SMOD – Smod
2. September 2010
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Drei Jungs aus Bamako erhalten Unterstützung von Manu Chao. Rap trifft auf Folk-Elemente und Loops – und der Produzent lässt den jungen Musikern zu wenig Raum.
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Ca Chante / Tidjidja / Fitri Waleya
SMOD steht für vier Namen: Sam, Mouzy, Ousco und Donsky. Dieses junge Quartett begann um’s Jahr 2000 in Bamako Musik zu machen. Etwas später schrumpfte die Truppe zum Trio. Der Name blieb aber, schliesslich hatte man sich die ersten Fans erspielt. Die Zutaten ihrer Songs: Gitarre, einfache Perkussion, mal singen, mal rappen. Und ja, es gibt da familiäre Vorbilder: Sam ist der Sohn von Amadou & Mariam, dem wohl bekanntesten singenden Ehepaar aus Mali. So traf es sich auch, dass Manu Chao während den Aufnahmen für «Dimanche à Bamako» die Youngsters auf der Dachterrasse des Elternhauses traf. Was dort begann, ist jetzt eine Produktion für den Musikmarkt im Norden geworden.
Hujässler – Wätterschmöcker
24. August 2010
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Die innovative Truppe aus der Innerschweiz hat für den gleichnamigen Film die Musik beigesteuert: Einmal mehr ein Beispiel, dass die Schweizer Volksmusik mehr als nur urchige Folklore zu bieten hätte.
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Tschillaut / Düdüdü / Moll verhange
Das Quartett aus der Innerschweiz legt mit diesem Film-Soundtrack bereits ihre achte CD vor. Und sie verfolgen ganz entschieden ihren Slalom-Parcours zwischen stilechter Folklore und neuen Harmonien weiter. Kurz zum Film: Es geht um die Wetterpropheten aus dem Muotatal. Thomas Horat hat über die urchigen Innerschweizer ein Filmportät gedreht, und damit wohl auch gleich ein Teil der Schweizer Volksseele offen gelegt. Der Film läuft in diesen Tagen in der Schweiz an. Alles weitere gibt’s im sehr schön angelegten Info-Blog nachzulesen.
Jacky Molard Quartet & Foune Diarra Trio – N’Diale
8. Juli 2010
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Bretonische Harmonien treffen auf Wassoulou-Sounds und -Rhythmen. Ein spannendes musikalisches Gespräch, das zusätzlich mit einer rechten Portion Gypsy-Jazz gewürzt wird.
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Kelemagny / Nafolo / Makaribana
Auf der einen Seite das Quartett um den bretonischen Violonisten Jacky Molard, auf der anderen Seite das junge Trio um die Sängerin und Tänzerin Foune Diarra aus Mali. Und dazwischen der Wunsch, eine gemeinsame musikalische Sprache zu finden. Was harmonisch nicht immer einfach ist, fand einen gemeinsamen Boden wohl im Tanz. In mehreren Übungswochen fanden die Musiker heraus, wo sie jeweils in den Groove der Anderen einsteigen konnten.
Jim Moray – In Modern History
1. Juli 2010
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Das Aushängeschild der englischen Folk-Szene hält sich nicht zurück in seinen Arrangements, und mischt zarte Mandoline, grosse Orchestrierung und knallende Gitarren gekonnt durcheinander.
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Bristol Harbour / Hard / Cold Stone
Mindestens seit seinem letzen Album «Low Culture» gilt Jim Moray als eine der Lichtgestalten der englischen Folkmusik. Nicht weil er die Tradition neu erfindet, sondern weil er ein paar der hemmenden Barrieren wegbefördert hat. Er bringt neue Instrumente ein, lässt im Hintergrund Loops mit Low-Tech Sounds mitlaufen, lässt die Gitarre schreien, wenn sie muss, und verpasst so traditionellen Melodien ein modernes Kleid. Auch die Texte sind von Adaptionen an das Heute nicht sicher.
Pomegranates – Persian pop, funk, folk and psych of the 60s and 70s
3. April 2010
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Oft erzählt Musik ganz andere Geschichten als die Geschichte – wer diese persische Songs-Sammlung aus den letzten Jahrzehnten des Schah-Regimes hört, erfährt viel, was die Politik später zudeckte.
Musik ist oft eine der letzten, bleibenden Verbindungen zu einer Kultur, die, aus was für Gründen auch immer, unterging. Eine besondere Beziehung haben Vertriebene zu den Liedern, die sie mit in die Diaspora retteten. Hier haben Arash Saedinia und Mahssa Taghinia, beide persische Secondos, die heute in den USA leben, die Schallplatten- und Kassetten-Archive ihrer Eltern und Freunde durchforstet. Sie trugen eine Sammlung von Erinnerungen zusammen, die nicht mehr die ihren waren, aber doch die Geschichten ihrer Eltern vertonten, wenn diese von früher erzählten.
