Lucas Santtana – Sem Nostalgia

26. September 2011  
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Samba und Bossa Nova durch Loop- und Dub-Schlaufen geschickt, und akustische Sounds, die so lange in die digitalen Marinade eingelegt wurden bis sie von Melodie zu Rhythmus mutierten.

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Super Violão Mashup, Cira Regina e Nana, I can’t live far from my music

Für uns Europäer ist Lucas Santtana noch zu entdecken. Zuhause in Brasilien gehört er seit rund zehn Jahren und mittlerweile vier Alben zu jenen Musikern, die einen der Motoren der südamerikanischen Musik neu angeworfen haben: Die Verschmelzung, die Integration von neuen Stilen und Sounds in die bereits bestehende Vielfalt. Als Bandmitglied und Studiomusiker von Leuten wie Caetano Veloso oder Gilberto Gil war er ausgiebig dem Tropicalismo-Virus ausgesetzt. Als einer der jungen Generation pflegt er das Spiel mit der Elektronik und mit  Sounds, wie man es auch von CéU, Beto Villares oder Curumin kennt.

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Dub Colossus – Addis Through The Looking Glass

16. Mai 2011  
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Nick Page alias Count Dubullah hat seine Liebe zu den äthiopischen Tönen und Grooves ausgebaut. Seine zweite Produktion mit Dub Colossus zeigt  eine jazzigere Seite des Projekts, und die Soundkulturen aus London und Addis sind viel enger zusammen gewachsen.

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Dub will tear us apart, Satta Massagana, Kuratu

Was vor rund 2 Jahren als Projekt begann hat sich zu einer interkontinentalen Band entwickelt. Dubulah, seine äthiopischen Sängerinnen und Musiker und die englischen Kollegen brachten die Songs der ersten Produktion auch live auf die Bühne. Das zeigt erste Früchte: Die neuen Songs sind mehr von den Äthiopiern beeinflusst, es tönt weniger nach Jam und Zufall. «Sie brachten mehr Ideen für die Weiterentwicklung der Band, und überliessen es dann mir, diese Ideen in den richtigen Sound zu rücken», wird Dubulah im Booklet zitiert.

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Flowering Inferno – Dog With A Rope

9. Dezember 2010  
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Will Holland ist ein Arbeitstier, aber auf keinen Fall verbissen. Eines seiner Projekte heisst Flowering Inferno und bringt die Grooves von Kolumbien und der Karibik zusammen.

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Dub Y Guaguanco, No Soy Del Valle, Te Pico el Yaibí

Er verdient einen Teil seines Geldes als DJ Quantic überall auf der Welt. Aber am liebsten hält sich Will Holland in seiner Wahlheimat Kolumbien auf, wo er sich in Cali ein Studio aufgebaut hat und die Musik und Grooves der Region aufsaugt. Fast etwas beiläufig hat der junge Engländer in den letzten zehn Jahren vierzehn CDs mit unterschiedlichen Fromationen produziert. Sein Studio ist wie ein offenes Haus. Hierher werden die besten Musiker aller Generationen  eingeladen, oder schauen auch einfach mal vorbei um zu hören, an was der Mann gerade arbeitet.

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[dunkelbunt] – Sun Dub Vol. 2

11. August 2010  
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Aus dem DJ Bag von Ulf Lindemann, alias [dunkelbunt], stammt diese Sommer-Sammlung, die jede Balkon- oder Gartenparty bestens untermalt.

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Amorf Ördögök feat. Lipi  Brown: Dunántúli Sláger / Stefano Miele feat. Ghetonia: To Proto Remix / Analogik/dunkelbunt: Gypsie Doodle

Auch die zweite Sun Dub Sammlung von [dunkelbunt] bringt eigene Songs, Mixes und Favoriten von DJ-Kollegen und befreundeten Bands. Darunter  sind alte Bekannte: Eastenders, !DelaDap, und der eigene Hit Cinnamon Girl ist in neuem Instrumental-Mix auch wieder dabei. Aber dann kommen neue Farben: Das beginnt mit Klezmer Tönen von Niftys, lässt einen halb-walzernder Schleifer aus Ungarn mit  Amorf Ördögök feat. Lipi Brown folgen, und landet dann in Mittelmeertönen.

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Balkan Beat Box – Blue Eyed Black Boy

9. April 2010  
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Zurück und gleichzeitig vorwärts, das schaffen nur wenige! Balkan Beat Box haben sich neu und schärfer definiert, es ist ein Ohrenschmaus.

Auch wenn Leute mit Hang zu Political Correctness jetzt vielleicht tief durchatmen müssen: Balkan Beat Box haben ihre Zigeuner-Wurzeln neu erforscht, die familiären wie die ideellen. Was auch immer an genetischen  Bezügen da ist, wird eingebracht: Israel, Balkan, New York, Karibik, Klezmer, Dub, Mittelmeer. Dass aufkeimende Altersweisheit nicht vor Klartext schützt, ist auch selbstverständlich. Entstanden sind die Song noch «in Bush times» (Zitat aus einem Interview in der aktuellen «Songlines»-Ausgabe). Und so sind einzelne Zeilen auch recht bitter: Weiterlesen

La Cherga – Fake No More

10. November 2009  
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la-cherga---fake-no-moreWenn die Nabelschnur in die ehemalige Heimat digitalisiert wird, Gegenwart sich in die Erinnerung einmischt, entstehen Sound-Landschaften wie diese.

Die Bandmitglieder von La Cherga wurden alle auf die eine oder andere Art von den Balkankriegen in die Flucht getrieben. Mal war es der frühere, grassierende Nationalismus, mal war es die spätere Aggression. Sie kamen irgendwie nach Österreich, wählten Graz als Basis, und bauten dort eine Dub-Variante ihrer eigenen musikalischen Sozialisation. Als  Kroaten, Bosnier und Mazedonier brauten sie mit Zutaten aus der Electronica-Clubkultur und jamaikanischer Sehnsucht so was wie eine Erinnerungsschleife in Dub.

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Jah Wobble & The Chinese Dub Orchestra – Chinese Dub

4. Februar 2009  
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jah-wobble-chinese-dub«All in all it’s something of a family affair» sagt Jah Wobble über sein neustes Album Chinese Dub. Es ist ein Album des gegenseitigen kulturellen Respekts.

Jah Wobble ist ein musikalischer Schwamm. Anfänge im Punk (PiL), dann musikalische Experimente mit den Musikern der Kult-Truppe Can, später an den ausfransenden Rändern der Weltmusik unterwegs: So weit schweifend ist sein Musikantenleben. Und unter allem drunter und in allem drin hört er immer diese wuchtigen, wabernden Basstöne und die schleppenden Dub-Hallfahnen. Auf dem aktuellen Album sind die Mitmusiker mal nicht Peter Gabriel oder Bill Laswell, sondern Zi Lan Liao, oder John und Charlie Wardle – übersetzt:  Seine Frau,  und seine beiden Söhne. Und Schwiegervater Kui Hsiung Li dirigiert das Pagoda Chinese Youth Orchestra.

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