Ba Cissoko – Nimissa

4. Februar 2012  
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Ba vertraut seiner Kora, aber er verlangt von ihr auch sehr viel. Jedes Album, auch dieses vierte, ist ein Schritt aus der Kultur der Mandingue hinaus in stilistisch fremde Klangwelten.

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 Nimissa, Naboran, Djoulo Diata

Seit «Sabolan» (2003) sind Ba und seine Cousins Sekou (Kora) und Kourou Kouyaté (Bass) ein eingespieltes Trio. Für die letzte Produktion «Séno» (2009) kam Gitarrist Abdoulaye Kouyaté hinzu, und für die Live-Auftritte Schlagzeuger d’Artagnan. Für die aktuellen Aufnahmen holte sich Ba Cissoko zusätzlich noch Blasinstrumente ins Studio – in einem Interview meinte er schmunzelnd, ja, jetzt sei die Truppe auf dem Weg eine Big Band zu werden.

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Sia Tolno – My Life

9. November 2011  
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Dieses Album ist der Lohn für Hartnäckigkeit und Vertrauen ins eigene Talent. Dass die Sängerin 2011 gleich noch den RFI Découvertes Preis gewann dürfte die Türe in eine musikalische Zukunft noch mehr aufstossen.

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Polli Polli, Ayiboh, Tonia

Guinea, die Süd-Region Kissi nahe der Grenze zu Sierra Leone und Liberia, ist die Heimat von Sia Tolno. Die Familie lebte in Sierra Leone, als dort in den 90er Jahren der Bürgerkrieg ausbrach und Sia und ihre Familie wieder in die ehemalige Heimat zurückkehrten. Ein Studium war nicht mehr möglich und Sia verdiente ihren Unterhalt als Sängerin in den Clubs von Conakry – eine harte Schule, aber sie lehrte ihr die Stilvielfalt, die sie jetzt auf My Life jetzt umsetzen kann.

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Maciré Sylla – Talitha

8. Juni 2011  
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Es ist kein Wunder, dass die Songs der aktuellen Produktion von Maciré Sylla gleichermassen ins Ohr wie in die Hüften gehen, ist die Künstlerin aus Guinea doch Sängerin und Tänzerin. «Talitha» wurde als europäisches Afropop-Album mit hohem Schmeichelfaktor produziert.

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Aïdara, Frediyo, Moba

Als Maciré als junges Mädchen in Conakry, Guinea, zum ersten Mal die Tanztruppe «Soleil d’Afrique» sah wusste sie: Das ist mein Leben. Und seither sind Tanz und Gesang ihr Lebensinhalt. Der Tanz brachte sie auch nach Europa, erst in die Niederlande, später nach Genf. Seit rund zwei Jahrzehnten pendelt sie nun zwischen ihren diversen Heimaten hin und her. «Talitha» ist die fünfte Produktion der Weltentänzerin, ein Album für lockere Hüften und lächelnde Gesichter.

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Mory Kanté – Akwaba Beach

23. August 2009  
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mory-kante-akwaba-beachDieses Album machte 1987/88 sämtlichen Tanzfreudigen Beine – «Yé Ké Yé Ké» eroberte die Charts in ganz Europa, und war für Mory Kanté gleichzeitig Glückstreffer und karrieremässiger Hemmschuh.

Der junge Griot aus Guinea stand noch während seiner Ausbildung mit einer der führenden Bands aus Mali auf der Bühne, der Rail Band. Nachdem dem Ausscheiden von Salif Keita aus der Truppe wurde er deren Leadsänger. Nach einem sechsjährigen Abstecher in Abidjan, und ersten Aufnahmen unter eigenem Namen, machte er sich nach Paris auf. Das dritte Album «Akwaba Beach» machte Mory Kanté zum Überflieger und die Neuaufnahme von «Yé Ké Yé Ké» wurde zum Discoknüller.

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Musiques Métisses – Afrique Atlantique

1. August 2009  
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afrique-AtlantiqueLieder aus Ländern entlang der Westküste Afrikas von Angola bis Senegal. Christian Mousset hat sich eine Visitenkarte seines Festivals zusammengestellt.

«Musiques Métisses» heisst das Festival von Christian Mousset. Es ist eine der angesehensten Adressen im französischen Festivalkalender. Deshalb darf man fast blind darauf vertrauen, dass dieser Mann seine Compilations nicht nach markttechnischen Kriterien zusammenstellt, sondern aus Liebe zur Musik und den Musikern. Wahrscheinlich standen alle schon mal in Angoulême auf der Bühne, und dies ist so etwas wie ein thematischer Rundgang durch die CD-Sammlung des Festivaldirektors. Für Weltmusik-Entdecker ein verlässlicher Führer, und für Kenner hat er doch noch die eine oder andere Trouvaille dabei.

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Mamadou Barry – Niyo

27. Juli 2009  
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mamadou-barry-niyoMamadou Barry gilt als einer der vielseitigsten und wandlungsfähigsten Saxophonisten Westafrikas. Erst nach jahrzehntelanger Karriere gibt es das erste Album, das seinen Namen trägt.

Zwei Übernamen hat sich der Saxophonist im Laufe seines Musikerlebens eingehandelt. «Maître», weil er nach dem überstürzten Abzug aller Franzosen 1958 von der ersten unabhängigen Regierung Guineas als Lehrer zwangsverpflichtet wurde. Eine Art Lehrer blieb er in manchem Sinn sein Leben lang. Er war Bandleader, Arrangeur, Komponist und stellte seine Saxophone oder seine Flöte immer anderen Musikern zu Verfügung. So handelte er sich  seinen zweiten Übernamen ein: «Arôme Maggi». Die Würzbouillon ist in Afrika sehr beliebt, und Mamadous Sax würzte viele Produktionen.

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Les Espoirs de Coronthie – Tinkhinyi

6. Juni 2009  
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les-espoires-de-coronthie-tinkhinyiDie Hoffnung wird in Coronthie, einem Armen-Quartier von Conakry, gross geschrieben. Die Musik auch. Zusammen ergab das für ein paar junge Guineer eine Erfolgsgeschichte.

In Guinea kann ein junger Mann davon träumen Fussballer zu werden, oder vielleicht Musiker. Die Mitglieder der, selbst für afrikanische Verhältnisse, grossen Truppe der Espoirs de Coronthie, haben ihre schulische Laufbahn meistens schon nach wenigen Jahren aufgegeben. Musik war ihr Ziel, Salif Keita oder Baaba Maal ihre Helden. Mit selbst gebauten Instrumenten, Texten die von ihrem Alltag, von ihren Lebenswerten erzählen, haben sich die Espoirs in den letzten zehn Jahren in der Heimat eine grosse Fangemeinde ersungen.

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Ba Cissoko – Séno

26. Mai 2009  
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ba-cissoko-senoBa Cissoko hätte alles was es braucht, um endlich jenes Album zu machen, das seinem Können und dem seiner Band gerecht würde. Leider ist die Chance diesmal vertan.

Ba und seine Mitstreiter sind vor sechs Jahren mit einer ziemlich ungewöhnliche Besetzung ins Rampenlicht getreten: Bass, Perkussion, und zwei Koras. Eine davon elektrisch verstärkt, und machmal sogar über Distortion oder WahWah-Pedal gejagt – eine Art Kora-Rock schien hier zu entstehen. Leider haben die Musiker aus Guinea die Idee zu wenig zielstrebig weiter verfolgt. Die aktuelle Produktion versucht sich anzupassen, wo sie doch aufbrechen wollte zu neuen Ufern.

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