Nuova Compagnia Di Canto Popolare – Medina
28. Januar 2010
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In der fast vierzigjährigen Geschichte dieser Truppe ist «Medina» so etwas wie eine Wendemarke – aus einer Folktruppe wurde eine weltmusikalische Botschafterin.
Die Compagnia fand sich in den späten 60ziger Jahren, um die Folk-Tradition von Kampanien, der Gegend um Neapel, zu pflegen und zu bewahren. In diesen Späthippie-Zeiten hatte die Band eine grosse Anhängerschaft. 1992 formierte Corrado Sfogli eine neue Truppe und öffnete die musikalische Welt in den gesamten Mittelmeer-Raum. Es war die erste italienische Gruppe, die sowohl glaubhaft die damals noch neue Musiksparte der Weltmusik vertrat, als auch am Schlager-Wettbewerb von San Remo auftrat (mit «Pe’ Dispietto»).
Pietra Montecorvino – Italiana
17. Dezember 2009
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Die erotische Schmirgelpapier-Stimme aus Neapel legt nach sechs Jahren endlich wieder ein ausgewachsenes Album vor – sie ist sich treu geblieben und tönt doch anders.
Es ist wohl nicht ein Mangel an Interesse für die Musik, welche die Montecorvino so lange zögern liess, ein neues Album zu machen. Eher die verschiedenen Projekte, in welche die Sängerin und Schauspielerin involviert ist. So singt sie als Muse des Taranta-Kopfes und Cantautore Eugenio Bennato auch immer wieder auf dessen Produktionen. Dieser zeigt sich auf diesem Album als umsichtiger Produzent, gerade weil er die unterschiedlichen Facetten seiner Partnerin nicht in eine Einheitsform pressen will.
Gianmaria Testa – Da questa parte del mare
3. Oktober 2009
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Testa hält die Tradition des Cantautor aufrecht – fein gewobene Lyrik in ruhige, manchmal jazzige, manchmal fast gemurmelte Melodien verpackt.
Es gibt viele italienische Interpreten, die das Brummeln dem Singen vorziehen. Auch bei Gianmaria Testa hat man das Gefühl, dass er manchmal lieber rezitieren möchte, als singen. Dabei schreibt der Piemontese Lieder, seit er sich als Teenager die ersten Gitarrengriffe beigebracht hatte. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass er erst nach dem Umweg über die Rockmusik die leisen Töne entdeckte. Und sein Talent, auch die Zwischentöne in Text und Melodie zu finden.
Pietra Montecorvino – Napoli Mediterranea
12. Juni 2009
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Neapel, eine sinnliche Stimme, Songs voller Begehren und Aufbegehren. Diese CD ist ein Leuchtturm am Mittelmeer.
Pietra Montecorvino ist Sängerin und Schauspielerin. Das bedeutet auch gleich, dass sie ihre Songs nicht einfach singt, sondern inszeniert, spielt. Ihre musikalische Familie ist das Umfeld von Edouardo und Eugenio Bennato. Eugenio ist es, der mit seiner Plattform «Taranta Power» die musikalische Vielfalt der italienischen Tradition pflegt und weiterentwickelt. Und Pietra ist eine seiner Musen, die immer wieder in seinen Projekten auftaucht. Für diese Produktion hat er einige Songs beigesteuert, getragen aber wird es von der Interpretin.
Peyoti for President – Rising Tide of Conformity
9. Juni 2009
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Mögen die Tanzbewegungen auch die Hirnzellen in Schwung versetzen! Denn Musik ist nur eine Hälfte dieser Scheibe, die andere ist Agitation.
Die Keimzelle von Peyoti sind der Gitarrist und Sänger Pietro DiMascio und der Perkussionist Ulisses Bezerra. Sie selber besitzen italienische und brasilianische Wurzeln, und haben eine globalisierte Truppe zusammen gestellt: Indien, Spanien, Jamaika, Australien sind vertreten. Namensgeber der CD ist ein Foto von Daniel Kramer, auf dem Bob Dylan und Joan Baez 1964 abgebildet sind, wie sie vor einem Plakat stehen mit der Aufschrift: Protest – the rising tide of conformity.
Enzo Avitabile & Bottari – Salvamm’o munno
29. Mai 2009
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Archaische Perkussion auf Fässern und Kübeln, und Melodien aus dem ganzen Mittelmeer-Raum: Enzo Avitabiles Wieder-Entdeckung der Bottari lässt aufhorchen.
Als Saxofonist spielte Enzo Avitabile mit den Grössen aus Pop-, Jazz- und Worldmusic-Kreisen. Als Komponist und Bandleader begann er seine Karriere mit Jazz und Funk. Nach Engagements bei UNICEF (Zusammenarbeit mit Mory Kante), und diversen Theater- und Filmprojekten, fand er im Hinterland von Neapel eine archaische Musikform die ihm aus dem Herzen spielten. Bauern benutzten seit dem 14 Jhd. Fässer und Kübel als Rhythmus-Geräte, um die bösen Geister auszutreiben oder um gute Ernten herbei zu trommeln.
Mimmo Epifani – Zucchini Flowers
16. April 2009
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Süditalien, Tarantella, Herzschmerz zu Mandolinen vorgetragen – alles hat Mimmo Epifani drauf. Ohne in Touristenkitsch und Schlagersauce zu fallen, weil hier steht AOC drauf.
Mimmo Epifani machte sich einen Namen im musikalischen Umfeld von Eugenio Bennato, war ein Mitglied seiner damaligen Truppe «Musicanova». Mimmo ist ein Meister der Mandola, der grösseren Schwester der Mandoline. Und wenn er mit seiner Truppe, den Epifani Barbers, unterwegs ist, so bedankt er sich dabei bei Meister Costantino, dem Coiffeur in Salento. Denn in dessen Laden lernte der junge Mimmo das Wichtigste über die musikalische Tradition des italienischen Südens und die Kunst der Mandoline.

