Inna Zhelannaya – Cocoon

10. Oktober 2011  
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Die russische Sängerin ist auf einer fortwährenden Suche nach neuen Zugängen zu den traditionellen Liedern Russlands. Als aktuellen Türöffner nutzt sie vermehrt die digitalen Klangmittel.

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Well, Naya Naya, Early Early

Inna Zheannaya beginnt zur Zeit so was wie eine dritte Karriere. Schon die beiden ersten Abschnitte hatten sie in ganz Russland und darüber hinaus bekannt gemacht. Der Ansatz ist dabei gleich geblieben: mit unterschiedlichen Formationen lotet sie das heimatliche Songbook aus. Oft gaben funky Rhythmustruppen das Tempo vor, während sie und ihr langjähriger Begleiter Sergey Starostin Klangwelten zwischen Folk und Art-Rock um die traditionellen Melodien herum arrangierten. Die Bandstationen damals hiessen «Alliance» oder «The Farlanders».

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Imam Baildi – Cookbook

9. Mai 2011  
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Die beiden griechischen Brüder Orestis und Lysandro Falireas stellen ihr persönliches Menu zusammen: Melodien aus der griechischen Vergangenheit, schnelles Mundwerk aus Barcelona und LA, Tanzgrooves aus der Büchse – gut abgeschmeckt und mit viel Swing verrührt.

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Akrogialies Dilina feat. Stella Haskil, Logia Adallaxame Varia feat. Marika Ninou, Thilipsi feat. Meri Lida

Der Zweitling des Athener Brüderpaars hat die heimatlichen Gefilde verlassen und sich in der Welt umgehört. Neben den Trouvaillen aus den dem väterlichen Archiv sind die Einflüsse weit über die griechische Heimaterde hinaus gewachsen. Aus LA kommt der Rapper Ives Irie (Delinquent Habits), aus Barcelona der Schnellsprecher Maxwell Wright (Ojos de Brujo). Und eine tüchtige Portion Gypsy-Swing ist auch noch dazu gekommen.

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Tradi-Mods vs. Rockers – Alternative Takes on Congotronics

4. Februar 2011  
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Dies sind keine Remixes. Sondern Anlehnungen und Kompositionen von westlichen Studio-Tüftlern und Electronica-Mixern, entstanden aus der Beschäftigung mit den kongolesischen Originalen.

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Skeletons vs Sobanza Mimanisa: Kiwembo/Unstuck, Micchu & The Shapes vs Konono No1: NO.K, Au vs. Masanka Sankayi: Two Labors

Crammed Disc hat mit der Definition «Congotronics» einen Musikbegriff kreiert, unter dem die Sounds und Grooves von Bands aus den Vorstädten Kinshasas zusammengefasst werden. Bands wie Kasai Allstars oder Konono No1 kreieren mit ihren elektrisch verstärkten, und oft verzerrten Sounds von Mbiras (Daumenklavieren),  Gitarren oder traditionellen Instrumenten eine ganz neue Klangwelt: Trash trifft auf Afrobeat, Trance auf Noise, alles archaisch und unkonventionell, Tradi-Mod eben. Diese Bands haben in den letzten Jahren mit ihren ungewöhnlichen Sounds auch die Trend-Clubs und DJ-Pulte in London oder Paris erreicht.

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Mercedes Péon – SOS

25. Januar 2011  
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Die eigenwillige Galizierin legt mit ihrem vierten Album ihre bisher konsequenteste und abgerundetste Mischung aus Folkideen und Electronica vor.

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Derorán, Anacos, Desaparecer

Mercedes Péon muss wahrlich mehr als eine Seele in ihrer Brust haben: Zum einen ist sie eine der konsequentesten Sammlerinnen von traditionellen Melodien und Rhythmen ihrer Heimat. Zum andern stürzt sie sich eifrig in die Arbeit mit Sounds und Sequenzer. Auf dem galizischen Dudelsack ist sie eine anerkannte Meisterin, und andere Instrumente lernt sie dann, wenn sie sie einsetzen will. Ihre musikalische Welt ist gleichsam tief verwurzelt und avantgardistisch. Und sie ist so autark, dass sie ihre Kompositionen auch gerne solo, unterstützt von ihren Maschinen, vorträgt.

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Bostich + Fussible – Bulevar 2000

6. Dezember 2010  
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Die beiden Mitglieder des Nortec Collectives legen ein popiges Album vor, mit den Zutaten ihrer Heimatmusik, dem Norteño, einigen echten Instrumenten und viel Studio-Produktionsarbeit.

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Radio Borderland, Punta Banda, Boulevard 2000

Das Nortec Collective, das sind vier mexikanische Musiker/Produzenten. Sie nennen ihre Musik Nortec, weil sie auf den Pfeilern Norteño und Techno aufbaut. Aber genau so durchlässig, wie die Grenze zwischen Mexiko und den USA ist, so löcherig ist auch diese Definition. Während die Kollegen Hiperboreal und Clorofila mit ihren Sounds Richtung Jazz/Lounge resp. Dub und Soundexperimente tendieren, zieht es Bostich + Fussible zum Pop. Übrigens: Bostich hat sich seinen Künstlernamen vom gleichnamigen Yello-Song ausgeleihen. Das sagt auch einiges.

