Takashi Hirayasu & Bob Brozman – Jin Jin / Firefly
4. Januar 2012
Gespeichert unter Angespielt
Die Aufnahmen dieses glücklichen Zusammentreffens vermögen auch über zehn Jahre nach ihrem Entstehen zu begeistern: hier haben sich zwei verwandte Geister getroffen.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Akata Sun Duchi, Tsuki Nu Kaisha, Chon Chon Kijimuna
Bob Brozman ist ein Gitarrist ohne Berührungsängste. Und er liebt Herausforderungen. Anders ist es nicht zu erklären, dass er sich so unterschiedliche musikalische Partner wie Debashish Bhattacharya, Djeli Moussa Diawara, Cyril Pahinui, René Lacaille oder eben Takashi Hirayasu aussucht. Takashi seinerseits hatte bereits als Gitarrist in der Band von Shoukichi Kina die Grenzen verwischt zwischen der Tradition von Okinawa und den amerikanischen Musikstilen von R&B bis hawaiianischer Steel-Musik.
Shisas – Biriken San
30. Juni 2011
Gespeichert unter Angespielt
Musik aus Okinawa, sehr exotisch und nicht auf Anhieb zugänglich. Shisas ist ein Frauen-Duo, das mit neuen Arrangements die traditionellen Lieder der Inseln südlich von Japan in die Neuzeit überträgt.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Hounen Nu Ayagu, Kawaigaranse, Kawaii Su-Chan
Die Melodien sind fremd, die Harmonien auch, die Instrumente tönen archaisch: Trommeln, die Sanshin – eine dreisaitige Banjo-Verwandte – Zimbeln und mehrheitlich Unisono-Gesang: alles tönt fremd. In ihrer Heimat sind die Shisas so was wie Hüterinnen aber gleichzeitig auch Erneuererinnen der Tradition. Dass ich den Zugang dann doch noch fand liegt wohl an den Arrangements.
Coconami – Ensoku
10. Dezember 2010
Gespeichert unter Neu in den Läden
Japaner reisen gerne, hat man den Eindruck. Und manchmal, selten, blieben sie hier in Europa hängen. Und singen auch unsere Lieder.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Haru ga kita, Sukiyaki, Tintarella di luna
Miyaji und Kami kamen aus ganz unterschiedlichen Gründen nach München. Die eine, weil sie Musiktherapeutin werde wollte. Der andere, weil er die Kunst des deutschen Brotbackens lernen wollte. Und wenn man dann in der Fremde etwas Heimweh hat, singt man am besten ein Lied. Oder singt eines, das man hier kennen und lieben gelernt hat. Schmunzelnd wird es, wenn die Lieder aus den Sammlungen von Karl Valentin und Lisl Karlstadt stammen. Aus dem all-american, dem japanischen oder dem bayrischen Liederbuch. Oder von Guns’n'Roses.
Nguyên Lê – Saiyuki
17. Juli 2010
Gespeichert unter Angespielt
Mehrheitlich instrumentale Fusion-Musik, entstanden im kulturellen Schmelztiegel Paris. Es ist ein asiatisches Projekt mit Koto, Tabla, Flöte und Gitarre, und fliesst zwischen Tradition und Jazz.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Mina Zuki / Sangam / Ila
Die hier aufspielenden Musiker bewegen sich auch als Solisten zwischen den Stilen. Koto-Spielerin Mieko Miyazaki trat mit ihrem klassischen Repertoire schon vor dem japanischen Kaiserpaar auf, fühlt sich aber in der improvisierenden Musik ebenso wohl. Tablaspieler Edouard Prabhu ist ein gefragter Begleiter in der indischen Tradition, aber auch für Interpreten aus so unterschiedlichen Kulturkreisen wie z.B. Afghanistan, Senegal oder Frankreich. Der Flötist Hariprasad Chaurasia ist ein Meister der Bansuri-Flöte und gilt als einer der Wegbereiter der Ost-WEst-Fusion (u.a. Projekte mit John McLaughlin und Jan Garbarek).
Shoukichi Kina – Best of (a.k.a. Peppermint Tea House)
15. November 2009
Gespeichert unter Angespielt
In seiner Heimat Okinawa ist Shoukichi Kina der musikalische Übervater. Er setzte mit seiner Band Champloose die Musik dieser einzigartigen japanischen Insel auf die Weltmusik-Karte.
Sucht man nach Gradmessern für die Wichtigkeit von Shoukichi Kina, trifft man oft diesen Vergleich: Er ist für Okinawa, was Bob Marley für Jamaica war. Kina blieb bei uns in Europa vorab ein Insider-Tipp für Roots-Musiker. Er begann seine Karriere in den späten siebziger Jahren, revolutionierte die Tanzmusik «minyo» insofern als er das okinawische Hauptinstrument, das dreisaitige Sanshin (Shamisen), elektrifizierte. Neben seiner mittlerweile etwas eingeschlafenen Karriere betreibt Kina eine Bar, ist auch ein Friedensaktivist und wurde 2004 ins japanische Oberhaus gewählt.
Yoshida Brothers – Prism
4. Juni 2009
Gespeichert unter Neu in den Läden
Die beiden Shamisen-Spieler legen ein Konzept-Album vor. Wobei es mehr beim Konzept bleibt, und weniger ein Album wird.
Das Shamisen ist ein sprödes, archaisches Instrument. Die Urform stammt aus China, in Japan wurde es weiter entwickelt. Lange war es ein Instrument der Strassenmusikanten und der Geishas. Die Brüder Yoshida, Ryoichiro und Kenichi, haben in diesem Jahrhundert einen neuen Zugang gefunden, und damit das Instrument auch wieder ungeheuer popularisiert. Sie spielen die dreisaitigen Instrumente, als wären es Hardrock-Gitarren.
Jun Miyake – Stolen from strangers
1. Januar 2009
Gespeichert unter Neu in den Läden
Miyake hat sich zwischen sämtlichen Stilrichtungen eingerichtet. Er ist eines der wenigen Beispiele, wo ich der iTunes Klassifizierung “Unclassifiable” recht geben muss.
Der Komponist, Pianist und Trompeter Jun Miyake lebt von der Musik, aber nicht von seinen Konzept-Alben, die er in unregelmässigen Abständen veröffentlicht. Im Normalleben macht er Musik für die Werbung, für Theater, für die Kunst. Und das in Asien, Amerika und Europa. Es war ein Zufall, dass seine Jazz-Musik 1985 für eine Andy Warhol-Bildstrecke gebraucht wurde. Aber es verhalf ihm zum Einstieg ins Komponisten- und Produzentenleben. Die CDs, die er darüber hinaus veröffentlicht, sind so was wie die Kür, die Erholung von der Arbeit.