Beyond Istanbul 2 – Urban Sounds of Turkey
22. März 2010
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Pop, Tango, Rock, Folk, Electronica, Tradition remixed oder adaptiert, Volkslied goes Disko oder wie auch immer: Die Musik der urbanen Türkei ist spannend und farbig.
DJ und Produzentin İpek İpekçioğlu hat für das Münchner Trikont-Label eine zweite Sammlung von türkischen Songs jenseits von Klischees und Tourismus zusammen gestellt. Die Macherin, und diverse MusikerInnen auf dieser Sammlung, kennen ihre ehemalige Heimat vor allem aus der Ferne. Aufgewachsen in anderen Kulturen ist gerade die Musik so was wie eine Nabelschnur zur eigenen Herkunfts-Kultur geworden. Dass gerade in den Städten die Tradition einen enormen Wandel erlebt, sieht man nicht nur in der Türkei.
The Imagined Village – Empire & Love
8. März 2010
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Folk-Tradition in der Realität Englands von heute ist zu hören, einer Nation mit multikultureller Gesellschaft, alten Geschichten und auf der Suche nach einer neuen Identität.
Liest man die Personalliste der Band für dieses zweite CD-Projekt, gibt’ einen Aha-Effekt nach dem andern: Simon Emerson ist der Spiritus Rector der Grundidee, und er hat von Working Week bis Afro Celt Sound System schon manches Projekt erfolgreich gestemmt. Die Folk-Legende Martin Carthy und seine Tochter Eliza sind mit Stimmen, Gitarre, Geige und Wurzelkraft da. Sheema Mukherjee setzt ihre Sitar auch für Projekte ausserhalb ihrer Band-Heimat bei Transglobal Underground ein, und Jackie Oates kommt für einen Song kurz vorbei. Seit dem Erstling «The Imagined Village» hat sich das Line-Up um einiges verändert, die Live-Auftritte haben die Band geformt und Gemeinsamkeiten herausgeschält.
Jackie Oates – Hyperboreans
27. Januar 2010
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Kein Wunder hat Jackie für diese Album gleich zwei BBC Folk-Awards erhalten: Es ist ein Album in bester Tradition, und es tönt neu und frisch wie ein Versprechen.
Jackie Oates kommt aus einer musizierenden Familie, ihre Eltern trafen und verliebten sich in einem Folk-Club. Tönt das vertraut? Richtig: Jackie Oates ist die Schwester von Jim Moray. Und beide haben in den letzten Jahren die englischen Folk-Szene ziemlich durchgewirbelt. Sie sind mitverantwortlich, dass Folk heute nicht mehr so streng nach Kampfer und Mottenkugeln riecht. Als Violonistin bei Rachel Unthanks «Winterset» schnupperte Jackie bereits 2005 am grossen Erfolg.
The Unthanks – Here’s The Tender Coming
21. November 2009
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Dieses Album ist ein verzaubernder Beweis dafür, wie selbstsicher und modern die Folk-Szene auf der englischen Insel aufblüht.
Rachel Unthank und ihre jüngere Schwester Becky haben in den letzten Jahren bereits mit ihrer Formation «The Winterset» die englische Folk-Szene aufgemischt. Nun haben sie mit der Namensänderung auf jenes Markenzeichen gesetzt, das schon mit den Winterset-Alben höchstes Kritikerlob, Auszeichnungen und volle Konzertsäle brachten: Helle, klare Stimmen, mal im Wechselgesang, mal im Duett. Es ist Musik zum Zuhören, nicht für die Tanzbeine.
Maria Kalaniemi – Ahma
13. Oktober 2009
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Finnland, Tango, Jazz – Maria Kalaniemi ist eine der grossen Akkordeon-Virtuosinnen dieser Welt. «Ahma» ist das Album, das sie auch ausserhalb ihrer Heimat bekannt machte.
Finnland kann über die letzten Jahrzehnten einen enormes musikalisches Wachstum ausweisen. An der Sibelius-Akademie wurden in den letzten Jahrzehnten viele Musikerinnen von Weltrang ausgebildet. Erstaunlich ist auch, dass viele dieser Musiker ihre Karriere der Auseinandersetzung mit der eigenen Musiktradition verdanken. So auch Maria Kalaniemi. Bevor sie als Solistin, mit wechselnden Besetzungen, oder mit dem Accordion Tribe die Welt eroberte, spielte sie in ihrer Heimat in unterschiedlichen Folkbands.






