Amadou & Mariam – Dimanche à Bamako
25. November 2011
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Als Manu Chao nach Bamako kam und sich mit Amadou und Mariam zusammen tat entstand ein ungemein popiges Album. Einige Songs konnten dem Zahn der Zeit trotzen und grooven noch heute.
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La Réalité, Sénégal Fast-Food, Artistiya
Pop, Mali-Pop war schon immer die musikalische Zielrichtung von Amadou und Mariam. Der Gitarrist und die Sängerin hatten sich in der Blindenschule von Bamako kennen gelernt, um dort u.a. bei Idrissa Soumaoro die Tricks der Pop-Musik zu lernen. Gleichzeitig hatte in Europa Manu Chao seinen ureigenen Mestizo-Sound geschaffen: groovendes upbeat-Tempo, eingängige Melodiephrasen und Mitsing-Refrains. Als sich die beiden Welten 2004 trafen funkte es mächtig.
Gotan Project – La Revancha En Cumbia
17. November 2011
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Zehn Jahre ist es her, seit das Gotan Project ihre Electronica-Version von Tango in die Welt setzte. Jetzt macht sich die Generation von Cumbia-Remixern daran, das Gesamtwerk neu zu interpretieren.
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Queremos Paz – King Coya Remix, Chunga’s Revenge – Axel Krygier Remix, Triptico – Frikstailers Remix,
Das Gotan Project ohne die Dancefloors von Paris – undenkbar. Denn dort entstand der Electrotango à la Gotan – er musste auf der Tanzfläche bestehen. Das Album «La Revancha Del Tango» gehört zu den absoluten Klassikern des Genres. Nicht nur mit einem oder zwei Songs, sondern als Gesamtwerk. Heute ist in den Clubs von Argentinien u.a. Electro-Cumbia angesagt. Und die Szene hat sich daran gemacht, jedem der Original-Songs ein neues Outfit zu verpassen.
Ibrahim Maalouf – Diagnostic
16. November 2011
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Hier kriegt man den Begriff Weltmusik gleich in mindestens zwölf Facetten (weil zwölf Kompositionen) vorgelegt: Der Trompeter, Pianist und Komponist Maalouf schreddert die Musik-Kategorien zugunsten von Melodie und Sound.
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Will soon be a woman, Never serious, Beirut
Dreissig Jahre alt, hochdekoriert, und immer auf der Suche nach dem persönlichen Ton – das wäre in Kürze eine Beschreibung des Trompeters Maalouf. Als Flüchtling kam er vom Libanon nach Frankreich. Aber er war schon vorher ein Weltenbürger, denn bereits als Neunjähriger begleitete er als Duett-Partner seinen Vater, ebenfalls Trompeter, auf dessen Konzerttourneen. Wenn Maalouf nicht selber auf der Bühne steht, unterrichte er am Konservatorium, oder wird ins Studio eingeladen. Lhasa, Vanessa Paradis, Yom, Sting, Vincent Delerm, Smadj: die Liste der Musiker, für die Maalouf im Studio oder als Bandmitglied arbeitete, ist lang – und sprengt alle Genre-Grenzen.
Bratsch – Urban Bratsch
11. November 2011
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Wer schon 25 Jahre lang zusammen rund um die Welt unterwegs ist und immer noch etwas zu singen und zu spielen hat, hat definitiv Einiges richtig gemacht.
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Scétate, Malakoff, Pharizm
Es ist in den letzten Jahren etwas stiller um die Gypsy-Jazz-Weltenwanderer-Band geworden. Nicht weil ihnen die Ideen ausgegangen sind, Orpheus bewahre. Aber sie sind zur Zeit ebenfalls in einem Poesie-Musik-Projekt engagiert: «Orient mon Amour» mit irakischen Gedichten und Musikern von Armenien bis in den Magreb. Bratsch haben nun mit ihrem aktuellen Album nicht gerade ein Konzeptalbum eingespielt, aber die Songs um ein Grossthema gruppiert: Erlebnisse aus dem Leben in den Städten, oder Reiseerinnerungen aus Grossstädten.
Lepisto, Munnelly, Tesi, Le Tron, Laloy – Accordion Samurai
12. Oktober 2011
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Nur weil fünf Akkordeonisten aus fünf verschiedenen Ländern zusammen spielen bedeutet das noch lange nicht, dass sie das Erbe des Accordion Tribes antreten wollen.
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Trioolé, Polar Balkan, Mia
Die Gemeinsamkeiten erschöpfen sich gerade mal mit der Anzahl der Akkordeonisten – fünf. Schon die Herkünfte sind anders. Ja, es hat einen Finnen dabei: Markku Lepistö, bekannt von seiner Arbeit mit Värttinä und jetzt im Duett mit seinem Bass-Kollegen Pekka Lethi. Dazu kommt David Munnelly, quasi Irland pur. Der Italiener Riccardo Tesi hat neben seiner eigenen Band Banditalia schon mit fast der ganzen Welt gespielt, oder zumindest mit dem ganzen Mittelmeerraum. Der Franzose Bruno Le Tron und der Belgier Didier Laloy sind als Solisten aber auch im Duett sowohl in der Folk- wie der Theaterszene bestens bekannt.
Fatoumata Diawara – mit Talent, Glück und Überzeugung
4. Oktober 2011
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Die junge Frau, zuhause in Bamako und Paris, ist eine neue Stimme des selbstbewussten Afrika. Sie ist noch nicht 30 Jahre alt, und hat schon die Zuschauer auf den Strassen, in den Theatern und Kinosälen mit ihrer Präsenz und ihrem Charme überzeugt. Auf den Konzertbühnen ist sie mit ihren eigenen Liedern auch bereits seit rund 3 Jahren unterwegs. Jetzt endlich die erste CD mit eigenen Liedern – «Fatou».