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Mitsoura – Dura Dura Dura

18. September 2010  
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Ein Gypsy-Electronica Projekt, angeführt von einer einzigartigen Stimme – Mitsoura ist wohl eine der abenteuerlichsten Bands Ungarns.

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Sat Bhayan, Rumelaj, Pundela

Vielleicht gibt die Instrumentierung ein bisschen eine Idee, wohin die musikalische Reise geht: Sax, Sitar, Computer, Tabla, Zymbal, Gadulka, Keyboards, Kalimba – und im Zentrum eine ganz eigenartige Stimme. Frontfrau Mitsou ist seit den 80er Jahren eine bestimmende Grösse in Ungarns Musikwelt. Zusammen mit Jeno Zsigó führte sie die Roma-Truppe Ando Drom. Als Gastsängerin ist sie im ganze Balkanbereich gerne gesehen, so u.a. bei den Aufnahmen für das Tribute-Album von Fanfare Ciočarlia: Queens and Kings.

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[dunkelbunt] – Sun Dub Vol. 2

11. August 2010  
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Aus dem DJ Bag von Ulf Lindemann, alias [dunkelbunt], stammt diese Sommer-Sammlung, die jede Balkon- oder Gartenparty bestens untermalt.

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Amorf Ördögök feat. Lipi  Brown: Dunántúli Sláger / Stefano Miele feat. Ghetonia: To Proto Remix / Analogik/dunkelbunt: Gypsie Doodle

Auch die zweite Sun Dub Sammlung von [dunkelbunt] bringt eigene Songs, Mixes und Favoriten von DJ-Kollegen und befreundeten Bands. Darunter  sind alte Bekannte: Eastenders, !DelaDap, und der eigene Hit Cinnamon Girl ist in neuem Instrumental-Mix auch wieder dabei. Aber dann kommen neue Farben: Das beginnt mit Klezmer Tönen von Niftys, lässt einen halb-walzernder Schleifer aus Ungarn mit  Amorf Ördögök feat. Lipi Brown folgen, und landet dann in Mittelmeertönen.

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Kottarashky – Opa Hey!

25. Januar 2010  
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Hoch anrechnen muss man dem Computermusiker seine Liebe zur Jagd. Er geht oft mit Mikrofon und Aufnahmegerät ausgerüstet raus, und fängt seine Töne in der analogen Welt.

Nikola Gruev ist im Brotberuf Architekt und arbeitet in Sofia. Musik war immer Teil seines Lebens, aber er legte irgendwann mal die Gitarre zugunsten des Computers weg. Wenn er musikalische Vorbilder aufzählt, sind das mehrheitlich alte Hand- resp. Mund-Werker wie Tom Waits, Bob Marley, Captain Beefheart oder Bratsch – und die Gypsy-Bands seiner Heimat. Die Töne für seine eigenen Songs jagt er an Dorf- und Familien-Festen rund um das Schwarze Meer oder an der Grenze zur Türkei – oder in den Strassen von Sofia.

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Watcha Clan – Diaspora Hi-Fi

27. Oktober 2009  
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watcha-clan---diaspora-hi-fiDie Nomaden mit Basislager in Marseille bereisen die Küsten und Kulturen rund um’s Mittelmeer, und verflechten die Fundstücke zuhause in ihren Maschinen zu globalen Soundlandschaften.

Seit mehr als einem Jahrzehnt fischen Sängerin Sista K und ihre Truppe Songideen aus dem Mittelmeer. Alle Mitglieder der Truppe haben eine Biografie, die in den Kulturen, den Religionen, den Wohnorten im Magreb und in Südeuropa mäandert. Die vielfältigen Einflüsse übersetzen sie in Songs, die zwischen theatralischem Arrangement und sequenzer-getriebenen Rhythmen zuhause sind.

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Gotan Project – La Revancha del Tango

22. Juni 2009  
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gotanproject-revanche-del-tangoEin Argentinier, ein Franzose und ein Schweizer verknüpften in Paris Tango und Electronica. Sie begeisterten damit die Lounge-Generation für eine Musiktradition, die bereits etwas Patina angesetzt hatte.

Tango war für viele Musik der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Erst in den 80ziger Jahren erlebten sowohl Tanz wie Musik eine Renaissance. Ehemalige Rockmusiker wandten sich dem Tango zu, so z.B. Daniel Melingo. Im Zuge der Digitalisierung der Musik wurde in den 90ziger Jahren der Elektrotango geboren. Als um die Jahrhundertwende das Gotan Project auf den Plan trat, waren also die Ohren der Lounge Generation gut vorbereitet – aber mit einem so durchschlagenden Erfolg hatte wohl niemand gerechnet.

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