Kottarashky – Opa Hey!

25. Januar 2010  
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Hoch anrechnen muss man dem Computermusiker seine Liebe zur Jagd. Er geht oft mit Mikrofon und Aufnahmegerät ausgerüstet raus, und fängt seine Töne in der analogen Welt.

Nikola Gruev ist im Brotberuf Architekt und arbeitet in Sofia. Musik war immer Teil seines Lebens, aber er legte irgendwann mal die Gitarre zugunsten des Computers weg. Wenn er musikalische Vorbilder aufzählt, sind das mehrheitlich alte Hand- resp. Mund-Werker wie Tom Waits, Bob Marley, Captain Beefheart oder Bratsch – und die Gypsy-Bands seiner Heimat. Die Töne für seine eigenen Songs jagt er an Dorf- und Familien-Festen rund um das Schwarze Meer oder an der Grenze zur Türkei – oder in den Strassen von Sofia.

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Watcha Clan – Diaspora Hi-Fi

27. Oktober 2009  
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watcha-clan---diaspora-hi-fiDie Nomaden mit Basislager in Marseille bereisen die Küsten und Kulturen rund um’s Mittelmeer, und verflechten die Fundstücke zuhause in ihren Maschinen zu globalen Soundlandschaften.

Seit mehr als einem Jahrzehnt fischen Sängerin Sista K und ihre Truppe Songideen aus dem Mittelmeer. Alle Mitglieder der Truppe haben eine Biografie, die in den Kulturen, den Religionen, den Wohnorten im Magreb und in Südeuropa mäandert. Die vielfältigen Einflüsse übersetzen sie in Songs, die zwischen theatralischem Arrangement und sequenzer-getriebenen Rhythmen zuhause sind.

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Gotan Project – La Revancha del Tango

22. Juni 2009  
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gotanproject-revanche-del-tangoEin Argentinier, ein Franzose und ein Schweizer verknüpften in Paris Tango und Electronica. Sie begeisterten damit die Lounge-Generation für eine Musiktradition, die bereits etwas Patina angesetzt hatte.

Tango war für viele Musik der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Erst in den 80ziger Jahren erlebten sowohl Tanz wie Musik eine Renaissance. Ehemalige Rockmusiker wandten sich dem Tango zu, so z.B. Daniel Melingo. Im Zuge der Digitalisierung der Musik wurde in den 90ziger Jahren der Elektrotango geboren. Als um die Jahrhundertwende das Gotan Project auf den Plan trat, waren also die Ohren der Lounge Generation gut vorbereitet – aber mit einem so durchschlagenden Erfolg hatte wohl niemand gerechnet.

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DuOud – Ping Kong

21. März 2009  
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duoud-ping-kongZwei Oudspieler mit Hang zur Elektronik gönnen sich einen digital-abenteuerlichen Ausflug. Die dritte gemeinsame CD-Produktion hat die musikalische, vor allem aber die produktionstechnische Zusammenarbeit verfeinert und ausgeweitet.

DuOud ist ein Wortspiel aus Duo und Oud. Das Duo, das sind Jean Pierre Smadja, tunesischer Jazzer und Produzent, und Mehdi Haddab, algerischer Oud-Virtuose. Die Oud, die arabische Laute hat die beiden als Schüler und Lehrer zusammengebracht. Der Schüler Smadj revanchierte sich, indem er seinen Oud-Lehrer mit dem Electronica-Virus infizierte. Auf der ersten Produktion «Wild Serenade» (2002) spielte die Elektronik eine eher begleitende Rolle. Bei der zweiten Produktion «Sakat» (2006)  half sie, die Lieder des jemenitischen Sängers Abdulatif Yagoub in eine westliche Soundwelt zu transportieren.

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Zuco 103 – After the Carnaval

29. Dezember 2008  
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zuco-103-after-the-carnavalDas holländisch-deutsch-brasilianische Trio rückt die Sequenzer in den Hintergrund und setzt  auf akustische Instrumente. Das ganze heisst trotzdem noch Brazilectro, allerdings mit etwas freierem Atem.

Es ist das sechste Album der transatlantischen Soundmischer. Und die Zeiten von Drum’n'Bass oder TripHop scheinen vorbei zu sein. Vielleicht holt das Trio aber einfach nur nach einer weiteren Seite aus, versucht sich auf akustischem Territorium, um der drohenden Versenkung in der Schublade namens Brazilectro zu entgehen. Für Überraschungen sind die Drei jedenfalls immer zu haben. Dass sie dabei jeweils einige Fans vor den Kopf stossen, nehmen sie wohl einfach in Kauf.

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