Daara J Family – School of Life

29. Mai 2010  
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Dakars Hip Hop Aushängeschild wendet sich vermehrt dem Pop zu. Die ausgedehnten Tourneen haben abgefärbt: mehr Internationalität, mehr Reggae, mehr R&B – leider etwas auf Kosten der Unverwechselbarkeit.

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Bayi Yoon / Children / Potu Nda

Aus dem Trio aus Dakar ist ein Duo geworden, Daara J hat sich noch ein «Family» angehängt. Die engsten Familienmitglieder sind der schwedische Produzent Gordon Cyrus und eine Handvoll Musiker aus dem Umfeld seines LUV-Studios in Paris. Das Album «Boomrang» hatte vor sieben Jahren die internationale Türe für Daara J geöffnet. N’Dango D und Faada Freddy haben nun popige Melodien à la Toure Kunda und Grooves aus dem Rezeptbuch eines Prince reingelassen.

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ChocQuibTown – Oro

12. März 2010  
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Nominiert waren sie, aber für einen Grammy hat es dieses Jahr noch nicht gereicht. Doch die drei Kolumbianer und ihre Mitstreiter haben in den letzten Monaten mit Auftritten u.a. an der WOMEX so erfolgreich für sich geworben, dass sie im Frühjahr/Sommer 2010 für die grossen Festivals in Europa gebucht sind.

«Oro» ist in erster Linie ein HipHop-, kein Cumbia- oder Guajira-Album. Sicher stammen viele Beats und Grooves aus dem Fundus Kolumbiens, sind irgendwo zwischen Pazifik und dem Golf von Mexiko zuhause. Aber Frontfrau Goyo und die Rapper/Electronicas Tostao und Slow wollen explizit nicht Musik aus Kolumbien für die Welt machen, sondern einfach globale Musik.

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Bomba Estéreo – Blow Up/Estalla

11. Februar 2010  
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Cumbia goes Hiphop, oder: wenn Technotüftler aus ihrem Duo-Dasein ausbrechen und zu einer Band mutieren entstehen CDs wie diese.

«Blow Up» bietet Dance- und Club-Sounds aus Bogota, Kolumbien. Das ursprüngliche Duo an den Hebeln waren Simon Mejia und DJ Fresh. Aber das Leben hinter den Computern und Fadern kann einsam werden, also wurde flugs eine zungenschnelle Frontfrau, Liliana Saumet, dazu gebucht, statt dem Computer auch mal die Stromgitarre angeworfen, und die Grooves mit Live-Schlagzeug und Perkussion verstärkt. Und los geht die Post. Diese Produktion wurde in der Heimat unter dem Namen «Estalla» 2008 veröffentlich und kam als «Blow Up» Ende letztes Jahr auch bei uns in die Läden.

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