The Imagined Village – Empire & Love

8. März 2010  
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Folk-Tradition in der Realität Englands von heute ist zu hören, einer Nation mit multikultureller Gesellschaft, alten Geschichten und auf der Suche nach einer neuen Identität.

Liest man die Personalliste der Band für dieses zweite CD-Projekt, gibt’ einen Aha-Effekt nach dem andern: Simon Emerson ist der Spiritus Rector der Grundidee, und er hat von Working Week bis Afro Celt Sound System schon manches Projekt erfolgreich gestemmt. Die Folk-Legende Martin Carthy und seine Tochter Eliza sind mit Stimmen, Gitarre, Geige und Wurzelkraft da. Sheema Mukherjee setzt ihre Sitar auch für Projekte ausserhalb ihrer Band-Heimat bei Transglobal Underground ein, und Jackie Oates kommt für einen Song kurz vorbei. Seit dem Erstling «The Imagined Village» hat sich das Line-Up um einiges verändert, die Live-Auftritte haben die Band geformt und  Gemeinsamkeiten herausgeschält.

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Jackie Oates – Hyperboreans

27. Januar 2010  
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Kein Wunder hat Jackie für diese Album gleich zwei BBC Folk-Awards erhalten: Es ist ein Album in bester Tradition, und es tönt neu und frisch wie ein Versprechen.

Jackie Oates kommt aus einer musizierenden Familie, ihre Eltern trafen und verliebten sich in einem Folk-Club. Tönt das vertraut? Richtig: Jackie Oates ist die Schwester von Jim Moray. Und beide haben in den letzten Jahren die englischen Folk-Szene ziemlich  durchgewirbelt. Sie sind mitverantwortlich, dass Folk heute nicht mehr so streng nach Kampfer und Mottenkugeln riecht. Als Violonistin bei Rachel Unthanks «Winterset» schnupperte Jackie bereits 2005 am grossen Erfolg.

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The Unthanks – Here’s The Tender Coming

21. November 2009  
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unthanks-her's-the-tender-comingDieses Album ist ein verzaubernder Beweis dafür, wie selbstsicher und modern die Folk-Szene auf der englischen Insel aufblüht.

Rachel Unthank und ihre jüngere Schwester Becky haben in den letzten Jahren bereits mit ihrer Formation  «The Winterset» die englische Folk-Szene aufgemischt. Nun haben sie mit der Namensänderung auf jenes Markenzeichen gesetzt, das schon mit den Winterset-Alben höchstes Kritikerlob, Auszeichnungen und volle Konzertsäle brachten: Helle, klare Stimmen, mal im Wechselgesang, mal im Duett. Es ist Musik zum Zuhören, nicht für die Tanzbeine.

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Maria Kalaniemi – Ahma

13. Oktober 2009  
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maria-kalaniemi-ahmaFinnland, Tango, Jazz – Maria Kalaniemi ist eine der grossen Akkordeon-Virtuosinnen dieser Welt. «Ahma» ist das Album, das sie auch ausserhalb ihrer Heimat bekannt machte.

Finnland kann über die letzten Jahrzehnten einen enormes musikalisches Wachstum ausweisen. An der Sibelius-Akademie wurden in den letzten Jahrzehnten viele Musikerinnen von Weltrang ausgebildet. Erstaunlich ist auch, dass viele dieser Musiker ihre Karriere der Auseinandersetzung mit der eigenen Musiktradition verdanken. So auch Maria Kalaniemi. Bevor sie als Solistin, mit wechselnden Besetzungen, oder mit dem Accordion Tribe die Welt eroberte, spielte sie in ihrer Heimat in unterschiedlichen Folkbands.

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Mercedes Sosa – Corazón libre

7. Oktober 2009  
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mercedes-sosa---corazon-libreEine Gitarre, einen Bass oder etwas Perkussion – mehr brauchte Mercedes Sosa nicht, um ihre Lieder zu einem Hörerlebnis zu machen.

Unter dem Label «Nueva Canción» schufen die Liedermacher Südamerikas anfangs der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts eine eigene Musiksprache. Sie sangen vom harten Leben, der Ungerechtigkeit und dem Leid, zugefügt durch Repression und Politwillkür der Militärdiktaturen. Einige Musiker starben, so der Chilene Victor Jara. Andere wurden ins Exil getrieben, wie die Brasilianer Caetano Veloso oder Gilberto Gil. Mercedes Sosa war eine der argentinischen Stimmen des Nuevo Canzión. Auch sie lebte einige Jahre in Paris und Madrid im Exil.

