Kailash Kher & Kailasa – Yatra (Nomadic Souls)

19. Februar 2010  
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Bollywood goes West, oder ein indischer Superstar macht sich daran, mit Popmusik die Welt ausserhalb von Delhi und Mumbai zu erobern.

Die Geschichte vom Aufstieg von Kailash Kher ist das klassische Drama: Armer Junge eines Hindu-Priesters und Musik-Amateurs darf erst nicht singen, sondern soll Händler werden. Doch die Musik lässt ihn nicht los. Die Muse lässt ihn drei Jahre lang zappeln: Jingels und Werbesongs, produziert in der Filmmetropole Mumbai. Dann aber ging’s los: Dem ersten Filmhit «Allah ke Bande» (2003) folgten bis heute über 150 Soundtracks. Doch Playback-Sänger in Bollywood ist nur die eine Hälfte der Medaille.

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Paban Das Baul & Sam Mills – Real Sugar

8. Februar 2010  
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Gitarre, sorgfältige Electronica und die Folkgesängen der Baul treffen hier aufeinander. «Real Sugar» war 1997 eines der wegbereitenden Projekte für eine ganz Reihe von englisch-indischen Projekten.

Die Baul sind Wandermusiker und stehen sowohl in der Tradition der Sufi wie der Bhakti. Trance und Ekstase spielen in ihrer Musik eine wichtige Rolle. Paban zog als Jugendlicher mit seinem Vater durch Bengalen im Nordosten Indiens und wurde dort zum Baul. Sam Mills begann seine musikalische Laufbahn mit der Rocktruppe 23 Skidoo, die anfangs der 80ziger Jahre mit Versatzstücken aus ganz unterschiedlichen Weltkulturen experimentierten. Die Begegnung der beiden führte dazu, dass sich Sam intensiv für die Kultur der Baul interessierte. Er lebte auch mehrere Jahre in Bengalen, und lernte so seine spätere Partnerin kennen: Susheela Raman.

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Susheela Raman – Music For Crocodiles

12. September 2009  
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susheela-rama-crocodilesDas dritte Album von Susheela Raman findet eine Balance zwischen englischer und indischer Kultur. Ein jazziges Popalbum mit anhaltender Frische.

Entstanden ist es in London und Madras. Wobei Susheela auf ihrer Site schmunzelnd meint, dass diesmal indische Musiker englische Songs interpretierten. Sie selber stammt aus einer südindischen Familie, wuchs in England und Australien auf. Schon als Kind stand sie auf der Bühne und sang klassische indische Melodien. Als Teenager richtete sie ihre Aufmerksamkeit mehr auf den Blues. Bereits das erste Album «Salt Rain» (2001) zeigte eine Musikerin, die mühelos und angstfrei zwischen den Kulturen und Stilen tanzte.

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Debashish Bhattacharya – O Shakuntala!

11. September 2009  
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debashish-bhattacharya-o-shakuntalaEine klassische Liebesgeschichte vertont auf der Slidegitarre, die noch gar nicht so lange zum Instrumentarium der indische Musik gehört.

Gitarren kannte man in Indien, vor allem in der Gegend rund um Goa, schon seit dem 16 Jhd. Es brauchte jedoch Tau Moe, einen hawaiianischen Slidegitarrist und die Wirren des 2. Weltkriegs, um die Slidegitarre in Indien populär zu machen. (Die Geschichte von Tau und Rose Moe erzählt Bob Brozman auf seiner Site). Debashish war der Gitarre schon als Knabe verfallen, allerdings erst der klassischen spanischen Version. Via Sitarstudium, und einer mehrjährigen Lehrzeit bei Slide-Pionier Brij Bhushan Kabra wurde er zum unangefochtenen Slide-Meister.

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Transglobal Underground – Run Devils and Demons (The best of..)

27. Juni 2009  
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transglobal-unterground-devils-and-demonsSie sind Pioniere der digitalen Fusion von Musikstilen aus aller Welt: Neugierig, weltoffen, und absolut gnadenlos beim Einreissen von Genrebarrieren.

