gefeiert. In den Zweitling baute die junge Sängerin all die Erfahrung der letzten drei Jahre ein: Mit einer Band auf Tour zu sein, zeitweise in New York zu leben, eine Tochter zur Welt zu bringen. Im Studio setzt sie nicht nur auf ihren Produzenten und musikalischen Tausendsassa Beto Villares, sondern auch auf Musiker und SängerInnen aus dem weiteren Umfeld in São Paulo.

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Quantic & His Combo Bárbaro – Tradition in Transition

11. Juli 2009  
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quantic-combo-barbarico-transitionWill Holland, alias Quantic, ist nicht zu halten: Kein Musik-Stil, keine Weltgegend die ihn nicht fasziniert, anzieht, die er sich nicht einverleibt. Im Moment ist er in Cali, Kolumbien gestrandet.

Er liebt die Arbeit am Computer eben so sehr, wie die Handwerks-Arbeit im Studio. Er kann Charlie Parker remixen, oder mit De La Soul auf der Bühne stehen – so lange es tönt und groovt scheint der Mann, der sich Quantic nennt, glücklich zu sein. Dass sein aktuelles Album jetzt (vielleicht) ein Worldmusic-Album ist, hat mit den Mitstreitern zu tun, und dem Aufnahmeort, Cali. An den Tasten, und groove-bestimmend, Alfredo Linares, ein peruanischer Salsero. Die Horns sind teils kolumbianisch, teils kubanisch besetzt, Streicher-Arrangements und Perkussion in brasilianischer Hand. Die Mehrheit der Titel ist  instrumental.

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