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Mara Aranda & Solatge – Dèria

24. August 2009  
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mara-aranda-&-soltage-deriaDie momentane Formation Solatge ist eine weitere Häutung der musikalischen Identität von Mara Aranda.

Die musikalische Quelle, aus der die Sängerin Maria Aranda für dieses Projekt schöpft, sind die alten Liedersammlungen aus dem Königreich Aragón. Die Harmonien und Melodien der mittelalterlichen Welt erforschte sie bereits mit ihren älteren Projekten. Für «L’Ham de Foc» schrieb sie zusammen mit Efrén López neue Songs in alter Tradition, mit «Aman Aman» schöpfte sie aus dem Fundus der sephardischen Juden. Jetzt geht sie doppelt so weit zurück in der Zeit und schöpft aus einer 1000 Jahre alten Liedkultur, die zwischen den Pyrenäen und Süditalien zuhause war.

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Hujässler – Mälchfett

15. August 2009  
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hujässler-mälchfettNichts gegen die schweizerische Volks-Tradition – aber wenn man sie ein wenig zurechtzupft, -bläst und -drückt wird sie gleich viel attraktiver. Und auch für Kostverächter ein Genuss.

Die Folklore hat einen grossen Nachteil: Sie macht aus einer lebendigen Tradition ein Klischee. Wenn aus Volksmusik, oder Folk Folklore entsteht geht die wichtigste Triebfeder verloren: die Neugier und die kreative Innovation. Da ist es egal, ob es Schweizer Volksmusik oder amerikanischer Bluesgrass ist. Aber immer kommen ein paar Bilderstürmer daher und bringen die Regeln und Massstäbe der Kulturverwalter durcheinander. Dass dies eine äusserst lustvolle Angelegenheit sein kann, beweist diese CD.

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Geoffrey Gurrumul Yunupingu – Gurrumul

8. August 2009  
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geoffrey-gurrumul-yunupingu-gurrumulEine selten klare Stimme singt ungekünstelte Folksongs: Gurrumul erobert weltweit die Charts und Herzen mit den Songs über seine Kultur, die der Aborigines Australiens.

Der blinde Sänger aus dem Arnhemland Australiens ist ein neuer, hell glänzender Stern am Weltmusik-Himmel. Er ist allerdings kein Neuling auf der Szene, doch die Welt entdeckt diese Stimme erst jetzt. Bereits als 16jähriger war er Chorsänger und der Keyboarder von Yothu Yindi, als diese Ende der 80ziger Jahre zuerst Australien, dann die restliche Welt auf die Musik der Aborigines aufmerksam machten. Er reiste mit der Band rund um die Welt, dann aber wurde der Tourstress zu gross. Zurück in der Heimat gründete er in den 90ziger Jahren zusammen mit seinen Brüdern die «Saltwater Band».

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Souad Massi – Deb

5. August 2009  
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souad-massi---debMit der zweiten Produktion machte die algerische Sängerin klar, wohin die Reise gehen würde: Folk-Chansons mit magrebinischen Melodien, das wurde ihr Markenzeichen.

Souad Massi ist eine Folksängerin im amerikanischen Sinn, aber in arabischer, eigentlich mediterraner Form. Als Folk-Sängerin mit Gitarre holte sie als Teenager erste Bühnenerfahrung. Die erste Band, eine Flamenco-Gruppe, war ein Misserfolg. Darauf zog sie mit der Hardrockband ihres Bruders durch’s Land. Als sie 1999 an’s Festival Femmes d’Algerie nach Paris eingeladen wurde, stellten sich ihre Lebens-Weichen. Mit dem Erstling «Raoui» (der Geschichtenerzähler – 2001) drückte sie aus, warum sie Musik machen wollte. Mit «Deb» (2003) machte sie deutlich, wo ihr musikalische Heimat ist – die ist gross.

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Mawkin:Causley – The Akward Soldier

26. Juli 2009  
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mawkin-causley-akward-soldierDiese Band mischt im Moment die englische Folkwelt auf. Da ist vieles Tradition, aber die Songs haben lange im Durchzug des 21 Jhd. gestanden, und riechen sehr frisch.

Mawkin:Causley entstand aus einer Folk-Hochzeit. Mawkin waren eine Instrumentalband auf der Suche nach einem Sänger – erzwungenermassen, denn als englische Folk-Instrumentalband bekamen sie kaum Gigs. Jim Causley war das männliche Drittel des Gesangstrios «The Devil’s Interval». Nachdem die Instrumentalband Lautstärke und Dynamik etwas zurückgenommen, dem Sänger Platz gemacht, und der Sänger sich an eine taktgebende Mannschaft im Hintergrund gewöhnt hatte ging’s los – und gleich mit Vollgas.

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