Die Karriere von Transglobal Underground beginnt anfangs der 90ziger Jahre. Die wichtigsten Zutaten für ihren Mix sind die Digitalisierung der Musikproduktion, die Globalisierung der Musikstile und London. In dieser Stadt führt ein Spaziergang in kurzer Zeit durch Afrika, Asien, Arabien und England. London ist aber auch eine der Hauptstädte des Pop und des Dancefloors. Nirgendwo werden Trends so schnell und intensiv lanciert – um oft ebenso schnell wieder fallen gelassen zu werden.

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Kronos Quartet & Asha Bhosle – You’ve stolen my heart

18. Mai 2009  
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kronos-bhosleEines der kreativsten Quartette der westlichen E-Musik begeistert sich für die indische Soundtracks, und holt mit Asha Bhosle eine der singenden Legenden des indischen Films wieder ins Studio. Eine Sternstunde.

Asha Bhosle und ihre ältere Schwester Lata Mangeshkar waren beinahe drei Jahrzehnte lang die führenden Sängerinnen der indischen Filmindustrie. Unter Fans von Bollywood-Soundtracks läuft im Moment eine freundliche Diskussion, wer der „bessere“ Komponist sei: A.R. Rahman, der mit «Slumdog Millionaire» gerade Oscar und Grammie-Ehren eingefahren hat. Oder R.D. Burman, der in den 70er und 80er Jahren die Ohrwürmer für Asha komponierte (und auch ihr Ehemann wurde). Das Gemeinsame der beiden Komponisten ist wohl, dass sie ihre Klangwelten nicht einschränkten.

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A.R.Rahman – Slumdog Millionaire

27. Februar 2009  
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slumdog-millionaireAm 11.1., 8.2. und am 22.2.2009 jubelte ganz Indien: “Ihr” A.R.Rahman holte sowohl den Golden Globe, den Bafta-Award sowie den Oscar für den Besten Soundtrack nach Indien – zusammen mit Textern Shah und  Gulzar auch noch den Oscar für den besten Song.

Filmmusik ist Funktionsmusik, steht selten für sich allein. A.R. Rahman kennt sein Handwerk bestens: Seit 1992 liefert er für die indische Filmindustrie pro Jahr zwischen vier und fünf Soundtracks. Heimische Auszeichnungen hat er schon einige abgeholt, nun holte er sich auch auf einen Schlag die höchsten Auszeichungen des westlichen Kulturkreises. Der Preise-Regen, der auf den Film niederprasselt gilt nicht nur dem Komponisten und seinen Interpreten, sondern ist auch eine Verbeugung vor einer der grössten Filmindustrien der Welt: Indien.

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Kiran Ahluwalia – Wanderlust

17. Januar 2009  
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kiran-ahluwalia-wanderlustDer Wanderweg aus Indien über Kanada nach Europa ist lang – darum erschien diese CD jenseits des Ozeans bereits 2007, bei uns in old Europe, begleitet mit einem neuen Coverbild, erst 2008.

Kiran Ahluwalia hat ihre musikalischen Wurzeln in der Kunst des Ghasel, der Liebeslieder-Tradition aus dem kulturellen Grenzbereich zwischen Arabien und Indien. Sie nahm diese Musik aus ihrer Heimat Indien mit und giesst sie in ihrer jetzigen Heimat, Kanada, in moderne Formen. Auf ihren Konzertreisen mit ihrem CD-Erstling, der ihren Namen trägt, kam sie in Portugal mit dem Fado in Kontakt. Eine Begegnung, die sich in zwei Songs auf der neuen CD niederschlug, in denen  sie von Musikern aus dem Umfeld von Mariza begleitet wird.

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Niyaz – Nine Heavens

5. Januar 2009  
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niyaz-nine-heavensSufigedichte, Melodien eingefangen zwischen dem Iran und Indien, Technologie aus den Studios von Los Angeles – das ist Niyaz.

Die zweite Produktion des Trios Azam Ali, Loga Ramin Torkian und Carmen Rizzo kommt sicher und ausgereift daher. Mit ihrem Erstling waren sie seit 2005 immer wieder live unterwegs,. Nicht nur in den Staaten sondern auch auf den Bühnen Europas haben sie Fuss gefasst, ihr Soundkonzept verfeinert und ausgebaut. Das Credo des Trios hiess früher Folk Music for the 21st century – sie haben nun das Folk durch World ersetzt. Passt auch besser. Noch besser wäre World-Lounge.

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