Jaune Toujours – Ko Lektiv

30. Juli 2009  
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jaune-toujours-kolectivDie rockenden Chansonniers aus Belgien vermeiden einmal mehr die Schubladisierung. Ihr Credo: «Anything is acceptable, as long as it grooves.»

Über 10 Jahre und 6 CDs lang ist die Karriere der Brüsseler Combo bereits. Den Sänger und Komponisten Piet Maris als Manu Chaos Cousin aus  Brüssel zu bezeichnen wohl etwas überrissen, zielt aber in die richtige Richtung. Irgendwo zwischen Les Négresses Vertes, The Clash und Osteuropa ist der rockende Chansonmix platziert. Umspielt wird das Ganze von einem jazzig ausufernden Gebläse – wobei es sich nicht um einen ausgewogenen Satz handelt, sondern um eine Übermacht an Trompeten.

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17 Hippies – El Dorado

15. März 2009  
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17-hippies-el-doradoDie Hippies, die keine sind (ausser einem), und nicht 17, sondern bei diesem Album 13, vergrössern ihren musikalischen Garten, der schon immer eine abenteuerlich wuchernde Sonderzone war.

Schmelztiegel ist eigentlich der falsche Ausdruck. Denn da würden ja die Einzelteile zusammen geschmolzen. Die Kunst des Berliner Orchesters geht da etwas feiner vor: Nicht verschmelzen, aber ineinander schmelzen, so das jeder Teil noch als solches erkennbar ist. Oder wie es die Hippies selber definieren: Grossstadtmelancholie mit Tanzmusik vermischen. Und dabei ist es egal, woher der Rhythmus kommt, die melodische Anleihe. So tönt ein  türkisch-cajunmässiger Song in hessisch gesungen beinahe wie eine Klezmer-Tanzmelodie. Und die Country-Hoppsassa-Nummer «Six green bottles» erhält untypische, osteuropäische Harmonie-Zuschüsse.

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Rupa & The April Fishes – eXtraOrdinary rendition

6. Januar 2009  
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rupa-and-april-fishes-extraordinary-renditionEine Sängerin mit indischen Wurzeln lebt und arbeitet als Ärztin in San Franzisko und singt auf französisch oder spanisch – die Songwriterszene der amerikanischen Westküste hat einen neuen Star.

Worldmusic-Arrangements gehören immer öfter zu den Handwerktricks von Singer/Songwritern. Afrobeat ist für Rockbands diesseits und jenseits des Ozeans eine Inspirations-Quelle. Musiker wie Beirut bauen ihre Karriere auf Höreindrücken und Soundschnipseln auf, die sie während ihren ausgedehnten Reisen sammelten. Bei Rupa Mayra ist die Vermischung von Stilen organisch gewachsen: Als Kind indischer Eltern kam sie an der Westküste zur Welt, wuchs aber später über viele Jahre in Südfrankreich auf. Irgendwie logisch, dass sie mehr vom französischen Chanson und Gypsy-Jazz beeinflusst wurde als vom amerikanischen Mainstream.

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