Das Album wäre eigentlich schon vor etwas über einem Jahr fast fertig gewesen, dann aber kam das Angebot von Nick Gold und seinem Label World Circuit – und wer würde schon diesem Produzenten widersprechen wollen, wenn er die Geschicke zur Lancierung einer Karriere in die Finger nehmen will. Er ist fast so was wie der Garant für Erfolg.
Als ich Fatoumata Diawara an Afropfingsten 2010 zum Gespräch im Backstage-Bereich traf, wusste sie zwar noch nicht genau wohin ihre Karriere als Sängerin sie führen würde. Aber sie konnte erzählen woher sie kommt, und sie wusste schon damals, wohin sie gerne gehen möchte.
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Chet Nuneta – Pangea
1. Oktober 2011
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Vier Stimmen, Perkussion, ganz selten ein Instrument, und ein Repertoire mit Liedern aus allen Kulturkreisen des Globus – ein polyphones Projekt aus Paris.
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Abee, El aguadero, Ki jart ott
Vier Frauen, Valérie, Juliette, Lilia und Beatriz, und ein Perkussionist, Michael, fanden mehr oder weniger aus Zufall zusammen und loten mittlerweile schon mit der zweiten Produktion den Farbenreichtum des polyphonen Gesanges aus. Die Kerntruppe, ein Frauentrio, fand sich wegen eines Quartierfestes. Schon von Anfang an erstreckte sich das Repertoire von Russland über den Balkan bis in die okzitanischen Gefilde. Auf der aktuellen Produktion kommen die Einflüsse auch aus dem Süden, aus dem Magreb und noch weiter, von den Pygmäen oder den Beti. Einige Harmonien weisen gar bis tief in den asiatischen Raum.
Juan Carlos Cáceres – Noche de Carnaval
12. September 2011
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Cáceres hat es schon immer zur schwarzen, zur afrikanischen Seite des Tangos gezogen. Nun dehnt er seinen musikalischen Horizont noch weiter aus: Swing, Charleston und ein Hauch von New Orleans finden Platz.
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El presente, A los murgueros, La casa de los fantasmas
Cáceres lebt im selbstgewählten Exil in Paris. Aber er trägt seine Heimat, den Rio de la Plata, die Grenzregion zwischen Argentinien und Uruguay in sich. Und in Grenzregionen fühlt er sich eindeutig am wohlsten. Auf seinem dritten Album für das Tango-Label Mañana des Gotan Project Kopfes Edouardo Makaroff mischt er unbeschwert Dixieland und Swing in seine Tangos. Ein weiterer Makaroff, Vorname Sergio und ein Cousin des Labelbesitzers, unterstützt ihn dabei. Eine charmante Bereicherung erhält der Klangkosmos von Cáceres durch die argentinische Cellistin und Sängerin Laura Caronni.
Les Yeux Noirs – Tigănească
30. August 2011
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Die beiden Brüder Slabiak erweisen mit ihrem achten Album ihrer Grossmutter die Ehre, welche in den frühen 60er Jahren mit den Musikern der Reinhardt-Familie und anderen Sinti-Musikern im Hinterzimmer ihrer Bäckerei in Paris ihre Lieder sang.
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Tigănească, Ašun Daje Mori, Balkanski Čoček
Seit den frühen 90er Jahren musizieren die beiden Geigen-Virtuosen Eric und Olivier Slabiak in der Region zwischen Gypsy-Swing, Manouche und den unterschiedlichen Liederbüchern des Balkans und der Klezmer-Tradition. Grossmutter Esther, die in ihrer Jugend aus Polen nach Paris auswanderte, war die musikalische Seele der Familie. In den 70er Jahren holte sie mal die ganze singende und spielende Familie und ihre Sinti-Freunde zusammen. Sie nahm einige Lieder auf Tonband auf, um es als Geschenk für ihre Bekannten nach Israel mitzunehmen. Das Band blieb aber in Frankreich liegen, und tauchte jetzt wieder bei einem Onkel der Slabiaks auf. Die Aufnahmen wurde zum Grundstein der Liederauswahl dieser CD, und in «A Brievele Di Mama» hört man die längst verstorbene Patriarchin auch noch selber singen.
Sergent Garcia – Weltenwanderer und Groovejongleur
22. August 2011
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Seit über 10 Jahren glänzt Sergent Garcia mit einem unverkennbaren Mix aus karibischen Rhythmen und dancefloor-ausgerichteten Songs. Im Gespräch bezeichnet Bruno Garcia, der Mastermind der Truppe, die verschiedenen Stile der Karibik als sein Labor. Heute zieht es ihn immer mehr nach Westen, und nach Süden. Erst stand Mexiko gross auf der Reiseroute. Heute ist der südamerikanische Halbkontinent, insbesondere Kolumbien, sein Lieblingslabor.
Fast fünf Jahre hörte man in Europa kaum mehr was von ihm – zurückgelehnt hat er sich überhaupt nicht. Das aktuelle Album «Una Y Otra Vez» liefert einen eindrücklichen Beweise, wie ein Musiker sich von einem fremden Kulturkreis beeinflussen lässt, ohne seine Eigenheiten zu verlieren. Bruno Garcia überzeugte live mit seiner 10-köpfigen Vollformation auch das Festivalpublikum der Afropfingsten in Winterthur.
Mit globalsounds.info unterhielt er sich in Winterthur nicht nur über seine aktuelle CD, sondern über den Brotjob und Alltag des modernen Musikers ganz allgemein. Warum es manchmal etwas weh tut, wenn man als DJ seine eigenen Songs auflegt, und wie man darüber hinweg kommt.
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